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Lot 3302: CHADWICK, LYNN (London 1944 - 2003 Stroud,

Contemporary Art

Platinum House

by Koller Auctions

December 7, 2012

Zurich, Switzerland

Live Auction

Lynn Chadwick (1914-2003) Please Register/Login to access your Invaluable Alerts

Sold
  • CHADWICK, LYNN (London 1944 - 2003 Stroud,
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Description: CHADWICK, LYNN
(London 1944 - 2003 Stroud, Gloucestershire)
Maquette III. 1973.
Bronze with black patina. 3/6. The figures stamped and dated: C 73, also with stamped archive number: 670 M and 670 F respectively.
Female figure: 26 x 15.5 x 11 cm. Male figure: 25.5 x 12 x 9 cm.

Confirmation of authenticity by Estate of Lynn Chatwick, Stroud, 27. July 2010. Listed under number 670

Provenance: Private collection, Switzerland.


German Text
CHADWICK, LYNN
(London 1914 - 2003 Stroud, Gloucestershire)
Maquette III. 1973.
Bronze mit schwarzer Patina. 3/6. Figuren gestempelt und datiert: C 73, sowie mit der gestempelten Archivnummer: 670 M beziehungsweise 670 F.
Weibliche Figur: 26 x 15,5 x 11 cm. Männliche Figur: 25,5 x 12 x 9 cm.

Die Authentizität der Bronzen wurde von dem Estate of Lynn Chatwick bestätigt, Stroud, 27. Juli 2010. Die Werke sind im Estate unter der Nummer 670 archiviert.

Provenienz: Privatsammlung, Schweiz.

Ab 1945 beginnt Lynn Chadwick in London als Designer zu arbeiten; er entwirft Stoffe, Möbel und Ausstellungsarchitekturen. Kleine Erfolge zeigen ihm, dass er auf dem richtigen Weg ist. In dieser Schaffensphase sieht er sich eher als Maler und als Designer. Zudem arbeitet er immer wieder für das Architekturbüro von Rodney Thomas. Diese Zusammenarbeit inspiriert ihn stark, insbesondere die Arbeit an den Architekturmodellen begeistert ihn.

Hiervon angeregt, beginnt er Mobilekonstruktionen zu entwerfen.

Seine ersten Mobiles bestehen aus Eisen und Kupfer, die er zum Teil mit farbigen Elementen kombiniert. Begeistert von der raumgreifenden Attitüde der Mobiles entscheidet er sich auch andere Skulpturen zu fertigen, die nicht mehr beweglich sind, sondern fest auf dem Boden stehen.

Lynn Chadwick sieht sich selbst als Suchenden. Als Erfinder entdeckt und sucht er während der Arbeit an den Skulpturen immer wieder neue Formen.

'The right way to make sculpture is by making sculpture. I make sculpture to discover what kind of sculpture I am going to make' (Farr, Chadwick; Lynn Chadwick, S.1/2).

Die ausgearbeitete Skulptur erscheint dem Betrachter komplett und fertig, doch für Lynn Chadwick ist es nur ein Zustand einer Entwicklung, dessen Ziel im selbst nicht bekannt ist.

'I always feel I'm only just starting, only just learning how to do it, I don't feel that I've got very far yet ... [...]...I'm working toward some nebulous goal' (Farr, Chadwick; Lynn Chadwick, S.1).

Er experimentiert mit Materialien und Formen und schafft homogene Verbindungen, in denen seine Vorliebe für Abstraktion und Expressionismus deutlich wird.

1952 nimmt er mit einer Skulptur an dem Londoner Wettbewerb 'Unknown Political Prisoner' teil und geht hier als Gewinner hervor. Durch diese Auszeichnung erlangt er internationale Aufmerksamkeit. Mehrfach werden seine Skulpturen auf der Biennale von Venedig und auf der documenta in Kassel gezeigt. Er gehört zusammen mit Henri Moore zu den bedeutensten Bildhauern Englands des 20. Jahrhunderts.

Bronze, Eisen und Kupfer sind die harten Materialien, die er immer wieder für seine Skulpturen verwendet. Die Härte des Materials wird durch die Härte der Formen und deren Ausdruck unterstützt: wie die spitz zulaufenden Arme/Flügel und staksigen Beine. Abstrakte Härte vereint er jedoch mit runden und weichen Formen, jenen der Faltenlegung oder der menschlichen Merkmale.

Bei dem vorliegenden Werken handelt es sich um ein Paar. Zwei Figuren, die als männlich und weiblich gelten können, stehen auf ihren für den Künstler so typischen staksigen Beinen mit raumgreifenden Flügeln und pyramidenartigen Köpfen, Mischwesen aus Mensch und Tier in abstrakter Formensprache wiedergegeben.

Lynn Chadwick kreiert häufig Paare oder kleine Gruppen, die nebeneinander stehen, sitzen oder liegen. Zwei unabhängige für sich selbst sprechende Skulpturen, die durch die glatte Oberfläche, die das Gesicht darstellen soll, eher nach innen gekehrt zu sein scheinen. Sie treten nicht direkt mit dem Betrachter in Verbindung. Erst auf den zweiten Blick entsteht durch die Offenheit der Arme/Flügel eine Art Kommunikation nach Außen, sei es mit dem Betrachter oder mit einer weiteren Skulptur.

Diese faszinierenden Skulpturen ziehen den Betrachter auf ihre ganz eigene Weise in den Bann und geben ihm viele Möglichkeiten des Anschauens, Erkundens, Erfahrens und Verstehens.

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