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Lot 3210: FEININGER, LYONEL (1871 New York 1956) Still life

Modern Art

Platinum House

by Koller Auctions

December 7, 2012

Zurich, Switzerland

Live Auction

Lyonel Charles Adrian Feininger (1871-1956) Please Register/Login to access your Invaluable Alerts

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Description: FEININGER, LYONEL
(1871 New York 1956)
Still life with two vases on a pedestal. 1907.
Oil on panel. 17.7 x 14 cm.

Achim Moeller has confirmed the authenticity of this work. The work is registered at the Lyonel Feininger Project archive, New York - Berlin, under number 1174-10-08-12 and will be included in the first volume of the catalogue raisonné of the paintings of Lyonel Feininger (1871-1956), published by Achim Moeller.

Provenance:

- collection of the artist, 1907 - ca. 1920s/30s.

- Dr. Alois J. Schardt (1889-1955), Halle, ca. 1920s/30s - 1955.

- Private collection.

- Private collection New York, since 1990.

Exhibited: Wuppertal 2006, Von der Heydt-Museum, 'Feininger: Frühe Werke und Freunde', 17. September - 19. November 2006, p. 54 (with ill.)

Literature:

Hess, Hans. Lyonel Feininger. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, 1959 [Nachdruck: Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, 1991. English edition: New York: Abrams, 1961], No. 1, p. 249

German Text
FEININGER, LYONEL
(1871 New York 1956)
Stillleben mit zwei Vasen auf Piedestal. 1907.
Öl auf Holz. 17,7 x 14 cm.

Achim Moeller hat die Echtheit des Werkes bestätigt. Das Werk ist im Archiv des Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, mit der Nummer 1174-10-08-12 registriert und wird in den ersten Band des Werkverzeichnisses der Gemälde von Lyonel Feininger (1871-1956), herausgegeben von Achim Moeller, aufgenommen.

Provenienz:

- Besitz des Künstlers, 1907 - ca. 1920/30er.

- Dr. Alois J. Schardt (1889-1955), Halle, ca. 1920/30er - 1955.

- Privatsammlung.

- Privatsammlung New York, seit 1990.

Ausstellungen: Wuppertal 2006, Von der Heydt-Museum, 'Feininger: Frühe Werke und Freunde', 17. September - 19. November 2006, S. 54 (Mit Farbabb.)

Literatur:

Hess, Hans. Lyonel Feininger. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, 1959 [Nachdruck: Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, 1991. Englische Ausgabe: New York: Abrams, 1961], Nr. 1, S. 249 (s-w. Abb., Stilleben; Anmerkung: In Paris gemalt, Frühjahr 1907) .

Es war der 21. April 1907, als Lyonel Feininger im Alter von 35 Jahrenin seinem Atelier am 242 Boulevard Raspail in Paris den Pinsel griff und sein erstes Gemälde, ein Stillleben in Öl auf Karton, fertigstellte. Von diesem Tag an war er nicht mehr Karikaturist, sondern Maler. Im Innersten hegt er schon seit langem den Wunsch, als freier Künstler tätig zu sein und nicht fortwährend Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, 'warum (er) das Wasser - violett und nicht blau' (Brief von Lyonel Feininger an Julia Feininger, vom 7. November 1905) gemalt hat. Es war vor allem seine Lebensgefährtin Julia Berg (geb. Lilienfeld, 1880-1970), die ihn darin bestärkte sowie ein Vertrag mit der Chicago Sunday Tribune, der ihm dank finanzieller Sicherheit zu diesem Schritt ermutigte. 1912 schreibt er dazu an seinen Freund Alfred Kubin (1877-1959), 'Dann, plötzlich kam die Befreiung! Ein Kontract mit Chicago - der mir ermöglichte, nach Paris zu übersiedeln und endlich einmal die Welt der Kunst kennen zu lernen! Ich kam zum ersten Male wieder dazu, überhaupt für mich zu denken und empfinden, und zu arbeiten' (in: Hans Hess, Lyonel Feininger, 1959: S. 38/39).

In der Vertrautheit seines Ateliers schafft Feininger kurz darauf zwei weitere Stillleben in Öl, die jeweils Vasen und Gefäße aus seiner Wohnung zeigten. Stillleben mit zwei Vasen auf kleinem Tisch (1907) war sein drittes Ölgemälde. Es zeigt einen bedeckten hölzernen Tisch, auf dem vor einem blauen Vorhang eine graue Vase und ein gelb-gold schimmerndes Gefäß mit Henkel arrangiert sind. In diesem seltenen Kleinod aus der Frühphase des Malers zeigt sich, wie Hans Hess es formulierte, 'eine erstaunliche Reife und Sicherheit. Die Bilder (aus seiner Frühphase) sind kräftig gemalt und räumlich klar organisiert. (...) er hat mit der Unschuld des Anfängers gleich die Materie gemeistert,' (Hess, S. 40).

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