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Lot 1117: Jamnitzer, Wenzel und Lencker, Hans: Perspectiva corporum regularium + Hans Lencker, Perspectiva 1567

Valuable Books and Incunabulas

by Galerie Bassenge

October 17, 2013

Berlin, Germany

Live Auction
Sold
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Description: Die Perspektiven der Nürnberger Goldschmiede mit Lenckers vollständigem Alphabet
Jamnitzer, Wenzel. Perspectiva corporum regularium. Das ist, ein fleyssige Fürweysung wie die fünff regulierten Cörper darvon Plato im Timaeo unnd Euclides inn sein Elementis schreibt etc. Durch einen ... weg, der vor nie im Gebrauch ist gesehen worden, gar künstlich inn die Perspective gebracht. Mit 7 radiertem Titelblättern mit breiten Bordüren (davon 3 vor der Schrift) und 41 (statt 44) radierten Tafeln von Jost Amman (ohne 3 Textblätter). Nürnberg 1568. - Zwischengebunden: (Lencker, Hans. Perspectiva literaria. Das ist ein clerliche fürreyssung, Wie man alle Buchstaben des gantzen Alphabets, Anitquitetischer oder Römischer Schriften, auff mancherley art und stellung, durch sondere kunstliche behende weys und weg, so bisshero nit ans liecht kommen, in die Perspectif einer flachen ebnen bringen mag). Mit 20 (statt 22; ohne Titel und 1 Tafel) Kupfertafeln von Matthes Zündt (ohne die 2 Textblätter). (Nürnberg, Ulrich Neuber, 1567). 43,5 x 29 cm. Flexibler Pergamentband des frühen 18. Jahrhunderts (fleckig, beschabt und wellig) mit 4 (erneuerten) Bindebändern in moderner schwarzer Halbmaroquinkassette mit schwarzbeprägten Rücken- und zweifachen Deckelschild auf eisengrauem Maroquin und auf dem VDeckel in Holzstegrahmen. Nürnberg 1567-68.
I. VD16 J-176. Andresen I, 217. Ornamentstichsammlung 4693. Becker 82. Vagnetti EIIb24. Ill. Bartsch XX, 1, 11. 257 und XI (357) und 11.1-49 (S. 160-210). - II. VD16 L-1149. Andresen V, 37, 56 (unter Zündt). - Die beiden bedeutendsten Nürnberger Werke zur Perspektive in der Nachfolge der Albrecht Dürers in erster Ausgabe, zusammengebunden in einem Band.
I. Erste Ausgabe eines der schönsten Prachtwerke zur Perspektive von dem Nürnberger Goldschmied Wenzel Jamnitzer (1508-1585), der zusammen eine Werkstatt mit seinem Bruder betrieb: „Sie arbeiten beide von Silber und Gold, haben der Perspectiv und Messwerk einen großen Verstand, schneiden beide Wappen und Siegel in Silber, Stein und Eisen. Sie schmelzen die schönsten Farben von Glas, und haben das Silberätzen am höchsten gebracht, was sie aber von Thierlein, Würmlein, Kräutern und Schnecken von Silber gießen, und die silbernen Gefässe damit zieren, das ist vorhin nicht erhöret worden" (Johann Neudörfer, 1547).
"In seinen späteren Jahren tritt die Vorliebe Jamnitzers für wissenschaftliche und technische Geräte und Probleme hervor, am deutlichsten in der Perspectiva von 1568 (Vorzeichnungen in Berlin und Wolfenbüttel), die er Kaiser Maximilian II. widmet. 'Seine Arbeiten auf dem Gebiete der Perspektive waren eine Fortsetzung der Bemühungen Albrecht Dürers, die Wahrnehmung und Beherrschung von Raum und Körper auf instrumentellem Wege, als etwas völlig gesetzmäßig Lern- und Lehrbares zu erreichen. Jamnitzers Verdienste dabei bestanden vor allem darin, daß er den Dürerschen Apparat verbesserte und mustergültige Entwürfe mit diesem Apparat in seiner von Jost Amman gestochenen Perspektive veröffentlichte" (M. Engelmann - beide Zitate nach NDB X, 329-331).
Die meisterhaften Entwürfe der Perspectiva finden in Jost Ammans Radierungen ihre kongeniale Umsetzung. Die sieben Zwischentitel gehören zum Schönsten, was das 16. Jahrhundert an Buchschmuck hervorgebracht hat, und die Tafeln mit den geometrischen Körpern bestechen durch eine faszinierende Plastizität.
Drei der sieben außergewöhnlich schönen Titelblätter (AI, AVI und BV) mit breiten, figürlich-ornamentalen Bordüren sind hier als überaus seltene Versionen vor der Schrift, d. h. mit leeren Spiegeln in den Kartuschen und in meisterhafter Kalligraphie nach den gedruckten Titeln kopiert. Andresen erwähnt das: "Ich kenne von diesem Titel eine Kopie in Kupferstich ohne Bezeichnung" bzw. "Es giebt Abdrücke vor den gedruckten Titeln in den Titelcartouchen" (Andresen I, 174).
II. Erste Ausgabe des Lehrbuchs über die Perspektive von Hans Lencker (gest. 1585), der ebenfalls Goldschmied und Schriftsteller war und sich in der Nachfolge Albrecht Dürers mit der Perspektive der Körper und ihrer Darstellung beschäftigte: "Dieser kunstsinnige Goldschmied ist auch als mathematischer Schriftsteller aufgetreten. Er erfand ein optisches Instrument, dessen Idee er nach eigener Angabe Albert Dürer's Werken entnahm und verfaßte zwei Lehrbücher der Perspective (Nürnberg 1567 und 1571), in welchen er diese Wissenschaft auf geometrischer Grundlage begründete" (ADB XVIII, 249).
"Dieses Buch enthält 2 Blätter Text und 22 Radirungen, die alle von Zündts Hand sind, obschon nur 2 Blätter sein Zeichen tragen. Die Platten sind nicht numerirt, 13 enthalten lateinische Versalbuchstaben, in verschiedenen Richtungen gestellt, gelegt und gelehnt und der Breite der Platten nach in zwei Reihen, die übrigen 9 Platten verschiedene geometrische Körper". -
Kollation:
I. Es fehlen 3 Blätter Text mit Dedikation und Vorrede sowie 3 Tafeln (GVI, HIII, II), das komplette Werke würde also insgesamt 3 Textblätter und 51 Tafeln enthalten (inklusive Haupttitel und 6 Zwischentiteln = 44 Tafeln mit perspektivischen Darstellungen).
II. Es fehlt das gestochene Titelblatt (Andresen 56, 1) und 1 Tafel (Andresen 56, 14) sowie 2 Textblätter. Das gesamte Alphabet auf 12 Tafeln mit 24 Buchstaben ist von A-Z vollständig erhalten, ebenso wie alle interessanten Tafeln, vom "facettirten Schneckengehäuse", über die "sieben Sterne", den "Springbrunnen", die "Pyramide", "Würfel" etc.

Gliederung:
Das vorliegende Exemplar gliedert sich, wie folgt:
Titelblatt "Perspectiva Corporum Regularium" mit gestochener Bordüre und hs. Text in schwarzbrauner Sepiatinte. 20 Tafeln (davon 8 mit Perspektivkörpern A22, A16, A17, A15, A19, A20, A21, A18 und 12 mit dem Alphabet A-Z) = zwischengebundene Tafeln von Matthes Zündt aus Hans Lenckers Perspectiva literaria.
Titelblatt "A.I. Ignis. Das Fewer" mit gestochener Bordüre und hs. Text in schwarzbrauner Sepiatinte (AI). 5 Tafeln mit perspektivischen Körpern in Sechser-Guillochen (AII-V).
Titelblatt "EII. Aer. Der Lufft Octaedron" mit gestochener Bordüre und hs. Text in schwarzbrauner Sepiatinte (AVI), 4 Tafeln mit perspektivischen Körpern in Sechser-Guillochen (BI-IIII).
Titelblatt "L.III Terra. Die Erdenn Hexaedron" mit gestochener Bordüre und hs. Text in schwarzbrauner Sepiatinte (BV), 4 Tafeln mit perspektivischen Körpern in Sechser-Guillochen (BVI, CI-III).
Titelblatt "O. 4. Aqua. Das wasser. Icosanedron" mit gestochener Bordüre und typographisch eingedrucktem Text (CIIII), 4 Tafeln mit perspektivischen Körpern in Sechser-Guillochen (CV-VI, DI-II).
Titelblatt "V 5. Coelum. Der Himel. Dodecaedron" mit gestochener Bordüre und typographisch eingedrucktem Text (DIII), 4 Tafeln mit perspektivischen Körpern in Sechser-Guillochen (DIIII-VI, EI).
Titelblatt "Was jetzund für stück von der löblichen Kunst Perspectiva folgen ... 1568" mit querformatiger gestochener Bordüre und typographisch eingedrucktem Text (EII), 20 Tafeln mit perspektivischen Körpern (EIII-VI, FI-VI, GI-V, HI-II, IIII, III-III).

Zustand:
Alle Tafeln sauber bis auf die oder bis zu 0,5 cm breiten Rand um die Umfassungslinie beschnitten und sehr sauber in Fensterrahmen aus festem, weißen Papier des 18. Jahrhunderts montiert, lediglich der Haupttitel ist komplett aufmontiert. Dieser mit winzigen Randläsuren, sonst nur stellenweise wenige Überdeckungen, ganz vereinzelt etwas gebräunt, angestaubt und fleckig, gegen Ende einige Wasserränder und Feuchtigkeitsspuren, die letzten beiden Tafeln etwas stärker braunfleckig, oben rechts Tintenfoliierung des 18. Jahrhunderts, über dem Titelstich kleiner Tintenvermerk "Joh. Amanni, 1727". Insgesamt von außergewöhnlich guter, frischer Erhaltung, die Tafeln meist in grandiosem, kontrastreichen, gratigen und bis auf wenige Ausnahmen in kraftvollen Abdruck.

Artist or Maker: Jamnitzer, Wenzel und Lencker, Hans

Exhibited: Perspectiva corporum regularium + Hans Lencker, Perspectiva 1567

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