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Lot 16: Johann Eleazar Zeissig, genannt Schenau"Dietrich von Miltitz als Knabe". 1773.

25th Fine Art Auction

by Schmidt Kunstauktionen Dresden

September 18, 2010

Dresden, Germany

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  • Johann Eleazar Zeissig, genannt Schenau
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Description: Oil on wood panel. Unsigniert. Verso von fremder Hand datiert sowie ausführlich in Tusche bezeichnet; Inventarnummer S 1001; Inventarmarke der Schloßbergung der Nachkriegszeit (Kreis Meißen; Nummer 496). In stark profilierter, goldüberzogener Holzleiste hinter Glas gerahmt.Firnis an den äußeren Rändern durch die Rahmung leicht berieben; in der oberen Bildhälfte in den Bereichen Hut und angrenzender Hintergrund fachgerecht retuschiertes Krakelee. Im Gesicht des Knaben vereinzelt leichtes Krakelee. Der untere Bildbereich partiell mit fachgerecht ausgeführten Retuschen.Provenienz: Privatbesitz; vormals Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Restitution 2003; davor Privatbesitz Schloß Siebeneichen, bei Schloßbergung 1946/48 beschlagnahmt.Dieses von Harald Marx als "wunderbar brillant gemalt" bezeichnete Portrait ist als solches nicht vordergründig zu erkennen, wird doch der Bildnischarakter durch die Genrehaftigkeit der Szene stark zurückgedrängt. Und dennoch liegt im Blick des Kindes eine Intensität und Durchdringlichkeit, die den Betrachter gezielt an die dargestellte Person bindet. Auch die Armbrust und die Laute mit den Noten müssen als attributive Beigaben eines Adelsportraits gedeutet werden, stehen sie stellvertretend für die dem Alter des Kindes, rund vier Jahre, entsprechende höfische Erziehung. Schenau war zum Entstehungszeitpunkt des Portraits seit einem Jahr Direktor der Zeichenschule der Meissner Porzellanmanufaktur - seine vielgelobte Präzision spiegelt sich auch in diesem Portrait wieder, finden sich hier doch starke Einflüsse der Leidener Feinmalerei um Gerard Dou (1613 - 1675). Giacomo Battista Casanova, der ab 1776 gemeinsam mit Schenau alternierender Direktor der Dresdner Kunstakademie war, schilderte einst die malerischen Vorzüge Schenaus in blumigen Worten: "Er behandelt bis zur Verwunderung schön kleine Gesellschaftsstücke; seine Farben sind sehr munter; seine Touche ist leicht und geistreich; er hat Feuer, Genie und schimmernde Einbildungskraft, die für diese Klasse der Malerey sehr passend ist; seine Harmonie und seine Töne sind blühend; sein Stil der Zeichnung und seine lieblichen Artigkeiten schicken sich ganz vortrefflich zur Porcellainmalerey, die unter seiner Aufsicht stehet". Der hier noch als Knabe dargestellte spätere General Dietrich von Miltitz schuf ab 1812 auf dem nahe Meißen gelegenen Familiensitz Siebeneichen einen der wichtigsten Treffpunkte von namhaften Vertretern der romantischen Dichtung, des sogenannten Scharfenberger Kreises.Lit.: "Neuerwerbungen deutscher Meister" Ausstellungskatalog der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Alte Meister (bearbeitet von Harald Marx), Dresden 1974, Abbildung Nr. 29, Katalognr. 30, S. 86.

Provenance: Johann Eleazar Zeissig, genannt Schenau1737 Großschönau - 1806 DresdenAusbildung an der Dresdner Zeichenschule von L. de Sylvestre. Nach Ausbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 ging er L. und C.-F. de Sylvestre nach Paris, wo er bis 1770 unter anderem bei Johann Georg Wille arbeitete und an der Académie royale de peinture et de sculpture studierte. Zun. als Kopist älterer Meister, Porzellanmaler und Zeichner tätig, wandte er sich in der Pariser Zeit der Portrait- und der Historienmalerei zu. Er führte zahlreiche Aufträge für royale Kreise aus und avancierte zum gefragtesten Genremaler in Paris. Wieder in Dresden wurde er Mitgliedschaft in der Dresdner Kunstakademie. 1773 Berufung zum Direktor der Zeichenschule der Meißner Porzellanmanufaktur. Ein Jahr später Ruf als Professor an die Dresdner Kunstakademie; ab 1776 gemeinsam mit G. B. Casanova altern. Direktor der Akademie; ab 1795 alleiniger Direktor.

Dimensions: 33,7 x 23,3 cm; Ra. 43,3 x 32,7 cm.

Artist or Maker: Johann Eleazar Zeissig, genannt Schenau

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