The world’s premier auctions
 
 
WELCOME TO INVALUABLE
Be the first to know about
the latest online auctions.
Please enter a valid email address (name@host.com)
Sign Up »
PS: We value your privacy
Thank you!
 
 
Want to learn more
about online auctions?
Take a Quick Tour »
WE'VE CHANGED OUR NAME
is now
 
To celebrate, we’ve enhanced our site with
larger images and browsing by category to help
you easily find what you’re passionate about.
Remember to update your bookmarks.
Get Started »
 
Invaluable cannot guarantee the accuracy of translations through Google Translate and disclaims any responsibility for inaccurate translations.
Show translation options

Lot 3242: KLEE, PAUL (Münchenbuchsee/Bern 1879 - 1940

Modern Art

Platinum House

by Koller Auctions

December 7, 2012

Zurich, Switzerland

Live Auction

Paul Klee (1879-1940) Please Register/Login to access your Invaluable Alerts

Past Lot
Looking for the realized and estimated price?

Description: KLEE, PAUL
(Münchenbuchsee/Bern 1879 - 1940 Muralto)
Gebirgs-Gärtlein. 1939.
Watercolour with kleister colour ground on paper, laid on board. Signed lower left: Klee. Inscribed centre bottom on board with margin: 1939 M 10 Gebirgs-Gärtlein.
26.5 x 21 cm.

Provenance:

- Lily Klee, Bern (1940-1946).

- Klee-society, Bern (from 1946).

- Galerie Feilchenfeldt, Zurich.

- Galerie Beyeler, Basel (until 1957).

- Galerie Beyeler, Basel (1969-1973) (label verso).

- Private collection Basel (1973 acquired at the above gallery).

Exhibited:

- Zurich 1940: Paul Klee. Neue Werke. Kunsthaus Zurich, 16. Feb - 25. March 1940, No. 82.
- Basel / London 1972: Gegenstandslose Welt 1939-1955. Annely Juda Fine Art, London, 6. July 1972 - 8. September 1972, Cat. No. 94 (label verso) / Galerie Liatowitsch, Basel, 19. September 1972 - 26. October 1972 (label verso).

- Riehen / Hanover 2003/2004: Paul Klee - Die Erfüllung im Spätwerk, Galerie Beyeler, Basel, No. 63.

Literature: Paul Klee Stiftung (Hrsg.). Catalogue Raisonné Paul Klee. Bern 2004, vol. 8, p. 82, No. 7834 (with ill.).


German Text
KLEE, PAUL
(Münchenbuchsee/Bern 1879 - 1940 Muralto)
Gebirgs-Gärtlein. 1939.
Aquarell mit Kleistergrund auf Papier, auf Karton aufgelegt. Unten links signiert: Klee. Auf dem Karton mit Randleiste unten mittig bezeichnet: 1939 M 10 Gebirgs-Gärtlein.
26,5 x 21 cm.

Provenienz:

- Lily Klee, Bern (1940-1946).

- Klee-Gesellschaft, Bern (ab 1946).

- Galerie Feilchenfeldt, Zürich.

- Galerie Beyeler, Basel (bis 1957).

- Galerie Beyeler, Basel (1969-1973) (verso mit Etikett).

- Privatbesitz Basel (1973 bei obiger Galerie erworben).

Ausstellungen:

- Zürich 1940: Paul Klee. Neue Werke. Kunsthaus Zürich, 16. Februar - 25. März 1940, Nr. 82.

- Basel / London 1972: Gegenstandslose Welt 1939-1955. Annely Juda Fine Art, London, 6. Juli 1972 - 8. September 1972, Kat. Nr. 94 (verso mit Etikett) / Galerie Liatowitsch, Basel, 19. September 1972 - 26. Oktober 1972 (Verso mit Etikett).

- Riehen / Hannover 2003/2004: Paul Klee - Die Erfüllung im Spätwerk, Galerie Beyeler, Basel, Nr. 63.

Literatur: Paul Klee Stiftung (Hrsg.). Catalogue Raisonné Paul Klee. Bern 2004, Bd. 8, S. 82, Nr. 7834 (mit Abb.).

Nach der langen Lehrtätigkeit am Bauhaus in Dessau wird Klee 1931 als Professor an die Düsseldorfer Staatliche Kunstakademie berufen. Hier entwickelt er seinen berühmten 'pointillistischen' Stil mit dem unverkennbaren hellen, farbenprächtigen Kolorit.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird Klee 1933 mit sofortiger Wirkung beurlaubt und emigriert in seine Heimatstadt Bern.

Sein Stil verändert sich stark, aus den pulsierenden Farbflächen werden eingeschränkt wirkende eher grafische Arbeiten, die seinen inneren Bruch dokumentieren.

Im Jahr 1935 erkrankt Klee an einer unheilbaren Krankheit. Diese zusammen mit seiner schon schweren politischen Lebenslage, lassen seine Schöpferkraft völlig erlöschen. Fast zwei Jahre lang produziert Klee sehr wenig und sein Interesse an Form und Farbe scheint vollkommen verschwunden zu sein. Erst 1937 stabilisiert sich sein Gesundheitszustand etwas und ein Gefühl einer neuen künstlerischen Freiheit kehrt zurück, zwar zerbrechlich, aber dennoch ein Motor für eine neue Produktivität. Vor allem im darauffolgenden Jahr 1938 erlebt Klees Arbeit einen ein ungeahnten Aufschwung, Klee malt mehrere grossformatige Gemälde, darunter die grössten und kapitalsten Werke seines Spätwerkes wie zum Beispiel die 'Wald-Hexen' (Fondation Beyeler, Basel) oder 'Reicher Hafen' (Kunstmuseum Basel). Das Jahr 1939, aus dem auch das vorliegende Werk stammt, ist mehr von einer starken zeichnerischen Produktivität geprägt. Sein zeichnerisches Repertoire ist reduziert und bekommt fast archaische Züge. Das 'Gebirgs-Gärtlein' besteht aus zerklüfteten, kalligraphischen Linien, die sich leicht vertieft in den braunweissen Untergrund einfügen. Mit beeindruckender Präzision und gekonnter Platzierung komponiert Klee die Linien in den Untergrund, seien es die Mauern eines Labyrinthes, das Labyrinth des Lebens ohne Ausweg oder doch die Mauern, die die Terrassen eines Gebirgsgarten begrenzen, eines Gartenes des Lebens, der Leben, Sein und Vergehen im ewigen Wandel der Jahreszeiten spiegelt.

Die Deutung des Werkes bleibt dem Betrachter jedoch weitgehend verschlossen, sind die dunklen Linien auf farbigem Untergrund wirklich Versatzstücke einer Landschaft oder vielmehr reine abstrakte Formen oder doch Hinweise auf Zeichen und Symbole. Klee lässt die Deutung offen, nur der Titel gibt dem Betrachter einen Anhaltspunkt. Er schafft es meisterlich in dem Werk eine enorme Spannung zu erzeugen, zwischen der einfachen Deutung des Bildes unterstützt durch den Titel und der für den Intellekt nicht greifbaren Ebene einer abstrakten Darstellung, im übertragenen Sinne der Existenz des Werkes und im weiteren Sinne der Menschen. Die Arbeiten des Spätwerkes von Klee offenbaren sich 'als Vollendung seines Schaffens im Sinne von Erweiterung und Transformation' (Paul Klee Stiftung (Hrsg.). Catalogue Raisonné Paul Klee. Bern 2004, S.1).

Bid Now on Items for Sale

(view more)
View more items for sale »