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Lot 729: Mitteldeutsche Hafen-AG

Auction of Historic Bonds & Shares

by Deutsche Wertpapierauktionen

November 3, 2016

Wolfenbüttel, Germany

Live Auction
Sold
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Description: Halle/Saale, Aktie 80.000 RM Nov. 1934 (Auflage NUR 23 STÜCK, R 8), ausgestellt auf die Stadt Halle.
Lochentwertet (RB).
EF #8. (13)

Der 1857 eröffnete städtische Sophienhafen, den lediglich Schiffe bis zu 400 BRT anlaufen konnten, erwies sich zunehmend als ungeeignet. Erstmals 1916 erwog man deshalb den Bau eines neuen Hafens. 1919 veröffentlichte das städtische Tiefbauamt konkrete Planungen, 1923 beschloss der hallesche Stadtrat den Neubau eines Hafens im Norden der Stadt für Schiffe bis 1.000 BRT. In die zusammen mit dem Provinzialverband Sachsen 1929 neu gegründete Mitteldeutsche Hafen-AG brachte die Stadt Halle die bisherigen Umschlaganlagen ein sowie insgesamt knapp 600.000 qm Grund und Boden in Seeben, Halle und Trotha. Schnell entwickelte sich der Hafen Halle-Trotha dann zum größten Umschlagplatz an der Saale. 1946 auf Anordnung der SMAD enteignet, 1950 an die Deutsche Schifffahrts- und Umschlagbetriebszentrale übergegangen, 1957 mit den Häfen Dessau-Wallwitzhafen, Aken (Elbe) und Klein-Wittenberg zum VEB Binnenhäfen “Saale” vereinigt, seit 1980 VEB Binnenhäfen “Mittelelbe”. Seit den 1970er Jahren sanken nach zuvor rasantem Anstieg die Umschlagzahlen kontinuierlich, weil der Staat in die Saaleschifffahrt nicht mehr investierte. Schiffe legten kaum noch an, der Hafen wurde vornehmlich als Lagerplatz für Braunkohle genutzt, die Anlagen verfielen zusehends. 1993 bekam die Stadt Halle den Hafen Halle-Trotha zurückübertragen und gründete die Hafen Halle GmbH als Betreibergesellschaft. Heute ist der Hafen ein modernes Güterverkehrszentrum, vor allem aber für den Umschlag Straße/Schiene. Die Saaleschifffahrt liegt dagegen weiter darnieder, da sog. “Europakähne” den Fluss nicht befahren können.

Condition Report: EF

Notes: Archivbild. Das oben angebotene Papier kann vom dargestellten Papier abweichen.

Provenance: Deutschland

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