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Lot 3214: NOLDE, EMIL (Nolde 1867 - 1956 Seebüll) Marsh

Modern Art

Platinum House

by Koller Auctions

December 7, 2012

Zurich, Switzerland

Live Auction

Emil Nolde (1867-1956) Please Register/Login to access your Invaluable Alerts

Sold
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Description: NOLDE, EMIL
(Nolde 1867 - 1956 Seebüll)
Marsh landscape. 1930s.
Watercolour on Japan paper. Signed lower right: Nolde.
36.3 x 47.3 cm.

Dr. Manfred Reuther, has confirmed the authenticity of this work: Seebüll, 26. November 2006. The watercolour is registered at the Nolde foundation Seebüll.

Provenance: Swiss private collection.

German Text
NOLDE, EMIL
(Nolde 1867 - 1956 Seebüll)
Marschlandschaft. 1930er Jahre.
Aquarell auf Japanpapier. Unten rechts signiert: Nolde.
36,3 x 47,3 cm.

Die Authentizität der Arbeit wurde von Dr. Manfred Reuther, Seebüll, 26. November 2006, bestätigt. Das Aquarell ist in der Nolde Stiftung Seebüll registriert.

Provenienz: Schweizer Privatbesitz.

'So sind auch seine Landschaftsbilder - nun ganz im Sinne der romantischen Landschaftskunst eines Caspar David Friedrich - nicht blosse Stimmungsbilder, sondern wahre 'Seelenlandschaften', freier und unmittelbarer Ausdruck des künstlerischen und menschlichen Erlebens' (zit.: Urban, Martin. Emil Nolde. Landschaften. Aquarelle und Zeichnungen, Köln 1969, S. 7).

Emil Noldes grossformatige Landschaftsaquarelle gehören zu den herausragenden Werken im Oeuvre des Expressionisten. Das hier angebotene Werk entsteht in den 1930er Jahren und zeigt die Landschaft um Seebüll - Noldes Heimat in Ostfriesland. Eine weite, grüne Wiese erstreckt sich im Vordergrund des Bildes. Am Horizont sieht man einzelne rote, reetgedeckte Bauernhöfe über denen sich blauviolette Wolken erheben. Die untergehende Sonne scheint noch hinter den Wolken zu sein und taucht den Himmel in ein kräftiges Orange. Die leuchtenden, ineinander verschwimmenden Farben ziehen den Blick des Betrachters bis zum Horizont und eröffnen eine einzigartige stimmungsvolle und friedliche Landschaft.

In Noldes Gesamtwerk nehmen die Aquarelle einen besonderen Platz ein. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich über Jahrzehnte immer wieder mit dieser Technik auseinandergesetzt, experimentiert und sie bis zur Perfektion weiterentwickelt.

Während seines Aufenthalts in der Schweiz zwischen 1892 und 1894 malt er die ersten Aquarelle: typographische, exakte Zeichnungen in realistischen Farben. Um 1895 entsteht plötzlich ein Werk, in dem er Farbe und Stimmung entdeckt, was aber noch für einige Zeit eine Ausnahme bleiben soll, bis Nolde dann um 1904, beeinflusst durch die Spätimpressionisten, zu seinem eigentlichen Ausdrucksmittel findet - Farbe. 'Gelb kann Glück malen und auch Schmerz. Es gibt Feuerrot, Blutrot und Rosenrot. Es gibt Silberblau, Himmelblau und Gewitterblau. Jede Farbe trägt in sich ihre Seele, mich beglückend oder abstossend und anregend. [...] Und sind nicht Träume wie Töne und Töne wie Farben und Farbe wie Musik. Ich liebe die Musik der Farben. [...] Farben war mit ein Glück, und mir war es, als ob sie meine Hände liebten' (zit.: Urban, Martin, ebenda, S. 16). Mit der aufkommenden Farbe und dessen freiem Einsatz in seinem Oeuvre stellt er auch die bisherigen Gestaltungsmittel in Frage. Im Laufe der Zeit treten Perspektive und Gegenstandsbezeichnungen immer mehr in den Hintergrund und einzig durch den Zusammenklang der farbigen, vibrierenden Flächen wird das Bild gestaltet. Beherrschte Konturen und Formen verschwinden hinter den expressiven und kräftigen, ineinander verlaufenden Farbfeldern. Das seit Anfang der 1910er Jahre verwendete Japanpapier dient dieser Entwicklung: es saugt die Farbe schnell auf, wobei die Flächengrenzen aber stärker verlaufen und Formen verändert werden. Indem Emil Nolde 'nass in nass' malt, ist es ihm als Künstler immer noch möglich durch Übermalung stärkere farbliche Akzente zu setzen oder Konturen einzufügen. Die freie Gestaltung dieser herausragenden Aquarelle wird noch dadurch gestützt, dass es keine Vorzeichnungen gibt.

Wir erleben beim Betrachten von Noldes Aquarellen eine phantastische, gewaltige und farbenintensive Natur, in der wir zuweilen erst nur die Farbenpracht wahrnehmen, bei genauem Hinsehen aber auch die tiefliegende Komposition erkennen können. Die Form ist für Nolde der Ausdruck seelischer Stimmungen, die er auch in dem vorliegenden Aquarell eindrucksvoll aufzeigt. 'Nolde hat Form nie als etwas Eigenwertiges verstanden. [...] Form ist Äquivalent für seelische Stimmungen, nichts Äusseres, das dem Bild aufgezwungen werden kann, sie muss für jedes Bild neu gefunden werden.' (zit. Urban, Martin, ebenda, S. 20).

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