Lot 1: THREE ORIGINAL WOODBLOCK PRINTS FROM THE MUSTARD SEED GARDEN

Galerie Zacke Vienna

January 13, 2013, 12:00 PM CET
Vienna, Austria
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Description: Original woodblock print. China. SIZE 26,5 x 33,4 CM. English description upon request. Eine prachtvoll erblühte Päonie und zwei seltene Landschaftsdarstellungen aus Teil 5. Provenienz: Sammlung Walter Exner, Museum Bad Wildungen. In den 70er-Jahren aus der alten Sammlung Exner direkt erworben. Die erste Ausstellung mit einer Auswahl schönster Beispiele aus den Werken Zehnbambushalle" und "Senfkorngarten" wurde von der Galerie Zacke 1975 in Wien und im Kongrsshaus Innsbruck präsentiert, zeitgleich mit einer Ausstellung zum selben Thema mit Blättern aus der Sammlung Winzinger in der Albertina, Wien. Eine weitere Ausstellung war dann 1990. Die einzigen bis dato bekannten großen Sammlungen chinesischer Holzschnitte sind die von Exner und Winzinger. "Zehnbambushalle" und "Senfkorngarten" sind Namen von Studios gewesen, die sich mit künstlerischen Drucken in Farben befaßten, damals eine Weltneuheit! Beide Titel sind übrigens Kurzfassungen, komplett lauten sie: SHI-ZHU-ZHAI SHU-HUA-PU, Zehn-Bambus-Halle (getreuer: „Studio") und danach „Kalligraphie (und) Malerei" (Shu-Hua) sowie Pu (Register, Handbuch). Zusammen wird das üblicherweise als „Sammlung von Kalligraphien und Malereien aus der Zehnbambushalle" bezeichnet, was zugleich etwas irreführend sein kann. Der "Senfkorngarten" hat den vollen Titel JIE-ZI-YUAN HUA-ZHUAN. Jie-zi-yuan ist der Senf-korn-garten (in gleicher Abfolge), Hua das gleiche Hua wie in der Zehnbambushalle (Malerei) und Zhuan bedeutet Roman oder „verbreiten". Manche nennen das insgesamt „Lehrbuch der Malerei vom Senfkorngarten". Von beiden Werken hat es mehrere Ausgaben zu verschiedenen Zeiten gegeben. Heute sind sie samt und sonders aufgrund von Bränden und anderen Einwirkungen sehr selten, manche Blätter äußerst selten. Die "Zehnbambushalle" hatte die erste Ausgabe 1633, die erste „große" 1643. Zentraler Kopf dieses Studios war der 1582 geborene Hu Zhengyen, der über 30 Künstler in seinem Studio in Nanjing beschäftigte. Die "Zehnbambushalle" bringt in den Bänden verschiedenste Motivgruppen - Orchideen, Bambus, Pflaumenblüten, runde Fächer, Felsen, Früchte und Vögel. Band 1 ist gemischt. Der "Senfkorngarten" ist ebenfalls in Nanjing entstanden, die ersten Teile ab 1677 und 1679, der letzte nur schwarzweiß gedruckte 1818. Verleger war Shen Xinyou, der aber mit der Durchführung den Maler Wang Gai beauftragt hat. Das Blatt, das ein Nagetier zeigt, stammt beispielsweise aus dem 4. Heft des dritten Teils, das den Titel „Pflanzen, Vögel und ein Nagetier" hat. Der "Senfkorngarten" ist mehr didaktisch, aufgrund seiner lockeren Vielfalt und erzählerischen Weise wurde er sehr beliebt und war für den Verlag ein gutes Geschäft auf lange Zeit. Zwischen beiden Werken zu unterscheiden ist nicht immer ganz leicht, Bindung, Format, Ränder, Kalligraphie und Motive spielen eine Rolle. " Die Wiedergabe der Farben im Internet entspricht nicht immer genau dem Original.
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