The world’s premier auctions
 
 
WELCOME TO INVALUABLE
Be the first to know about
the latest online auctions.
Please enter a valid email address (name@host.com)
Sign Up »
PS: We value your privacy
Thank you!
 
 
Want to learn more
about online auctions?
Take a Quick Tour »
 
Invaluable cannot guarantee the accuracy of translations through Google Translate and disclaims any responsibility for inaccurate translations.
Show translation options
Auction Description for Bassenge: Literature, Children Books, Autographs Part II
Viewing Notes:
Thu, Apr 3, 2014 - Fri, Apr 4, 2014 10:00 - 18:00 CET Sat, Apr 5, 2014 10:00 - 14:00 CET Mon, Apr 7, 2014 - Tue, Apr 8, 2014 10:00 - 18:00 CET Wed, Apr 9, 2014 10:00 - 14:00 CET And anytime upon request.
Sale Notes:
www.bassenge.com

Literature, Children Books, Autographs Part II

(373 Lots)

by Galerie Bassenge

Platinum House

373 lots | 74 with images

April 11, 2014

Live Auction

Erdener Straße 5a

Berlin, 14193 Germany

Phone: +49 - (0)30 - 893 80 29 - 0

Fax: +49 - (0)30 - 891 80 25

Email: a.breitenbach@bassenge.com

Sort by:  
Lots with images first
Per page:  
No Image Available

Lot 2501: Arnim, Bettine von: 4 Manuskript-Briefe 1841

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Die Spontini-Affäre Arnim, Bettine von, geb. Brentano, Achim von Arnims Gemahlin, Schriftstellerin (1785-1859). Eigh. Manuskripte, bestehend aus 4 Teilen in Form von Briefen oder Brief-Entwürfen, davon 1 unterzeichnet "Bettine Arnim". Zus. 181/2 S., eng beschrieben, auf 5 Doppelbl. Gr. 4to. (Berlin 1841). Sehr umfang- und inhaltsreiche, höchst interessante Schreiben an den Bruder der Rahel Varnhagen, den Kaufmann Moritz Robert-Tornow (1785-1846), vormals Meier Levin, die eine leidenschaftliche Diskussion Bettines mit Robert über die zu dieser Zeit die gesamte Berliner Öffentlichkeit beherrschende "Spontini-Affäre" spiegelt. Das gespannte Verhältnis zwischen dem selbstherrlichen, vom König lange Zeit protegierten Hofkapellmeister Gaspare Spontini und dem Intendanten der kgl. Schauspiele, Graf Redern, hatte im Jahre 1841 einen kritischen Höhepunkt erreicht, insbesondere, nachdem Spontini sich beim König darüber beschwert hatte, daß der Intendant angeblich zu wenige deutsche Opern auf den Spielplan setze. Auf Rückfrage des Königs hatte sich Redern im Dezember 1840 ausführlich verteidigt, so daß der König ihm recht geben mußte. Doch als in einem Artikel der "Zeitung für die elegante Welt" behauptet wurde, daß Spontini künftig eindeutig dem Grafen Redern unterstellt sein werde, setzte Spontini im Januar 1841 eine heftige Erklärung in die "Leipziger Allgemeine Zeitung", daß er seine Stellung aufgeben werde, wenn er gegen Redern nicht Recht bekäme. Die Folge war eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung und eine Rüge vom König. Zugleich bewirkte diese "Gesetz und Anstand verletzende Erklärung" wütende Reaktionen im Publikum, so daß Spontini von der Intendanz daran gehindert wurde, am 5. Februar die Oper "Iphigenia" zu dirigieren. Es wurde dann eine Untersuchungskommission zur Prüfung der gegenseitigen Vorwürfe eingesetzt. Am 20. April kam es bei einer "Don Giovanni"-Aufführung dennoch zu Tumulten, und am 10. Juli wurde der Hofkapellmeister vom König in einen siebenmonatigen Urlaub geschickt. Am 25. August erging eine Kabinettsordre über Spontinis Entlassung. Das vom Gericht in zweiter Instanz bestätigte Urteil auf neun Monate Festungshaft wegen Majestätsbeleidigung wurde jedoch im Mai 1842 von Friedrich Wilhelm IV. aufgehoben. - Diese Ereignisse, speziell der Vorwurf der Majestätsbeleidigung, wird in Bettines vorliegenden Manuskript-Briefen leidenschaftlich diskutiert, wobei die Debatte offenbar durch zwischenzeitliche mündliche Aussprachen mit Robert immer aufs neue befeuert wurde. Bettine nimmt Spontini gegen den Vorwurf der Majestätsbeleidigung in Schutz, bestreitet "Bosheit" seinerseits und tadelt den "lügenhaften" Artikel in der "Zeitung für die elegante Welt", der den stolzen und temperamentvollen Künstler provoziert habe. "... Sie meinen, Spontinis Anzeige sei nicht zu rechtfertigen, ich höre in ihr nur den Widerhall der ihn dazu anreitzenden Aufforderung. Nicht in Spontini's Antwort liegt die Majestätsbeleidigung. Wenn eine sein soll, so liegt sie nothwendig in der Lüge, in der bewußten Lüge, die ihn dazu drängte, seine öffentlich mit Füßen getretene Ehre und sein vielfältig gekränktes Recht zu behaupten ... Liegt hierin eine Beleidigung der Majestät, so liegt ja auch darin eine, daß es ein Gericht giebt, an das man gegen die Willkühr der Fürsten apelliren kann, oder ist ein solches Gericht nur ein Schaugerüst ...". - Bettines mehr als 18 Seiten umfassende Gedanken über Königtum, Bürgerehre und Gerechtigkeit zeigt die Schriftstellerin als beherzte Kämpferin gegen Fürsten- und Obrigkeitswillkür, die hier bereits der vormärzlich antimonarchistischen Atmosphäre in Berlin eine Stimme gibt. - Beiliegend eine zeitgenössische Abschrift des einen unterzeichneten Briefes.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2502: Arnim, Bettine von: Brief 1854 an Alexander Jung

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Bettine und Goethe - Eigh. Brief m. U. "Bettine Arnim" und Adresse. 2 S. Gr. 8vo. (Berlin) 11.II.1854. An den Schriftsteller Alexander Jung (1799-1884) in Königsberg, der sie gebeten hatte, ihm bei der Herausgabe seines neuesten Buches, "Goethes Wanderjahre und die wichtigsten Fragen des 19. Jahrhunderts", zu helfen und ihre guten Beziehungen zum preußischen Königshaus dafür einzusetzen, daß er die Genehmigung erhalte, es der Prinzessin Marie von Preußen zu widmen. "Herr von Varnhagen hat mir soeben Ihre Zeilen an mich ausgehändigt, ich freue mich, daß Ihnen endlich ein Verleger geworden ist, umsomehr als in dieser ganzen Zeit mein unausgeseztes Streben danach mich bezweifeln ließen [sic], ob je einer zu finden sein werde ... Ich hatte nemlich in Weimar ein vorläufiges Übereinkommen getroffen, besonders weil dies Buch der Prinzessin von Preußen soll zugeeignet werden. Das Manuskript sollte mit Ihrer Genehmigung vorläufig gedruckt werden, denn die Druckkosten, welche man auf hundert bis 130 Thlr berechnet, weil das Landesindustriecomtoir ... sehr billig druckt. Von dort sollte das ganze Einkommen Ihnen zufließen, bis Ihre Forderungen befriedigt waren, und der lezte Ertrag sollte der Goethestiftung zu gut kommen. Sie sind, wie ich nun erfahre, jezt besser versichert, ich freue mich darüber ... Übrigens dürfen Sie um die Einnahme des Buchhändlers nicht sorgen, solche Herrn wissen sich zu helfen. Sie fordern mich auf, für die Verbreitung des Buchs zu wirken; ich bin leider nicht im Stand, etwas Wesentliches dafür zu thun. Ein literarisches Blatt, was in dieser Zeit in Weimar erscheint, wird es gewiß gerne und würdig beurtheilen, zumal da Sie es der Prinzessin von Preußen zueignen. So wie ich erfahre, sind bedeutende Männer Mitarbeiter. Der Redacteur ist mir verbindlich und wird auf meine Aufforderung thun was möglich ist ...". - Die Zueignung an die Prinzessin Marie, eine Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen-Weimar, verheiratet mit Prinz Karl von Preußen, kam wohl nicht zustande. - In unserer 102. Auktion haben wir den vermuteten Rest des Korrespondenz-Nachlasses von Alexander Jung versteigert. Jetzt tauchten unerwartet noch Briefe an den Schriftsteller auf, die wir in dieser Auktion anbieten.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Arnim, Bettine von: Brief vom April 1854 an Alexander Jung

Lot 2503: Arnim, Bettine von: Brief vom April 1854 an Alexander Jung

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Eigh. Brief m. U. "Bettine Arnim", Adresse und Siegel. 11/3 S. Gr. 8vo. (Berlin 10.IV.1854). An den Schriftsteller Alexander Jung in Königsberg, wegen seines Buches über "Goethes Wanderjahre", das er durch Bettines Vermittlung mit einer Zueignung a

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2504: Austin, Alfred: Albumblatt

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Austin, Alfred, britischer Schriftsteller (1835-1913). Eigh. Albumblatt m. U. "Alfred Austin". 3/4 S. Gr. 4to. Swinford Old Manor, Ashford, Kent o. J. 6zeiliges Zitat aus einem seiner poetischen Werke: "What is the Voice that I hear / On the Wind of the Western Sea? ... T'is a proud free People calling loud [?] / To a People proud & free." - Kleine Randschäden.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2505: Bahr, Hermann: Brief 1914

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Bahr, Hermann, österr. Schriftsteller, Feuilletonist, einflußreicher Förderer neuer Stilrichtungen (1863-1934). Eigh. Brief m. U. "Hermann Bahr". 2/3 S. 4to. Salzburg 7.III.1914. An einen Redakteur. "... Ich sende den versprochenen Aufsatz anbei, schon jetzt, weil ich um den 20. d. herum für einige Zeit verreise, vorher aber jedenfalls die Correctur noch selbst machen möchte, da mir wichtig ist, Druckfehler vermieden zu wissen. Auch das Honorar möchte ich noch vor meiner Abreise hierher angewiesen haben ...". - Auf dem 2. Blatt mit Rotstift Hinweise auf den 50. Geburtstag von Eugen d'Albert und den 50. Todestag Giacomo Meyerbeers - vielleicht Themen von Bahrs Aufsatz.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2506: Bauernfeld, Eduard von: Brief 1883 an August Förster

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Bauernfeld, Eduard von, liberaler Wiener Schriftsteller, mit Schwind und Schubert befreundet, Ehrenbürger Wiens (1802-1890). Eigh. Brief m. U. "Bauernfeld". 3 S. 8vo. Wien 28.X.1883. An den Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Dr. August Förster, Gründungsmitglied des Deutschen Theaters in Berlin. "... Für Ihre freundliche Mittheilung über den Erfolg der 'Krisen' in Berlin danke ich bestens, wie auch für Ihre und Ihrer Kollegen Mitwirkung ... Das Deutsche Theater in Berlin hatte mich übrigens von der Aufführung meines Stückes nicht in Kenntniß gesetzt - vermutlich hat es dasselbe durch die deutsche Genossenschaft bezogen. Ich kenne auch die Organisation des neuen Theaters nicht und weiß nicht, ob Herr L'Arronge als Direktor fungirt oder als Societär ...". - Entschuldigt sich im übrigen für die schwer lesbare Schrift: Wegen einer Augenerkrankung könne er seit Jahren so gut wie nichts mehr lesen und "nur mit Anstrengung" schreiben. - Bauernfelds schon dreißig Jahre altes Lustspiel "Krisen" war die vierte Inszenierung des in diesem Jahr (1883) eröffneten Deutschen Theaters und erlebte immerhin 10 Vorstellungen. Die Frage nach dem Direktor war berechtigt: Zwei der Sozietäre schieden schon bald wieder aus, so daß die Direktion in den Händen von Adolph L'Arronge und August Förster verblieb. - Dem 81jährigen Bauernfeld wurde in diesem Jahr der Ehrendoktor der Wiener Universität verliehen.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2507: Böttger, Adolf: Brief 1847

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Böttger, Adolf, Leipziger Schriftsteller, vorwiegend Lyriker, auch erfolgreicher Übersetzer aus dem Englischen (1815-1870). Eigh. Brief m. U. „Adolf Böttger" und Adresse. 1 S. Gr. 8vo. (Leipzig, Sept. 1847). An den Buchhändler Lorck in Leipzig. „... Glauben Sie nicht, daß ich das Wartburgbüchelchen liegengelassen habe; ich habe mich die ganze Woche abgeschlossen und am alten Mnscrpt gebessert u. hinzugesetzt; außerdem aber um neues das Heft sehr verstärkt; ich habe selbst Freude an dem Ding, das ich so zierlich als möglich in der Handschrift ausstaffirt habe. Ich halte das Ganze für besser, als den ganzen Band der bei Klemm erschienenen Gedichte. - Weshalb ich an Sie schreibe? Anfragen wollt' ich, ob ich nicht bald einen Druckbogen erhielte? ...". - Böttgers Gedichtzyklus „Auf der Wartburg" erschien noch in demselben Jahr bei Lorck in Leipzig. - Am Briefkopf vom Empfänger der Name „A. Böttger" und das Eingangsdatum vermerkt. - Kleine Spuren ehemaliger Montage.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2508: Bruns, Max: 2 Gedichtmanuskripte

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Bruns, Max, westfälischer Dichter und Verleger, lebte in Minden (1876-1945). 2 eigh. Gedichtmanuskripte, davon eines monogrammiert „MB." Zus. 3 S. auf 3 Bl. Kl. 4to. Minden 6.III.1898 bzw. o.J. „Junge Frau" (3 Strophen zu je 4 Zeilen) und „Modernes Lumpenlied" (7 Strophen zu je 4 Zeilen). - Das erste Gedicht auf Papier mit gedrucktem Briefkopf „Max Bruns. Minden (Westf.)"; beide Gedichte offenbar als Druckvorlagen mit Anweisungen für den Setzer versehen; das erste fleckig und mit Defekten.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2509: Büchner, Ludwig: Brief 1879 + Beigabe

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Büchner, Ludwig, Bruder Georg Büchners, Arzt und darwinistischer Philosoph (1824-1899). Eigh. Brief m. U. "Prof. Büchner". 2 S. Gr. 8vo. Darmstadt 12.XI.1879. An einen Herrn, der aufgrund eines "Briefchens", das er von dem Schriftsteller Karl Ferdinand Dräxler-Manfred (1806-1879) erhalten hatte, anregte, von Seiten der Schiller-Stiftung dem offenbar in ärmlichen Verhältnissen lebenden Dichter eine finanzielle Zuwendung zukommen zu lassen. Büchner sendet Dräxlers Brief zurück und antwortet: "... Leider sehe ich vorerst keine Möglichkeit, Ihren schönen Intentionen gerecht zu werden. Der Schiller-Verein, dem es sehr an den nöthigen Mitteln gebricht, wird sich unter so bewandten Umständen, und da D. immer noch eine Besoldung bezieht, voraussichtlich auf Nichts einlassen. Eine öffentliche Vorstellung dürfte kaum mit Erfolg zu rechnen haben. Auch glaube ich nicht, daß D. in seiner Stellung als Hofdramaturg wagen könnte oder möchte, etwas der Art anzunehmen. Übrigens sind die Bedürfnisse der beiden alten Leute ziemlich gering, und scheint es mir nicht, daß sie eine eigentliche Noth leiden ...". - Dräxler-Manfred starb 6 Wochen später und hätte sich über eine Weihnachtsgabe der Schillerstiftung sicher gefreut. - Beigegeben: Eduard Maria Oettinger, politischer Satiriker und Publizist, Gründer oder Mitarbeiter diverser oppositioneller Blätter (1808-1872). Eigh. Brief m. U. "EM Oettinger" und Umschlag. 1/2 S. 8vo. Leipzig 30.IV.1860. - An den Schriftsteller und Hofrat Dräxler-Manfred in Darmstadt, den er mit "alter Freund" anredet und ihm eine Empfehlung für die bedeutende Sängerin Jenny Bürde-Ney übersendet.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2510: Buri, Christian Karl Ernst Wilhelm: Signiertes Gedichtmanuskript

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Buri, Christian Karl Ernst Wilhelm, Lyriker und hessischer Regierungsdirektor (1758-1820). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Buri". 2 S. Kl. 8vo. O. O. (nach 1806). "Der Goldammer und die Nachtigallen." 31 Zeilen: "Ein Ämmerling, stolz auf sein Goldgefieder, / Entflog dem Kreise seiner Brüder, / Und schwang sich aus dem Haselbusch empor. / Des nahen Hügels Myrtenhaine / Bewohnt ein Nachtigallen-Chor ...". - Mit drei Verbesserungen von der Hand des Autors. - Moralische Fabel im Stile La Fontaines und Gellerts. - Auf der ersten Seite am oberen Rand die Notiz: "Beiträge zum Mgbltt." Das Stuttgarter "Morgenblatt für gebildete Stände" erschien ab 1807, wodurch sich der Terminus post quem ergibt und zugleich der 1806 verstorbene Dramatiker Ernst Karl Ysenburg von Buri als Autor ausscheidet.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Byron, George Gordon, Lord: 2 Gedicht-Zeilen

Lot 2511: Byron, George Gordon, Lord: 2 Gedicht-Zeilen

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Byron, George Gordon, Lord, englischer Dichter (1788-1824). Ausschnitt aus einem eigh. Gedicht-Manuskript. 2 Zeilen. 2,9 x 16 cm. (Athen 1811). "The Cypress saddening by the sacred Mosque / The whiter turret of the gay Kiosk". Zwei Zeilen aus dem berühmten, am 17. März 1811 im Athener Kapuzinerkloster entstandenen Gedicht "The Curse of Minerva". Mit 2 Verbesserungen; so ist in der ersten Zeile "shadowing" in "saddening" geändert. Später im Druck ist dann auch noch "The whiter turret" durch "The gleaming turret" ersetzt. - Die Verse wurden 1814 in "The Corsair" wiederverwendet. - Manuskripte Byrons sind im Handel von größter Seltenheit.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2512: Christie, Agatha: Brief 1972

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Christie, Agatha, Lady Mallowan, engl. Schriftstellerin, Verfasserin weltberühmter Kriminalromane, vielfach verfilmt (1890-1976). Brief m. U. "Agatha Christie Mallowan". 1 S. Kl. 4to. Winterbrook House, Wallingford, 26.VII.1972. An Mr. Thompson, der ihr ein lokalhistorisches Büchlein übersandt hatte. "... I think it is possible that your letter of the 13th May 1972 enclosing two copies of the second impression of your booklet on Abney Hall may have been overlooked. I was away from home at the time ... I think it is a very nicely produced booklet on Abney Hall which I am very glad to have ...".

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2513: Deinhardstein, Johann Ludwig: Brief 1858 + Beigabe

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Deinhardstein, Johann Ludwig, fruchtbarer Wiener Dramatiker und Erzähler, Vizedirektor des Burgtheaters und Bücherzensor (1794-1859). Eigh. Brief m. U. "Deinhardstein". 1 S. Gr. 4to. Wien 20.II.1858. An Franz Dingelstedt, Generalintendant des Weimarer Hoftheaters. Deinhardstein fragt an, "ob Sie geneigt wären, meine Uebersetzung von Molières Tartuffe, welche bereits auf der hierortigen Hofbühne mit vielem Erfolge zur Darstellung gekommen, auch auf der Hofbühne Weimars darstellen zu laßen ...". - Mehrere Faltenrisse. - Dabei: Carl Toepfer, Hamburger Dramatiker, Erzähler, Dramaturg und Publizist (1792-1871). Eigh. Brief m. U. "C. Toepfer" und Adresse. 1/2 S. 4to. Hamburg 5.II.1826. - Gleichfalls an die Weimarer Hoftheater-Intendanz mit der Frage, "ob Sie für das billige Honorar, welches ich für Hermann u. Dorothea empfing, geneigt sey, mein Lustspiel 'Schein u. Sein' auf der dasigen Hofbühne aufzuführen ...". - Mit Ablehnungsvermerk der Intendanz. - Toepfers Dramatisierung von Goethes "Hermann und Dorothea" gehörte zu seinen größten Bühnenerfolgen. - Randschäden, teils durch Öffnen der Versiegelung.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2514: Dichter und Schriftsteller: 8 Autographen 1857-1914

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Dichter und Schriftsteller. 8 Autographen. 1857-1914. Eigh. Briefe, Albumblätter und 1 Postkarte von: Ida Boy-Ed (Postkarte 1890), August Becker (pfälzischer Schriftsteller, 1828-1891, Gedichtmanuskript), Albert Emil Brachvogel (umfangreicher Brief 1857 an Franz Dingelstedt in Weimar, u. a. über sein Trauerspiel "Adelbert vom Babanberge"), Hans Hoffmann (Schriftsteller und Journalist, Generalsekretär der Dt. Schillerstiftung, Brief Wernigerode 1895), Ellen Key (Albumblatt 1914), Hermann Müller-Bohn (Brief 1906), Georg Frhr von Ompteda (Brief 1906), Frida Soyaux-Schanz (Kinderbuch-Autorin, Brief 1894 an einen Autor, dessen Märchen von der "Daheim"-Redaktion abgelehnt wurde). - Der Brief von Hoffmann fleckig; die übrigen Stücke ordentlich erhalten.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2515: Doczy, Ludwig Frhr von: Brief 1886 an August Förster

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Dóczy, Ludwig Frhr von (Lajos Doczi, eigentl. Dux), österr.-ungar. Diplomat und Schriftsteller, Hofrat, Sektionsrat im Wiener Außenministerium, auch erfolgreicher Bühnenautor und Übersetzer (1845-1919). Eigh. Brief m. U. "L. Dóczy" und Umschlag. 4 S. 8vo. Wien 1.II.1886. An den Schauspieler und Regisseur Dr. August Förster, Gründungs- und Direktionsmitglied des "Deutschen Theaters" in Berlin, der mit einem Ensemble dieser Bühne in Budapest gastieren will und um Empfehlungen für die dortige Presse gebeten hat. Dóczy, stets liebenswürdiger Diplomat, ist um Unterstützung bemüht. "... Ich bin in Budapest mehr in effigie, als persönlich bekannt. Seitdem ich in Wien wohne, sind vielleicht drei journalistische Generationen herangereift, so daß ich gar nicht weiß, wer in diesem oder jenem Blatt das kritische Richtschwert führt ... Ich glaube daher nichts Besseres thun zu können, als Sie einem Freunde in Budapest zu empfehlen, einem liebenswürdigen, gescheiten, talentirten und ausgezeichneten Menschen, dem Sie diese Zeilen nur zu zeigen brauchen, damit er Ihnen sage, daß man in Budapest sehr gut weiß, wer Dr. Förster ist und daß wir überhaupt nicht so dumm sind, wie wir in Berlin aussehen. Mit Einem Wort, grüßen Sie mir in Budapest den königl. ungarischen Sectionsrath Dr. Arpád von Berczik, der Sie mit so viel Referenten bekannt machen wird, als Sie nur wünschen können. Freilich, dafür, daß er selbst in's Deutsche Theater geht, kann ich Ihnen nicht gutstehn. Er ist ein großer Chauvin und hat einen scheußlichen Respect vor der erdrückenden Überlegenheit der deutschen Cultur ...". - Beim Umschlag ist die Briefmarke herausgeschnitten.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2516: Döblin, Alfred: Widmung 1946 an Otto Flake

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Döblin, Alfred, Arzt, Schriftsteller und Publizist (1878-1957). Eigh. Widmungsblatt mit Namenszug "Alfred Döblin". 1 S. In der oberen linken Ecke ein kl. Zeitungsausschnitt mit Döblins Porträt. Gr. 8vo. Baden-Baden 29.X.1946. Wohl aus einem Buch herausgetrenntes, an den Schriftsteller-Kollegen Otto Flake gerichtetes Widmungsblatt, unter Benutzung eines Goethe-Zitats: "Otto Flake freundschaftlich überreicht von Alfred Döblin - 'Es tut mir in tiefster Seele weh, daß ich Dich in der Gesellschaft seh. - Ich bin besorgt um Sie. Sie belieben mit religösen Ideen zu spielen.' - (Citat aus dem Leben.)" - Gemeint sind wohl Leser-Reaktionen auf Döblins in diesem Jahr erschienenes Buch "Der unsterbliche Mensch. Ein Religionsgespräch".

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2517: Dohm, Ernst: 2 Briefe 1871-1879

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Dohm, Ernst (eigentl. Elias Levy), Berliner Journalist, Satiriker, Redakteur des "Kladderadatsch", mit der Schriftstellerin Hedwig Dohm verheiratet (1819-1883). 2 eigh. Briefe m. U. "E. Dohm". Zus. 21/2 S. Gr. 8vo. Berlin 7.I.1871 bzw. 28.XII.1879. An einen Herrn, der ihn gebeten hatte, ihm einen Anwalt zu nennen, der ihn in einer juristischen Angelegenheit mit dem Victoria-Theater vertreten könnte. Der Gründer und Direktor des Victoria-Theaters, Rudolf Cerf, befand sich nicht nur ständig in finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch in allen möglichen Konflikten mit Teilhabern und Presse. Dohm empfiehlt den Justizrat F. Primker, wohnhaft Friedrich-, Ecke Jägerstraße. "... Meine sehr genaue Bekanntschaft mit ihm berechtigt mich, fuer seine Tuechtigkeit zu buergen; ausserdem sind ihm die Verhaeltnisse des Victoria-Theaters aus mehrfach frueher von ihm gefuehrten Verhandlungen bekannt, und trotzdem er in denselben die Interessen der Gegner des Hrn. Cerf vertrat, und zwar meines Wissens immer mit Erfolg vertrat, ist er dem Letzteren doch eine Persona grata - ein Umstand, der, bei Cerfs eigenthuemlichem Naturel, in Beziehung auf eine schnelle und guenstige Abwicklung der Angelegenheit nicht allzu gering zu veranschlagen sein duerfte ...". - Der zweite Brief ist ein Begleitschreiben zu einem "schwachen Versuch", also einem Manuskript.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2518: Drobisch, Theodor: Gedichtmanuskript mit Brief-Anhang

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Drobisch, Theodor, vielseitiger und fruchtbarer Dresdener Publizist, Satiriker und Kinderbuch-Autor (1811-1882). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. sowie angefügtem eigh. Brief m. U. "Theodor Drobisch". 3 S. Gr. 4to. Leipzig 31.VI.1847. "Das Lied vom Wein". 13 Strophen zu je 4 Zeilen: "Es wird der Wein gelesen, / Es wird der Wein gepreßt, / Drum ziehen die Gelehrten / Ihn auch zu jedem Fest. / Er spricht in allen Zungen / Und daher auch Latein, / Denn es drang in die Römer / Sein Geist schon lange ein ... Ob roth und weiss die Farbe, / Danach fragt nicht der Wein; / Das Recht vom Feuergeiste / Soll allen angedeihn. / Drum hebet hoch die Becher / für Wahrheit Recht und Licht; / Der Römer kann zerbrechen, / Doch deutsche Treue nicht." Das typische Vormärz-Gedicht mit dem Ruf nach Freiheit sendet Drobisch an den Schriftsteller und Opernsänger Ernst Pasqué (1821-1892), der lange in Darmstadt (1856 bis 1859 auch als Opernregisseur in Weimar) in leitender Stellung am Theater wirkte. "... Nehmen Sie zur Einnerung an einen vergnügten Abend das Manuskript von einem Liede, welches vielleicht hundertfach gedruckt worden ist und, wie ich gehört, sowohl am Rhein, als auch an der Donau Anklang gefunden. Für das Manuskript meines von Stegmayer componirten Traumliedes hat ein Autographensammler in Mainz einen Gulden bezahlt, für dieses hier verlange ich tausendmal mehr: Ihre Freundschaft auch in der Ferne ...". - Außer vielen Humoresken schrieb Drobisch auch eine ganze Reihe von sehr erfolgreichen Kinderbüchern. - Am Falz geknittert.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2519: Eulenberg, Herbert: Signiertes Manuskript 1929 + Brief an Otto Brahm

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Eulenberg, Herbert, Dramatiker, Essayist und Dramaturg (1876-1949). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Herbert Eulenberg" beim Titel. 4 1/2 S., halbspaltig geschrieben. Gr. 4to. O. O. (1929). "Conan Doyle. (Zu seinem siebenzigsten Geburtstag)." Vollständiges Manuskript einer klugen und angemessenen Würdigung des Sherlock-Holmes-Erfinders Sir Arthur Conan Doyle, der zu dieser Zeit, in der Publikumsgunst von Edgar Wallace überholt, schon fast wieder vergessen war. Mit diversen eigenhändigen Streichungen und Verbesserungen, teils mit Bleistift. - Dabei: Derselbe. Eigh. Brief m. U. "Herbert Eulenberg". 2 1/2 S. Gr. 8vo. Kaiserswerth 23.X.1906. - An Otto Brahm, den Direktor des Lessingtheaters in Berlin, wegen der geplanten Uraufführung von Eulenbergs Dramas "Ritter Blaubart" unter Mitwirkung von Emanuel Reicher. "... Ich juble über Reicher und hoffe mich mit dem andern R zu versöhnen. Ich dachte am Montag den 29ten cr. Morgens zu den Proben dort einzutreffen und bis Freitag den 2. November incl. zu bleiben. Am 3ten, 4ten u. 5ten bin ich durch Frohndienst verpflichtet, hier zu weilen. Am 6ten wäre ich dann wieder dort zur Première. Ich hoffe so, am nützlichsten zu sein; denn in den mittleren Proben kann ich schließlich am meisten und besten helfen ...". Die zweite Hälfte des Briefes ist mit Bleistift geschrieben, was Eulenberg so erklärt: "Ich schreibe diesen Brief - gehetzt wieder wie ein Jagdhund oder ein Dramaturg - auf der Post zu Ende." - Mit dem "anderen R" ist wohl Max Reinhardt gemeint, der sich erfolglos bei Eulenberg um das Stück bemüht hatte. Die Uraufführung am 8. November 1906 in dem streng naturalistischen Stil von Brahms Theater brachte einen großen Theaterskandal mit lärmender Ablehnung, und Eulenberg schrieb in seinen Memoiren, daß eine Aufführung bei Reinhardt wohl erfolgreicher gewesen wäre, weil man dort die romantische Eigenart des Stückes richtiger getroffen hätte.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Fontane, Theodor: Brief 1873 an Hermann Kletke

Lot 2520: Fontane, Theodor: Brief 1873 an Hermann Kletke

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: dazu braucht man mich nicht Fontane, Theodor, Schriftsteller (1819-1898). Eigh. Brief m. U. "Th: Fontane". 2 1/2 S. 8vo. Berlin 7.IV.1873. An Dr. Hermann Kletke (1813-1886), Redakteur der Vossischen Zeitung. Über von Kletke gewünschte Änderungen an einer Rezension Fontanes zu einem Roman von Karl August Heigel (1835-1905), wahrscheinlich "Die Dame ohne Herz". Ferner bietet Fontane einen Aufsatz über den General Wimpffen und die Schlacht bei Sedan auf französischer Seite an, dessen Inhalt er skizziert. "... Den Heigel-Aufsatz habe ich nun zurecht geschnitten; es bleibt äußerlich fast nur Lob übrig, allerdings mit eingestreuten Bedenken, denen man abfühlt, daß sie nicht unbedeutend sind. Ich glaube, dies geht nicht gut anders, wenn anders eine Besprechung derart nicht zu einer bloßen Reclame herabsinken soll. Und dazu braucht man mich nicht. Das macht jeder Schmock besser. - Von märkischen Arbeiten habe ich nichts. Paßte Ihnen ein Aufsatz (aus meinem Buch) 'General Wimpffen und die französische Heerführung am Tage von Sedan'. Es ist nach Wimpffens und Ducrots Buch und nach den Aufzeichnungen verschiedener französ. Generale und Generaladjutanten gearbeitet. Vieles neu. Das Ganze etwa so lang wie der Beaumont-Aufsatz. Im Uebrigen bin ich nicht im Geringsten frappirt, wenn Sie es ablehnen. Es findet sich immer noch ein Liebhaber. Ich bemerke nur eigens noch, daß nichts eigntlich Militärisches drin vorkommt, erst Wimpffens Biographie, sein Erscheinen, seine Eindrücke, seine Beziehungen zum Kaiser, zu Mac Mahon, zu Ducrot etc. - Meine Namens-Chiffre unter der Heigel-Besprechung bitte ich wegzulassen ...". - Nicht bei Nürnberger, Theodor Fontane: Briefe an Hermann Kletke (München 1969) oder bei Jolles/Müller-Seidel, Briefverzeichnis; anscheinend bisher unbekannt. - Fontane hatte die Heigel-Rezension zusammen mit einer Rodenberg-Besprechung bereits am 15. Januar 1873 an Kletke geschickt und dazu bemerkt: "Beide Arbeiten sind für das Sonntags-Blatt berechnet ... Soll die Heigel-Kritik an andrer Stelle in der Zeitung erscheinen, so ist mir's auch recht". Daß sie erst im April und anonym erschien, ist wohl die Ursache dafür, daß Helmut Nürnberger sie nicht gefunden hat: "Die Rezension über Heigel hat sich nicht ermitteln lassen; sie ist nicht in der Sonntagsbeilage der V. Z. erschienen, sondern, wenn überhaupt, an anderer Stelle, vermutlich anonym, gedruckt worden" (Nürnberger, S. 131).

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2521: Fontane, Theodor: Brief 1876 an Karl F. Wiesike

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: los und ledig alles Anstrampelns - Eigh. Brief m. U. "Th. Fontane". 3 S. Gr. 8vo. Berlin 13.X.1876. Unveröffentlichter Brief an den Kaufmann und Gutsbesitzer Karl Ferdinand Wiesike, der ihn eingeladen hatte, einen Vortrag zu halten. "... Ich habe alle diese Dinge verschworen, zum Theil weil sie mir zu viel Zeit kosten, vor allem aber deshalb weil mir jedes öffentliche Auftreten von Grund aus widersteht. In frühren Jahren habe ich es für meine Pflicht gehalten, mich auf diesem wie auf andren Punkten zu besiegen und dergleichen Dinge zum Theil gerade deshalb zu thun, weil sie mir contre coeur waren; diese Zeit aber liegt nun Gott sei Dank hinter mir, und los und ledig alles Anstrampelns gegen die an- und eingeborne Natur, thue ich nur noch wozu mich diese treibt. Vor dem Vorlesungen-halten steht sie aber ganz besonders wie der Engel mit dem Flammenschwert und treibt mich fort. Bitte, nehmen Sie diese Worte nicht blos als Redensarten; es ist wirklich so wie ich schreibe ...". - Fontane lernte Wiesike 1874 kennen und widmete ihm ein Kapitel in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der zu Reichtum gekommene Besitzer einer Ziegelei längst seinen eigentlichen Interessen zugewandt: der Landschaftsgärtnerei, der Homöopathie und nicht zuletzt der Philosophie Arthur Schopenhauers, mit der er auch Fontane bekannt machen sollte. - Nicht bei Jolles/Müller-Seidel.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Fontane, Familie: Albumblatt mit 3 Autographen und Porträt

Lot 2522: Fontane, Familie: Albumblatt mit 3 Autographen und Porträt

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Albumblatt mit 3 eigh. Sinnsprüchen u. U. von Nachkommen Theodor Fontanes. Gemeinsam mit 7 weiteren Schriftstellern. Ca 23,5 x 19,5 cm. 1928. Für eine Sammlung von Autographen prominenter Schriftsteller haben sich auf einem Quart-Blatt mit Sinnsprüc

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2523: Fouqué, Friedrich de la Motte: Brief 1832 an W. Berhardi

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Fouqué, Friedrich Baron de la Motte, Dichter und Publizist der Berliner Romantik, überaus erfolgreich mit „Undine" (1777-1843). Eigh. Brief m. U. "La Motte Fouqué" und Adresse. 1/3 S. 4to. Nennhausen bei Rathenow 14.I.1832 (irrtümlich: 1831). An den Schriftsteller Wilhelm Bernhardi (1800-1878) in Meuselwitz bei Altenburg, dem er "das gewünschte Empfehlungs-Schreiben an den Freiherrn von Seckendorf" übersendet. "Lieber Wilhelm, So weit auch seit dem mich unaussprechlich betrübenden Heimgange meiner Frau meine Wünsche über alles Zeitliche hinausgehn, danke ich Dir doch recht herzlich für die Deinigen zum zum neuangetretnem Jahr ...". - Fouqués zweite Frau Karoline war im Juli des vergangenen Jahres gestorben. Bernhardis Wohnort Meuselwitz war Seckendorfscher Besitz. Bernhardi selbst, ein Sohn von Sophie Tieck, war Fouqués Mündel gewesen. - Zwei Ecken durch das Öffnen des Briefes lädiert; rückseitig Montagespuren; nicht absolut frisch.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2524: Frank, Otto: 2 Briefe 1958-1959

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Frank, Otto, Kaufmann deutscher Herkunft, Vater der im KZ ermordeten Anne Frank, gab deren berühmtes Tagebuch heraus (1889-1980). 2 Briefe m. U. "Otto Frank". Zus. 2 S. Gr. 8vo. Basel 15.XII.1958 und 6.VIII.1959. An eine Übersetzerin in Brasilien. "... Es war sehr freundlich von Ihnen, mir Besprechungen zu senden und mich über die Angelegenheit der Censur zu unterrichten. Ich habe daraufhin einliegenden Brief geschrieben und überlasse es Ihnen, wenn Sie es für richtig halten, diesen in Uebersetzung der Illustrierten Zeitung zuzustellen [1958] ... Erst heute komme ich dazu Ihnen für die freundliche Uebersendung der Photos der Theateraufführung zu danken ... Ich sehe ein, dass eine Benefitvorstellung nicht möglich ist, solange die Zensur auf ihrem Standpunkt beharrt und danke Herrn Ribeiro jedenfalls für seinen guten Willen. - In der Frage der Uebersetzung der Märchen scheint mir etwas Verwirrung entstanden zu sein, wie ich aus dem Brief von Livros do Brasil ... schliesse. Mir ist nicht klar, warum die Firma schreibt: 'we cannot work upon those typewritten copies.' Die gesandten Uebersetzungen sind gut. In Buchform sind die Märchen bis jetzt weder in englischer noch in deutscher Sprache herausgekommen ..." [1959]. - Im Nachlaß von Anne Frank hatten sich auch Märchen gefunden; Otto Frank sorgte für ihre Veröffentlichung. - Beide Teile gelocht.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Lucius, Christiane Caroline: Brief 1763

Lot 2525: Lucius, Christiane Caroline: Brief 1763

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Über Gellert Gellert, Chr. F. - Lucius, Christiane Caroline, langjährige Brieffreundin Gellerts, seine berühmte "Babet" oder "Demoiselle Lucius", auch Übersetzerin und Dramatikerin (1739-1833). Eigh. Brief m. U. "C. C. Z. Lucius". 1 1/2 S. 4to. Dresden 22.VIII.1763. An eine "liebste Caroline", der sie von einem Brief Christian Fürchtegott Gellerts berichtet. "... Izt gleich schickt mir das Frl. Schoinfeld einen Brief des H. Prof [d. i. Gellert] zum Durchlesen. Er ist nun wieder nach Leipzig, u. das ist sein erster Brief den er wieder in Leipzig geschrieben, aber es klingt so munter nicht, als die Briefe von denen mir ist erzählt worden. Er spricht er habe fast mehr am Kopfe gelitten, sey aber keinen Tag bettlägrig gewesen ... Er habe im Bade viel Gönner u. Freunde, besonders unter denen Catholiken gefunden. Er nennt den Gen. Laudon mit dem er seine meiste Zeit zugebracht, oft mit ihm allein gegeßen u. viel u. gern mit ihm geredet habe. Hernach den Grafen Ahlefeld Ober-Hofmeister der Kayserinn u. seinen Schwiegersohn den Graf Thun, die ihn täglich durch Liebe und Freundschaft beschämt hätten, ingl. eine Gräfin Schlaitz eine gute Dame u. a. m. - Dies schreibe ich Ihnen, weil ichs versprochen habe, und weil Sie, als meine Freundinn an den Freundschaften Theil nehmen, die der gute Gellert mir erzeigt; denn er hatt dem Fr. S. aufgetragen mich den Brief lesen zu laßen weil er an das gute Kind (das bin ich) nicht selbst schreiben könnte, ob er wohl einen Brief von mir in L. gefunden ...". - Faltenrisse und andere kleine Randschäden, auch mit Berührung der Unterschrift. - Der "Briefwechsel Christian Fürchtegott Gellert's mit Demoiselle Lucius" wurde noch zu ihren Lebzeiten (1823) von F. A. Ebert herausgegeben. - Sehr selten; im JbdApr. 1950 ff. kommt kein Brief der Christiane Lucius aus der Zeit ihres Briefwechsels mit Gellert vor.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2526: Geramb, Ferdinand Maria Joseph von: Brief 1837

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Geramb, Ferdinand Maria Joseph von, österr. Trappist, Schriftsteller, Kammerherr, Oberst in den Befreiungskriegen und schließlich Generalprokurator des Trappistenordens (1772-1848). Eigh. Brief m. U. "M. J. von Geramb" und Adresse. 2 S. 4to. Oelenberg (Elsaß) 22.IV.1837. An C. W. Brug, Premierleutnant à la Suite und Mitarbeiter der Kollmannschen Buchhandlung in Augsburg. "... Sie können sich keinen Begriff machen, wie empfindlich mir die Nachricht ist, daß Herr Kollmann sich erlaubte, die Worte: In Einverständniß mit dem Verfasser, auf den Titel der Uebersetzung meines Werks zu setzen. Was wird die Welt von mir denken??? Ganz natürlich, daß mit meinem Bewußtseyn und Gutheisen meine Lithographie mit der Uebersetzung erscheinet, was einen unerträglichen Stolz in mir voraussetzen muß, da ich Ihnen doch dieselbe nur als Mittel, das Werk leichter anzubringen, gesandt habe. Ich würde mir ja lieber die Hand abhacken lassen als gestattet, daß das Publikum glaube daß die Ausgabe dieser Uebersetzung, da meine Lithographie und facsimile sich dabei befindet, mit meinem Einverständniß geschehe. Ich muß Ihnen ... auch ganz aufrichtig gestehen, daß ich noch nie gesehen, daß man eine Sache gethan, und erst danach die Erlaubniß dazu ersucht hat ... Meine Geschäfte und ununterbrochenen Ordensübungen gestatten mir unmöglich mich auf Berichtigung einer neuen Charte von Palestina zu verlegen. - Ich habe die Ehre den gegenwärtigen König von Bayern als er Kronprinz war, sehr wohl zu kennen. - Bayern wird bald Trappisten besitzen, da wirklich zwei Priester (ich glaube aus München) im Begriff das noviciat in einem Trappisten Kloster in Frankreich anzutretten, um dann später in ihrem Vaterland ein Kloster dieses Ordens zu stiften ... Ich habe den ersten Band Ihrer Uebersetzung nicht erhalten ...". - Bei dem beanstandeten Buch handelt es sich um die bei Kollmann in Augsburg erschienene deutsche Ausgabe von Gerambs "Pélerinage" unter dem Titel "Pilgerreise nach Jerusalem und auf den Berg Sinai, in den Jahren 1831, 1832 und 1833". - Vor Gerambs Eintritt in den Trappisten-Orden (1815) war er Freicorpsführer und Regimentskommandeur im Krieg gegen Napoleon gewesen, bis er in französische Gefangenschaft geriet und in der Haft durch einen Mitgefangenen, den Bischof von Troyes, für ein religiöses Leben gewonnen wurde.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2527: Gerstäcker, Friedrich: Brief 1861

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Aus Brasilien an Ricarda Huchs Vater Gerstäcker, Friedrich, weit gereister Schriftsteller, authentischer Schilderer Amerikas und Asiens (1816-1872). Eigh. Brief m. U. "Fr. Gerstäcker" und Adresse. 2 S. 4to. Torres (Brasilien) 20.VIII.1861. An den ihm befreundeten Kaufmann Ricardo (Richard) Huch in Porto Alegre (Brasilien), den Vater der Schriftstellerin Ricarda Huch. Berichtet über seine beschwerliche Reise durch Brasilien. "... Endlich, nach schauerlichem Ritt mit einer unbestimmten Anzahl todtmüder Policeypferde, denen mein eigenes Thier wacker stand hielt, bin ich hier gestern Abend ... glücklich angelangt ... Sie glauben nicht, lieber Huch, wie schwer mir das Herz war, als ich von Ihrer trauten Heimath Abschied nahm ... Hol's der Böse, ich habe mein ganzes Leben fast Nichts gethan, als Abschied genommen, und doch will sich das Herz noch nicht daran gewöhnen ...". Bedankt sich für die "vielen frohen und glücklichen Stunden", die er bei den Huchs in Porto Alegre genießen durfte, und fährt fort: "... Unser Ritt hier her war traurig - das Maulthier war ... so todtmüde, daß es Schritt gehen mußte & den zweiten Tag marschirten wir im Trauermarsch gen Boavista, wo es denn auch glücklich an zu regnen fing. Von da bis vorgestern hatten wir peitschenden Wind mit Nebelschauern grad in's Gesicht ... In Concepcion de Arroyo [Bolivien] war der Delegado für den ich Brief vom Praesidenten hatte, natürlich nicht da, kam auch nicht, obgleich ich ihn einen ganzen und zwei halbe Tage erwartete, trotzdem daß er anberaumte Sitzung hatte. Ich wäre aber doch noch länger geblieben, wenn ich nicht gehört hätte, daß er fest versprochen habe zu kommen. Was ein Süd Amerikaner fest verspricht thut er nie, und ich sattelte deshalb ... Ich muß jetzt sehen, wie ich ohne fremde Hülfe weiter komme. Heute reite ich nach der Colonie Torres hinüber, die 3 Leg. von hier entfernt liegt. Morgen komme ich zurück u. übermorgen werde ich wahrscheinlich nach Santa Catharina aufbrechen ... So für jetzt ade - am Rio Janeiro schreibe ich Ihnen ausführlich über die dortigen Verhältnisse ...". - Randschäden. - Beiliegend 2 von anderen Personen nach Rio de Janeiro gerichtete Schriftstücke (1892).

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2528: Gerstäcker, Friedrich: Brief 1869 + Beigabe

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Eigh. Brief m. U. "Fr. Gerstäcker". 1 S. Gr. 8vo. Dresden 4.IX.1869. An den ihm befreundeten Dresdener Kinderarzt Richard Förster. "... Im Begriff Dresden zu verlassen möchte ich Ihnen noch einmal herzlich für die Sorgfalt danken, mit der Sie sich m

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2529: Gide, André: Brief 1934

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Gide, André, franz. Schriftsteller, Nobelpreisträger (1869-1951). Eigh. Brief m. U. "André Gide". 2/3 S. Gr. 8vo. Karlsbad 21.VII.(1934 ?). An einen Schriftsteller, den er mit "Cher poète" anredet. "J'étais très fatigué lorsque je vous ai écrit ma première lettre et me promettais de vous récrire, à présent que je vais un peu mieux. Heureux d'apprendre que, si vous venez à Karlovy Vary, ce ne serait pas uniquement pour me voir ... Je suis assez occupé par ma cure, mais trouverai pourtant quelques instants pour vous serrer la main ...". - Mit Bleistift von anderer Hand "1934" datiert; gering fleckig.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2530: Glassbrenner, Adolf: Manuskript 1851

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Über Hamburgs Frauen Glassbrenner, Adolf, Berliner politischer Schriftsteller, Satiriker und Publizist, Herausgeber der "Berliner Montags-Zeitung" (1810-1876). Eigh. Manuskript m. U. "Ad. Glassbrenner". 1 S. 8vo. (Hamburg) 12.III.1851. "Auf dem Neuen Wall". Kurze Betrachtung über die Hamburger Damenwelt, wohl als Beitrag für ein Journal gedacht. "Dort sitzen sie an ihren grünbelaubten Fenstern: bunte, lebendige Blumen mit duftigen Träumen! Bist du nicht zu plump, einzutreten in diesen stillen Tempel der Weiblichkeit? Nein, er ist deine einzige Kirche ... du wirst beten, auch wenn du scherzest. Hinauf! ... Ihre Worte klingen wie Schallmei [sic], ihre Gedanken flattern wie Schmetterlinge; ihr Herz ist der Quell tiefster Poesie, ihre Seele so rein wie das Himmelsblau ...". - Die Ecken beschnitten und mit Papier-Resten von ehemaliger Montage.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Goethe, Johann Wolfgang von: Goldring mit Gemme + Brief

Lot 2531: Goethe, Johann Wolfgang von: Goldring mit Gemme + Brief

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter und Staatsmann (1749-1832). Großer Goldring aus Goethes Besitz; mit ovaler Glasgemme, geschnitten von Angelica Facius, die Statuengruppe des Menelaus in der Villa Ludovisi darstellend. 19 x 15 mm. (Weimar, um 1826). - Dabei: Derselbe. Brief mit U. "Goethe". 1 S. Auf festem Karton (etwas fleckig und unfrisch). 10 x 10 cm (wiederum aufgezogen auf Untersatzkarton mit Ausschnitt aus einem alten Antiquariatskatalog). Weimar 16. I. 1826. Sehr seltenes Beispiel eines Kunstwerks aus Goethebesitz auf dem Markt: eine Auftragsanfertigung durch die junge Weimarer Medailleurin und Gemmenschneiderin Angelica Facius. Die rätselhafte Statuengruppe, die auf der Gemme abgebildet ist, wurde früher als "Papirius und seine Mutter" gedeutet, aber auch als "Freundschaft", "Merope und Aegyptus", "Junger Senator und seine Mutter" und vieles andere (auf den ersten Seite seiner Studie "Die Gruppe des Künstlers Menelaos in Villa Ludovisi" [Leipzig 1870] führt der Archäologe Reinhard Kekulé nicht weniger als ein Dutzend Interpretationsversuche an). Bis zum Beginn des 19. Jhs. stand die Statue im Palazzo Ludovisi in Rom; Goethe besuchte den Palast mehrfach während seiner Italienreise 1786-87. In seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" beschreibt er sein schon 1767 beginnendes Interesse an Gemmen. Goethes Tagebücher, Briefe und Werke enthalten zahlreiche Hinweise auf Gemmen, und ebenso legt seine eigene Sammlung beredtes Zeugnis ab von einer lebenslangen Faszination vom Thema. In einem Brief an den Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777-1857) vom Februar 1832, einen Monat vor seinem Tod abgefaßt, erwähnt Goethe zum letzten Mal Gemmen schriftlich; auch nennt er dort die Künstlerin, die seinen Ring schuf: Angelica Bellonata Facius (1806-87). Diese begann ihre Lehre unter ihrem Vater, dem Weimarer Gemmenschneider Friedrich Wilhelm Facius (1764-1843), den sie bald übertraf. Goethe förderte die Künstlerin und stellte sie Christian Daniel Rauch vor, in dessen Werkstatt sie 1827-34 tätig war. 1830 und 1832 stellte sie an der Berliner Akademie aus. Facius führte mehrere Auftragswerke für den Weimarer Hof aus, darunter Medaillen von Goethe, Schiller und Großherzogin Maria Pavlovna von Rußland und Sachsen-Weimar-Eisenach. - Der Ring gehörte später Heinrich Lempertz (1816-98), einem der großen Goethesammler. Die Beschreibung des Ringes in seinem Sammlungskatalog "Goethe im Mittelpunkt seiner Zeit" identifiziert das Motiv als "Philosoph und Schüler" und gibt an, der Stein sei durch Zelters Vermittlung von Friedrich Wilhelm Facius gekauft und von seiner Tochter Angelica geschnitten worden. Die Auktion der Sammlung Lempertz umfaßte 1460 Nummern; der Ring (Nr. 657) wurde von der Witwe des deutschen Kaufmanns Theodor Sölling erworben. - Die vorhergehende Nummer, derselben Bieterin zugeschlagen und hier dem Ring beigegeben, war der von Goethe unterschriebene Brief an einen ungenannten Adressaten: "Man wünscht die kleinen Carneol- oder Chalcedonsteine, welche Herr Facius besitzt, zu sehen oder zu erfahren, wo dergleichen, zu Ringen geeignet, auswärts wohl zu haben wären" - offensichtlich das Schreiben, mit dem der Auftrag zur Anfertigung des Ringes eingeleitet wurde. - Vgl. Slg. Lempertz, Goethe im Mittelpunkt seiner Zeit (Köln 1899), Nrn. 656f. Femmel/Heres, Die Gemmen aus Goethes Sammlung (Leipzig, 1977), S. 125. Haskell/Penny, Taste and the Antique (Yale, UP, 1998), S. 288. Thieme/B. XI, 181.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2532: Goethe, Johann Wolfgang von: Brief 1826 an Frommann

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Brief m. U. "ergebenst JW Goethe". 1 S. 4to. Weimar 5.VII.1826. An den Verleger F. J. Frommann in Jena, der eine Ausgabe von Alessandro Massonis Werken mit Goethes Vorwort vorbereitete. "Ew. Wohlgeboren erhalten hiebey die drey Revisionsbogen zurüc

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2533: Eichstädt, Heinrich Carl Abraham: Brief 1804

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Goethekreis. - Eichstädt, Heinrich Carl Abraham, klass. Philologe, mit Goethe befreundet, Professor in Jena und Gründer der neuen Jenaischen Allgemeinen Litteratur-Zeitung (1772-1848). Eigh. Brief m. U. "Eichstädt". 3 S. 4to. Jena 4.IX.1804. An einen "hochwohlgeborenen" Herrn. Empfehlungsschreiben für einen Schornsteinfeger-Gesellen. "... Es ist zwar sonst meiner Denkart nicht angemessen, mich empfehlend, in fremde Händel zu mischen; aber dießmal, wo die Empfehlung bloß in einer einfachen Relation besteht, hielt ich mich dazu für verpflichtet. Der hiesige Schornsteinfeger, welcher unlängst gestorben, hinterläßt eine Wittwe mit mehreren Kindern. Der Familie, die sonst keinen Unterhalt hat u. übrigens hier für eine ordentliche u. rechtliche Familie bekannt ist, ist gar sehr daran gelegen, daß der Geselle, welcher seit vielen Jahren treu u. ehrlich im Dienst erfunden worden, den Dienst erhalte. Er will die älteste Tochter heiraten, und für die Familie sorgen ...". Der Geselle, der über sehr gute Ortskenntnisse verfüge, habe schon "ein paarmal bey entstandener Feuersgefahr sich sehr durch Eifer und Geschick ausgezeichnet u. wahrhaft verdient gemacht ... Alles dieß weiß ich nicht bloß von Andren, sondern namentlich auch von Hrn. Cammerrath Vogel, u. da bey der letzten Feuersgefahr, unmittelbar neben meiner Wohnung, ich selbst in Gefahr schwebte, so bin ich auch selbst Augenzeuge gewesen ...".

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2534: Grimm, Hans: 2 Briefe 1930, 1933

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Grimm, Hans, Kolonialschriftsteller, lieferte mit einem Buchtitel den Nazis das Motto "Volk ohne Raum" (1875-1959). 2 Briefe m. U. "Hans Grimm". Zus. 2 S. Gr. 4to. Klosterhaus Lippoldsberg 5.III.1930 und 3.I.1933. An den Sprecherzieher, Schriftsteller und Rundfunkwissenschaftler Prof. Dr. Friedrichkarl Roedemeyer (1894-1947), der ihn für Sprechproben aufsuchte und ihm später seinen Gedichtband "Ein stiller Hain" sandte. "... Es wird mich sehr freuen, wenn Sie uns hier besuchen wollen ... Ich werde versuchen, die Auskunft zu geben, die Sie wünschen. Ich muss aber voraussagen dürfen, dass ich ein sehr ungeschickter Sprecher bin. Die Sache interessiert mich sehr [1930] ... Das Buch macht einen wundervoll geschlossenen Eindruck, und der Druck ist sehr gelungen. Wenn ich bei dem ganzen Buche eine einzige kleine Ausstellung machen darf, so ist es die, dass auf dem Leinenbande der Titel 'Ein stiller Kain' [!!] nicht auch in Fraktur gesetzt ist. Sie werden mir antworten, dass Ähnliches bei dem Schutzumschlage der von mir herausgegebenen Claudius-Auswahl, Hermann Claudius, geschehen sei. Ich habe mich auch dagegen gewehrt und lasse es jetzt ändern. Ich persönlich bin sonst kein Gegner der Antiqua ..." [1933]. - Kleine Faltenrisse.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2535: Grosse, Julius: Konvolut von 17 Autographen

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: das mir so liebgewordene Weimar Grosse, Julius, fruchtbarer Romanautor, Kunstkritiker und Journalist in München und Weimar, Generalsekretär der Dt. Schillerstiftung in Weimar, Dresden und München, sachsen-weimarischer Hofrat (1828-1902). Konvolut von 17 Autographen. Zus. 53 S. Tinte und Bleistift. Folio, 4to, gr. 8vo und 8vo. 1863-1901. 1 eigh. Manuskript (16 S., folio), 2 eigh. Albumblätter, 9 eigh. Briefe und 5 eigh. Postkarten. An verschiedene Adressaten, durchweg in literarischen Angelegenheiten, großenteils ausführlich über eigene und fremde Veröffentlichungen. Am 30. September 1874 schreibt er aus dem "Vorort Weimar" der Deutschen Schillerstiftung: "... Wie auch immer die Wahl des neuen Vororts ausfallen mag (ob Dresden oder München), nur mit größtem Widerstreben werde ich das mir so liebgewordene Weimar wieder verlassen, welches mir so anregende und fruchtbare Jahre geboten hat". - 1880 schreibt er aus Weimar einem Freund ausführlich über seine Idee eines "scheinbar improvisirten Sängerkampfs": "... doch bitte ich Sie auf das dringendste, meinen Namen zu verschweigen, dagegen den Vorschlag dieser Idee nicht auf Leipzig zu beschränken, sondern unter der Hand auch anderen Poeten mitzutheilen und zwar solchen, von denen vorauszusetzen, daß sie schweigen und daß sie eventuell sich betheiligen. Was bei vorzeitiger Ausplauderung heraus kommt, davon hatten wir ja vor sechs Jahren ein Beispiel. Damals war ein 'Dichtertag' hier geplant ... und alles war gut eingeleitet, als plötzlich der Kladderadatsch seine Stimme erhob und das ganze Unternehmen lächerlich machte - so daß es schließlich unterblieb - also Vorsicht! ...". - Interessant ist auch das umfangreiche Manuskript eines patriotischen Festspiels für Weimar, das wohl 1896 entstanden ist und am Schluß dem greisen Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar huldigt. Zwischen dem Prolog und den 7 "Bildern" der Aufführung werden jeweils die bekanntesten patriotischen Lieder angestimmt: Deutschland, Deutschland über alles - Der Gott, der Eisen wachsen ließ - Wer will unter die Soldaten - AllDeutschland nach Frankreich hinein - Steh ich in finstrer Mitternacht - Wohlauf Kameraden, aufs Pferd - Nun danket alle Gott - Das "Weimarlied" von Liszt. - Beiliegend zwei Zeitungsausschnitte mit Grosses Porträt. - Reichhaltiges Material über einen einflußreichen Schriftsteller des Realismus, dessen Nachlaß in Weimar und München aufbewahrt wird. - 1 Postkarte gelocht, 1 Brief mit Büroklammer-Rostspur.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2536: Grün, Anastasius: 2 Briefe 1862

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: da ich eben nicht zu den Ängstlichen gehöre Grün, Anastasius (d. i. Anton Alexander Graf von Auersperg), freisinniger österr. Dichter und Politiker, Freund Lenaus, verkehrte mit den Wiener literarischen Zeitgenossen und deutschen Dichtern der schwäbischen Schule, Mitglied des Frankfurter Parlaments (1808-1876). 2 eigh. Briefe m. U. "Ant A Gfv Auersperg" bzw. "A Auersperg". Zus. 4 S. Gr. 8vo. Graz 5. bzw. 20.XI.1862. Interessante Schreiben an einen Verleger über die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichung von Briefen noch lebender Personen. "... Dem Vernehmen nach beabsichtigt Ihre Buchhandlung die Herausgabe von Briefen Detmolds an K. Jürgens mit einem Anhange von Briefen Anderer an Letzteren. Darunter sollen sich auch Briefe von mir befinden. Da der Inhalt dieser Briefe mein geistiges Eigenthum ist und bleibt und selbst der ursprüngliche Empfänger, für den allein sie niedergeschrieben wurden, ohne meine Zustimmung zu deren Veröffentlichung nicht berechtigt war und wäre, so kann ich Niemandem die Befugniß einräumen, vertrauliche briefliche Mittheilungen ... in das große Publikum zu werfen. Ich wende mich demnach an Ihr Rechtsgefühl mit der höflichen Bitte, diese meine Briefe ohne meine vorhergehende Zustimmung nicht zu veröffentlichen. Sollten, so unbedeutend diese Briefe sind, Sie auf deren Erscheinen Werth legen, so würde ich, wenn Sie mir deren Durchsicht allenfalls in Abschrift ermöglichen wollen, wahrscheinlich nur ein paar fürs Publikum unerhebliche Stellen abgerechnet, dem Abdrucke wohl beipflichten können, da ich eben nicht zu den Ängstlichen gehöre. Dagegen aber müßte ich gegen die ohne meine vorhergegangene Durchsicht und Zustimmung erfolgende Veröffentlichung ... mit aller Entschiedenheit als gegen eine schreiende Rechtsverletzung proceßiren und deren Verwirklichung mit allen gesetzlichen Mitteln bekämpfen [5.XI.1862] ... Sie erwähnen ... daß in meinen Briefen an Dr. Jürgens eine Anmerkung vorkomme, in welcher ich gleichsam die Ermächtigung zu deren Veröffentlichung ertheilte. Nun erinnere ich mich allerdings dunkel einer solchen Note, die aber in der That nur ein Scherz und so unverkennbar ironischer Natur ist, daß man gerade aus ihr entnehmen müßte, wie diese Briefe nur im engsten Privatverkehr und durchaus nicht für die Öffentlichkeit niedergeschrieben wurden ...". Er verlasse sich jedoch auf die Zusage des Herausgebers, Auersperg die Briefe alle noch einmal vor der Veröffentlichung prüfen zu lassen. "... Meinerseits sollen Sie oder der eventuelle Verleger, wenn obige Zusage getreulich eingehalten wird, aus übertriebener Ängstlichkeit ein wesentliches Hinderniß wohl nicht erfahren ..." [20.XI.1862]. - Das geplante Buch mit den Briefen des geistreichen Satirikers Johann Hermann Detmold (1807-1856) an K. Jürgens ist anscheinend nicht erschienen.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Günderrode, Karoline von: Gedichtmanuskript

Lot 2537: Günderrode, Karoline von: Gedichtmanuskript

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Günderrode, Karoline von, Dichterin der Romantik, befreundet mit Clemens und Bettina Brentano, starb durch Selbstmord (1780-1806). Eigh. Gedichtmanuskript. Auf grünem, lackiertem Papier. 11/2 S. Gr. 8vo (Ränder etwas ungleichmäßig). O. O. (wohl 1804/05). "Morgenlicht! Morgenlicht / scheint mir hell ins Gesicht! / Wenn ich Tag kommen seh / Wird mir leid u weh ...". 26 Zeilen. Die "verschollene Fassung" (W. Morgenthaler III, 228) der berühmten, unter dem Titel "Des Knaben Morgengruß" bzw. "Des Knaben Abendgruß" überlieferten Gedichte. Der Kommentar der Historisch-Kritischen Ausgabe zitiert hierzu Max Büsing (S. 90f.): "Die erste Fassung des Morgen- und Abendgrußes (Morgenlicht! Morgenlicht! Mitternacht! Mitternacht!) steht auf einem an der Randseite beschnittenem weißen, die zweite auf einem glänzend grünen Bogen: das Papier ist dasselbe wie bei den Sonetten an Novalis". Es handelt sich demnach bei dem vorliegenden Blatt um die zweite Fassung des wohl um 1804/05 entstandenen Gedichtes, das 1899 erstmals von Ludwig Geiger (s. u., S. 182) veröffentlicht wurde und zu dessen Titel Morgenthaler anmerkt: "Der Titel 'Des Knaben Abendgruß', den auch Geiger (E = Erstdruck) verwendet, dürfte demnach auf X (= verschollener Textzeuge) zurückgehen". Da nun dieser, unser "verschollener Textzeuge", auch keinen Titel aufweist, liegt der Gedanke nahe, daß der Titel von Geiger selbst herrührt. - Beiliegend ein ms. Brief mit eigh. U. von Ludwig Geiger vom 30. August 1909 an einen namentlich nicht genannten Adressaten, in dem er über den Nachlaß der mit nur 26 Jahren aus dem Leben geschiedenen Dichterin wie folgt berichtet: "[...] Den gesamten Nachlass der Karoline von Günderode habe ich vor etwa 15 Jahren erworben, habe ihn aber meiner Frau geschenkt, sodass ich keine Verfügung über diese Blätter habe. Ich denke mir, dass meine Frau Ihnen ein Blatt beilegt und ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass es wenn auch nicht mit Karoline Günderode unterzeichnet, durchaus von ihrer eigenen Hand geschrieben ist. Allerdings muss ich bemerken, dass Sie den Inhalt des Blättchens nicht veröffentlichen dürfen, das Blatt selbst aber können Sie ruhig als Ihr Eigentum verwahren". - Provenienz also: Frankfurter Privatbesitz, um 1894 Ankauf durch Ludwig Geiger, 1909 Geschenk an einen unbekannten Herrn. - Vgl. zu dem Gedicht: Walter Morgenthaler (Hg.): Karoline von Günderrode. Sämtliche Werke und ausgewählte Studien. Historisch-kritische Ausgabe. Basel und Frankfurt a. M., Stroemfeld/Roter Stern, 1990. Bd. I. Texte. S. 388f. Bd. II. Varianten. S. 204f. Bd. III. Kommentar. S. 228f. Nachlaß, Nr. 60. - Max Büsing: Die Reihenfolge der Gedichte Karolinens von Günderrode. Berlin, Diss. 1903, S. 90f. - Ludwig Geiger: Ungedruckte Dichtungen von Karoline von Günderrode. In: Dichter und Frauen. Abhandlungen und Mittheilungen. Neue Sammlung. Berlin, Paetel, 1899. - Der handschriftliche Nachlaß zum dichterischen Werk umfaßt 66 Textstücke, die ausnahmslos in öffentlichen Institutionen, vor allem in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt, verwahrt werden. In Privatbesitz befindliche Textzeugen konnten für die Herausgabe der Historisch-Kritischen Ausgabe nicht aufgefunden werden (vgl. Morgenthaler, I, 40 f.). - Von größter Seltenheit.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Hartleben, Otto Erich: Manuskript

Lot 2538: Hartleben, Otto Erich: Manuskript "Ich erwachte ..."

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Hartleben Otto Erich, Dichter des Naturalismus und des Jugendstils, Dramatiker, Erzähler und Lyriker (1864-1905). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Otto Erich Hartleben" beim Titel. 14 Bl., davon 7 S. beschrieben. Auf grauem Büttenpapier. Folio. Umschlag d. Z. (Wohl Berlin) o. J. "Ich erwachte, Schweiß gebadet. Berliner Sittenbilder von Otto Erich Hartleben". Kurze Erzählungen, durchnumeriert, von denen offenbar eine größere Reihe geplant war, doch sie endet bereits bei Nr. 7, deren Text durchgestrichen und unvollständig ist. Die vorhandenen Teile sind betitelt: Der Droschkenkutscher - Die Première - In Gesellschaft - Ein symbolisches Erlebnis - Die Liebe - Mein Jugendfreund - Die Flickmamsell (Fragment). - Möglicherweise bisher nicht veröffentlicht.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2539: Hartleben, Otto Erich: 3 Briefe an Arno Holz

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: An Arno Holz - 3 eigh. Briefe, davon 2 m. U. "Erich" bzw. "Otto Erich". Zus. 9 S. Gr. 8vo und gr. 4to. 1885-1890. Gehaltvolle Briefe an den Schriftsteller Arno Holz. Ausführlich über beiderseitige Arbeiten und die literarische Situation. Im August 1885 schreibt der 21jährige aus Hannover: "... Was nun mein Gedicht betrifft, für dessen Rücksendung ich Ihnen bestens danke, so macht mir der Tadel der Compositionslosigkeit weniger Kummer, als der: 'Von der Gewalt, die Sie sprachlich dem Satzbau, der Wortfolge und selbst dem Reim anthun, gar nicht zu reden!' ... Ihren ersten Tadel nehme ich deshalb leichter, weil ich mir bei der Arbeit völlig bewußt war, daß ich ihn verdiente. Compositionslosigkeit ist sonst mein kleinster Fehler: aber hier schien mir eine gewisse Zügellosigkeit am Platze: möglich, daß ich darin zu weit gegangen bin. Dagegen trifft der zweite Tadel nicht eine vorübergehende Eigenschaft eines Gedichtes, sondern eine dauernde meines Geschmacks ... In Berlin werde ich mir erlauben, Sie zu bitten, mich auf die Stellen, wo ich dem Satzbau und der Wortfolge ... Gewalt anthue, aufmerksam zu machen ... Nun weiß ich im großen und ganzen wohl - glaub ich - was Sie meinen und mein Freund Platen ist daran schuld. Bei ihm, dessen Einfluß ja bis jetzt bei mir der maßgebende gewesen ist ..." [30.VIII.1885, Schluß fehlt]. - Im Februar 1887 schreibt er aus Leipzig: "... Das ist alles recht gut und schön: aber ein paar Gedichte von Ihnen müssen wir doch haben! Sehen Sie mal: was wäre das für ein Unsinn, wenn in dem poetischen Teil unseres Jahrbuchs, dem ich mit großem Fleiß das Gepräge der gemeinsamen socialistischen Zweifel und Ideale zu geben suche, für den ich überall die Gedichte aussuche, in denen der Hauch des modernen Zeitbewußtseins weht - was wäre es für ein Unsinn, wenn darin der Dichter des 'Buch der Zeit' fehlte! ... Ist es nicht gerade das Gegentheil von Bescheidenheit, wenn Sie ausrufen: nein: in Eurem Gliede marschier ich nicht!? ... "[8.II.1887]. - Ein umfangreicher Brief mit verändertem Schriftbild folgt im Januar 1890 aus Stolberg am Harz. Hartleben bedankt sich für die Zusendung von Holz-Schlafs Drama "Die Familie Selicke", die er aber noch nicht gelesen habe. "... Nur die Kritik-Auszüge über Papa Hamlet habe ich mir eben angesehen und meinen Spaß daran gehabt. Ich freue mich sehr, daß Sie bei Ihrem neuen Unternehmen auch an mich gedacht haben und werde bestrebt sein, Ihnen auch wirklich von Nutzen zu sein. Der Gedanke einer solchen modernen Wochenschrift gerade in Berlin liegt zu nah und kann meines Erachtens gar nicht fehl schlagen ... Als Beitrag kann ich Ihnen versprechen einen Aufsatz 'Über die heroische Legende der Maria Janitschek' (2-3 Zeilen Ihres Formats) für den ersten, kritisch-polemischen Theil. Für den zweiten Teil werde ich Ihnen ein 'Frühmorgens in der Friedrichstraße' betiteltes Gespräch zwischen Satan u. Christus zugehen lassen, von dem ich glaube, daß es Ihnen gefallen wird. Ich hab es erst vor einigen Tagen geschrieben: es ist actuell genug ..." [8.I.1890]. - Vom ersten Brief fehlt der Schluß.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Hartleben, Otto Erich: 5 Postkarten + Beilage

Lot 2540: Hartleben, Otto Erich: 5 Postkarten + Beilage

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - 5 eigh. Postkarten m. U. "Otto Erich" oder "Erich" bzw. "O. E". Zus. 5 S. (Tinte und Bleistift). Berlin und Italien 1892-1904. Dier ersten 3 Karten an den Schriftsteller Caesar Flaischlen in Berlin, mit verschiedenen Nachrichten, z. B.: "Das Gedicht

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2541: Hell, Theodor (K. G. Th. Winkler): Signiertes Gedichtmanuskript

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Hell, Theodor, d. i. K. G. Th. Winkler, einflußreicher Dresdener Schriftsteller und Publizist, Redakteur der "Abendzeitung", Herausgeber diverser Almanache, Bühnenautor, Hofrat, Vizedirektor des Hoftheaters und Mitglied des Dresdener Liederkreises (1775-1856). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Th. Hell". 3 S. Gr. 8vo. (Dresden) 4.IV.1836. "Meinem Karl Förster am 4. Apr. 1836". Sechs Strophen zu je 8 Zeilen. Um einen Tag verspätetes Geburtstags-Festgedicht für seinen Freund, den Dresdener Dichter und Übersetzer Karl Förster (1784-1841), der wie Hell dem "Dresdener Liederkreis" angehörte. Förster trat mit sehr erfolgreichen Petrarca-, Tasso- und Dante-Übertragungen hervor. Seine eigenen Gedichte, gesammelt herausgegeben von Ludwig Tieck, wurden u. a. von C. M. von Weber, Pfitzner und Schönberg vertont.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2542: Hell, Theodor (K. G. Th. Winkler): Brief 1840 an Felix Bamberg

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Über den Stil der "Dresdener Abendzeitung" - Eigh. Brief m. U. „Karl Winkler" und Adresse. 1 S. 4to. Dresden 21.V.1840. An den Schriftsteller Felix Bamberg, Redakteur des „Frankfurter Theater-Journals" in Frankfurt am Main, der ihm eine „Mitteilung" zum Abdruck in der „Abendzeitung" gesandt hatte. Winkler antwortet, daß der Text unerklärlicherweise über Berlin nach Dresden gelangt und daher zu spät eingetroffen sei, um noch aktuell zu sein. Er sei aber auch zu polemisch im Ton, als daß er zu der grundsätzlich milden Haltung der „Abendzeitung" passen würde: „... Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihnen bekenne, daß ich ihn überhaupt etwas animos abgefaßt finde. Eben der humane und ruhige Ton meiner Zeitschrift hat ihr den Kredit erworben, dessen Sie selbst so gütig gedenken. Ich muß ihn also auf alle Art zu erhalten suchen und dazu dürften dergleichen Mittheilungen nicht ganz geeignet seyn. Ich hasse Lobhudeleien gleich Ihnen, aber eine ruhige und unbefangene Würdigung des Guten wird dadurch bey sanfter Rüge des Fehlerhaften nicht ausgeschlossen ...". - Winkler bestätigt hier den Ruf der beliebten Dresdener „Abendzeitung": daß sie in der Berichterstattung so human, ruhig und sanft wie die Dichtungen des „Dresdener Liederkreises" sei, nämlich wie „lauwarmer Blümchenkaffee". - Ein Randausriss durch Öffnen der Versiegelung; dazu kleine Randläsuren durch Mäusefraß.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Hesse, Hermann: Gedichtmanuskript mit Aquarell

Lot 2543: Hesse, Hermann: Gedichtmanuskript mit Aquarell

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Hesse, Hermann, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1877-1962). Eigh. Gedichtmanuskript mit Unterschrift "H. Hesse" sowie mit aquarellierter Federzeichnung. 2 S. auf einem Doppelblatt Büttenpapier. 4to. (Montagnola) August 1929. "Papierlaternen im nächtlichen Garten"; so Hesses eigenhändige Bezeichnung unter dem Aquarell (6 x 7 cm), die auch als Titel des Gedichts gilt (vgl. Mileck I, 607, 549). "Warm in dunkler Gartenkühle / Schweben bunte Ampelreih'n, / Senden durch das Laubgewühle / Zart geheimnisvollen Schein ...". 3 Strophen mit insgesamt 13 Zeilen. Offenbar die erste Fassung des schönen Gedichtes, die von der Version, die wir in unserer vorletzten Auktion versteigert haben, verschiedentlich abweicht. Die Verse erschienen zuerst 1930 in Velhagen u. Klasings Monatsheften.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Heyse, Paul: Signiertes Gedichtmanuskript 1868

Lot 2544: Heyse, Paul: Signiertes Gedichtmanuskript 1868

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Heyse, Paul, Novellist, Dramatiker und Lyriker, Nobelpreisträger (1830-1914). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Paul Heyse". 1 S. (Doppelblatt). Gr. 8vo. O. O. "Mitte Sept. 1868". "Treueste Liebe". 4 Strophen zu je 4 Zeilen: "Ein Bruder und eine Schwester / Nichts Treueres kennt die Welt. / Kein Goldkettlein hält fester, / Als Eins am Andern hält ...". - Mit Vermerk auf dem 2. Blatt: "Geschrieben Mitte Septbr. 1868". - Unter Passepartout.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2545: Heyse, Paul: Brief 1874 an Alfred Kröner

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Eigh. Brief m. U. "Paul Heyse" sowie mit einem angefügten Schreiben des Empfängers an einen weiteren Adressaten. Zus. 2 S. Gr. 8vo. (München) 25.V.1874. An den Verleger Alfred Kröner in Stuttgart, wegen einer Besprechung der Gesammelten Werke von He

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2546: Heyse, Paul: Brief Juni 1874

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Eigh. Brief m. U. "Paul Heyse". 2 S. Gr. 8vo. München 8.VI.1874. An Julius Rodenberg, Redakteur des "Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft", den er "im Schweiß seines Angesichts" zweimal vergeblich aufgesucht habe. "... Ich wollte Ihnen gern m

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2547: Heyse, Paul: Brief 1875 + Beigabe

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: - Eigh. Brief m. U. "Paul Heyse". 11/2 S. gr. 8vo. München 11.II.1875. Vermutlich an Franz Hirsch, Herausgeber des "Salons für Literatur, Kunst und Gesellschaft", für den Heyse Beiträge geliefert hatte. Ungehaltener Brief, weil der Verleger, Payne in

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Hille, Peter: Brief Nov. 1888  an J. H. Mackay

Lot 2548: Hille, Peter: Brief Nov. 1888 an J. H. Mackay

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Peter Hille als Literaturkritiker Hille, Peter, Schriftsteller und ruhelos vazierender Bohemien, Lyriker, Erzähler und Dramatiker (1854-1904). Eigh. Brief m. U. "Peter Hille". 8 S., eng beschrieben. 8vo. Pyrmont (Anfang Nov. 1888). Sehr umfangreicher, in Hilles etwas chaotischer Manier geschriebener Brief an den zehn Jahre jüngeren Schriftsteller John Henry Mackay (1864-1933), der ihm seine ersten Veröffentlichungen geschickt hatte, darunter den Gedichtband "Sturm". Hille liefert ihm eine ausführliche Kritik und zieht dann Vergleiche zu diversen anderen Schriftstellern, z. B. Detlev von Liliencron. "... Wenn Sie sich ein geplagtes Huhn von Schriftsteller vorstellen, das seit bereits 12 Jahren ohne Erfolg - es sei denn, daß eine freundliche Aufmerksamkeit wie die von Ihnen und der gute Glauben einiger Freunde für etwas Licht sorgt - sich müht, das in Manuskripten fast erstickt - bergehoch liegen sie da und nur selten geht ein Päckchen in Druck - und dann die finanzielle Pfennigfuchserei denken, welche bisweilen eine dreifache Verwässerung der Ernte nötig macht, werden Sie mir vermuthlich leichter verzeihn. Und Ihre Sachen haben mir soviel Vergnügen gemacht: So ein feiner, nervöser Ton ... dann die lautere Kraft und Ungestüm, glühende Empörung, auf einmal freies Menschentum; und dieses Ihr Allgemeinmenschentumsgefühl teilt sich ... in Ihren Gedichten mit: es ist keine Phrase. Dann die herrliche Strophik in 'Sturm', so wie Meeresgang, wie Swinburne in seinen 'Songs before Sunrise', und in den Seegedichten es hat. In Refrains und Strophik bringen Sie ein Swinburne ebenbürtiges Element in unsere Litteratur; der ... kindliche Geist zartfühligen ... Menschentums erinnert an Shelley ... 'Helene' als subjektives Drama wunderbar in seiner Neuheit der Schmerzempfindung. Nur ein par Mal schien mir in 'Sturm' die Empfindungskraft nicht die Gewalten andonnernder Strophik auszufüllen ... Sonst mit Novellen haben Sie mich nicht befriedigt trotz des vorzüglichen Seelenspürsinns ... Der Maxe gefällt mir sehr, doch warne ich: noch mehr in das Innere hinein, nicht so à la Zola außen bleiben. Im Zweiten scheint mir die Schändung, die nur auf einem Zufall beruht, nicht recht notwendig zu sein. Ich sehe in den Werken eben mehr Versprechungen. Aber 'Fortgang' [d. i. Mackays Gedichtsammlung] ... z. B. herrlich: S. 94. Drei Nonnen. Litteraturstimmung (Hülshoff und Grabbe, meine Landsleute und Lieblinge). Ehe, Mathilde - überhaupt sehr, sehr vieles, noch mehr Alles wunderbar ... Aber ... wie kommen Sie zu dieser wunderbaren Beherrschung der deutschen Stimmungssprache. Ich denke mir, Sie sind mütterlicherseits ein Deutscher. Im vorigen Jahre zeigte mir mein Freund Liliencron Ihr Bildnis und sprach viel von Ihnen. Als ich 'Sturm' gelesen, schrieb ich ihm, daß ich nun die soz. Revolution nahe glaube ... Er schrieb darauf, so ganz Seele wie er ist: 'die abweichenden Meinungen meiner Freunde gehn mich nicht an - ich aber bin königstreu; ist es dem Kaiser von Nutzen, so soll mein Haupt der Block haben'. Eine so zarte ichlose, männlich bestimmte und bescheidene Menschennatur, dieser liebe, liebe Detlev! ...". Geht zuletzt ausführlich auf seine zweieinhalb Londoner Jahre ein, die englische Kultur und Gesellschaft sowie die Autoren Shelley, Carlyle, Thackeray, Byron, Blake. - Der Dichter führte bekanntlich ein Vagantenleben, "übernachtete oft im Freien und führte seine Aufzeichnungen in einem großen Sack mit sich" (Wilpert, Dichterlexikon). Während Manuskripte Hilles gelegentlich noch auftauchen, sind Briefe von ihm, zumal so umfangreiche, sehr selten. - Beide Doppelblätter gelocht.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Hille, Peter: Brief Dez. 1888 an J. H. Mackay

Lot 2549: Hille, Peter: Brief Dez. 1888 an J. H. Mackay

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: die schäumende Wortfülle meiner Gedanken - Eigh. Brief m. U. "P. H.". 4 S. (eigentlich 41/2 S., da zusätzlich quer geschrieben). Gr. 8vo. Pyrmont 31.XII.1888. Sehr umfangreicher Brief, am Silvesterabend an den in Zürich weilenden John Henry Mackay geschrieben. "... Bitte grüßen Sie meinen Don Carlos herzlich: wenn ich kann, komme ich Mitte März nach Zürich. Ja ein Verleger! Das ist's, um die schäumende Wortfülle meiner Gedanken zur Bändigung zu bringen! Ihre Rohrschachgedichte haben mich außerordentlich angesprochen. Der Aufsatz über Sie ... schien mir durch einen schrecklichen Youngsterstil, so eine gewisse neuwichtige Naivität beeinträchtigt und beeinträchtigend ... Könnten Sie mir auch Ihre früheren Sachen einmal gelegentlich schicken? ... Vor 2 Monaten schrieb ich an Pierson und schickte einige 220 fertige Proben ein aus meinem 5aktigen Trauerspiel (in 4füßigen Trochäen) 'Die Nihilisten' ... und nun liegt es schon über ein Jahr u., ermutigend im höchsten Grade, Friedrich lehnte ab ... Ich schrieb viele kleine Skizzen in der letzten Zeit. Mitte Januar begann ich einen 3bändigen Roman (900 Seiten), Ehebruch, der in einem Monat fertig sein muß ...". Entwickelt auch den Plan einer Zeitschrift: " ... Meine Vierzehntagsschrift hätte ich gern so: 2 Bogen freigestellt (1 Bogen für deutsch-naturalistische ästhetische und litterarische Aufsätze, 1/2 Bogen 'Der Aufrichtige', Kritik neuer Erscheinungen" etc. - Auf zwei weiteren, schwer lesbaren Seiten (da aus Platzmangel teilweise in Längsrichtung überschrieben) behandelt Hille dann eine Vielzahl literarischer Fragen und Pläne und erwähnt etliche zeitgenössische Autoren, darunter den Dichter Emil Prinz von Schoenaich-Carolath. - Inhaltsreicher Brief zur Frühgeschichte des literarischen Naturalismus. - Gelocht.

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
No Image Available

Lot 2550: Holtei, Carl von: Gagen-Quittung 1825

Estimated Price: Log in or create account to view price data

Description: Holtei, Carl von, aus Schlesien stammender Schauspieler, Rezitator, Bühnenleiter, Dramatiker, Erzähler und Publizist (1798-1880). Eigh. Schriftstück m. U. "C E v Holtei, Direktionssekretair". 1/2 S. 4to. Berlin 2.I.1825. Gagenquittung aus Holteis Anfängerzeit als Schauspieler, Regisseur und Direktionssekretär am Königsstädtischen Theater in Berlin. "Aus der Hauptkasse des Königstädtischen Theaters habe ich unter heutigem Datum meine Gage für Monat December 25 mit 66 rh 20 Sgr. ... baar und richtig empfangen ...".

View additional info »
Realized: Log in or create account to view price data
Per page:
1
2
3
4
5
6
7
8
Next »