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Auction Description for Bassenge: Autograph Letters
Auction Description:
Autograph Letters
Viewing Notes:
Erdener Str. 5a, 14193 Berlin (Grunewald), Germany Thu, Apr 16, 2009 - Fri, Apr 17, 2009 10:00 - 18:00 Sat, Apr 18, 2009 10:00 - 13:00 Mon, Apr 20, 2009 - Tue, Apr 21, 2009 10:00 - 18:00
Sale Notes:
Due to processing reasons, we have been unable to translate the sale details on this occasion and apologise for any inconvenience this may cause you. www.bassenge.com

Autograph Letters

by Galerie Bassenge


332 lots | 60 with images

April 24, 2009

Live Auction

Erdener Straße 5a

Berlin, 14193 Germany

Phone: +49 - (0)30 - 893 80 29 - 0

Fax: +49 - (0)30 - 891 80 25

Email: a.breitenbach@bassenge.com

332 Lots
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Lot 2001: Arndt, Ernst Moritz: Brief 1842

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Description: Arndt, Ernst Moritz, Dichter, demokratisch-patriotischer Schriftsteller und Politiker, Professor in Greifswald und Bonn (1769-1860). Eigh. Brief m. U. "EM Arndt" und Adresse. 1 S. 4to. Bonn 17.IV.1842.An den Verleger August Weichardt, per Adresse F. A. Brockhaus, Feuerkugel, in Leipzig. Er habe seine Antwort auf das Schreiben Weichardts schon vor einigen Wochen einem Reisenden mitgegeben, der es bei der Weidmannschen Buchhandlung abgeliefert habe. Die Verspätung sei auf Arndts Kränklichkeit zurückzuführen. "... Sie werden in jener Antwort meine Ansicht über den fast zu weiten Umgriff und über die Schwierigkeiten und Bedenklichkeiten Ihres Entwurfs gefunden haben, so wie auch meine Erklärung, daß ich, ein Greis hohen Alters, schon von mancherley Brüchen und Rissen angebohrt, Ihnen keine mithaltende Theilnahme versprechen darf. Ich bin nicht mehr so frisch, als manche Zeitungen mich gemacht haben ...". - Weichardt war Inhaber des Verlages Gerhard Fleischer. - Gebräunt, Faltenrisse. - Beiliegend ein Porträtstich Arndts von Riegel nach Lips. - Arndt war nach Jahren der Verfolgung als angeblicher Demagoge 1840 durch Friedrich Wilhelm IV. rehabilitiert und 1841 zum Rektor der Bonner Universität gewählt worden.

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Lot 2002: Auerbach, Berthold: Brief 1869

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Description: Auerbach, Berthold, Schriftsteller, höchst erfolgreich mit seinen "Schwarzwälder Dorfgeschichten" (1812-1882). Eigh. Brief m. U. "Berthold Auerbach". ½ S. Gr. 8vo. Berlin 23.IX.1869.An Gebhard Zernin, Redakteur der "Allgemeinen Militärzeitung" in Darmstadt. "Noch einmal muß ich Sie bitten, ... mir Exemplare der Freiligrath-Rede zu schicken, und damit ich Sie nicht öfter bemühe, wollen Sie mir 15 bis 20 Exemplare auf einmal durch die Schrödersche Buchhandlung hier zuschicken ...". - Auerbach hatte 1867 in Zernins Verlag eine "Rede auf Ferdinand Freiligrath gehalten am 7. September 1867 zu Darmstadt" veröffentlicht. Im folgenden Jahr war Freiligrath auf Betreiben seiner Freunde und Anhänger nach Deutschland zurückgekehrt und triumphal empfangen worden. Auerbachs Broschüre erhielt dadurch neue Aktualität.

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Lot 2003: Bassermann, Alfred: Brief 1905

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Description: Bassermann, Alfred, berühmter Dante-Forscher und -Übersetzer (1856-1935). Eigh. Brief m. U. "A. Bassermann". 4 S. 8vo. Schwetzingen 17.II.1905.An einen Kollegen in Sachen "Dante Alighieri". "... Briefe wie der Ihrige, wo der Beifall ebenso viel Sachkenntniß als Wärme verräth - ein seltenes Ereigniß auf meinen einsamen Dante-Pfaden - , sind der beste Lohn für gethane Arbeit ... Was die Slavini von Marco betrifft, so scheint mir jetzt - ich habe das in der kleinen II. Ausgabe der Spuren erwähnt - daß es sich um einen 'Bergschlupf' handelt, einen Abrutsch fester Gesteinsmassen über eine unterwaschene Bank von Thon oder Mergel ... Chiarentana! Kärnthen als Quellgebiet der Brenda will mir eben bei Dante nicht einleuchten, der doch sonst seinem Gegenstand immer so scharf zu Leibe geht. Mir scheint auch hier noch ein Räthsel der Lösung zu harren ... Zur Zeit bin ich noch mit den Anmerkungen zu meiner Uebersetzung des Purg.[atoriums] und Par.[adieses] beschäftigt, die 'Unstern und Hemmung' manchfacher Art all die Zeit verzögert hat. Wenn ich dennoch zu Ende gekommen bin, dann mögen vielleicht die Gleichnisse noch einmal eingehender betrachtet werden ... Für mich persönlich haben die Gleichnisse Dantes den allerhöchsten Reiz ... Ebenso wie ich die allgemeine Erfahrung mit Ihnen theile, daß Dante, recht gelesen, ein nieversagendes Heilmittel ist gegen den Jammer des Alltags ...". - Den Nachlaß Alfred Bassermanns bewahrt die Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

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Lot 2004: Beumelburg, Werner: 2 Briefe 1953-1954

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Description: Beumelburg, Werner, Schriftsteller, Verfasser vielgelesener Kriegsbücher und historischer Romane (1899-1963). 2 Briefe m. U. "Werner Beumelburg". Zus. ca 2 ½ S. Gr. 4to. Würzburg 29.IV.1953 und 19.I.1954.An Dr. Rössner vom Insel-Verlag in Wiesbaden. Ausführlich über die Unterbringung seiner "belletristischen Produktion" bei einem neuen Verlag, nachdem man ihm beim Stalling-Verlag zu verstehen gegeben hat, daß man künftig mehr auf historische und Sachbücher setzen will. Erörtert eingehend seine Buchproduktion der letzten Jahre (Hundert Jahre sind wie ein Tag; Nur Gast auf dunkler Erde; Jahre ohne Gnade), um sich dem Insel-Verlag als Autor anzubieten. "... Als Anhalt mag Ihnen dabei dienen, dass die 'Hundert Jahre' auch in der dritten Auflage (18.-25. Tausend) recht gut gehn, 'Gast auf dunkler Erde' langsam (um 9000) und 'Jahre ohne Gnade', an die man zu grosse Erwartungen geknüpft hat, bisher ziemlich schlecht (8000), sodass ich Stallings Kummer darüber gut verstehe, zumal er ja auch mein eigener ist. - Wenn ich den gegenwärtigen Bestand überblicke, so stehn zunächst zur Erörterung 'Die Elbe fliesst mitten durch Deutschland' , ein Buch, das ich selbst für unser in verständlicher Reaktion allem Krassen und Ungeschminkten abgeneigten Zeitalter als eine starke Zumutung betrachte, und das 'Antlitz der Ewigkeit', eine Novelle, die ich in den letzten Tagen des Krieges schrieb, und die ich als einen 'Abschied ohne Bitterkeit' von einem gewissen vornehmen Soldatentyp und als eine beinahe mystische Verbindung der beiden Weltkriegsgenerationen in meines Herzens Tiefe getragen habe, alles andere als ein Kriegsbuch im herkömmlichen Sinne, vermutlich aber das Letzte und Reifste, was ich zu diesem Thema überhaupt zu sagen habe ...". - Beide Bücher sind offenbar ungedruckt geblieben.

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Lot 2005: Binding, Rudolf G.: Brief 1936 + Beilagen

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Description: Binding, Rudolf G., Schriftsteller (1867-1938). Brief m. U. "Rudolph G. Binding". 1 S. Gr. 4to. Starnberg 19.X.1936.An Frau Buller in Mülheim mit der detailreichen Bitte, ihm dort für seine bevorstehende Dichterlesung Quartier zu besorgen. Hofft, "die verehrten Eulenbergs" zu treffen. - Kleine Defekte am rechten Rand. - Beiliegend ein masch. Brief (Berlin 29.X.1936) seiner Lebensgefährtin Elisabeth Jungmann, gleichfalls an Frau Buller gerichtet, mit ausführlichem Bericht über Bindings Gesundheitsprobleme, die durch seine anstrengenden Vortragsreisen verstärkt werden. Frau Buller möge ihn deshalb in Mülheim diskret-mütterlich unter ihre Fittiche nehmen: "... Möglichst ohne dass er zu viel davon merkt, denn sonst wird er grantig ... B. ist ein (wenn er auch immer sich als 'alten Feldsoldaten und Reiter' geben möchte) überaus zartes Geschöpf ...". - Ferner beigegeben: Herbert Eulenberg, Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Essayist (1876-1949). Eigh. Brief m. U. "Herbert Eulenberg". 2 S. Gr. 4to. Düsseldorf-Kaiserswerth 10.XI.1937. - An einen Major Grau in Berlin, dem er ein Heft mit einem Aufsatz "Der Zauber der Farben" übersendet und eine Reise nach Berlin ankündigt, um an der Feier zu Gerhart Hauptmanns 75. Geburtstag teilzunehmen. "... Wir werden im Hotel Adlon Wohnung nehmen ...".

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Lot 2006: Böll, Heinrich: Brief an Karl Korn über die RAF

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Description: Böll, Heinrich, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1917-1985). Brief m. U. "Heinrich Böll" und eigh. Zusätzen. 2 S. Gr. 4to. Köln 2.II.1972.Höchst aufgeregter, wunderbar zorniger Brief an Dr. Karl Korn (Mitherausgeber und Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), nachdem Böll in den Medien als Sympathisant der Baader-Meinhof-Gruppe und als "Anwalt der anarchistischen Gewalttäter" bezeichnet worden war. Böll hatte im Dezember 1971 einen Aufsatz mit dem Titel "Soviel Liebe auf einmal" verfaßt, in dem er sich gegen die in der Bild-Zeitung erfolgte Vorverurteilung von RAF-Mitgliedern wandte, deren Tatbeteiligung noch in keiner Weise geklärt und gesichert war. Böll griff die Bild-Zeitung scharf an und erklärte sie für mitverantwortlich für die Eskalation der Gewalt. Der Spiegel druckte den Artikel am 10. Januar 1972 mit einem neuen, von Böll nicht gewünschten Titel ("Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?"). Die Folge war ein großer Skandal und Aufruhr in der Öffentlichkeit, die Böll fortan Sympathien für den Terrorismus unterstellte. Der vorliegende Brief spiegelt Bölls Erregung über den Wirbel und die unerwartet heftigen Reaktionen in den Medien, insbesondere Dolf Sternberger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "... Was habe ich getan? Einen Artikel im Spiegel publiziert. Meinetwegen mag man bis zum Überdruss diesen Artikel für strittig halten. Wer aber nun hat den Artikel und damit mich 'hochgespielt'? Etwa ich? Was kann ich dazu, dass solch ein harmloser Artikel in diesem Land einen solchen Wirbel verursacht? In den ersten 14 Tagen war die Escalation ausschließlich auf Seiten der Springerpresse, und ich genoss die unaussprechliche Ehre, bei 40% der westdeutschen und 80% der Berliner Presse als eine Art Vollidiot oder Super-Anarchist gepriesen zu werden ... Erst nach 14 Tagen meldeten sich ein paar vorsichtige liberale Stimmen - und natürlich schlug ich gegen Springer zurück; hätte ich das nicht tun sollen angesichts des tödlichen Schweigens der Liberalen? ... Lesen Sie doch einmal nach, was in der FAZ vom 22.I.72 über Beuys steht (der mir übrigens den nettesten und herzlichsten Beweis der Solidarität geschickt hat!). Beuys darf, ich darf offenbar nicht. Beuys - so zu lesen in der FAZ - ist ein 'Clown', ich nicht mehr ... Und Herr Bohrer wirft mir Empfindlichkeit vor: was macht denn - u. a. versteht sich - einen Schriftsteller anderes aus als das, was man so hübsch Sensibilität nennt? ... Ich habe ganze Verris[s]wellen über mich ergehen lassen, ohne das Maul aufzumachen, aber hier gehts nun wirklich um Politik, unmittelbar - soll ich weite[r] schweigen, in einem Land, in dem sich Herr Sternberg [sic] mit den Herren Habe, Planitz, Woller und auf Umwegen auch mit Springer zusammentut? ... Und was soll das Erwähnen meiner 'Integrität'? ... Dieses Integritätsimage, das sind doch die Herz-Jesu Bildchen unserer unseligen Kindheit - nichts weiter als eine neue 'moderne' Form der Ikonolatrie. Nun muss ich auch noch in die Sowjetunion, ja, muss, weil ein paar Freunde dort dringend auf mich warten. Sie können sich denken, in welch eine liebliche Situation ich da gerate, und wie lieblich es in Ostberlin wird, das ich leider - Biermanns wegen - auch 'betreten' muss ... In diesem Land werde ich von meiner Meinungsfreiheit vorläufig keinen Gebrauch machen. Nun fällt die ganze katholische Provinz-Karnickel-Presse hinterher, diese feigen Schweine haben doch nur auf ein Signal gewartet. Also bitte: Halali! ... Das Teuflische ist, daß dieser ganze Unsinn so 'deutsch' ist (mich eingeschlossen), daß kein Ausländer es je verstehen wird! ...". - Noch in demselben Jahr erhielt Böll den Nobelpreis für Literatur. Das RAF-Thema verarbeitete er in dem 1974 erschienenen Buch "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".

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Lot 2007: Böll, Heinrich: Brief 1975 an Karl Korn

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Description: Böll, Heinrich - Eigh. Brief m. U. "Heinrich Böll" und Umschlag. 1 ¾ S. Gr. 8vo. Köln 30.VIII.1975.Gleichfalls an Karl Korn, dem er das Manuskript seiner Rezension von Korns Buch "Lange Lehrzeit" sendet. "... genauer hingesehen, ist es unfair, dem Autor die Rezension voraus zu schicken: ich jedenfalls habs nicht gern. Heute nun geht mein Manuscript an 'Die Zeit' - und ich hoffe, daß ich - bei aller Bitterkeit (nicht gegen Sie! - gegen die Zeitgeschichte!) - Ihrem Buch gerecht geworden bin. Ich habs wirklich verschlungen, im Garten, im Haus, unterwegs ... Mir hat es gut getan, daß ich einige Probleme, die mir in Ihrem Buch begegneten, zu analysieren, vielleicht zu ausführlich, aber es war notwendig ... jetzt geht es an eine größere Arbeit. Ich habe viel viel Zeit gesammelt, fast ein kleines Vermögen davon gespart! ...".

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Böll, Heinrich: Brief 1978 an Karl Korn

Lot 2008: Böll, Heinrich: Brief 1978 an Karl Korn

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Description: Böll, Heinrich - Eigh. Brief m. U. "Heinrich Böll". 1 S. Auf einem kartonierten Doppelblatt mit der farbigen Reproduktion eines Gemäldes von René Muta. Gr. 8vo. (Köln) 27.I.1978.Gleichfalls an Karl Korn, dem er für einen Brief dankt und für sein "Erscheinen bei der 'Party' [wohl Bölls 60. Geburtstag], die ja doch sehr nett verlief - und immer wieder Dank für Ihre Anregungen, fast möchte ich sagen: Aufforderungen, für die FAZ zu schreiben! ... Ich bin, obwohl das Gegenteil bewiesen zu sein scheint, ein fauler Autor - ja! Ich weiß noch nicht, wo wir dieses Jahr verbringen werden, aber wenn wir je die Ecke Italiens besuchen, wo Ihr Haus steht, können Sie sicher sein, daß wir auftauchen werden! Seitdem wir - meine Frau und ich - die 'Körperschaft' Kirche verlassen haben, fühlen wir uns dem Körper mehr verbunden als je - die kurze Reise durch Italien, sogar das 'verfluchte' Rom, hat uns den Körper viel näher gebracht! ...".

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Lot 2009: Boy-Ed, Ida: Brief 1889 + Beigaben

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Description: Boy-Ed, Ida, Lübecker Schriftstellerin (1852-1928). Eigh. Brief m. U. "Ida Boy-Ed". 8 S. Kl. 4to. Florenz 1.III.1889.Aus der Kunststadt Florenz an ein "liebenswürdiges Fräulein", eine Malerin, bei der sie Unterricht nahm. "... Ihnen einmal von hier einen 'Malbrief' zu schreiben, hatte ich Ihnen als artige Schülerin versprochen. Nun freue ich mich Ihnen zunächst sagen zu können, daß mein Eifer für die Kunst, welche ich bislang noch 'unglücklich' liebe, hier sehr gewachsen ist. All die erhabenen Documente menschlicher Schöpferkraft stimmen mich nicht herab. Sie verkünden mir zwar in ihrer stummen gewaltigen Sprache, daß es Thorheit sei zu träumen, man kann auch einmal etwas schaffen, aber sie scheinen mich aufzufordern, ihrem Verständniß immer näher zu kommen ... Im Ganzen habe ich bei verfolg meiner Pläne Glück, wie eigentlich stets, wenn ich meinen kraftvollen Willen außerhalb der Lübecker Luft für etwas einsetze ...". Erzählt dann von ihren Florentiner Künstler-Bekanntschaften und ihren Erfahrungen, mit Kohlestift Modelle zu zeichnen. "... Dann habe ich drei bis vier Mal in der Woche Stunde ... bei Otto Vermehren, auf den ich durch Paul Heyse gekommen bin. Ich hatte H. um Rath gebeten. Dort wird auch nach Modellen gemalt, in Öl, morgen wird mein erster Kopf fertig. Ich wünschte unserer d. h. Ihrer Malstunde diese Auswahl an Characterköpfen und wilden Gestalten. Der gute Herr Dalmis (heißt unser Stammmodell nicht so?) ist faut de mieux ja ganz annehmbar, aber so ein Kerl aus den Abruzzen hat doch gewisse Vorzüge, die allerdings weniger auf dem Gebiet der Reinlichkeit liegen mögen. In der Malstunde sind außer mir noch drei Damen. Vermehren ist technisch ein Hexenmeister, seine Copien alter Meister sind einfach schwindelerregend; er ist darin wie der junge Lenbach ...". - Beigegeben ein kurzer eigh. Brief des Hamburger Schriftstellers Gustav Falke (Hamburg 27.II.1914) und eine eigh. Briefkarte des Balladendichters Börries von Münchhausen (25.II.1914).

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Carossa, Hans: Gedichtmanuskript und Brief 1951

Lot 2010: Carossa, Hans: Gedichtmanuskript und Brief 1951

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Description: Carossa, Hans, Arzt und Dichter (1878-1956). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. sowie eigh. Begleitbrief m. U. "Hans Carossa". Zus. 2 S. 8vo. Rittsteig bei Passau 10.IV.1951."Die große Tröstung / Im Geisterbunde /Geht ungeschrieben / Von Mund zu Munde ...". Zwei Strophen zu je vier Zeilen. Für einen Verehrer geschrieben, dem Carossa, wie aus dem Begleitbrief ersichtlich, auch ein Bildnis schickte. "... Von den Versen hab ich Ihnen zwei zur Auswahl abgeschrieben ...". - Schöne Dichter-Handschriften auf Bütten.#A

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Lot 2011: Carossa, Hans: Gedichtmanuskript "Warum geben wir ..."

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Description: Carossa, Hans - Eigh. Gedichtmanuskript. 1 S. Quer-4to. O. O. u. J. "Warum geben wir uns hin / jedem fremden Grauen? / Laßt uns doch mit reinem Sinn / einem Stern vertrauen ...". 2 Strophen zu je 4 Zeilen. - Die Wortwahl schien dem Dichter offenbar zu banal: In dem (hier beiliegenden) Insel-Bändchen "Gedichte. Vom Dichter ausgewählt" (Neue erw. Ausgabe 1953) sind die Verse auf S. 28 abgedruckt, doch lautet die erste Strophe anders: "Warum geben wir uns hin / Jedem eitlen Grauen? / Laßt uns doch mit höchstem Sinn / Dem Gestirn vertrauen ...". - Etwas gebräuntes Maschinenbütten; Büroklammer-Rostspuren am oberen Rand.

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Lot 2012: Carossa, Hans: Brief auf 2 Rezept-Formularen

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Description: Carossa, Hans - Eigh. Brief m. U. "Carossa", geschrieben auf 2 Rezept-Formularen. 2 S. Schmal-8vo. Mit eigh. Umschlag. (Wohl München 1942).An den Arzt-Kollegen Dr. Bachmayr in München-Pasing. Auf den freien Flächen von zwei gedruckten Rezept-Formularen schreibt Carossa: "... Besten Dank für die Zuweisung der Frau Faistauer! Freute mich aufrichtig, nach so vielen Jahren von Ihnen zu hören, wüßte nur gerne, wo Ihr Bruder ist. Bei Frau F. wird es sich vor allem darum handeln, ihr einen richtigen Appetit beizubringen. Ich habe ihr geraten, Bettruhe zu halten, bis die Temperatur normal ist ...". - Der Briefumschlag mit Absenderstempel "Dr. med. Carossa. München, Theresienstr. 40". - Beiliegend eine Karte mit einer Gedichthandschrift Carossas in Faksimiledruck, auf der Rückseite vom Empfänger bezeichnet: "Ottobeuren 24. Juni 1942".

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Lot 2013: Carossa, Hans: Brief Juli 1942 + Beilage

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Description: Carossa, Hans - Eigh. Brief m. U. "Hans Carossa" und Umschlag. 1 S. Gr. 8vo. Rittsteig bei Passau 10.VII.1942.An den Osnabrücker Schriftsteller, Historiker, Kulturdezernenten und Stadtarchivar Ludwig Bäte (1892-1977), der ihn zu einer Lesung eingeladen hatte. Carossa sagt ab: "... Seit Oktober haben mich Tagungen, Leseabende und andre Verpflichtungen dermaßen in Anspruch genommen, daß meine eigentliche Arbeit bedenklich gelitten hat. Außerdem geht es mir zur Zeit gesundheitlich nicht gut. Schön sind die Themata der von Ihnen geplanten Abende, schön und vielversprechend ...". - Beiliegend eine gedruckte, jedoch eigenhändig datierte und signierte Karte Carossas, in der er mitteilt, daß er mit Rücksicht auf seine Gesundheit und anstehende größere Arbeiten seine Vortragstätigkeit für ein bis zwei Jahre einstellt (Pfingsten 1942).

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Lot 2014: Carossa, Hans: Brief 1953

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Description: Carossa, Hans - Eigh. Brief m. U. "Hans Carossa". 3 S. Gr. 8vo. Rittsteig bei Passau 14.XI.1953.An einen Verehrer, bei dem er sich zunächst ausführlich für die Verspätung seines Dankschreibens entschuldigt. "... auch bringt es das Alter mit sich, daß der briefliche Andrang ständig zunimmt, und leider kann ich mich noch immer nicht entschließen, eine Schreibmaschine zu gebrauchen ... 'Ich bin ein großer Verehrer Goethes', dieses Bekenntnis bezeugt mir schon, daß wir beide aus einer gemeinsamen geistigen Heimat hervorgegangen sind, und wenn Sie sagen, in einer Welt, 'wo so vieles umzuprägen unternommen wird, sei es unendlich wichtig, daß die eigentlichen Werte unverrückbar festgehalten werden', so wünsche ich mir kräftig, einmal in einem längeren Gespräch mit Ihnen über manches Ihrer Meinungen auszutauschen. - Daß Ihr Vater als beinah 88jähriger Arzt in Waldshut lebt, geht mir besonders nah; was für Verwandlung der Zeiten, der Seelen und seiner Wissenschaft mag er erlebt haben! ...". Zeigt sich gerührt, daß der Adressat einige Goethe-Bände mit nach Argentinien genommen habe. "... Mein vor vier Jahren heimgegangener Verleger, Anton Kippenberg, ermahnte mich kurz vor seinem Tode wiederholt, noch einmal recht aufmerksam die Wanderjahre zu lesen; dieses Werk des alten Goethe wurde für ihn immer mehr das tröstlichste und auch das am meisten seherische Buch. Ihm würde ich auch Ihren Brief zur Einsicht anvertrauen, wenn er noch lebte ...". - Beiliegend ein auf Bütten gedrucktes Faksimile von Carossas Handschrift seines Gedichtes "Rauhes Land" (6 Strophen auf 2 Seiten).

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Lot 2015: Collins, Wilkie: Signiertes Manuskript als Albumblatt

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Description: Collins, Wilkie, engl. Romanschriftsteller, mit Dickens befreundet, schrieb spannende Kriminalromane ("Die Frau in Weiß") (1824-1889). Eigh. Manuskript m. U. "Wilkie Collins". 1 S. 4to. (London) 28.I.1867.Für Mrs. John Bigelow als Albumblatt geschriebene längere Passage aus seinem Roman "The Woman In White": "Think of her as you thought of the first woman who quickened the pulses within you that the rest of her sex had no art to stir. Let the kind, candid blue eyes meet your's [sic] as they met mine, with the one matchless look which we both remember so well ..." (15 Zeilen). - Der Roman "The Woman In White" war der erste große Publikumserfolg von Wilkie Collins und wurde auch in Deutschland verfilmt. - Ein kleiner Eck-Abriß. - Beiliegend Informationen über den Verfasser, sein Verhältnis zu Dickens und zu John Bigelow.

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Lot 2016: Csokor, Franz Theodor: Manuskript und Begleitbrief 1960

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Description: Csokor, Franz Theodor, österr. Dramatiker und Erzähler (1885-1969). Eigh. Manuskript mit zweimaligem Namenszug am Kopf des ersten Blattes sowie eigh. Begleitbrief m. U. "F. Th. Csokor". 8 ½ S. auf 9 Bl. (Kugelschreiber). Gr. 4to. O. O. (1960)."Das Zeichen an der Wand". Rohmanuskript des ersten Aktes von Csokors Eichmann-Drama, noch vor Eichmanns Verhaftung geschrieben. Mit zahlreichen Verbesserungen von der Hand des Autors. Csokor schenkte das Manuskript am 17.I.1962 einem Autographensammler, schrieb eine entsprechende Widmung auf das erste Blatt und bestätigte die Schenkung in einem kurzen eigh. Begleitbrief mit demselben Datum.

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Lot 2017: Feuchtwanger, Lion: 3 Briefe 1953-1955

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Description: Feuchtwanger, Lion, Schriftsteller (1884-1958). 3 Briefe m. U. "Lion Feuchtwanger". Zus. 2 S. Gr. 4to. Pacific Palisades (Calif.) 1953-1955.An Dr. de Castro: "... I read your article on Toledo with high interest. I once spent several weeks in Toledo [23.X.1953] ... Herzlichen Dank fuer die Uebersendung Ihres Briefes an The Voice. Uebrigens wird eine englische und eine amerikanische Ausgabe unter dem Titel Raquel the Jewess of Toledo im Fruehjahr 1956 erscheinen ..." [11.X.1955]. - Ausführlich an Mr. [Murray ?] Edelman, der ihm ein Manuskript zur Prüfung übersandt hatte: "... Everything about it is interesting, in many parts it is most impressive, and the reader is bound to feel the impact of the author's sincere and even fanatical emotion ... The long general chapter on the relation between Marxism and man as a spiritual being appears to me too loosely connected with your basic thesis. - Summing up, I feel that you offer most valuable material to the historian that is not contained in the books of Wexley and reuben; but I am afraid you will not find a publisher for a book in which a single man fights a two front fight ... I am certain that the time for your book will come ..." [25.X.1955].

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Lot 2018: Franck, Hans: Konvolut von 5 Briefen

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Description: Franck, Hans, sehr produktiver Schriftsteller und Dramaturg, lebte in Frankenhorst bei Schwerin (1879-1964). Konvolut von 5 masch. Briefen m. U. "Hans Franck". Zus. 4 ½ S. 4to und quer-gr. 8vo. Frankenhorst 1931-1952.An den Schriftsteller-Kollegen Ludwig Bäte in Osnabrück. Ausführlich über beiderseitige Veröffentlichungen, Vortragsreisen etc. Über einen Gedichtband Bätes (entweder "Lied nach Süden" oder "Worpswede") bemerkt Franck. "... Natürlich sind Sie Norddeutscher, das weiss ich sehr wohl. Aber Ihr Herz, das Herz des Dichters, gehört in auffälliger, in manchmal beängstigender Weise dem Süden. Auch Sie frieren nach der Sonne. Urnorddeutsch aber ist es, sich nicht nach der Sonne zu zersehnen, sondern sich im Grau des Nebels, im Sturm, bei alledem, was Sie mit negativem Gefühlsvorzeichen in Ihren Gedichten versahen, wohlzufühlen ... Für diese Charakterisierung habe ich aus dem Gedichtband Beweise oder - wenn Ihnen das Wort zu hart ist - Belege beigebracht ..." [18.IX.1934].

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Lot 2019: Fuchs, Günter Bruno: Brief 1964

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Description: Fuchs, Günter Bruno, Berliner Schriftsteller, Graphiker und Illustrator, Begründer der "Rixdorfer Drucke" und Autor oder Gestalter vieler Pressendrucke (1928-1977). Eigh. Brief m. U. "GBF" und Umschlag (dieser defekt). 2 S. (Kugelschreiber). Quer-gr. 8vo. (Berlin) 24.VIII.1964.Auf festem Karton geschriebener, launig-verschnörkelter Brief an Erna Bauer-Valfer in Berlin, die er mit "liebe, verehrte Vorsitzende aller Autoren und Sänger" anredet. "... Durch unseren fleißvollen Mund und Interpreten zeitgenössischer Musik-Eskapaden, durch unsere Tochter und Freundin, durch Fräulein L., durch Lissa, durch liebe Lissa, durch den Bade- und Sonnenmenschen, will sagen: durch ihn (sie) also vernahm ich von Ihrer Rückkehr ... Hörte nun auch, daß Ihre hilfreiche Hand dem Schreiber dieses zur Hand zu sein kundtat ... Wann dürfte der Schreiber dieses ein Blatt überbringen, das dem Werkstattvisitengruß an Formatgröße überlegen ist? ...". - Die zweite Seite stellenweise etwas angestaubt.

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Lot 2020: Geibel, Emanuel von: Brief 1864 + Beigabe

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Description: Geibel, Emanuel von, Dichter (1815-1884). Eigh. Brief m. U. "Geibel". 1 S. gr. 8vo. Lübeck 16.VIII.1864.An einen Freund. "... Dr. Edermann wünscht in unseren Lesezirkel einzutreten und ich war zweimal bei Ihnen, um dies neben anderem mit Ihnen zu bereden. Da ich Sie jedoch beide Male verfehlte, habe ich ... meinen Schwager Trummer gebeten, ihn an passender Stelle in die Reihe der Mitleser einzufügen ... Hoffentlich glükt es mir bald einmal besser, damit ich Ihnen auch über die Gedichte Ihres geistlichen Freundes - freilich nicht Allzutröstliches - berichten kann ...". - Am Briefkopf ein Vermerk des Adressaten über neue Ein- und Austritte. - Beigegeben eine Visitenkarte mit eigh. Namenszug Geibels.

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Lot 2021: Geibel, Emanuel von: Brief 1876

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Description: Geibel, Emanuel von - Eigh. Brief m. U. "Emanuel Geibel" und frankiertem Umschlag. 1 S. Gr. 8vo. Lübeck 19.I.1876.An Paul Kunzendorf, Berliner Publizist und Schriftsteller (1853-1923). "Ein Bild aus Rußland war der Titel einer kurzen poetischen Erzählung, die ich im Winter 1843-1844 zu Stuttgart für Declamationszwecke schrieb. Dieselbe ist als ein Erzeugniß des Augenblicks in keine meiner Sammlungen übergegangen und ich besitze nicht einmal eine Abschrift davon. Doch meine ich mich zu erinnern, daß das Gedicht bald nach seiner Entstehung in den Münchner fliegenden Blättern abgedruckt und illustrirt wurde ...". - Wie immer dekorativ geschrieben.

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Lot 2022: Geist, Rudolf: Eigh. längere Widmung 1929 im Buch

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Description: Geist, Rudolf, österr. Erzähler, Lyriker und Verlagsbuchhändler, schrieb in den Zwanziger Jahren sozialistische Romane (1900-1957). Längere eigh. Widmung m. U. "Rudolf Geist". 1 S. Stuttgart 20.VIII.1929. - Auf dem fl. Vorsatz seines Buches "Der anonyme Krieg" (4 Bl., 427 S., 2 Bl. Orig.-Leinwand. Heilbronn, Verlag Internationale Buchpresse, 1929).Des Autors Widmung an einen Herrn Schuckall gestaltet er zu einem weltanschaulichen Statement: "Im allgemeinen ist der Sozialismus noch eine 'Krankheit der Not'; der Sozialismus sollte aber die allgemeine Lebensaufgabe sein. Es ist das hohe Schicksal jedes einzelnen, wie er führend dem Leben anderer die Hand reicht, wo andere schwächer sind und doch danach drängen, für alle die Erde als Vaterland aufzutun! ...". - Der Einband etwas unfrisch; die Ecken geringfügig zerschlissen; zeitbedingt vergilbtes Papier.

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Lot 2023: Gerstäcker, Friedrich: Brief 1872 an Costenoble

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Description: Gerstäcker, Friedrich, Reiseschriftsteller, authentischer Schilderer Amerikas und Asiens (1816-1872). Eigh. Brief m. U. "Fr. Gerstäcker". 1 S. Gr. 8vo. Braunschweig 16.II.1872.An seinen Verleger Hermann Costenoble in Jena, dem er einen unterschriebenen Vertrag zurückschickt. "... Bitte senden Sie mir doch gelegentlich den 3υten Band von Neue Reisen. Das Dedicationsexemplar, das ich nach Angostura gesandt an Praesident Della Costa ist in seinen zwei ersten Bänden richtig angekommen, aber der dritte, später nachgesandte Band nicht ...". - Im oberen Viertel ein Antwort-Vermerk des Empfängers; 2 Ecken etwas fleckig.

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Gessner, Salomon: Brief 1759 an den Buchhändler Reich

Lot 2024: Gessner, Salomon: Brief 1759 an den Buchhändler Reich

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Description: Gessner, Salomon, Schweizer Dichter, Illustrator, Radierer und Verleger (1730-1788). Eigh. Brief m. U. "S. Geßner", Adresse und papiergedecktem Siegel. 2 S. 4to. Zürich 24.XII.1759.In seiner Eigenschaft als Buchhändler an den Kollegen Reich in Leipzig. Bestätigt den Empfang einer Sendung und kündigt für die "Neujahrmesse" den Versand von 7 Büchern an, mit Stückzahl und Preis: "Wielands Cyrus ... Croneks [sic] Einsamkeiten ... Noah ... Verbesserung des Noah ... Wieland übern Menschen ... Elektra ... Oedipus ... Diß letztere hab ich, damit die Balle nicht gar zu klein sey, mit desto mehrerer Zuversicht in der Anzahl wieder beygefügt, weil sonst wenige Buchhändler in Deutschland diese Ausgaben haben, und weil ich glaube, diß Unternehmen müsse einen algemeinen Beyfall bekomen. Es würde mich um der Nuzbarkeit des Werkes selbst und um des Verfassers willen freuen, wenn sie ihm genugsamen Abgang finden könten. Auf Ostern werden wieder 2 dergleichen Stüke geliefert ... Diesem hab ich ein Exemplar von dem Nachdruck von Gellerts Oden beygeleget; ich ersuche Sie, zu verschweigen von wem Sie es haben, es ist verdrieslich, wenn man gegen die Rache eines Mannes wie Heidegger ist, auf der Hut seyn muß. Das Privilegium für das Magazin für junge Leuthe werd ich hier besorgen ... Können Sie mir nicht sagen, wer Christens hinterlassene Briefschaften, Manuscripte, etc. zu Händen genommen hat? ... Noch eine Frage, mein Freund! Wissen Sie nicht, wer der Verfasser der Tändeleyen ist, die in Leipzig diß Jahr herausgekommen sind? Dieser Mensch hat sehr viel feinen Wiz, er ist ein Liebling der Gratien [sic], wenn Sie ihn kennen, so empfehlen Sie mich ihm ...". - Ferner über Bestellungen bei Reich, Finanzielles, ein eigenes neues Buchprojekt etc. - Heinrich Wilhelm von Gerstenbergs "Tändeleyen" fanden nicht nur Gessners Gefallen: Bis 1765 erschienen drei Auflagen. - Früher und interessanter Brief, der Gessners Stellung, Geschmack und Einfluß in der Literatur seiner Zeit beleuchtet. #A

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Goeckingk, Leopold F. G. von: Bearbeitung von Ramlers

Lot 2025: Goeckingk, Leopold F. G. von: Bearbeitung von Ramlers "Gedichten"

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Description: Goeckingk, Leopold Friedrich Günther von, Dichter und Schriftsteller, dem Göttinger Hain nahestehend, Herausgeber von Ramlers "Poetischen Werken" (1748-1828). Eigh. Bearbeitung eines Gedichtbandes von Karl Wilhelm Ramler, mit Hunderten von Änderungen, Verbesserungen und Zusätzen von der Hand Goeckingks. - In: K. W. Ramler. Lyrische Gedichte. 6 Bl., 390 S., 1 Bl. Mit gestoch. Porträt. 15,5 x 10 cm. Halblederband d. Z. (berieben, Ecken bestoßen) mit Rückenvergoldung sowie rotem und grünem Rückenschild. Berlin, Chr. Fr. Voß, 1772.Höchst interessantes Exemplar dieses verbreiteten und mehrmals nachgedruckten Gedichtbandes von Ramler, das zahlreiche zeitgenössische Zusätze und Änderungen von mindestens zwei verschiedenen Händen enthält, meist im gedruckten Text, aber auch auf 4 zusätzlich eingefügten Blättern. Blatt 2 enthält eine mit "K. W. Ramler" unterzeichnete Widmung: "An die Fr: v xxx bey Überreichung seiner mit eigner Hand verbeßerten Lyrischen Gedichte. Dir Freundin sey dis Buch gereicht! / Man nennt es schwer, Dir macht es keine Schürigkeit [!]. / Mit seinen Göttern u. Göttinnen / Bist Du schon längst so wohl bekannt ..." [etc.]. Diese Handschrift, die ebenso wie die Unterschrift nicht mit den bekannten Handschriften Ramlers übereinstimmt, kommt mehrmals mit längeren Texten bei den Einschüben vor. Sie könnte von dem zeitgenössischen Besitzer stammen, der seinen Namenszug "v. Boden" auf das Titelblatt gesetzt hat. Dagegen stammen die sehr zahlreichen, z. T. schwerwiegenden, ganze Strophen und Passagen neu formulierenden Eingriffe im Text eindeutig von Goeckingks Hand. Offenbar diente Goeckingk das Exemplar als Vorlage für seine zweibändige Ausgabe "Karl Wilhelm Ramlers Poetische Werke", die 1800-1801 in Berlin bei Sander erschien. Ob die Hunderte von Änderungen in Ramlers Text, die Goeckingk hier vorgenommen hat, auf den Dichter selbst zurückgehen, oder ob sie (wie das Ramler mit fremden Autoren ebenso gemacht hat) eigenmächtig auf das Konto des Herausgebers gehen, bleibt eine Forschungsaufgabe für die Literaturwissenschaft. Lediglich ein eingefügtes, 8strophiges Gedicht "Schlachtgesang" könnte vielleicht von Ramlers Hand stammen. Auf jeden Fall ist das vorliegende Handexemplar Goeckingks, das auf mehr als 120 Seiten Eingriffe von seiner Hand in Ramlers Texten aufweist, von gleichermaßen hohem Interesse für Ramlers Dichtungen wie für den Umgang mit ihnen durch den Herausgeber Goeckingk.#A

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Lot 2026: Goethe, Johann Wolfgang von: Albumblatt 1810

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Description: Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter und Staatsmann (1749-1832). Eigh. Albumblatt m. U. "Goethe". (Jena, wohl Mai 1810). "Der liebenswürdigen Mutter / erhalten Sie mich im Andencken. Goethe". Laut Familientradition ein Blatt aus dem Stammbuch der Luise Seebeck, später verh. Goetz (1797-1870), einer Verwandten des mit Goethe befreundeten Physikers und Chemikers Dr. Thomas Johann Seebeck (1770-1831), die um 1810 in Jena lebte. Zu einer 13jährigen Stammbuch-Inhaberin paßt allerdings der Text des Blattes nicht. - Das Datum wird hingegen bestätigt durch eine Eintragung von Goethes Sekretär und Freund Friedrich Wilhelm Riemer (1774-1845), der sich auf der Rückseite des Blattes am 15. Mai 1810 in Jena mit einem fünfzeiligen Zitat aus einem Gedicht Chr. M. Wielands "zu freundlichem Andenken" empfiehlt. - Goethe hielt sich gemeinsam mit Riemer vom 12. März bis 16. Mai 1810 in Jena auf. - Kleiner Eckabriß und rückseitig 2 kleine Flecken am Rand.

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Lot 2027: Bertuch, Friedrich Justin: Zeugnis für den Stecher Lips

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Description: Goethe-Kreis. - Bertuch, Friedrich Justin, Dramatiker, Übersetzer, Verleger, Publizist und Großkaufmann in Weimar, mit Goethe befreundet (1747-1822). Eigh. Schriftstück m. U. 3 Zeilen. Quer-kl. 8vo. (Weimar vor 1795)."Ein Mann den Hr. Lips empfiehlt, und für den er bürgt, kann ohne Bedenken Credit erhalten. F. J. Bertuch". Auf einem Zettel mit blassgrüner Zierbordüre. - Der von Goethe sehr geschätzte Maler und Kupferstecher Johann Heinrich Lips (1758-1817) war bis 1794 als Lehrer am Freien Zeicheninstitut in Weimar tätig; seine Porträtzeichnungen von Goethe und Christiane Vulpius gehören zu den schönsten Bildnissen des Paares.

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Lot 2028: Gries, Johann Diederich: Albumblatt 1810

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Description: Gries, Johann Diederich - Gries, Johann Diederich, Schriftsteller und bedeutender Übersetzer aus dem Spanischen (1775-1842). Eigh. Albumblatt m. U. "J. D. Gries". Quer-8vo. Jena 14.VI.1810."Göthe". 7 Zeilen: "Was ein weiblich Herz erfreue / In der klein- und großen Welt? / Ganz gewiß ist es das Neue, / Dessen Blüthe stets gefällt ...". - Wohl aus dem Stammbuch der Luise Seebeck (vgl. Nr 2026).

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Lot 2029: Haugwitz, Christian Graf von: Brief 1822 über eine Sendung Rum

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Description: - Haugwitz, Christian Graf von, preuß. Staatsmann, Kabinetts- und Außenminister, verkehrte Mit Goethe, Lavater, Stolberg, Claudius u. a. (1752-1831). Eigh. Brief m. U. "Haugwiz" und Adresse. In französ. Sprache. 1 S. 4to. Este (Oberitalien) 27.VII.1822.An Mr. Dorville, britischer Vizekonsul in Venedig, der ihm eine Ladung Rum schicken wollte. Haugwitz muß zu seinem größten Bedauern um Geduld bitten: "... Je suis bien aise que le rum soit arrivé; mais voici l'embarras. La Barque ne va plus jusqu'à Este, elle s'arrête à la bataille, ou l'on est à racommoder les Ecluses. Je me hâte de Vous adresser la présente, pour Vous prier de tenir le rum chez Vous en bonne garde, me reservant de trouver une occasion sure pour le faire venir ...". - Haugwitz bewirkte 1795 den Basler Frieden mit Frankreich, blieb jedoch als preußischer Außenminister gegen Napoleon erfolglos. Nach seiner Verabschiedung wurde er 1811 Kurator der Universität Breslau, lebte aber meist in Venedig, Padua oder seiner Villa bei Este.

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Knebel, Karl Ludwig von: Albumblatt 1810

Lot 2030: Knebel, Karl Ludwig von: Albumblatt 1810

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Description: Knebel, Karl Ludwig von - Knebel, Karl Ludwig von, Goethes "Urfreund", Schriftsteller und Übersetzer (1744-1834). Eigh. Albumblatt m. U. "Knebel". Quer-8vo. Jena 14.VI.1810.Ein sechszeiliges Gedicht: "Erwacht der Trieb, dich zu bekämpfen, / So wach' auch du, ihn früh zu dämpfen, / Eh er die Freiheit dir verwehrt ...". Am Schluß: "Denken Sie bei diesen Zeilen, gute Luise, an den Freund Ihres Hauses, Knebel." - Ebenfalls aus dem Stammbuch der Luise Seebeck. - Unbedeutende Knickspur am oberen Rand.

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Goll, Claire: Gedichtmanuskript

Lot 2031: Goll, Claire: Gedichtmanuskript "Chant de Deuil"

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Description: Goll, Claire, deutsch-französ. Schriftstellerin, mit Yvan Goll verheiratet (1890-1977). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Claire Goll". 3 S. Quer-8vo. O. O. (um 1959)."Chant de Deuil": "O we yo! O we yo! / Comme les salmaros / Je tords mes bras: / A droite, à gauche. / Ma guitare / Qui chantait mon amour / A éclaté / De chagrins ...". 5 Strophen zu je 4 Zeilen, in sorgfältiger Reinschrift. Am Schluß der Hinweis auf das Buch, dem sie entstammen: "Le Coeur Tatoué (Chants Peaux Rouges). Seghers Ed.; Paris". Daneben eine kleine Montage aus einem roten Herzen mit der Inschrift "Claire", das von einem Pfeil durchbohrt wird, sowie einer gestempelte Lyra, einem silbernen Stern etc. - Die Gedichtsammlung "Le Coeur Tatoué" war 1958 erschienen.#A

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Lot 2032: Grimm, Hans: 2 Briefe 1929, 1931

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Description: Grimm, Hans, Schriftsteller, lebte längere Zeit in Südafrika (1875-1959). 2 Briefe m. U. "Hans Grimm". Zus. 1 S. Gr. 4to. Lippoldsberg (Weser) 30.IV.1929 bzw. 14.IV.1931.Beide Briefe an Schriftsteller-Kollegen. Der erste an Wilhelm Scharrelmann (1875-1950) in Bremen, der zweite an Ludwig Bäte (1892-1977) in Osnabrück. Über Tagungen in Bremen und Osnabrück sowie Grimms Absage, sich an "der Prosaanthologie in diesem Jahre" zu beteiligen. - Grimm, der mit seinem Erfolgsroman "Volk ohne Raum" (1926) den Nationalsozialisten willkommenes Propagandamaterial bot, versammelte bei seinen "Lippoldsberger Dichtertreffen" einen Kreis konservativer Autoren wie Alverdes, Beumelburg, Binding, Carossa, Kolbenheyer oder R. A. Schröder, die sich trotz nationalistischer Grundhaltung eine gewissen Freiraum innerhalb der vorgegebenen der Partei-Ideologie zu schaffen suchten. - Der erste Brief gelocht.

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Lot 2033: Gutzkow, Karl: Brief 1873

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Description: Gutzkow, Karl, Dramatiker, Dramaturg, Erzähler und Publizist, Entdecker Büchners und ein führender Kopf des Jungen Deutschland (1811-1878). Eigh. Brief m. U. "Gutzkow". 1 υ2/3 S. Gr. 8vo. O. O. 1.IV.1873.An den jungen Kaufmann Paul Kunzendorf (1853-1923), später Schriftsteller und Journalist in Berlin, der ihm Gedichte zur Prüfung übersandt hatte. Gutzkow dankt für das Vertrauen, muß jedoch bedauern, "daß das Resultat der Lektüre Ihrer Gedichte nicht der Art ist, Sie zur Fortsetzung dieser idealen Carrière zu ermuntern ... Wohl jedem Menschen, der so empfindet, wie Sie in diesen Gedichten empfinden! Er kann guter Gatte, Vater, Bürger werden, aber kein Dichter, den Erfolg belohnt. Ihre Arbeiten sind gewöhnlich u. eine vernünftige Ueberlegung sollte Ihnen sagen, daß Sie nichts gethan haben, als durch Ergreifung eines praktischen Berufs Ihre Zukunft sicher zu stellen. Lesen Sie dann, als immer mehr reifender Mann der Bildung recht viel von andern Dichtern, aber dichten Sie selbst nicht! ...". - So ganz konnte der Redakteur der "Berliner Pferdebahnzeitung" das Reimen aber doch nicht lassen: 1880 gab er eine Gedichtsammlung heraus, der 1891 ein Buch "Verkannte Poeten" folgte.

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Lot 2034: Haas, Willy: Brief 1958

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Description: Haas, Willy, Schriftsteller und Publizist, Lektor bei Kurt Wolff, Mitherausgeber der "Literarischen Welt" (1891-1973). Brief m. U. "Willy Haas". 1 S. Gr. 4to. Hamburg 3.II.1958.An Dr. Alfred Frankenstein in Israel, der ihm eine "sympathische und verständnisvolle Kritik" über sein Buch "Die literarische Welt" (München, List, 1957) gesandt hatte. "... Ein Brief aus Israel ist immer ein Brief von Freunden. - Ihre Erinnerung an die Schlamperei in der Redaktion der 'Literarischen Welt' hat mich sehr amüsiert; ja, genauso war es, es wurden immer Beiträge angenommen und dann nicht gebracht, ich konnte beim besten Willen der Riesenhaufen von Manuskripten nicht Herr werden ... Meine alten Bücher, lieber Herr Frankenstein, sind längst nicht mehr im Handel. Sie wurden bis auf wenige Exemplare von den Nazis verbrannt ... Aber dass Sie nicht einmal ein Rezensionsexemplar von List bekommen haben, finde ich ganz und gar nicht in Ordnung ...". - Mit Briefkopf "Die Welt". - Gelocht; kleiner Einriß am oberen Rand unauffällig unterlegt.

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Lot 2035: Haas, Willy: 3 Autographen

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Description: Haas, Willy - 2 eigh. Brief-Karten und 1 eigh. Brief m. U "Willy Haas". Zus. 4 S. Quer-8vo bzw. kl. 4to. (Hamburg) 15.VI.1959 bzw. o. D.An einen ihm befreundeten Juristen in Hamburg. "... Aus einer entlegenen aber zuverlässigen Quelle habe ich erfahren, daß André Breton, der Surrealistenführer, vor wenigen Jahren auch eine französische Ausgabe des 'Liebeskonzils' [von Oscar Panizza] herausgab. Ich selbst habe das Buch jetzt fast zuende gelesen. Einige Szenen, z. B. der Monolog des Satan haben mir gewaltig imponiert: das läßt sich nur am besten 'Sturm und Drang' messen. Anderes ist ganz einfach exzentrisch ...". - Ferner über geplantes Beisammensein und einen geistesgestörten Künstler.

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Lot 2036: Haller, Albrecht von: Brief 1754 an Johannes Gessner

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Description: Haller, Albrecht von, der große Schweizer Arzt, Naturforscher und Dichter (1708-1777). Eigh. Brief ohne Unterschrift, jedoch mit Adresse und Siegel. In latein. Sprache. ½ S. 4to. Bern 2.XI.1754.An den ihm befreundeten Naturforscher Johannes Gessner (1709-1790), Professor für Mathematik und Physik sowie Gründer der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. Gessner, dessen Vorliebe der Botanik galt, unterstützte Haller bei vielen Veröffentlichungen und arbeitete selbst ab 1754 an einem großen Pflanzenwerk. Haller schreibt über ihren Pflanzen-Austausch und seinen Schriftwechsel mit Fachkollegen. Zu einer an Gessner abgegangenen Sendung bemerkt er: "... nescio enim qui possit esse destinatus, nisi Tibi". Zu einer Limonensorte stellt er fest: "Frater astulit notitiam nostrae familiae, quae tamen mutata et alia est abca, quam misi. - Plantae Helocticae [d. i. Helobiae?] semper pergratae erunt ...". Auch an dem Katalog einer speziellen botanischen Sammlung zeigt Haller Interesse. Er habe im übrigen eine Sammlung chirurgischer Abhandlungen erhalten, etc. - Am rechten Rand angestaubt und etwas lädiert. - Beiliegend ein von Pfenninger gestochenes Porträt Hallers (11,6 x 6,5 cm).#A

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Lot 2037: Hartlaub, Geno: Brief 1954

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Description: Hartlaub, Geno[veva], Schriftstellerin (1915-2007). Eigh. Brief m. U. "Geno Hartlaub". 1 S. 8vo. Hamburg 2.VIII.1954.An einen Redakteur über Texte aus dem Nachlaß ihres seit 1945 verschollenen Bruders Felix. "... Mein Vater [der Kunsthistoriker Gustav H.] schrieb mir, daß Ihr schöner Text über Felix jetzt in den 'Rheinisch-Pfälzischen Monatsheften' gedruckt werden soll und daß Sie dazu gern einen Original-Beitrag von ihm hätten. 'Schlitter' möchten wir eigentlich ungern vorveröffentlichen, da diese Geschichte für die Gesamtausgabe bestimmt ist und wir dafür auch Ungedrucktes zurückbehalten wollen, zumal da der 'Merkur' jetzt das Tobias-Fragment bringen will. Es existiert aber noch eine andere Schüler-Geschichte (Der Ausflug) im gleichen Stil und von derselben Geschlossenheit wie 'Schlitter' ... Aus dem Kriegstagebuch können Sie auch noch etwas Unveröffentlichtes haben (Rumänien) ...".

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Lot 2038: Hausmann, Manfred: Brief 1946

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Description: Hausmann, Manfred, norddeutscher Schriftsteller (1898-1986). Eigh. Brief m. U. "Manfred Hausmann". 1 S. Kl. 4to. Worpswede 8.VI.1946.An einen jungen Verehrer, der ihm zwei Prosatexte übersandt hatte. "... Ihre Absicht, sich der christlichen Jugendbewegung zu widmen, kann ich, wenn Sie wirklich wissen, was das bedeutet, nur von Herzen gutheissen. Die beiden Stimmungsbilder, die Sie mir vorlegen, sind zweifellos aus einer tiefen Ergriffenheit heraus geschrieben. Sie müssen sich aber darüber klar sein, dass ihnen das eigentlich Dichterische, dass ihnen das, was sie zu eigenen Welten macht, noch abgeht. Sie unterscheiden sich in ihrer Gestalt noch nicht recht von einem guten Schulaufsatz. Und das genügt nicht ...". - Auf gebräuntem Nachkriegspapier.

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Lot 2039: Hesse, Hermann: Typoskript mit Aquarell u. Signatur

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Description: Hesse, Hermann, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1877-1962). Gedicht-Typoskript mit mont. eigh. Aquarell auf dem Umschlag. 16 Bl., davon 14 S. beschrieben. 22 x 17,5 cm. O. O. u. J."Gedichte des Sommers 1933 von Hermann Hesse". Darunter das montierte Aquarell (Landschaft im Tessin; Blattgröße 6 x 9,2 cm). Die Gedichte sind betitelt: Blumen nach einem Unwetter. - Häuser am Abend. - Heißer Mittag. - Hundstage. - Nächtlicher Regen. - Höhe des Sommers. - Augenblick vor dem Gewitter. - Alter Park. - Rückgedenken. - Schmetterlinge im Spätsommer. - Scheingewitter. - Sommer ward alt. - Welkes Blatt. - Beiliegend ein Kärtchen mit der Original-Signatur des Dichters: "H Hesse" sowie zwei Zeitungsausschnitte über Hermann Hesse als Maler.

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Hesse, Hermann: Gedichtmanuskript

Lot 2040: Hesse, Hermann: Gedichtmanuskript "Alles dauert ..."

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Description: Hesse, Hermann - Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Herm. Hesse" und Umschlag. 1 S. Quer-8vo. (Montagnola nach 1952).Vier Zeilen aus dem 1953 entstandenen Gedicht "Regen im Herbst", auf einem Doppelblatt geschrieben: "Alles dauert in frommer Erinnrung, / Bleibt im Wort, im Bild, im Liede bewahrt, / Ewig bereit zur Feier der Rückkehr / Im erneuten, im edlern Gewand." - Das in mehreren Versionen überlieferte, längere Gedicht wurde zuerst in der FAZ vom 5. Dez. 1953 abgedruckt (Mileck I 656, 798).#A

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Lot 2041: Hesse, Hermann: Typoskript m. U. an Thomas Mann

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Description: Hesse, Hermann - Masch. Brief-Durchschrift mit eigh. Zusätzen sowie eigh. Nachschrift u. U. "H. Hesse". 2 S. Gr. 4to. O. O. "Ende Oktober" 1951.Umfangreicher und bedeutsamer Brief an Thomas Mann. Hesse selbst fand den Brief so bemerkenswert, daß er die vorliegende Durchschrift mit einem handschriftlichen Anhang und dem Vermerk "Copie (vertraulich)" versah und einem Rechtsanwalt in der DDR schickte, diesen wiederum bittend, nach Möglichkeit weitere Abschriften an drei von Hesse im Anhang genannte Personen zu versenden. Hesse dankt Thomas Mann zunächst für die Teilnahme, die er Hesses Band "Briefe" (Berlin u. Frankfurt, Suhrkamp, 1951) gewidmet habe. "... Was dem Briefbuch fehlt, ist ein kurzes orientierendes Geleitwort, das die Zufälle, denen das Buch seine Entstehung verdankt, hätte erzählen müssen., aber ich bringe sehr selten mehr die Courage oder den Humor für Schreibereien auf ...". Dann kommt er auf die Anfrage einer Schulbehörde zu sprechen, die zur Ausschmückung einer Aula fünf Hochreliefs, darstellend die Stufen des menschlichen Lebens, mit einem Spruchband verbinden will, das die letzten Zeilen von Hesses Gedicht "Stufen" enthalten soll. Dafür wolle man des Dichters Einwilligung einholen. Hesse teilt nun Thomas Mann eine ausführliche, aber fiktive Antwort an die Schulbehörde mit, die er eigentlich für angemessen hielt, aber dann doch nicht abgeschickt habe. Es habe auch schon in seiner Jugend Gipsköpfe und Sprüche in bescheiderem Maße in seiner Schule gegeben. "... Wenn man mich, den Vierzehnjährigen, damals gefragt hätte, ob ich einer der abgebildeten Dichter oder der Urheber dieser Sprüche sein möchte, so hätte ich entrüstet abgelehnt, denn es sei zu unserer Schande gestanden, wir Knaben machten uns aus diesen edlen Zierraten überaus wenig, wir fanden sie langweilig und benutzten die goldenen Sprüche höchstens gelegentlich zu komischen Verdrehungen und Wortspielen. Es ist also, wie Sie sehen, vom Vorleben und den Vorstrafen meiner Schülerzeit her ein Widerstand, um nicht zu sagen Widerwille gegen diese Dinge in mir haften geblieben ...". Da jedoch die Idee, einen Künstler mit einem so ehrenvollen Auftrag für ein Symbol des Lebens zu betrauen, an sich lobenswert sei, könne er, Hesse, doch vielleicht einen "wirklichen und echten Klassiker" empfehlen, "in deren Schatzkammern ja die edelsten Kleinodien sich häufen." Er habe aber auch noch ein politisches Bedenken: "... ich könnte mir zum Beispiel die Möglichkeit vorstellen, dass Ihre Schule, Ihre Stadt und Ihr Land in einer nahen oder fernen Zukunft unter den Druck einer strengen und auf unbedingter Gleichschaltung beharrenden Diktatur geriete, etwa der des Proletariats oder auch der eines siegreich wieder auferstandenen Militarismus und Fascismus. Sie hätten dann in Ihrer Aula zwar schöne Reliefs an der Wand, darunter aber ein Spruchband mit Versen eines Autors, der unter jeder auf Ordnung haltenden Diktatur sofort auf der schwarzen Liste stehen wird. Begeisterte vaterlandsliebende Jünglinge würden bald dafür sorgen, dass der nächste Kommissar Kunde von dem Ihre Schule entehrenden Spruchband erhielte", was für die einstigen Auftraggeber unangenehme Folgen haben könnte. "... So also dachte ich mir etwa meine Antwort nach dem fernen Norden. Aber der Mensch ist erstens schwach, zweitens bequem, und diese Mächte waren so stark in mir, dass ich statt meines schönen ablehnenden und warnenden Briefes jener Schulbehörde eine freundlich zusagende Postkarte geschrieben habe ...". - Den vorliegenden Durchschlag dieses Briefes (das Original ist unter Nr. 104 im "Briefwechsel Thomas Mann und Hermann Hesse", Frankfurt 1968, abgedruckt), hat Hesse, nachdem er einiges Persönliche gestrichen hat, mit einem handschriftlichen Nachwort versehen und an einen Rechtsanwalt unter seinen Verehrern in der DDR geschickt: "Diese Briefkopie schicke ich Ihnen, damit Sie auch einmal etwas Spassiges bekommen. Sollten Sie die Möglichkeit haben, den Brief (ohne die gestrichenen Stellen) nochmals zu kopieren, so würde ich bitten, je eine Copie zu senden an ..." (folgen drei Adressen in der DDR). - Interessantes Beispiel für politische Aktivität Hermann Hesses nach 1950. - Beiliegend die Abschrift von je 1 weiteren Brief von und an Hesse.

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Lot 2042: Hesse, Hermann: Brief 1955 + Beigaben

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Description: Hesse, Hermann - Brief m. U. "H Hesse" und Umschlag. υ2/3 S. Gr. 8vo. (Stuttgart 14.XI.1955).An den Studenten Norbert Lange in Leipzig. "... Briefeschreiben ist nicht meine Sache mehr, ich bin am Ende meiner Kräfte ... Ihre Frage, warum so wenige Bücher von mir im deutschen Osten gedruckt werden, kann ich nicht beantworten. Ich selbst habe diese Ostdrucke stets lebhaft befürwortet, und auch mein treuer Verleger und Freund, dem die Rechte gehören, hat für die Erlangung von Ost-Lizenzen niemals unbillige Bedingungen gestellt. Warum der Aufbau Verlag in Berlin, der vor einigen Jahren meine beiden Jugendromane brachte, sich um weitere Lizenzen nicht mehr bemüht hat, weiss ich so wenig wie Sie ...". - Mehrere Beilagen: Durchschrift eines Briefes des japanischen Gelehrten Toshihiko Katayama an Hesse (1955), 2 Einblattdrucke mit je zwei "Sprüchen" von Hermann Hesse sowie eine Eintrittskarte zu einer Dichterlesung von Albrecht Goes in Leipzig, mit dessen eigh. Signatur.

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Lot 2043: Hesse, Hermann: 2 signierte Porträt-Postkarten

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Description: Hesse, Hermann - 2 Porträt-Postkarten mit eigh. Signatur. O. O. (um 1956).Die erste Karte (Druck nach einem Foto von Gret Widmann) hat der Dichter auf der Bildseite signiert: "H Hesse anno 1926". - Die zweite Karte (Orig.-Foto) zeigt die Hesse-Büste von Louise Hutchinson (1956) im Profil, rückseitig mit Bleistift die eigh. Widmung: "Herzliche Wünsche! H Hesse".

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Hesse, Hermann: Signierte Porträtfoto-Karte 1956

Lot 2044: Hesse, Hermann: Signierte Porträtfoto-Karte 1956

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Description: Hesse, Hermann - Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Signatur auf der Bildseite. O. O. 1956.Die Aufnahme von Heiner Hesse zeigt laut rückseitigem Aufdruck "H. Hesse mit seinem jüngsten Enkel 1956". Auf der Bildseite die Signatur des Dichters: "H Hesse 1956".#A

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Lot 2045: Heyse, Paul: Brief 1900 an die Prinzessin Friedrich Karl

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Description: Heyse, Paul, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1830-1914). Eigh. Brief m. U. "Paul Heyse" und Umschlag. 1 S. Gr. 8vo. Gardone 25.III.1900.An die "Prinzessin Friedrich Carl von Preußen" (d. i. Marie Prinzessin von Anhalt-Dessau, 1837-1906). "... Ew. Königliche Hoheit haben mich durch den überaus huldvollen Glückwunsch zu meinem siebzigsten Geburtstage tief beglückt. Empfangen Ew. Königliche Hoheit ... die Versicherung, daß ich diesen überraschenden Beweis hoher Theilnahme an meinem Lebenswerk in unvergänglicher Erinnerung bewahren werde ...".

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Lot 2046: Hildesheimer, Wolfgang: Brief 1967 + Karte

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Description: Hildesheimer, Wolfgang, Schriftsteller, Graphiker und Journalist, Georg-Büchner-Preisträger (1916-1991). Brief m. U. "Wolfgang Hildesheimer". 1 S. Quer-8vo. Poschiavo (Schweiz) 20.II.1967.An einen Vertreter der Volkshochschule Wolfsburg. "... Ich bin gern bereit, in Wolfsburg zu lesen. Ich habe Fräulein Ilse Bartelmann vom Suhrkamp Verlag autorisiert, eine Lesereise zwischen dem 15. Febuar und dem 15. März des nächsten Jahres für mich zusammen zu stellen ...". - Gelocht. - Beigegeben eine Karte mit eigh. Signatur Hildesheimers neben seinem gedruckten Porträt (Poschiavo 1.IV.1991).

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Lot 2047: Hiller, Kurt: 1 Brief und 2 Postkarten 1971-1972

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Description: Hiller, Kurt, politischer Schriftsteller und Publizist (1885-1972). 1 eigh. Brief und 2 eigh. Postkarten m. U. "Kurt Hiller". Zus. 4 ½ S. Hamburg 1971-1972.An einen Studenten in Erlangen. Über beiderseitiges Briefmarkensammeln sowie historische und literarische Themen, wobei sich Hiller wie immer als gebildeter, kokett-wortgewandter Allround-Kritiker und Giftspritzer zeigt. "... 1.) Dank für Kinseytext und für die AKempismarke (der Tesséismus und die Kulturreaktionärität unserer Post, von Adenauer bis heute, sind konkurrenzlos; dem Sammelfan aber, so ein, ist der Marken-Inhalt piepe; ich sammle sogar Hitlermarken, ja Marken mit Hegel). 2) Heute vor 37 Jahren begab sich das Blutbad wider Röhm/Ernst/Heines etc., veranstaltet von dem nicht bloss ungeheuersten, sondern auch verlogensten Verbrecher, den die Geschichte kennt ..." [30.VI.1971]. Ferner über eine geplante Lesung aus seinen Büchern an der Volkshochschule Ulm, mit scherzhaften Erörterungen der Frage, ob der Adressat dort hinkommen sollte. Des weiteren über Bücher und einen in Aussicht genommenen Besuch des Adressaten in Hamburg.

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Lot 2048: Hiller, Kurt: Brief 1965

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Description: Hiller, Kurt - Eigh. Brief m. U. "Kurt Hiller". 2 S. Quer-gr. 8vo. Hamburg 15.XII.1965.An einen ihm befreundeten Juristen in Hamburg. "... inzwischen traf auch der Band 'Spiralen' ... bei mir ein; und wenn es auch alles andere als eine Ehre ist, neben einem ewigen Tertianer wie Arp, einem Männeken wie Reuss-Löwenstein und einem schmierigen Hitlerhelfer wie dem Senator a. D. ... gelobt zu werden, so bleibt für mich doch hoch-ehrenvoll, von Ihnen ... gelobt zu werden (egal, an welcher Stelle) und zwar auf derart charmante, witzige, gütige, bei aller Serenität doch hintergründig philosophische Art, wie Sie es taten ... Außer meiner persönlichen Freude erfüllt mich auch die unprivate, dass Sie mit dieser laudatio eines weithin Verhassten wiedermal ohne Bedenken etwas taten, was Ihnen, wie Sie genau wussten, neue Feindschaften eintragen konnte und kann. Ihre totale Gleichgültigkeit diesem recht möglichen Effekt gegenüber finde ich einfach herrlich ... By the way: Den primitiven, auch stilistisch peinlichen Satz 'Der Geist steht links', den mir Carlo Schmid vor ein paar Tagen im Plenum des Bundestages zuschrieb, habe ich nie im Leben drucken lassen. Ich fürchte, Carlo Schmid hat mich mit dem Reichskanzler Wirth verwechselt ('Der Feind steht rechts'). In meinem AzP ['Aufbruch zum Paradies'] von 1952 heisst es vielmehr: 'Der eher 'rechte' Wer taugt mehr als die eher 'linke' Null' ...".

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Lot 2049: Holz, Arno: Postkarte 1917

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Description: Holz, Arno, Dramatiker und Lyriker (1863-1929). Eigh. Postkarte m. U. "Arno Holz". (Bleistift). 1 ½ S. (Berlin 20.X.1917).Dankschreiben an den Verleger Hans von Weber in München, der ihn dort freundlich aufgenommen und ihm einen "überaus liebenswürdigen Brief" nach Berlin gesandt hatte. "... bin stolz auf ihn! Mit der Bitte, ihn gelegentlich eventuell veröffentlichen zu dürfen, falls Dummheit und Böswilligkeit Dritter mich in irgendeine Verteid[ig]erstellung drängen sollte ... Herrn Korfiz Holm konnte ich leider nicht mehr aufsuchen ...".

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Humboldt, Caroline von: 8 Briefe an den Stecher Ruscheweyh

Lot 2050: Humboldt, Caroline von: 8 Briefe an den Stecher Ruscheweyh

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Description: Humboldt, Caroline von, geb. von Dacheröden, Wilhelm von Humboldts Ehefrau (1766-1829). 8 eigh. Briefe m. U. Zus. ca 31 S., eng beschrieben. 4to und gr. 8vo. 1818-1823.Inhaltsreiche Briefe an den vielbeschäftigten Kupferstecher Ferdinand Ruscheweyh (1785-1846), den sie in seinem künstlerischen Schaffen förderte und der sich von 1808 bis 1832 in Italien, insbesondere in Rom aufhielt. Carolines Schreiben bieten vielfältigen Aufschluß über den großen Bekanntenkreis beider Korrespondenten, ihr Leben und ihre Unternehmungen in Berlin und Rom. Der erste Brief ist noch "in den Bädern von Nocera" geschrieben und nach Perugia gerichtet, die folgenden gehen von Berlin und Karlsbad nach Rom. Am 17.VII.1818 schreibt sie aus Nocera: "... Heute ist an die Stelle des blauen Himmels ein milchweißer getreten - wir haben gebadet, getrunken, u. erwarten nun - obgl. ohne besondere Hofnungen - den Briefboten. Der Zukker in Stükken u. das Papier ist von Faligas gekommen. Ich schreibe Ihnen darauf ...". Am Schluß Grüße an die Künstler Johan Ludwig Gebhard Lund (1777-1867) aus Kiel, Heinrich Lengerich (1790-1865) aus Stettin, Wilhelm Wach (1787-1845) aus Berlin und Johann Anton Ramboux (1790-1866) aus Trier, die alle zusammen mit Ruscheweyh und Caroline an dem legendären Künstlerfest für Kronprinz Ludwig von Bayern am 29. April 1818 in der Villa Schultheiß in Rom teilgenommen hatten. - Im November 1819 versucht sie, mit Trost und vielen Nachrichten über beiderseitige Krankheit hinwegzuhelfen. "... Unser Gesandter hat noch etwas weniges Geld von mir in Händen. Ich weiß nicht sind es 70 oder 80 Piaster. Da habe ich ihm geschrieben er möge es Ihnen auf Ihr Begehren zustellen ... Tausend Dank für alle Nachrichten aus Rom ... Wohl hatte [Johann Karl] Eggers mir geschrieben aber auch nicht ein einziges Wort von irgend jemand weshalb er auch von mir Schelte bekommen hat ... Grüßen Sie die Schl[egel, Dorothea], Frd. Aug. u. Elise [Seitzen], [Joseph] Sutter u. seine Frau ... wann ... wird Sutters Carton der Grablegung u. Eggers Copie der Krönung der Jungfrau abgesendet werden können? ... Hier ist fürchterliches November Wetter ... Rauch ist voller Thätigkeit, Tieck hat eine recht schöne Melpomene fürs Comödienhauß modellirt. W[ilhelm] Schadow arbeitet fleißig an seinem 40 Fuß langen Basreliefartigen Gemählde fürs Schauspielhaus. Wach hat eine Leinwand für eine Kirche in Moscau angefangen, die Auferstehung des Heilandes. Johannes Veits Bild gefällt hier mehr noch als das Philipps obgleich man letzterem Gerechtigkeit wiederfahren läßt ..." [14.XI.1819]. - Nachdem Ruscheweyh über einen Konflikt mit Johann Anton Ramboux berichtet hat: "... Ich bin mit Rauch darüber zu Rathe gegangen, was Sie fürs erste thun könnten. Rauch ist so indigniert über Rambouxs Benehmen, daß er eine ... Pränumeration, die er für das Abendmahl hatte, nun nicht hinsenden will ...". Sie habe mit [dem bedeutenden Gewerbepolitiker Peter Christian Wilhelm] Beuth gesprochen, der Aufträge für Ruscheweyh beschaffen will, wenn dieser, wie erwartet, im Frühjahr 1820 nach Berlin zurückkehre. Bestellt Grüße an Rudolph Schadow, Dorothea Schlegel,, Elise Seitzen, Auguste Klein und Louise Seidler. "... Wie sehr freuts mich, daß die Schlegel wieder hergestellt ist. Eine rechte Freude habe ich an dem klugen, witzigen und höchst gemeßnen Aufsatz über die Kunstausstellung vom April 1819 in den Wiener Jahrbüchern der Litteratur gehabt, der von Fr. Schlegel ist. Einige Leute bekommen ihr Theil auf eine zugleich feine und doch derbe Weise, und hoffentl. wird dem albernen Geschwätz über sogenannt altdeutsch neue Kunst vors erste das Maul gestopft seyn ...". Berichtet auch über ihre in Rom getätigten Neuerwerbungen und fragt nach noch ausstehenden Bildern und Kunstblättern. Nach Bemerkungen über Schadow und Wach kommt Caroline auf den Tod des jüngeren Grafen Stolberg zu sprechen: "... Der Tod des edlen Grafen Friedrich Leopold von Stollberg wird Ihnen auch wie mir eine stille Trauer erregt haben. Aber wohl ihm! Er hat überwunden und hat einen guten Kampf gekämpft. Sein Ende soll sehr erhebend gewesen seyn ..." [28.XII.1819].Carolines Brief vom 25. April 1820 ist mit ausführlichen Informationen über den Fortgang der Subskription auf Ruscheweyhs Kupferstich nach Giottos "Abendmahl" gefüllt sowie mit einem Bericht von der schönen Raffael-Feier am 18. April in Berlin: Die Dekorationen, Bilder und Plastiken, die Ansprachen und die musikalischen Beiträge werden beschrieben. - Auch am 19.XI.1821 ist noch einmal von Ruscheweyhs "Abendmahl"-Blatt die Rede. Beuth habe sich sehr um die Subskription bemüht und könne ihm auch weiterhin von größtem Nutzen sein: "... er hat hier eine große Stimme in allem was Kunst und Kunstsachen heißt, u. er ist dabei ein sehr guter Mensch ...". - Am 28.II.1822 kommentiert sie den Tod Ridolfo Schadows und kommt wieder auf Arbeiten Ruscheweyhs zu sprechen: "... Wie Schade aber ist es daß es mit der Zeichnung des Violinspielers nichts hat werden können! Laßen Sie indeß nicht nach, erhalten Sie sich in dem Wohlwollen Bartholdy's. Mit der Zeit macht er doch vielleicht noch möglich, was auch schon einmal versagt wurde. Das Portrait könnte Ihnen gelungen einen ausgebreiteten Ruf verschaffen ...". Der preußische Generalkonsul Jakob Ludwig Salomon Bartholdy, der Onkel des Komponisten, lebte seit 1815 in Rom. Der Palazzo Zuccari, in dem er wohnte, wurde von den Nazarenern mit einem Zyklus romantischer Freskomalerei ausgestattet. - In einem umfangreichen Brief vom 14. Dezember 1822 erwähnt Caroline den Besuch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. in Rom. "... Schade nur, daß der König nur so sehr kurze Zeit bleiben konnte. Das Treiben wird zu arg, ein ruhiges Betrachten der Gegenstände der Kunst u. Natur würde beim ihm, der einen großen Sinn für beides hat, die seegensreichsten Früchte auch für andre bringen ... Noch weiß ich nicht, was der König gekauft hat, wünsche aber daß der Amor von Eggers darunter sey ...". Berichtet von Arbeiten der Künstler Heinrich Heß, Karl Begas und Johann Martin von Rohden und fährt fort: "Wilhelm Schadow macht jetzt ein Portrait von der Prinzessin Wilhelm was alles übertrifft an Lebendigkeit u. Wahrheit ... Wach mahlt meine sehr liebliche Schwiegertochter u. wird, hoffe ich ein vortreffliches Portrait werden. Hänsels [d. i. Wilhelm Hensels] Abreise verzögert sich noch seiner vielen Arbeiten wegen u. wird schwerlich vor dem Sept. oder Oct. kommen ...". - Aus Karlsbad stammt ein Empfehlungsschreiben vom 10. August 1823 für den hannoverschen General v. Dörnberg ("einen sehr ausgezeichneten Mann"), in dem die Künstler Hensel, Eggers und Overbeck erwähnt werden. "Leider war ich nicht mehr in Berlin als Graf Ing[enheim] hinkam. Ich höre daß er mit Sr. Königl. Hoheit unserm Kronprinzen im Spät Herbst wieder nach Italien geht und Neujahr in Rom seyn wird. Der Glükliche! Der so oft die Heilige Stadt wiedersehen darf!! ... Amsler hat mir ein sehr schönes Blatt nach einer Zeichnung von [Gustav Heinrich] Näke geschickt für das ich Sie bitte ihm sehr zu danken ...". - Schöne und inhaltsreiche Briefreihe, in der die enge Verbundenheit Caroline von Humboldts mit dem Kunstleben ihrer Zeit in Berlin und Rom dokumentiert ist, wobei sie in sympathischer Weise gleichermaßen als Mäzenin wie als Expertin in Erscheinung tritt. Auch das große Engagement des hier immer wieder genannten preußischen Gewerbepolitikers Beuth in der Förderung der Künste wird in Carolines Briefen aufschlußreich beleuchtet. - 3 Briefe mit leichtem Textverlust durch Siegel-Ausriß; teils gebräunt oder etwas stockfleckig; insgesamt jedoch ordentlich erhalten.#A

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