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Auction Description for Schmidt: AUCTION 36
Viewing Notes:
Daily from 30th May 10am to 8pm.
Sale Notes:
www.schmidt-auctions.com

736 lots | 732 with images

June 8, 2013

Bautzner Str. 6

Dresden, D-01099 Germany

Phone: 0049 351/81198787

Fax: 0049 351/81198788

Email: mail@schmidt-auctions.com

Carl Blechen, Abendliche Waldlandschaft. Um 1833- 1835.

Lot 1: Carl Blechen, Abendliche Waldlandschaft. Um 1833- 1835.

Description: Carl Blechen, Abendliche Waldlandschaft. Um 1833- 1835. Oil painting auf dünner Malpappe. Unsigniert. Verso zweifach mit dem Sammlungsstempel "Arnold Blome" versehen. Auf Untersatzkarton montiert. Darauf von fremder Hand in Blei bezeichnet. Der originale Untersatzkarton vorhanden, darauf in Blei nummeriert. Nicht im WVZ Rave. Provenienz: Norddeutscher Besitz; vormals Sammlung Arnold Blome, Bremen. Das Werk wird in die in Vorbereitung befindliche Überarbeitung des Werkverzeichnisses von Prof. Dr. Börsch-Supan aufgenommen. Ein schriftliches Gutachten zur Authentizitätsbestätigung von Prof. Dr. Börsch-Supan, Berlin, vom 14. 04.2013 liegt vor. Carl Blechen, Schüler des Landschafters Peter Ludwig Lütke an der Berliner Akademie der Künste, galt bereits zu Lebzeiten als „unvergleichlicher Skizzierer" (zitiert nach: Jutta Schenk-Sorge, Carl Blechen und der Beginn der Freilichtmalerei. Studien zu seinen Ölskizzen, Bonn 1989, S. 7). Seine rasche, temperamentvolle Hand, sein Desinteresse an der vorherrschenden Wiedergabe von Lokalfarben und die Loslösung von der formbestimmten Farbgebung ließen ihn zu einem Vorreiter der revolutionierten Landschaftsmalerei zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden. Stark prägend wirkte der Italieneindruck von 1828/29 - das südliche Licht, das gefühlt freiere Leben in und mit der Natur, der neuentdeckte Sensualismus. War Blechen bereits durch die kurze Bekanntschaft mit Dahl und Friedrich in Dresden mit der (früh)romantischen Landschaftsauffassung konfrontiert worden, so wirkten Italien und die zahlreichen deutsch-römischen Künstlerbekanntschaften direkt auf ihn ein; als weitere künstlerische Anregung begegnete er hier dem Werk Turners, dessen oszillierendes Lichtspiel und flacher Farbauftrag sich anregend auf Blechens eigenes Schaffen auswirkte. In den häufig sehr kleinformatigen Skizzen löst sich die Farbe völlig zugunsten einer neuen sensualistischen Erfahrung vom Gegenstand. Ihr wird somit eine höhere Wirkungsqualität übereignet, die im Resultat dazu führte, „daß die Blechensche Auffassung und Darstellung der Natur, wie sie in ihrer Eigenartigkeit an das Publikum herantrat, dasselbe befremdete, [...] verblüffte." (Harry Kieser, Carl Blechen, Dresden 1954, S. 5). Es ist überliefert, daß Blechen, der als Nachfolger seines ehemaligen Lehrers Lütke seit 1831 die Landschaftsklasse an der Berliner Akademie leitete, mit seinen Studenten in der Natur arbeitete. Und dies auch in Öl, nicht ausschließlich mit Bleistift oder Feder. Die dabei entstandenen Skizzen zeichnen sich vor allem durch ihre nahsichtige Ausschnitthaftigkeit aus, die das große Ganze durchaus anzudeuten vermag ohne ihm bildwütig nachzueifern. Meist dominieren zwei Farben, deren vielfältige Nuancen und Facetten im Lichtspiel der natürlichen Szene gekonnt ausbalanciert werden. Hierin eine Parallelerscheinung zu den von Blechen in der Zeit 1824-27 entworfenen Bühnendekorationen für das Königstädtische Theater Berlin zu sehen, sei erlaubt. Auch die hier zur Auktion offerierte kleine Baumstudie mag auf einer Studienexkursion entstanden sein. Sie ist in der häufig von Blechen ausgewählten Kompositionsform der Blickschneise angelegt - hoch aufragende Bäume bilden den über Buschwerk geführten Durchblick zum Himmel. Vergleichbar ist sie darin u.a. dem „Waldsee mit Birken" (Rave 1526), der „Waldlandschaft mit Wasserfall" (nicht in Rave) und der „Waldlandschaft" von 1835 (nicht in Rave). Helmut Börsch-Supan formuliert in seinem umfassenden Gutachten zu diesem Werk die „Absicht des Malers, [...] eine Balance zwischen links und rechts, zwischen Ruhe und Unruhe, herzustellen und in der Wildnis in der Vorahnung hereinbrechender Dunkelheit ein tröstliches Gefühl zu erzeugen". Dieses kleinste bislang nachzuweisende Gemälde im Schaffen Blechens verfügt trotz der geringen Maße über ein hohes Format künstlerischer Ausarbeitung und eine überragende malerische Qualität. Carl Friedrich Schinkel, der Berliner Maler und Architekt, war zeit seines Lebens ein großer Anhänger und Verteidiger des Schaffens von Blechen. Aus seiner Feder ist der Satz „Überall ist man nur da lebendig, wo man Neues schafft" (Zit. nach Kieser 1954, S. 3) überliefert. Ein Gedanke, der ohne Einschränkungen auf das intuitive Werk Blechens und auch auf diese kleine Skizze übertragbar ist. Annegret Karge Weiterführend u.a.: Peter-Klaus Schuster (Hg.), Carl Blechen. Zwischen Romantik und Realismus, Berlin/München 1990. Wir danken Herrn Prof. Dr. Börsch-Supan für freundliche Hinweise. Verso mit Resten alter Montierungen. Untersatzkarton mit Wasserfleckchen. Verso mit Resten alter Montierungen. Untersatzkarton mit Wasserfleckchen. 6,2 x 4,8 cm.

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Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendstimmung über Dresden. Um 1850.

Lot 2: Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendstimmung über Dresden. Um 1850.

Description: Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendstimmung über Dresden. Um 1850. Oil painting auf vorgrundierter Leinwand. Sehr undeutlich signiert "Castel" u.li. In profiliertem Schmuckrahmen mit goldener Platte. Verso auf dem Keilrahmen aufgestempeltes Monogramm "RS", Leinwand unleserlich in Blei bezeichnet. Das Gemälde fängt die friedliche Abendstimmung über Dresden wunderbar ein und lässt den Betrachter am Heimweg des Jägers mit seiner Frau und dem fröhlich umher tollenden Hund teilhaben. Castell malte vor allem Motive des Dresdner Umlandes und schuf realitätsnahe Landschaftsgemälde. Zahlreiche kleine Fehlstellen in der Malschicht. Zum großen Teil retuschiert oder übermalt. Blasenförmige Runzeln in der Himmelspartie, Hinweis auf Hitzeschaden. Malschicht angeschmutzt und stellenweise berieben u.re. Am großen Baum Frühschwundrisse. Zahlreiche kleine Fehlstellen in der Malschicht. Zum großen Teil retuschiert oder übermalt. Blasenförmige Runzeln in der Himmelspartie, Hinweis auf Hitzeschaden. Malschicht angeschmutzt und stellenweise berieben u.re. Am großen Baum Frühschwundrisse. 35,2 x 49,3 cm, Ra. 48,9 x 62,7 cm.

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Ludwig Dittweiler, Italienischer Kreuzgang mit Nonnen. 1888.

Lot 3: Ludwig Dittweiler, Italienischer Kreuzgang mit Nonnen. 1888.

Description: Ludwig Dittweiler, Italienischer Kreuzgang mit Nonnen. 1888. Oil on canvas. In Rot signiert "Ludwig Dittweiler" und datiert u.re. Im profilierten, vergoldeten und gesandelten Prunkrahmen. Am Rahmen verso ein Papieraufkleber mit teilweise unleserlicher Aufschrift "...Herrn Trausland (?)...Karlsruhe". Ludwig Dittweiler unternahm regelmäßig Reisen, die ihn unter anderem nach Italien führten. 1888 entstand das vorliegende Gemälde, welches Nonnen im Kreuzgang zeigt. Dittweiler gelingt es einerseits das Atmosphärische der Szene, das einfallende Sonnenlicht, und gleichzeitig das Intime, die Nonnen im Gespräch vertieft, einzufangen. Bildträger mit fünf Gewebepflastern zur Überdeckung von Leinwandverletzungen, vorderseitig gekittet und retuschiert. Malschicht umlaufend mit Verpressungen und beriebenen Stellen durch aufliegenden Rahmen. Vollständiger Verlust der gesandelten Vergoldung und umlaufend viele Fehlstellen am Rahmen. Bildträger mit fünf Gewebepflastern zur Überdeckung von Leinwandverletzungen, vorderseitig gekittet und retuschiert. Malschicht umlaufend mit Verpressungen und beriebenen Stellen durch aufliegenden Rahmen. Vollständiger Verlust der gesandelten Vergoldung und umlaufend viele Fehlstellen am Rahmen. 71 x 126 cm, Ra.103,5 x 159 cm.

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Heinrich Eduard Heyn, Wildwasser im Gebirge. 2nd half 19th cent.

Lot 4: Heinrich Eduard Heyn, Wildwasser im Gebirge. 2nd half 19th cent.

Description: Heinrich Eduard Heyn, Wildwasser im Gebirge. 2nd half 19th cent. Oil painting auf handgrundierter Leinwand. Signiert "H. E. Heyn sen." u.re. Im profilierten, bronzierten und mit Holzmaserierungen versehenen Schmuckrahmen. Glatte Sichtleiste, anschließender Blattspitzenfries, abgesetzte Platte, ansteigend getreppter Übergang zum plastisch ausgeführten Rosenrankwerk, abfallende, hinterkehlte Hohlkehle, Trompetenblumenfries, abschließend Platte und abfallende Hohlkehle. Malschicht mit kleineren retuschierten Fehlstellen. Neuer Firnis. Durch rückseitigen Druck verursachte Dellen planiert o.re, Mi. li. Klimakante. Verso leicht angeschmutzt und vereinzelt dunkel oxidierte Stellen u.Mi. und in der Bildmitte. Schmuckrahmen mit plastischen, zuvor abgeformten Ergänzungen, retuschiert. Malschicht mit kleineren retuschierten Fehlstellen. Neuer Firnis. Durch rückseitigen Druck verursachte Dellen planiert o.re, Mi. li. Klimakante. Verso leicht angeschmutzt und vereinzelt dunkel oxidierte Stellen u.Mi. und in der Bildmitte. Schmuckrahmen mit plastischen, zuvor abgeformten Ergänzungen, retuschiert. 94,5 x 76,5 cm, Ra. 123 x 103 cm.

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Monogrammist C.I.I., Portrait einer Dame / Portrait eines Herren. 19th cent.

Lot 5: Monogrammist C.I.I., Portrait einer Dame / Portrait eines Herren. 19th cent.

Description: Monogrammist C.I.I., Portrait einer Dame / Portrait eines Herren. 19th cent. Oil on cardboard, auf Spannrahmen aufgeleimt. Das Damenportrait unbezeichnet, das Herrenporträt monogrammiert "IC" u.re. Jeweils in einer Berliner Leiste des 19. Jh. hinter Glas gerahmt. Damenporträt mit Rissen im Bildviertel o.li. Diese unfachmännisch retuschiert. Umlaufend oberflächliche Bereibungen. Ecke u.li. ausgebrochen, o.re. Fehlstelle. Glas mit ausgebrochener Ecke o.li. Herrenporträt teilweise vom Rahmen gelöst. U.re. eine Fehlstelle, o.li. ein kleiner Einriss. Rahmen mit Bestoßungen und Fehlstellen. Damenporträt mit Rissen im Bildviertel o.li. Diese unfachmännisch retuschiert. Umlaufend oberflächliche Bereibungen. Ecke u.li. ausgebrochen, o.re. Fehlstelle. Glas mit ausgebrochener Ecke o.li. Herrenporträt teilweise vom Rahmen gelöst. U.re. eine Fehlstelle, o.li. ein kleiner Einriss. Rahmen mit Bestoßungen und Fehlstellen. 39 x 31,8 cm, Ra. 43,8 x 36,9 cm/ 38,7 x 31,8 cm, Ra. 43,5 x 36,5 cm.

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