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Auction Description for Karl-Faber: Selected Works: Modern Art / Post War and Contemporary Art

Selected Works: Modern Art / Post War and Contemporary Art (128 Lots)

by Karl & Faber


128 lots with images

December 7, 2016

Live Auction

Munich, Germany

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Lovis Corinth – Studienkopf aus der Löfftz-Schule

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Description: Lovis Corinth – Studienkopf aus der Löfftz-Schule Öl auf Leinwand, auf Pappe aufgezogen. (1883). Ca. 52 x 38 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Dieses Gemälde wird schon in dem 1941 erschienenen Buch „Der junge Corinth“ des Kunstschriftstellers Alfred Rohde erwähnt. Rohde verzeichnet ein Foto der Kunsthandlung Lukas Akliros, Berlin, und bemerkt im Text (S.92): “Eine Kompositionsstudie unter Löfftz ist wohl auch ein kürzlich im Berliner Handel (Abb.15) aufgetauchter Kopf, der zu Unrecht als Selbstbildnis angesprochen wurde. In seiner Jugend hat sich Corinth nie in einer Pose selber gemalt.“ Professor Dr. Thomas Deecke schreibt zu diesem Werk: „In dem Studienkopf aus der Löfftz-Klasse deutet sich schon die besondere Porträtkunst von Lovis Corinth an, die ihn zu einem der Großen der Bildnismalerei im ersten Viertel des 20. Jahrhundert gemacht hat, weil es ihm immer darum ging, seine Modelle nicht nur in ihrer Physis, sondern auch in ihrer Psyche zu erfassen. Malerisch ist der Studienkopf schon sehr entwickelt und entspricht damit dem Stand der Ausbildung bei Löfftz, die in dem großen Bild ‚Schächer am Kreuz‘ von 1883 (WK 10) kulminiert.“ Professor Deecke vermutet, dass das Gemälde nachträglich von Corinth signiert wurde, da die frühen Signaturen meist anders aussahen.

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Max Slevogt – Bildnis einer jungen Dame

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Description: Max Slevogt – Bildnis einer jungen Dame Öl auf Leinwand. (18)93. Ca. 79,5 x 65,5 cm. Signiert, datiert und mit der Ortsangabe „Lenggries“ unten links.

Condition Report: Von 1884 bis 1889 besucht Slevogt die Akademie der Bildenden Künste in München und verbringt 1889 einige Zeit an der Académie Julian in Paris. Wie das vorliegende Bildnis einer jungen Dame, sind die frühen Arbeiten in München noch in einem bräunlichen Atelierton gehalten. Die Dame ist hier sitzend mit aufgestütztem linken Arm in einem diffusen Raum dargestellt. Den Ton ihres zarten blauen Kleides greift der Künstler in den Augen der Dargestellten wieder auf und taucht, neben den zarten Inkarnatstönen des Gesichts, die restliche Komposition in Grün- und Brauntöne. Die Farben sind, außer in wenigen pastoseren Partien, sehr dünn aufgetragen und geben dem Ganzen eine Leichtigkeit. In diesem Frühwerk lassen sich noch die Einflüsse des deutschen Realismus um Wilhelm Leibl ablesen. Zum vorliegenden Porträt existieren laut Imiela noch zwei Bildnisköpfe der Dame. – Doubliert.

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Ferdinand Brütt – Hammonia (Studie)

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Description: Ferdinand Brütt – Hammonia (Studie) Öl auf Leinwand. (Um 1899). Ca. 58 x 90 cm.

Condition Report: Eine von drei Entwürfen für den Wettbewerb zur Ausmalung des Festsaals im Hamburger Rathaus. Dargestellt ist auf der rechten Seite Hammonia, die bildliche Allegorie der Stadt Hamburg. Sie hält in ihrer erhobenen Hand ein Schwert. Der in Hamburg geborene Brütt wurde während seiner Aufenthalte an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Kunstschule in Weimar von Historienmalern beeinflusst und entwickelte später in Düsseldorf das Genre der Gerichtsbilder. Seine charakteristische Malweise, bei der er weniger Wert auf Details als auf einen insgesamt bewegten Bildeindruck und lebhafte Farbigkeit legte, verhalf ihm zu nationalen wie internationalen Erfolgen.

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Gustav Klimt – Sitzender Akt nach links

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Description: Gustav Klimt – Sitzender Akt nach links Bleistift auf Japan. (1904). Ca. 37 x 57 cm. Mit dem Nachlassstempel unten rechts (Lugt 1575).

Condition Report: Die Zeichnung des sitzenden Aktes von 1904 hängt zwar nicht unmittelbar mit den Studien für das Gemälde "Wasserschlangen" zusammen, lässt sich stilistisch und zeitlich jedoch diesen zuordnen. In der vorliegenden Zeichnung wählt Klimt einen sehr intimen Moment: Eine nackte Frau sitzend, mit nach unten geneigtem Kopf und herabhängenden Schultern. Er integriert geometrische Formen, die er sonst in der ornamentalen Gestaltung der Gewänder, Draperien und des Schmucks benutzt, in die Körperhaltung der Figur. Der rechte Winkel findet sich in der Position des Oberkörpers zu den Beinen und wiederholt sich im angewinkelten linken Bein und in den angewinkelten Armen. Dabei stellt das rechte Bein die Verlängerung des linken Armes in der Horizontale und das linke Bein die Verlängerung des rechten Armes in der Bildtiefe dar. Ein weiterer rechter Winkel findet sich in der Form der Decke, auf der die Frau sitzt, wobei dieser im Zusammenschluss mit dem angewinkelten Bein wiederum ein Quadrat bildet. Ein weiteres Quadrat findet sich darüber hinaus in der Verbindung der beiden Arme und der Schultern. Klimt schafft dadurch eine sehr ausgewogene und harmonische Darstellung des Frauenkörpers, dessen Zierlichkeit und Schönheit durch den feinen und zarten Bleistiftstrich zu vollem Ausdruck kommen. - Verso mit Papierstreifen in das Passepartout montiert, leicht lichtrandig, sonst gut.

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Lyonel Feininger – Dorfstraße auf Usedom

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Description: Lyonel Feininger – Dorfstraße auf Usedom Bleistift und farbige Wachskreide auf glattem Velin. (19)09. Ca. 16,5 x 21 cm. Datiert "SAT SEP 11 09" oben rechts.

Condition Report: Wenige Tage vor der Entstehung dieser Zeichnung, am 7. September 1909, schreibt Feininger an seinen Schwiegervater, Bernhard Lilienfeld: „Sonnabend waren wir zu Fuss nach Korswand, 5 Viertelstunden von Heringsdorf. Die Mücken dort bezifferten sich aber auf Billionen, so etwas haben wir noch nicht erlebt. Wir haben versucht, zu zeichnen; denn der Ort ist sehr malerisch – aber wir wurden beinah aufgefressen von den Insekten. – Ich will nächstens wieder hin, aber ohne Mücken. Gestern schliesslich, war ich mit Christophe in Benz und wir haben sehr viele Studien und Notizen dort gemacht.“ – Am linken Rand gelocht. Geglättete Knickfalte am unteren Rand. Wenige Handhabungsspuren, sonst in sehr gutem Zustand.

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Lyonel Feininger – Häuserecke auf Usedom

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Description: Lyonel Feininger – Häuserecke auf Usedom Schwarze und farbige Wachskreide auf glattem Velin. (19)09. Ca. 16,5 x 20,5 cm. Datiert "13.IX.09" oben rechts.

Condition Report: Im Sommer 1909 macht Feininger zum zweiten Mal mit seiner Familie und seinem Freund, dem Karikaturisten Franz Christophe (1875–1946) sowie dessen Familie Urlaub in Heringsdorf auf Usedom. Er und Christophe gehen häufig auf gemeinsame Zeichenausflüge. Diese Exkursionen führen sie in die Dörfer der Insel, wie Neppermin oder Benz, in denen Feininger mit den typischen Wohn- und Bauernhäusern entlang der Dorfstraßen Motive entdeckt, die ihn faszinieren. Hier entstehen auch die farbigen Skizzen einer Häuserecke und einer Dorfstraße (siehe Los 504). – Linker Rand gelocht. Leichte Handhabungsspuren, sonst sehr schön.

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Emil Nolde – Salomo und seine Frauen

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Description: Emil Nolde – Salomo und seine Frauen Radierung mit Tonätzung auf Velin "JW Zanders". (1911). Ca. 30 x 25 cm (Blattgröße ca. 57,5 x 44 cm). Einer von nur wenigen Exemplaren. Signiert unten rechts.

Condition Report: Wohl von Ada Nolde bezeichnet "Salomon u. Frauen" unten mittig. Vereinzelte Fleckchen im Randbereich. Verso an den oberen Ecken montiert, recto kaum merklich durchschlagend. In sehr gutem Zustand.

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Ernst Ludwig Kirchner – Frau, im Glas rührend

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – Frau, im Glas rührend Lithographie auf festem, strukturiertem Velin. (1908). Ca. 38 x 32,5 cm (Blattgröße ca. 44 x 36 cm). Gercken kennt bis jetzt nur ein Exemplar. Bezeichnet "Handdruck" unten links, von Erna Kirchner signiert unten rechts, verso mit dem Stempel „Unverkäuflich / E L Kirchner“.

Condition Report: Geglättete Bugfalte. Ränder etwas angeschmutzt. Sehr schwach lichtrandig. Wenige Stockflecken. Verso umlaufend Montagespuren. Das großformatige Blatt allgemein altersgemäß in gutem Zustand.

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Emil Nolde – Südseemädchen in Landschaft

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Description: Emil Nolde – Südseemädchen in Landschaft Aquarell und Tuschpinsel auf Japan. (Um 1913-1914). Ca. 48 x 34,5 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Brigitte Sahler schreibt im Ausstellungskatalog „Emil Nolde Retrospektive“ des Städel Museums 2014 über Noldes' und der damaligen Südseesehnsucht: „Nach Noldes Tod gehörte der Werkkomplex „Südsee“ zu der in Ausstellungen am umfassendsten präsentierten Schaffensphase. Ist die Beliebtheit sicherlich auf den Mythos von der exotischen Reise zurückzuführen, der maßgeblich durch Paul Gauguins Tahiti eingeleitet wurde, unterscheiden sich die Überseeaufenthalte der beiden Künstler jedoch grundsätzlich voneinander. Während sich Gauguin auf Tahiti den Traum vom einfachen Leben erfüllen wollte, lag Nolde die Annäherung an das „Urwesenhafte“ durch das Übernehmen fremder Lebensweisen fern. Weder die Beschäftigung mit der materiellen Kultur fremder Völker noch sein Auftenthalt in der Südsee brachten Nolde seinem Bild vom Ursprünglichen, das er vielerorts suchte, näher. Sein Blick blieb stets distanziert und unterschied sich nicht wesentlich von den Vorstellungen, die in der deutschen Öffentlichkeit durch Kolonialausstellungen und Völkerschauen geprägt wurden“. Das vorliegende Blatt zeigt ein stehendes Südseemädchen in heimischer Tracht auf einem Weg vor üppigem Grün im Hintergrund. In frischen Rot-, Grün- und Gelbtönen mit schwarzen Umrisskonturen hält Nolde hier den Eindruck seiner Expeditionsreise 1913 eindrucksvoll fest. – Minimal knittrig. Rechter Rand unregelmäßig. Vereinzelte Stockflecken. Rechte obere und untere Ecke wie linke untere Ecke fachmännisch restauriert. Allgemein in schöner und farbfrischer Erhaltung.

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Ernst Ludwig Kirchner – Badende in Wellen

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – Badende in Wellen Lithographie auf glattem Papier. (1913). Ca. 42,5 x 31,5 cm (Blattgröße ca. 52,5 x 40 cm). Einer von bisher nur 8 bekannten Exemplaren. Signiert und bezeichnet „Handdruck“.

Condition Report: Wie in zahlreichen Gemälden aus der Zeit um 1913 gibt Kirchner auch in der vorliegenden Graphik seine Erlebnisse auf Fehmarn in eindrucksvoller Weise wieder. Die stimmungsvolle Strandszene mit den 'Drei Weiblichen Akten' hält eines der vielen Badeerlebnisse mit Freunden fest und zeigt noch die unbeschwerte Zeit vor dem nahenden Ersten Weltkrieg. – Blattränder unregelmäßig. Insgesamt minimal knittrig, Atelierspuren. Rechter oberer Rand mit geschlossenem Einriss (ca. 1 cm). Linke untere Blattkante mit geglätteter und fachmännisch verstärkter Knickspur. Unteres Bilddrittel mit Klebespuren (Atelierspuren), dort stellenweise mit wenigen Verlusten der oberen Papierschicht. Verso Reste alter Montage. Sonst schön.

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Ernst Ludwig Kirchner – Absteigende Kühe

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – Absteigende Kühe Kohle auf bräunlichem Velin. (1917). Ca. 47,5 x 66 cm.

Condition Report: Großformatige Zeichnung aus der Davoser Zeit. Ernst Ludwig Kirchner reist wohl am 6. Mai 1917 in Berlin ab und kommt am 8. Mai in Davos an, um dort in der ländlichen Idylle seine Kur bei Dr. Lucius Sprengler fortzusetzen. Durch die Vermittlung einer Schwester mietet er sich eine Hütte auf der Stafelalp, um dort weiter von seiner Sucht wegzukommen. Die vorliegende Zeichnung gibt die Eindrücke des Künstlers in seiner neuen Umgebung wieder. Nach der Großstadt Berlin eröffnet ihm die Bergwelt nun neue Bildmotive, wie hier eine Gruppe von Kühen, auf den Almwiesen grasend. – Mit vereinzelten Randmängeln, fachmännisch restauriert. Handhabungsspuren. Sonst in schöner Erhaltung.

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Paul Baum – Weg zwischen herbstlichen Weinbergen

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Description: Paul Baum – Weg zwischen herbstlichen Weinbergen Öl auf Leinwand. (Um 1912-1914). Ca. 66 x 79 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Paul Baum war einer der wenigen deutschen Künstler, die sich intensiv mit dem französischen Impressionismus und Neoimpressionismus auseinandersetzten. Dabei widmete er sich zeitlebens der Landschaftsmalerei, die er direkt vor der Natur erfasste. Baum malte stundenlang im Freien, um Licht und Schatten genau zu studieren. So wurde die Landschaft zu seinem zweiten Zuhause: „Baum lebt in der Landschaft, die er darstellt, wie in einem ihm notwendig gewordenen Milieu“, schrieb der Kunstschriftsteller Karl Scheller 1910 über den Künstler. In diesen Ansichten ging es ihm besonders um eine meisterliche Erfassung der Bäume jeglicher Art und Größe. Die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg verbrachte Baum hauptsächlich in San Gimignano in der Toskana. Hier fand er landschaftliche Motive, die ihn reizten: Die Hügel, die würfelförmigen Gebäude, die an der Straße lagen, und vor allem Bäume in verschiedensten Formen, von spitzen Zypressen über knorrige Olivenbäume zu breithütigen Pinien. In der vorliegenden Arbeit bildet eine Gruppe von Zypressen den zentralen Punkt im Mittelfeld und damit ein horizontales Gegengewicht zum vertikalen Weg, der sich mittig durch das Bild schlängelt. Aber nicht nur die Formen der Natur, sondern auch das Licht und der helle Ton, der über der Landschaft ausgebreitet lag, reizte Baum an Italien. Seine „Grüne“, wie der Künstler stolz zu sagen pflegte, reiften hier in den feinsten Abstufungen zu rauschenden Akkorden heran. Diese Werke aus San Gimignano haben einen ganz besonderen Platz im Œuvre Baums. „Baum hat an diese Bilder sein ganzes Können gesetzt. Sie sind ihm deshalb auch immer besonders lieb gewesen. Er sprach von ihnen als seinen „Besten“, besonders da, wo es ihm gelungen war, den Ton so „blond“ und einheitlich zu gestalten, wie er es gewollt hatte.“ (Hitzeroth, 1988, S. 36). Das vorliegende Gemälde mit seiner einheitlich hellen und frischen Farbgebung muss hier als besonders gutes Beispiel gelten.

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Lesser Ury – Märkischer See

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Description: Lesser Ury – Märkischer See Pastell auf fester Pappe. (1890er Jahre). Ca. 35,5 x 50 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Lesser Ury ist ein Meister des Pastells. In der vorliegenden Arbeit präsentiert er uns seine Liebe für die einzigartige Flusslandschaft des Havellands, im Westen des Landes Brandenburg. Nicht nur die quirlige Stadt Berlin hält er in zahlreichen Ansichten fest, sondern auch die großen Seenketten und Flüsse des Umlands. Ury fängt hier einen Moment der Stille und Ruhe an einem kleinen See ein. Der stimmungsvolle Himmel, der in hellen Rot- und Blautönen mit Weiß gehalten ist und sich im See spiegelt, nimmt zwei Drittel des Blattes ein. Eingerahmt wird der See von einer üppigen Vegetation in zart nuancierenden Grüntönen. Es ist eine wunderbare Abendstimmung, die den Betrachter in seinen Bann zieht und den Lärm und den Stress der Großstadt vergessen lässt. – In schöner farbfrischer Erhaltung.

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Lesser Ury – Häuser mit roten Dächern (Holland)

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Description: Lesser Ury – Häuser mit roten Dächern (Holland) Pastell auf fester Pappe. (Um 1912/13). Ca. 35 x 50 cm. Signiert unten links.

Condition Report: 1912 und 1913 bereist Ury Holland. Hier schätzt der Künstler besonders das klare Licht, das die Farben der Dünen und Häuser zum Leuchten bringt. Dabei geht es in seinen Pastellen nicht einfach um die Wiedergabe der den Dingen anhaftenden Eigenfarbe. Stattdessen studiert er „die Veränderungen, denen diese Eigenfarbe durch die Entwicklung atmosphärischer Einflüsse und durch das nachbarliche Zusammenstoßen verschiedenartiger Farbenelemente ausgesetzt ist“, wie Franz Servaes schon 1931 in einem Artikel schreibt. Ury lässt also die Komplementärfarben Rot und Grün – hier das helle Rot der Dächer, dort das gelbliche Grün der Gräser – aufeinanderstoßen. Gleichzeitig werden diese intensiven Farben von den farblich neutralen, fast weißen Flächen des Himmels und des Sandes eingerahmt. Doch interessierte Ury sich nicht nur für die Farbgebung der Szene. So schuf er 1919 eine Radierung mit dem Titel „Holländische Fischerhütten“, die genau diese Darstellung gespiegelt wiedergibt (siehe Rosenbach, Detlef, Lesser Ury. Das Druckgraphische Werk, Nr. 41). In dieser wirkt die Formensprache mit der Unterteilung in helle und dunkle Bereiche sowie den spitzen Formen der Dächer für sich alleine. – Verso umlaufend Montagereste. Allgemein farbfrisch und sehr schön.

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Lyonel Feininger – Kirche und Baum III

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Description: Lyonel Feininger – Kirche und Baum III Schwarze Kreide auf cremefarbenem Velin. (19)13. Ca. 15,5 x 20 cm. Datiert „31 VII 13“ oben rechts.

Condition Report: Im Februar 1906 besucht Lyonel Feininger zum ersten Mal Weimar, wo seine spätere Frau Julia an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule studiert. Von Weimar aus unternehmen sie gemeinsame Ausflüge, die sie u.a. in das wenige Kilometer südlich von Weimar gelegene Gelmeroda führen, dessen markante Dorfkirche Feininger unmittelbar fasziniert. Er zeichnet sie in den Folgejahren immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven und sie wird schließlich zu einem, wenn nicht sogar zum Leitmotiv in seinem Œuvre. Die Ostansicht der Kirche mit dem Baum im Vordergrund, wie sie in dieser Natur-Notiz zu sehen ist, ist dabei ein häufig wiederkehrendes Motiv. Sie taucht erstmals prominent in einer Tuschezeichnung aus dem Jahr 1910 auf, die 1913 als Titelblatt der Zeitschrift „Licht und Schatten“ (Nr. 31) erscheint. Im gleichen Jahr entsteht am 31. Juli auch diese Skizze, die Feininger als Studie zu dem Gemälde Gelmeroda II, 1913 (Hess 102, Privatsammlung), diente. – Am linken Rand gelocht. Stellenweise auf die Unterlage fixiert. Leichte Handhabungsspuren, sonst sehr schön.

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Lyonel Feininger – Kirche in Gelmeroda

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Description: Lyonel Feininger – Kirche in Gelmeroda Schwarze und farbige Kreide auf Papier. (Um 1914). Ca. 16 x 20 cm.

Condition Report: Lyonel Feininger fertigt diese ausdrucksstarke Kompositionsskizze in kräftigen Blau-, Schwarz- und Lilatönen im Jahr 1914 an. Die Arbeit zeigt die Ostansicht der Kirche von Gelmeroda und ist wohl zeitgleich mit zwei ähnlichen Skizzen, die jeweils auf den 9. Januar 1914 datiert sind, in seinem Atelier in Berlin-Zehlendorf als Vorarbeit für ein Werk in einem anderen Medium entstanden. Auch wenn Feininger das Motiv nicht unmittelbar in ein Gemälde übersetzt hat, so finden sich vor allem in dem Gemälde „Gelmeroda XIII“, 1936 (Hess 375, The Metropolitan Museum of Art, New York), Anklänge an diese frühe Arbeit wieder. – Wenige Handhabungsspuren, sonst sehr schön.

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Ernst Ludwig Kirchner – „Schachspielende Offiziere“

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – „Schachspielende Offiziere“ Tuschfeder über Bleistift auf glattem Zeichenpapier. (1915). Ca. 20,5 x 16 cm. Verso betitelt und handschriftlich bezeichnet “Nur für graphische Bücher Galerie Arnold" und “Hochlicht Autotypie 15 cm" (Breite).

Condition Report: Wie auch viele Künstlerkollegen seiner Generation hatte sich Ernst Ludwig Kirchner bei Kriegsausbruch freiwillig zum Militär gemeldet. Mit flüchtiger und gekonnter Strichführung hält Kirchner hier einen Ausflug mit seinen Kameraden fest. Zu dieser Zeit ahnte keiner, welche Schrecken der Krieg noch bringen sollte. – Insgesamt kaum merklich knittrig. Ecken und Blattkanten mit vereinzelten Knickspuren und Stauchungen. Oberrand mit wenigen winzigen Einrisschen. Sonst in schöner Erhaltung.

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Ernst Ludwig Kirchner – Badende

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – Badende Farbige Ölkreide auf glattem Velin. (Um 1915-1920). Ca. 52 x 35 cm. Signiert und unleserlich bezeichnet (Widmung?) unten links.

Condition Report: In kräftigen, festen Strichen hält Kirchner hier zwei nackte Badende an einem steinigen Strand fest. Die Figuren am Strand laufen gebückt, als wollten sie etwas vom Boden aufsammeln. Der Blick der hinteren Figur richtet sich auf die Erde, während die vordere Frau sich dem Betrachter zuwendet, das Gesicht halb verdeckt von den langen Haaren. Kirchner verstärkt das Gefühl der Bewegung durch die Verwendung von zwei Farben. Der blaue Strich scheint die Bewegung kurz vorher zu erfassen, die in der braunen Kontur endet. Badende haben seit der Zeit an den Moritzburger Seen mit den Weggenossen der „Brücke“ eine große Bedeutung in Kirchners Werk. In ihnen sucht er immer wieder eine Natürlichkeit, eine Ursprünglichkeit, die er für seine Inspiration brauchte und die ihn zu künstlerischen Höchstleistungen antrieb. – Äußere Ränder schwach gebräunt. Linker Rand unregelmäßig. Am oberen Rand kurzer, hinterlegter Riss. Kleine Randmängel, allgemein sehr schön.

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Ernst Ludwig Kirchner – Tänzerinnen

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Description: Ernst Ludwig Kirchner – Tänzerinnen Schwarze Kreide auf Velin. (19)14. Ca. 90 x 60 cm. Signiert und datiert unten rechts.

Condition Report: Wie auch in Dresden sucht Kirchner nach seinem Umzug 1911 nach Berlin das Milieu von Zirkus und Varietés auf und lässt sich von den akrobatischen und dynamischen Darstellungen der Akteure inspirieren. Nun verlieren die Frauenkörper jede weiche, sinnhafte Ausstrahlung. Stattdessen erfasst Kirchner hier in wenigen Strichen die schwunghaften Bewegungen der Tänzer. Unter dem Pseudonym Louis de Marsalle schreibt Kirchern schon 1920 über seine Zeichnungen: „Die jahrelange Gewohnheit, alles, was er sieht und erlebt, zeichnerisch niederzulegen, hat ihn fähig gemacht, ohne Schwierigkeiten alles, was vor seinem physischen oder seinem geistigen Auge erscheint, in Linien und Formen wiederzugeben. Er benutzt dazu die ganze Fläche des betreffenden Blattes.“ Für die vorliegende Arbeit hat Kirchner ein besonders großes Blatt Papier gewählt. Laut Artnet gab es in den letzten dreißig Jahren nur zwei weitere Zeichnungen in schwarzer Kreide in dieser Größe, die auf dem Auktionsmarkt angeboten wurden. – Insgesamt leicht knittrig, mit Atelierspuren und Randmängeln, überwiegend an der rechten Blattkante.

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Alexander Kanoldt – Stillleben mit Mohnblumen (Stillleben III)

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Description: Alexander Kanoldt – Stillleben mit Mohnblumen (Stillleben III) Öl auf Malkarton. (1916). Ca. 53 x 35,5 cm. Signiert und datiert unten mittig rechts.

Condition Report: Sowohl qualitativ als auch quantitativ nehmen die Stillleben eine herausragende Stellung im malerischen Gesamtwerk Kanoldts ein. Besonders bekannt sind hierbei seine Werke im Stil der Neuen Sachlichkeit. Dabei entsteht schon 1916, während eines längeren Heimaturlaubs von der Front, eine Serie von Pflanzen- und Bücherstillleben, aus der die vorliegende Arbeit stammt. In unserem Gemälde wird der Einfluss Alexej von Jawlenskys besonders sichtbar. Kanoldt hatte den russischen Künstler schon 1908 in München kennengelernt. Jawlensky wollte in seinen Arbeiten durch Fläche, Form und Farbe sein subjektives Empfinden auf die Leinwand bringen. Seine vereinfachten Formen, flachen Farbflächen und dicken schwarzen Umrandungslinien sollten Kanoldt noch acht Jahre später beeinflussen. So hat Kanoldt in der vorliegenden Arbeit die dargestellten Gegenstände, den Tisch mit dem blauen Tischtuch, den grünen Krug, die Blütenköpfe, auf klare, teils geometrische Formen reduziert und die Farbflächen durch eine Umrandung getrennt. Schon 1912 schrieb Kanoldt an den Kunstkritiker Dr. Josef Beringer: „Hier möchte ich, dass der Name Jawlensky genannt sei, dem ich zu ungeheur großem Danke für meine Entwickelung verpflichtet bin.“ Kanoldt hat dieses Stillleben von 1916 über ein Gemälde von 1910 mit dem Titel „Park“ gemalt. An den Rändern bleibt das darunterliegende Gemälde noch sichtbar. Kanoldt stellte „Park“ in der „Knave of Diamonds“-Ausstellung vom 10. Dezember 1910 bis zum 16. Januar 1911 in Moskau aus (Kat.-Nr. 75), zu der auch Künstler der Neuen Künstlervereinigung München eingeladen waren. Er zeigte es ebenfalls im Kunst-Salon Fritz Gurlitt in Berlin 1914. Auch dort blieb es jedoch unverkauft. In den Kriegsjahren waren Künstlermaterialien und gerade Leinwände schwer zu erhalten. Kanoldt benutzte daher diese frühe Arbeit als Unterlage für sein neuestes Interessengebiet: das Stillleben.

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Karl Schmidt-Rottluff – Drei am Tisch

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Description: Karl Schmidt-Rottluff – Drei am Tisch Holzschnitt auf feinem Bütten. 1914. Ca. 50 x 40 cm (Blattgröße ca. 62 x 51,5 cm). Eines von 75 Exemplaren. Signiert und datiert unten rechts.

Condition Report: Erschienen in der Mappe "Schmidt-Rottluff 10 Holzschnitte", herausgegeben vom Graphischen Kabinett Neumann, Berlin 1919. Das Motiv ist ebenso im Ausstellungskatalog "Munch und die Künstler der Brücke", Bremer Kunsthalle, Bremen Oktober/November 1920, abgebildet. - Kaum merklich lichtrandig, oberer Rand leicht angeschmutzt und winzige Randmängel sowie papierbedingte Quetschspuren entlang der Blattkanten. Verso an den Ecken alte Montagespuren, sonst in sehr gutem Zustand.

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Frantisek Kupka – Komposition

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Description: Frantisek Kupka – Komposition Gouache über Bleistift auf festem Velin. (Um 1932/33). Ca. 27,5 x 25 cm. Signiert unten rechts. Verso mit einem unbekannten Sammlerstempel (nicht bei Lugt).

Condition Report: Zusammen mit Georges Vantongerloo gründete Kupka 1931 in Paris die internationale Künstlervereinigung ‚Abstraction-création’, die ein Forum für abstrakte Kunst sein wollte. Zu dieser Zeit wurde die Kunst Kupkas puristischer, seine Farbpalette reduzierter. Jetzt entstanden häufig Arbeiten in Rot und Blau, in ruhigen, glatten Flächen aufgetragen, auf einem weißen Hintergrund schwebend. Diese Werke können als Gegenstück zu der zeitgenössischen Architektur der Avantgarde gesehen werden. Doch war es Kupkas Hauptanliegen, einen Zustand von Harmonie und Balance sowohl der Farben als auch der Formen zu beschreiben. In den 1930er Jahren entstand so die Serie ‚Circulaires et rectilignes’, in denen er eine die Bildmitte betonende Vertikale mit meist im unteren Bereich angesiedelten Kreisformen verband. – Verso am Oberrand mit Resten alter Montage, sonst von guter Erhaltung.

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Jean Metzinger – Nature morte, miroir et masque´

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Description: Jean Metzinger – Nature morte, miroir et masque´ Öl auf Leinwand. (Um 1922-1927). Ca. 92 x 65 cm. Signiert unten links.

Condition Report: Seltenes, herausragendes Beispiel aus der 'puristischen' Schaffenszeit Metzingers. In der Auswahl der einfachen, kräftigen Farben - Rot, Blau und Gelb mit starken Konturen und Schattierung in Schwarz - durch Fernand Léger beeinflusst. Die einzelnen Gegenstände sind collageartig zusammengestellt und wirken durch die vereinfachten Farben und der linearen Behandlung monumental und ausgewogen. Das Gemälde ist vergleichbar mit 'puristischen' Hauptwerken Légers von 1926-27, im Sinne des 'esprit-nouveau' gemalt. Die ausgewogene Strenge des vorliegenden Stilllebens reflektiert gleichzeitig die neoklassizistischen Überlegungen einiger Künstler der Zeit ab 1918, u.a. Picasso und Léger, die in Gino Severinis Buch „Du Cubisme au Classicisme“ (1921) diskutiert wurden. Somit war der 'Neoklassizismus' Metzingers von einer ganz persönlichen Art, wie auch das vorliegende Gemälde eindrucksvoll belegt. – Doubliert.

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Alfons Walde – Der Aufstieg

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Description: Alfons Walde – Der Aufstieg Öl auf Malkarton. (Um 1929). Ca. 70 x 48 cm. Signiert unten links. Im O.- Künstlerrahmen.

Condition Report: Alfons Waldes Jugend war geprägt von der rasanten Entwicklung des Wintersports in Kitzbühel. Diese begann mit der Erstbegehung des Kitzbüheler Horns durch Franz Reisch im Jahre 1893, nur ein Jahr nach Waldes Geburt, mit aus Norwegen importierten „Brettern“. Wenige Jahre später entwickelt sich Kitzbühel zu einem beliebten Wintersportziel für Touristen aus aller Welt. 1903 findet der erste Abfahrtslauf vom Hahnenkamm statt, 1905 werden dort die ersten Tiroler Skimeisterschaften ausgetragen. Im selben Jahr wird der Kitzbüheler Wintersportverein gegründet, der sich um den Ausbau und die überregionale Werbewirkung des Skisports kümmert. 1907 findet die erste österreichische Skimeisterschaft und 1925 die erste vereinte deutsch-österreichische Meisterschaft statt. In den Folgejahren werden erste Skikurse von den Norwegern Leif Berg und Chappel Jacobsen angeboten. Der boomende Wintertourismus hat einen enormen Einfluss auf den Künstler, selbst begeisterter Wintersportler. In seinen frühen Bildern der 1910er Jahre hält Walde die Szenen, die sich in und um seinen Heimatort abspielen, fest. Es entstehen Bilder von Zieleinläufen und Rennen („Sprunglauf“, „Gasslrennen“ u.a), er zeigt das Zusammentreffen der Einwohner, Ansammlungen auf den Straßen und am Marktplatz in traditioneller Tracht sowie Trachtenzüge und Feste. Mit unruhigen und breiten Pinselstrichen, in erdigen Farben gehalten, wählt er oft ungewöhnliche Blickwinkel, die den Betrachter mitten ins Geschehen führen. In den 1920er Jahren werden seine Farben leuchtender und freundlicher, sein Pinselstrich wird systematischer. Er entwickelt seine unvergleichliche Fähigkeit, die Farbe in ihrer Pastosität so einzusetzen, dass das Volumen des Schnees und die Leuchtkraft der sich darin reflektierenden Sonnenstrahlen eine unglaubliche Intensität erlangen. Diese Könnerschaft gipfelt in der Ausführung des Aufstieges Ende der 1920er Jahre. Diese Variante mit den vier Skifahrern, die den im Hintergrund liegenden Hügel besteigen, ist zum Sinnbild des Tiroler Wintertourismus geworden, als das Motiv 1932 für das offizielle Plakat des Tiroler Landesverkehrsamtes ausgewählt wird. Als Bergliebhaber wird man bei Betrachtung des Aufstiegs sogleich von dem Gefühl der Freiheit erfüllt, erinnert sich an den stärkenden Moment des persönlichen Erfolgs, entsinnt sich der überwältigende Erhabenheit der Berglandschaft und spürt das wohlige Gefühl der Sonnenstrahlen auf der Haut. Mit allen Sinnen versetzt Alfons Walde den Betrachter an diesen Ort und in genau diesen Moment und erfüllt dabei die Sehnsucht vieler, besonders wohlhabender Städter. Die Ansichten des Aufstiegs zählen heute zu den gefragtesten, werden jedoch am Markt kaum angeboten. In Artnet findet sich seit 1998 nur ein Eintrag dieser Variante mit der besonders spannenden Ausführung des gegenüberliegenden Berghanges und den vier Skifahrern. Das vorliegende Werk besticht nicht nur durch seine Größe, es ist in der besonders plastischen Ausführung und der stimmigen Bildkomposition von herausragender Qualität.

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Jean Metzinger – Fête galante: Trois grâces

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Description: Jean Metzinger – Fête galante: Trois grâces Öl auf dünner Leinwand. (19)24. Ca. 89 x 130 cm. Signiert und datiert unten rechts.

Condition Report: Jean Metzinger wollte eigentlich Medizin studieren und zog deswegen 1903 nach Paris. Unter den dortigen Einflüssen gab er sein Studium jedoch auf, um Maler zu werden. In der französischen Hauptstadt freundet er sich mit Robert Delaunay an und wird im Kreis um Guillaume Apollinaire aufgenommen. In diesen Kreisen stößt er auf Georges Braque, Pablo Picasso und Juan Gris, die ihn in seiner weiteren Entwicklung stark beeinflussen. Es folgen 1910/11 Ausstellungen im Salon des Indépendants, wo er zusammen mit Delaunay, Albert Gleizes und Fernand Léger Werke präsentiert. In den folgenden Jahren beteiligt er sich an weiteren Pariser Ausstellungen im Salon d'Automne, der Galerie de la Boétie und nimmt auch in Berlin in der Galerie “Der Sturm“ und dem “Deutschen Herbstsalon“ teil. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Unter dem Einfluss der wilden 1920er Jahre mit ihren Bars, Varietés und Etablissments wie z.B. dem Moulin Rouge oder den Folies Bergère ist wohl auch das vorliegende Gemälde entstanden. Wie viele andere Zeitgenossen - hier ist vor allem Toulouse-Lautrec zu nennen - setzt sich auch Jean Metzinger mit dem Thema Tanz auseinander. Er zeigt in ausgewogener ruhiger Komposition einzelne Figuren und Paare, entrückt von der Wirklichkeit, zum Teil maskiert und in einem abgeschlossenen Villengarten wandelnd. Der Betrachter hat das Gefühl, einer ungezwungenen Feier oder einem Maskenball beizuwohnen. Die Architektur und den Hintergrund, die dem Ganzen Tiefe und Halt geben, führt Metzinger in hellen Grau- und Schwarztönen aus. Die Arme der Figuren sind etwas überlängt wiedergegeben – damit unterstreicht Metzinger den Rhythmus der Tanzbewegung. Außer den zwei Figuren im linken Bilddrittel und dem knienden hell gekleideten Harlekin mit Champagnerschale in seiner Rechten, sind die Personen in leuchtenden Rot- und Grüntönen gekleidet. Die Hauptakteurinnen sind die drei vorderen weiblichen Figuren, die eine Garderobe im Stil der Mode der goldenen 1920er tragen und mit Requisiten wie Stab, Hut, Kette und Fächer ausgestattet sind. Die weiteren Figuren wohnen der Szene im Stillen bei und ergänzen das Ganze ausgewogen. Das vorliegende Gemälde steht für die Schaffensphase Metzingers, in der er sich für kurze Zeit vom Kubismus abwendet.

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Karl Hubbuch – Sich schminkende Frau

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Description: Karl Hubbuch – Sich schminkende Frau Öl auf Leinwand, auf Hartfaserplatte aufgezogen. (Um 1930/1932). Ca. 73 x 73 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Bis Mitte der 1920er Jahre ist Hubbuch ausschließlich als Graphiker tätig. Erst ab 1923/24 setzt er die Farbe in Aquarell und Kreiden als gestalterisches Mittel ein. Langsam findet er zur Tempera- und Öltechnik, die er zuerst in kleinformatigen Werken auf Tafeln ausprobiert. Seine Professur, die er 1928 an der Karlsruher Kunstakademie antritt, und für die er ebenfalls Malerei unterrichten muss, wirkt sich wie ein Katalysator auf seine Malerei aus. Nun beginnt er verstärkt, mit Ölfarbe zu experimentieren. Die Werke werden größer, bis er um 1930 zu großen und übergroßen Figurenbildern auf Leinwand übergeht. Hubbuch bringt auf diesen die Vorzeichnung gleich mit Farbe auf die Leinwand. Die Strichführung wird lockerer, skizzenhafter. Es geht um die Gesamterscheinung und nicht mehr um jedes graphische Detail. Jetzt bezieht er oft die ungrundierte Unterlage in das Bild mit ein. Auch in „Sich schminkende Frau“ wird die Leinwand Teil der Darstellung, scheint durch die Haarsträhnen durch oder bildet den Scheitel. Er malt nun hauptsächlich Modellgruppen oder Einzelfiguren, so wie das Akademiemodell Lona, mit der er auch bei dem vorliegenden Gemälde arbeitet. Dabei konzentriert sich Hubbuch auf die Haltung und auf den spontanen Ausdruck oder typische Gebärden seiner Figuren. Oft verstärkt er die Posen, indem er sie mehrmals in seinen für ihn so charakteristischen Verdoppelungen wiedergibt. Es entstehen Werke wie „Drillinge“, oder „Vier mal Hilde“. Auch in unserer Arbeit verdoppelt der Künstler das Modell, hier mit Hilfe eines Spiegels. Damit steigert er nicht nur die spontane Bewegung, sondern schafft gleichzeitig eine allgemein gültige, charakteristische Geste, die ein Ritual bei der Toilette der Frau bildet: hier der Auftrag des Lippenrots.

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Georg Schrimpf – Mädchen mit Spiegel

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Description: Georg Schrimpf – Mädchen mit Spiegel Öl auf Leinwand. (19)30. Ca. 74,5 x 53 cm. Signiert und datiert unten links. Verso auf der Leinwand unleserlich bezeichnet.

Condition Report: Georg Schrimpf, der schon als Kind gerne zeichnete, wurde von seinem Elternhaus zunächst in eine Zuckerbäckerlehre gedrängt, bevor er sich der bildenden Kunst zuwandte. Neben der Landschaftsmalerei und dem Stillleben sind es vor allem Frauendarstellungen, die den Künstler beschäftigen. Unter dem Einfluss der Nazarener des 19. Jahrhunderts, die sich wie auch er an den Künstlern der italienischen Renaissance orientierten, findet Schrimpf zu Beginn der 1920er Jahre zu seinem ganz eigenen Stil der Neuen Sachlichkeit. Frauen stellen ein wichtiges Thema in seinem Werk dar, was wohl mit dem frühen und schmerzlichen Verlust seiner ersten Frau, der Malerin Maria Uhden, zusammenhängt. Motive wie Frauen vor dem Spiegel, Frauen am Fenster und Frauen vor Landschaften, häufig in die Ferne blickend, prägen mit sein vielschichtiges Œuvre. Im vorliegenden Gemälde zeigt Schrimpf ein nacktes Mädchen mit Spiegel in der rechten Hand, wohl bei der Toilette, in einem engen Dachzimmer auf einem Hocker an einem Tisch sitzend. Die weibliche Figur füllt, in diagonaler Achse gesetzt, den größten Teil der Leinwand aus. Er stellt eine sehr private und von stiller Empfindung getragene Szene dar und lässt den Betrachter an dem Geschehen aus einem etwas erhöhtem Blickwinkel teilhaben. Die innerliche Ruhe, die der ganzen Komposition innewohnt, verstärkt Schrimpf mit der Reduzierung seiner Ausdrucksmittel. Das Mädchen beschäftigt sich Gedankenversunken nur mit sich selbst. Die weiteren Gegenstände des Raumes, wie das Handtuch, der Tisch und eine Schatulle, bleiben eher unbeachtet. Ein Blick in die Landschaft ist hier nicht möglich. Die Nacktheit der Dargestellten ist eine Ausnahme im Gesamtwerk, nur der “Mädchenakt vor dem Spiegel“ von 1926 zeigt eine ähnliche Frau in einem Innenraum. Außer im Frühwerk setzt der Künstler seine Figuren angezogen in Szene. Nach einer anfänglichen schweren Zeit als Maler mit Ausstellungen bei „Der Sturm“ 1915 in Berlin und seiner ersten Einzelausstellung im Januar 1920 bei Hans Goltz in München, tritt er 1921 der Neuen Sezession bei. Seine künstlerische Laufbahn entwickelte sich immer erfolgreicher. 1926 mit dem Beginn seiner Tätigkeit an der Städtischen Gewerbeschule München verbesserte sich zudem die finanzielle Situation, sodass er sich 1928 ein Grundstück in Lochhausen kaufen kann, um dort ein Haus zu errichten. Hier entstand auch das Gemälde “Mädchen mit Spiegel“, in dem das Gefühl der Geborgenheit im eigenen Heim besonders stimmungsvoll zum Tragen kommt. In ausgewogener Farbgebung sind der Körper der Frau und der Raum wie die Gegenstände wiedergegeben. Das Licht scheint mit der Komposition komplett zu verschmelzen. Schrimpf wollte durch die Reduzierung der Mittel ein Höchstmaß an Ausdruck erreichen und entfaltet damit eine fast schon magische Wirkung. Die künstlerischen Strömungen seiner Zeit, scheinen ihn nur bedingt berührt zu haben. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Neuen Sachlichkeit, wie Georg Grosz und Otto Dix, deren Werke mit Sozial- und Gesellschaftskritik entstehen, schuf Schrimpf mit der vorliegenden Arbeit ein herausragendes Beispiel, das dieser Gegenwart zu entfliehen scheint und den Betrachter in eine Art Gegenwelt eintauchen lässt. Im Oktober 1933 wird Schrimpf an die Staatliche Hochschule für Kunsterziehung in Berlin berufen und verlässt München. Das vorliegende Gemälde zeigt Schrimpfs künstlerischen Höhepunkt in eindrucksvoller Qualität.

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Georg Schrimpf – Häuser in Pasing

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Description: Georg Schrimpf – Häuser in Pasing Öl auf Leinwand. (19)33. Ca. 57 x 90 cm. Signiert und datiert unten rechts.

Condition Report: Georg Schrimpf, der gelernter Bäcker ist, und erst spät als Autodidakt zur Malerei kam, verband zeitlebens eine enge Freundschaft mit Oskar Maria Graf, der von Anfang an seinen künstlerischen Weg begleitet hat. Über seinen Freund schreibt Graf im November 1933: „Von zu Hause erfuhr ich, daß Schrimpf eine Berufung nach Berlin bekommen haben soll." Die große Veränderung, die auf die Familie Schrimpf nun durch die neue Lehrtätigkeit an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin-Schöneberg zukommt, fällt genau auf das Entstehungsjahr unserer vorliegenden Ansicht von Pasing. Zu dieser Zeit lebt der Künstler mit seiner Familie im eigenen Heim in Lochhausen und verkauft es aufgrund des Umzugs nach Berlin an den Journalisten Max Rohrer. Schrimpf hielt sich noch im Mai 1933 an der Deutschen Akademie in Rom auf, so ist anzunehmen, dass die „Häuser in Pasing“ nach dieser Zeit entstanden. Bei Hofmann/Präger findet sich zusätzlich noch eine zweite Version „Häuser vor Pasing“ ähnlichen Formats, welches sich heute im Kunstmuseum Sprengel in Hannover befindet. Schrimpf gibt hier den Blick auf einen Bauernhof mit Scheune, Heuhaufen, Wohnhaus, Innenhof und anschließenden Gebäuden über eine weite grüne Wiesenfläche unter hell leuchtendem Himmel frei. Nur wenige Bäume und Büsche runden die Komposition ab. In feiner Malweise hält er einen Moment des Innehaltens in stimmungsvollen abgestuften Grün-, Rot- und Gelbtönen fest. In dieser Schaffensphase setzt sich Schrimpf vermehrt mit seinem heimatlichen Voralpenland und dem Umland Münchens auseinander. Weitere Motive sind z.B. die 'Häuser in Lochhausen', der 'Rundfunksender (Fürstenfeldbruck)', 'Ostersee' u.a. Diese Ansichten zeugen von einem eigenen idyllischen Stil, der seine reife Neue Sachlichkeit offenbart. Schrimpf schreibt selbst in einem Brief anfangs über seine Kunst: „ (...) Das heißt, die Bilder sollen Mittel und Weg zeigen, der zurück zu sich selbst und hinaus führt, sie sollen ahnen lassen die große Freude und Schönheit aller Dinge, sie sollen Ausdruck und Symbol der Reinheit und Herrlichkeit des Weltdaseins sein. Sie sind das Manifest des religiösen Erlebens aller Dinge, Zweckmäßigkeit, Sinn und Rhythmus, (...) ausstrahlender Mittelpunkt aller Beziehung: Ich. Welt. Ich weißt nicht, ob ich Ihnen alles gesagt, d. h. erklärt habe.“ (Zitiert aus: Storch, Wolfgang, Georg Schrimpf und Maria Uhden. Leben und Werk. Berlin 1985, S. 17).

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Georg Schrimpf – Rehe auf einer Wiese

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Description: Georg Schrimpf – Rehe auf einer Wiese Öl auf Holz. (19)32. Durchmesser ca. 52 cm. Signiert und datiert unten mittig.

Condition Report: 1931 widmet Schrimpf dem Sieger der Schützengesellschaft Lochhausen eine Schützenscheibe mit einem Rehbock in einer herbstlichen Landschaft (siehe Hofmann/Praeger 1931/4). Ein Jahr später malt er das Pendant mit einer Gruppe von Ricken in der gleichen, offenen Natur. Schrimpf taucht die idyllische Szene in das für ihn so charakteristische, diffuse Licht ohne Schattenbildung und schafft so eine harmonische, ruhige Darstellung der Natur.

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Otto Dix – Hohentwiel II (Herbst auf dem Hohentwiel)

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Description: Otto Dix – Hohentwiel II (Herbst auf dem Hohentwiel) Aquarell auf strukturiertem Büttenkarton von „Fabriano“. (19)44. Ca. 38,5 x 57,5 cm. Monogrammiert in Ligatur und datiert unten rechts.

Condition Report: Die dargestellte Ruine ist eine Festung auf der vulkanischen Quellkuppe des Hohentwiel im Hegau, in der Nähe des Bodensees. Otto Dix, der sich aufgrund der Diffamierungen der Nationalsozialisten von Dresden und Berlin nach Süddeutschland zurückzog und seinen Wohnsitz ab 1936 in Hemmenhofen am Bodensee hat, hält in zahlreichen Versionen und Jahreszeiten die Festung fest. Auch der umliegende Bodensee ist ein immer wiederkehrendes Motiv dieser schweren Zeit. In die innere Emigration getrieben, hält er sich nun mit Privataufträgen und vor allem Ansichten seiner neuen Heimat über Wasser. In herbstlichen changierenden Tönen führt er hier in Aquarellfarben einen dieser Ausflüge eindrucksvoll aus. – Am Unterrand mittig Reste alter Montage, verso an den Rändern umlaufend. Sonst in farbfrischer und schöner Erhaltung.

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Otto Dix – Bildnis Herr Schraube

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Description: Otto Dix – Bildnis Herr Schraube Mischtechnik auf baumwollbespannter Tischlerplatte. (19)43. Ca. 81 x 64 cm. Monogrammiert in Ligatur und datiert unten rechts.

Condition Report: Das vorliegende Porträt entstand in einer für den Künstler schwierigen Zeit. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Dix 1933 als Professor entlassen und zog sich, nach anfänglichen Versuchen mit privaten Aufträgen seinen Lebensunterhalt zu verdienen, auf Schloss Randegg und später nach Hemmenhofen am Bodensee zurück. Seine alten Verbindungen führten ihn jedoch regelmäßig für Einzelaufträge nach Chemnitz, Albstadt und Dresden zurück, wo er vor allem durch die Ausführung von Bildnissen Geld verdiente. Bis 1943 unterhielt er weiter sein Atelier in Dresden. Über den hier Dargestellten ist leider wenig bekannt. Das Bildnis entstand jedoch laut Fritz Löffler in Dresden. Der Künstler gibt hier einen älteren Herren mit Brille, an einem Tisch sitzend, wieder. Seinen linken Unterarm leicht aufgestützt und beide Hände übereinander gelegt, blickt er sein Gegenüber direkt an. Ins Auge sticht dem Betrachter der Ring an seinem rechten Ringfinger. Ansonsten ist er sehr unauffällig in einem blauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte gekleidet. Am Revers der Jacke trägt er im Knopfloch die schwarz-weiße Schleife des Eisernen Kreuzes 2. Klasse von 1914 - eine Auszeichnung als Frontkämpfer des Weltkrieges, die vor allem in der Zeit der Weimarer Republik und später zum Zivilanzug getragen wurde. Dix nimmt den Ton des Anzuges in dem lebendig gestalteten Hintergrund wieder auf und schattiert die Fläche zum Bildrand hin mit Grün- und Brauntönen. Im Gegensatz zum unruhigen Hintergrund führt er das Gesicht und die Hände in feiner, gekonnter neusachlicher Manier aus und hält hier in feiner Strichführung die Physiognomie seines Gegenübers für die Nachwelt in eindrucksvoller Weise fest. In einem undatierten Brief an seine Tochter Nelly (Lorenz, Bd. IV, IE 3.2.16) skizziert Dix den Dargestellten, Herrn Schraube.

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André Derain – Portrait de Geneviève, au foulard, nièce de l'artiste

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Description: André Derain – Portrait de Geneviève, au foulard, nièce de l'artiste Öl auf Leinwand. (Um 1937/1938). Ca. 42 x 33,5 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Der Titel stammt aus dem 1994 veröffentlichten Werkverzeichnis, in dem eine ganze Reihe von Gemälden mit diesem Thema aufgeführt werden. Sotheby's hingegen identifizierte die Porträtierte 2012 als Mme Germaine, womit sicherlich Germaine Carco, die Frau des Schriftstellers und Kunstkritikers Francis Carco, gemeint ist. Derain war mit dem Ehepaar, das wie er im Quartier Latin in Paris wohnte, befreundet. Der Künstler porträtierte immer wieder Frau Carco. In dem vorliegenden Gemälde zeigen die nicht definierten Flächen reiner Farbe den Einfluss Cezannes in seinem späteren Œuvre.

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Paul Kleinschmidt – Garderobenstillleben

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Description: Paul Kleinschmidt – Garderobenstillleben Öl auf Leinwand. (19)39. Ca. 92 x 72,5 cm. Monogrammiert und datiert „29.III.39" mittig rechts.

Condition Report: Gemalt im März 1939 in La Varenne. Aus den Garderoben- und Barszenen der Berliner Zeit entwickelt Kleinschmidt ab 1931 ein eigenes Genre für seine Stillleben. Statt der Frauen malt er nun die Gegenstände, die er mit ihnen assoziiert und die sie bestimmen. Es sind Dinge des täglichen Gebrauchs und ganz besonders Instrumente der Körperpflege und des Körperschmucks, die ihn faszinieren. In dem vorliegenden Gemälde finden sich rote, hochhackige Lackpumps, auf dem Tisch ein Zylinder und schwarze Schnürstiefel, davor ein Spiegel und ein Veilchenstrauß in einer Vase, ein Schuhlöffel auf dem Hocker, ein Strohhut mit Feder und davor weiße lange Handschuhe. Dies sind alles Requisiten, die in vielen seiner früheren Bilder mit Zirkustänzerinnen und -reiterinnen auftauchen. Dabei arrangiert Kleinschmidt die Gegenstände malerisch, lässt sie wie zufällig hingelegt erscheinen und ordnet sie doch kalkuliert zueinander. Die vielen Objekte drängen sich auf den Flächen und in einem Bildraum, der durch den bewegten Vorhang im Hintergrund zusätzlich begrenzt wirkt. Das Gefühl eines engen, intimen Raums wird dadurch noch verstärkt. Dieses Stillleben ist gleichzeitig eine Art indirektes Porträt der abwesenden Person und Hommage an die Weiblichkeit.

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Ernesto De Fiori – Schreitender Torso (Barbara)

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Description: Ernesto De Fiori – Schreitender Torso (Barbara) Bronze mit dunkelbrauner Patina. (1927). Höhe ca. 52,5 cm (mit Marmorsockel ca. 54,5 cm). Eine von drei unnummerierten Güssen. Auf der Plinthe monogrammiert.

Condition Report: Der vorliegende Guss ist laut der Familie des Künstlers wohl um 1945 entstanden, möglicherweise noch vor de Fioris Tod. Das Stukko zur Bronze der 'Barbara' war wohl die einzige Figur, die de Fiori 1936 bei seiner Emigration in seinem Gepäck mit nach Brasilien brachte. Bei der Dargestellten handelt es sich um die Sängerin Barbara Diu, der dritten Ehefrau des Künstlers (1927-1932). – Kaum merklich berieben, sonst in sehr guter Erhaltung.

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Gerhard Marcks – Schäferin

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Description: Gerhard Marcks – Schäferin Bronze mit goldbrauner Patina. (1945). Höhe ca. 63 cm. Eines von 12 Exemplaren, Rudloff nennt nur sieben römisch nummerierte Exemplare. Auf der Plinthe mit dem Künstlersignet sowie verso mit der Nummerierung und dem Gießerstempel „GUSS BARTH RINTELN“. Posthumer Guss.

Condition Report: Die posthumen Güsse wurden nach genauer Anweisung des Künstlers von Barth in Rinteln gegossen. Laut Rudloff ist die Plastik so benannt, weil die Figur sich wie eine Schäferin auf einen Stab zu stützen scheint. – Am Kopf minimale weiße Spur, sonst in sehr schöner Erhaltung.

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Emil Nolde – Zwei Bauern (Unterhaltung)

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Description: Emil Nolde – Zwei Bauern (Unterhaltung) Aquarell auf Velin. Ca. 18 x 22,5 cm. Signiert unten links.

Condition Report: Im Ausstellungskatalog des Württembergischen Kunstvereins wird zu Noldes persönlichem Bezug zu den einfachen Menschen, passend zum vorliegenden Werk, festgehalten: „Nolde identifizierte sich auch als Künstler mit seiner bäuerlichen Herkunft und der norddeutschen Landschaft (...). Die Quellen seiner Visionen und Phantasien sah er immer wieder herausgewachsen aus seiner Jugend auf dem Lande, des Milieus der Bauern und des einfachen Volkes.“ (Osterwold, Tilman, Bilder und Texte von Emil Nolde, in: Ausst.-Kat. des Württembergischen Kunstvereins, Stuttgart 16.12.1987-7.2.1988, S. 319). – Verso umlaufend mit Montageband. Leichter Lichtrand. Etwas verblasst und gebräunt. Blattkanten minimal unregelmäßig. Sonst von schöner Erhaltung.

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Adolf Hölzel – Figürliche Komposition

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Description: Adolf Hölzel – Figürliche Komposition Pastell und Bleistift auf Velin. Ca. 32 x 25 cm. Verso mit dem Nachlassstempel (Lugt 1258 f).

Condition Report: Verso umlaufend mit alter Montage. Am Oberrand an zwei Stellen fest ins Passepartout montiert. Sonst in schöner und farbfrischer Erhaltung.

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Emil Nolde – Jesus und die Schriftgelehrten

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Description: Emil Nolde – Jesus und die Schriftgelehrten Aquarell und Tuschfeder mit schwarzer Tusche auf Bütten. (Um 1931/32). Ca. 40 x 32 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Religiöse Themen haben Nolde sein Leben lang bewegt und bilden für ihn selbst den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Hier konnte er seinem Einfühlungsvermögen am besten Ausdruck verleihen. So sagte er selbst: "In Abständen von einigen Jahren entstanden immer wieder Bilder mit biblisch religiösem Inhalt (...). Die Vorstellungen des Knaben von einst, als ich während der langen Winterabende tief ergriffen in der Bibel lesend saß, wurden wieder wach." Die vorliegende Arbeit gehört zu einer der ersten Auseinandersetzungen Noldes mit dem Thema Jesus als kleiner Junge und wurde später vom Künstler auch in Gemälden behandelt (s. Katalog "Emil Nolde - Die religiösen Bilder", Nolde Stiftung Seebüll - Dependance Berlin, 2011/12.) Maltechnisch überzeugt diese Arbeit in der Herausarbeitung der Figuren durch die reine Tuschpinselzeichnung über die transparent aufgetragenen Farbflächen und -flecken. Verhaltene Violett-, Grau- und Gelbtöne bestimmen die Komposition, die Haare des mittleren Schriftgelehrten leuchten als farblicher Mittelpunkt in einem zuletzt verwendeten feurigen Orange - eine Farbe, die Nolde wohl vor allem dann wählte, wenn er besonderes Gefallen an seiner eigenen Arbeit fand. Die Arbeit schenkte Nolde dem Komponisten Heinrich Kaminski, mit dem er gut befreundet war. – Rechte obere Ecke mit winzigem Verlust. Kaum merklich gebräunt. Linker Rand minimal unregelmäßig. Sonst in schöner Erhaltung.

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Max Liebermann – Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Nordwesten

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Description: Max Liebermann – Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Nordwesten Pastell auf leicht strukturiertem, cremefarbenem Velin. (Um 1927). Ca. 12 x 19 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Frau Dres. Nouwen schreibt zu diesem Pastell: „Dargestellt ist die Blumenterrasse nach Nordwesten im Frühling, denn die Beete sind mit gelben und blauen Blumen (Stiefmütterchen) bepflanzt.“ Der Blickwinkel und die Bepflanzung stimmen mit einem Ölgemälde Liebermanns überein, das ins Jahr 1926 datiert wird (Eberle 1926/23). Seit 1914 malt der Künstler immer wieder verschiedene Ansichten dieser nahe am Haus gelegenen Blumenterrasse, vom detaillierten Ausschnitt bis zum Fernblick über die große Rasenfläche zum Wannsee. Zwischen 1914 und 1933 entstehen über 60 Ölgemälde und Pastelle mit diesem Motiv, wobei gerade der Blick nach Norden und Nordwesten zu den favorisierten Darstellungen Liebermanns gehört. – Mit zwei winzigen Einrissen am unteren Rand, sonst in sehr gutem, farbfrischem Zustand.

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David Davidovich Burliuk – Südliche Küstenlandschaft

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Description: David Davidovich Burliuk – Südliche Küstenlandschaft Öl auf Leinwand. 1925. Ca. 40,5 x 51cm. Signiert und datiert unten rechts.

Condition Report: David Burliuk, der zusammen mit seinem Bruder Wladimir in München und Paris studierte und zu den Hauptvertretern der russischen Avantgarde zählte, schrieb 1911 einen Beitrag für den Katalog der Ausstellung der "Neuen Künstlervereinigung München". Er pflegte Kontakte mit Kandinsky und schrieb 1912 den Artikel "Die Wilden" im Almanach des Blauen Reiters. Desweiteren nahm er gemeinsam mit Wladimir am Ersten Deutschen Herbstsalon in der Berliner Galerie "Der Sturm" von Herwarth Walden teil. Die Vielschichtigkeit seines Werkes offenbart sich auch in der vorliegenden Landschaft, die eine in pastosen Pinselstrichen ausgeführte farbintensive Küstenlandschaft zeigt. Die leuchtende Farbpalette erinnert an die Vertreter des Fauvismus, deren Werke Burliuk in seiner Pariser Zeit studiert haben muss. In den Jahren 1920 bis 1922 reiste der Künstler nach Japan und in den Südpazifik. Letztere Impressionen hielt Burliuk hier wohl fest und setzte sie später in einem ganz eigenen Stil um.

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Conrad Felixmüller – „Landschaft am Mittelmeer“

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Description: Conrad Felixmüller – „Landschaft am Mittelmeer“ Aquarell auf strukturiertem Velin. 1926. Ca. 35 x 51 cm. Signiert und datiert unten links, verso nochmals datiert „15/8/26“ sowie betitelt.

Condition Report: Im August und September 1926 hält Felixmüller sich mit der Familie in Le Lavandou an der französischen Riviera auf. Hier entsteht auch das vorliegende Aquarell. – Anfang der Signatur etwas verblasst. Verso in den Ecken Montagespuren. Allgemein in sehr gutem und farbfrischem Zustand.

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Werner Heldt – Häuser in Andratx auf Mallorca

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Description: Werner Heldt – Häuser in Andratx auf Mallorca Öl auf Leinwand. (19)32. Ca. 68,5 x 97,5 cm. Monogrammiert und datiert unten rechts, verso ein aufgeklebtes Stück Leinwand, dort „restauriert Sept 1952 v. WH.“ bezeichnet.

Condition Report: Nach Beendigung seines Studiums reist Heldt 1930 für einige Wochen nach Paris. Hier macht er die Bekanntschaft Maurice Utrillos, des Malers, der wie Heldt sich auf meist menschenleere Stadtansichten spezialisiert hatte. Von ihm übernimmt Heldt eine hellere, freundlichere Farbpalette und eine flächenhafte Bildgestaltung durch den Einsatz der Farbe. Angeekelt von den politischen Entwicklungen beschließt Heldt im Frühjahr 1933, kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, Deutschland zu verlassen. Er emigriert nach Mallorca und wählt dort als Wohnort das malerische Städtchen Andratx und den nahen Hafen des Ortes, Port d’Andratx, an der Südspitze der Insel, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt. Hier entsteht das vorliegende Gemälde, das Heldt zu einem späteren Zeitpunkt vordatiert haben muss.

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Karl Schmidt-Rottluff – Netze am See (Lebasee)

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Description: Karl Schmidt-Rottluff – Netze am See (Lebasee) Farbige Ölkreide und Tuschpinsel über Bleistift auf Maschinenbütten. (Um 1935). Ca. 26,5 x 38 cm. Signiert unten rechts.

Condition Report: Nach seiner Zeit als Mitglied an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin zieht Schmidt-Rottluff nach Rumbke am Lebasee in Hinterpommern. Hier entstehen zahlreiche Ansichten dieser stimmungsvollen Landschaft, die der Künstler im vorliegenden Blatt aus einem erhöhten Standpunkt mit schwungvollem Pinselstrich und strahlenden Farben festhält. Die Komposition zeigt drei große Bäume und Sträucher im Vordergrund, die sich mit Wiesenflächen und Netzen hin zum See öffnet. Der Blick reicht über den See hinaus auf das gegenüberliegende Ufer. – Verso Reste alter Montage, sonst in schöner und farbfrischer Erhaltung.

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Lyonel Feininger – „Dampfschiff 1840“

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Description: Lyonel Feininger – „Dampfschiff 1840“ Tuschfeder auf leicht strukturiertem Papier. (19)34. Ca. 18 x 28 cm. Signiert unten links, datiert „15.3.34“ unten rechts, betitelt unten mittig.

Condition Report: Am unteren linken Rand bezeichnet „X.L.F.“ Als Lyonel Feininger als Kind im New York der 1880er Jahre erstmals die auf dem Hudson River in New York kreuzenden Schoner, Schaluppen und Barken beobachtete, war eine Leidenschaft geboren, die ihn zeitlebens nicht mehr losließ. Insbesondere faszinierten ihn die Raddampfer, wie die Mary Powell, Albany und Drew, die den Fluss hinauf- und herunterfuhren. 1887 war es dann auch ein Segeldampfer, mit dem Feininger von den USA nach Deutschland fuhr, wo er anschließend fast 50 Jahre seines Lebens verbrachte. In einem Brief an Alfred H. Barr Jr., dem Gründungsdirektor des Museum of Modern Art, erinnert sich Feininger 1944 an diese Überfahrt: „Ich fuhr auf dem alten HAPAG Liniendampfer ‚Gellert’ (weniger als 3000 Tonnen). Sie hatte, wie alle Schiffe ihrer Zeit, Segel; sie war aufgetakelt wie eine Brigg und fuhr die meiste Zeit unter Segel (...).“ Damit war die Gellert nicht unähnlich dem in dieser Tuschezeichnung vom 15. März 1934 dargestellten „Dampfschiff 1840“. In der geometrisch-reduzierten Ausdrucksweise erweckt diese Arbeit Anklänge an Schiffsbaupläne, zeigt zugleich Feiningers technisches Verständnis und Liebe zum Detail und erweckt dennoch die Dynamik eines Schiffes in aufgewühlter See. Auch zahlreiche andere Arbeiten, wie Skizzen aus den Jahren 1913 und 1918, und nicht zuletzt die Gemälde „Raddampfer II“, 1913 (Hess 117, Detroit Institute of Arts), „Raddampfer III“, 1928 (Hess 296, Privatsammlung), zeigen, dass es Feininger von diesem Schiffstyp besonders angetan war. – Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Verso am linken Rand Montagespuren. In sehr gutem Zustand.

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Lyonel Feininger – „Yachtrennen“

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Description: Lyonel Feininger – „Yachtrennen“ Tuschfeder auf leicht strukturiertem Maschinenbütten. (19)31. Ca. 17 x 26 cm. Signiert unten links, datiert „18.9.31“ unten rechts, betitelt unten mittig.

Condition Report: Am 18. März 1926 schreibt Feininger an seine Frau Julia von seiner lebenslangen Faszination für das Meer mit den darauf kreuzenden „Fahrzeugen“: „ich bin wirklich vom Meer von Kindesbeinen an begeistert und wollte ja immer Marinemaler werden.“ Die Leidenschaft für das Maritime beschränkte sich bei Feininger nicht nur auf die Darstellung in seiner Kunst, sondern er fertigte schon als Jugendlicher Modelle von Segelschiffen an, die er auf einem Teich im Central Park segeln ließ. Als seine Söhne und insbesondere sein jüngster Sohn Lux ab Mitte der 1920er Jahre auch anfingen Modellschiffe zu bauen, um diese bei den jährlichen Sommerurlauben in Deep auf der Rega um die Wette segeln zu lassen, ließ es sich auch Feininger nicht nehmen, erneut Boote zu konstruieren, um an diesen „Yachten-Rennen“ teilzunehmen. Diese Tuschezeichnung vom 18. September 1931 zeigt wahrscheinlich eine dieser „legendären“ Wettfahrten mit drei Booten. Die Arbeit verweist aber auch zugleich auf die Vorbilder, nach denen die Schiffe konstruiert waren und die Feininger nicht zuletzt in den Gemälden „Marine“, 1932 (Hess 344, Privatsammlung), „Yacht Race“, 1946 (Hess 469, Privatsammlung) und „Yachten“, 1950 (Hess 501, National Gallery of Canada, Ottawa), dargestellt hat. – Im Passepartoutausschnitt leicht lichtrandig. Stecknadellöchlein in den Ecken und mittig an den Rändern. Rechter Rand leicht unregelmäßig. Allgemein in sehr gutem Zustand.

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Lyonel Feininger – Ghosties (spirits of compunction)

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Description: Lyonel Feininger – Ghosties (spirits of compunction) Aquarell und Tuschfeder auf Briefpapier. 1955. Ca. 14 x 21,5 cm. Signiert unten links, verso datiert und signiert „Papileo“ (Brief).

Condition Report: Auf der Vorderseite dieses Briefes von Feininger an den Kunsthistoriker Holger Cahill (1887–1960) beschwört Feininger die „Geister der Reue“ herauf, die den Empfänger gnädig stimmen sollen ob der Schreibfaulheit des Absenders. Feininger verfasst diesen Brief Ende September 1955 in Stockbridge, Massachusetts, wo er und seine Frau bereits seit 1946 regelmäßig das Haus von Cahills Frau, Dorothy C. Miller (1904–2003), Kuratorin am Museum of Modern Art, für ihren Sommeraufenthalt mieteten. Anstatt der Miete von 100 US-Dollar „bezahlten“ Feiningers Miller in Kunstwerken. Die Figuren auf der Vorderseite zeigen Feiningers sogenannte „Ghosties“ – freundliche Gespensterchen, frei Feiningers Fantasie entsprungen, die er ab den 1950er Jahren immer wieder malt und an seine Freunde und Familie verschenkt. – Zwei vertikale geglättete Faltungen, da als Brief versendet. Maschinenschrift recto leicht durchschlagend. Stecknadellöchlein in den Ecken. Blattkanten kaum merklich gebräunt, sonst sehr schön.

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Lyonel Feininger – Der Kalkofen

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Description: Lyonel Feininger – Der Kalkofen Aquarell und Tuschfeder auf Maschinenbütten. 1923. Ca. 23 x 29 cm. Signiert, datiert „2 Dec 1923“ und betitelt am Unterrand.

Condition Report: Im Entstehungsjahr 1923 zeichnet Lyonel Feininger von Juni bis August viel in Weimar und den umliegenden Dörfern, wie z.B. Buttelstedt, Ottstedt, Sachsenhausen und Magdala. Neben seiner Tätigkeit am Bauhaus hält Feininger auf seinen vielen Wanderungen die Gegend eindrucksvoll fest und zeigt hier dem Betrachter einen Kalkofen, der damals als Brennofen für die Herstellung von Branntkalk aus Kalkstein diente. Die ländliche Idylle wird im Vordergrund mit dem Fluss, einem Spaziergänger und Angler im Kahn ergänzt. Die ausgewogene Farbigkeit in Gelb-, Rot- und Blautönen rundet die Komposition ab und gibt ihr eine schöne Tiefe. – Minimal gebräunt und kaum merklich verblasst. Ränder mit Reißnagellöchlein, dort mit leichten Verfärbungen (im Arbeitsprozess entstanden). Sonst in schöner Erhaltung.

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Christian Rohlfs – Lilien

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Description: Christian Rohlfs – Lilien Wassertempera und farbige Kreide auf Bütten von „PM Fabriano“. (19)33. Ca. 48 x 66,5 cm. Monogrammiert und datiert unten rechts.

Condition Report: Beispielhaft für die späten Arbeiten Rohlfs aus seiner Asconer Zeit ist die Reduzierung der dargestellten Dinge, wie hier ein Lilienzweig, auf das Wesentliche. Rohlfs bettet hier die zart skizzierten Blüten in eine Komposition von dezenten Rot-, Blau- und Gelbtönen ausgewogen ein und gibt ihnen durch die zum Teil ausgesparten hellen Bereiche des Papiers und der Oberflächenbearbeitung Halt. Rohlfs äußert sich zu seinen damaligen Eindrücken: „An Sommerabenden saßen wir meist mit Freunden auf der Terrasse und erlebten bei anregenden Gesprächen die farbige Nacht. Und wie viele Abende saßen wir schweigend auf der Brüstung und beobachteten, wie über den schimmernden Randlinien des Monte Tamaro der Himmel heller wurde, endlich der Mond erschien und die Welt mit seinem Licht erfüllte und die großen weißen Blüten von Lilien und Hortensien zum Leuchten brachte.“ (Zitiert aus: Ausst.-Kat. der Kunsthalle Emden, Christian Rohlfs. Das Licht in den Dingen. Späte Temperabilder, Emden 18.9.-21.11.1999, S. 22). – Umlaufend mit Büttenrand. Linke obere Ecke aufgrund des Reißnagels mit kleinem Einriss. Verso in den Ecken Reste alter Montage. Sonst in schöner und farbfrischer Erhaltung.

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Christian Rohlfs – Hyazinthen

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Description: Christian Rohlfs – Hyazinthen Wassertempera und Kreide auf Bütten. (1935). Ca. 66 x 48,5 cm. Verso mit dem Nachlassstempel (Lugt 2143 a).

Condition Report: Christian Rohlfs hinterlässt ein sehr umfangreiches Werk auf Papier. In einer ganz selbständigen Form setzt Rohlfs seine Werke teils aus der Erinnerung um und versucht mit Farbüberlagerungen optische Eindrücke und Strukturen zu erzielen. Die Farbe ist dabei der bedeutendste Ausdrucksträger, deren Wirkung er mit nuancierender Oberflächenbearbeitung weiter verstärkt und damit auch eine gewisse Leichtigkeit und Lebendigkeit erzeugt. Schon 1911 schreibt Rohlfs in einem Brief an Gertrud Osthaus: „Ja, ich bin mit dem Naturalismus wirklich am Ende und stilisiere, daß sich die Balken biegen. Deshalb will ich vor der Natur auch gar keine Bilder malen, sondern mir bloß Material verschaffen. Dieses aber dann im Atelier mit Phantasie und Geisteskraft zu herrlichen Kunstgebilden umarbeiten" (Ausst. Kat.-Kunsthalle Emden: Christian Rohlfs. Das Licht in den Dingen. Späte Temperabilder. Emden 18.9.-21.11.1999, S. 26). Ab 1927 verbringt der Künstler einige Monate in Ascona, wo er sich jährlich vorwiegend den Pflanzen und Blumen widmet. – Verso am Oberrand mit Resten alter Montage, recto in den Ecken minimale Unregelmäßigkeiten, umlaufend mit Büttenrand, sonst in schöner Erhaltung.

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Ernst Wilhelm Nay – Die Kathedrale

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Description: Ernst Wilhelm Nay – Die Kathedrale Gouache auf Karton. (19)42. Ca. 23,5 x 29,5 cm. Signiert und datiert unten links.

Condition Report: Ernst Wilhelm Nay hat ein umfangreiches Œuvre auf Papier geschaffen - über 6.000 Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen sind von ihm bekannt. Seinen unermüdlichen Schaffensdrang zeigt auch das vorliegende Werk, das in der Bildmitte eine gotische Kathedrale, eingerahmt von Bäumen und mit zwei Figuren im Vordergrund, wiedergibt. In dichten, kräftigen Rot- und Grüntönen, kombiniert mit Schwarz, führt Nay die Szenerie aus. Er setzt die Farben dicht übereinander und erzeugt mit den unruhigen Pinselstrichen eine starke Dynamik. Die rechte Figur in Rot, die einen schwarzen Umhang trägt, steht vor dem Eingang der Kirche. Überragt wird die Figur von einer großen Fensterrosette. Die linke Figur in Rot/Orange schreitet aus dem Zentrum heraus, sie scheint fast mit großen Schritten zu fliehen. Die einzige Lichtquelle in hellem Gelb erstrahlt an der linken Seite des Baus. Zur Entstehungszeit der Gouache befand sich Nay in Frankreich, nachdem er 1940 zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Als 'entartet' verfemt, konnte er 1942, als er an der Westfront eingesetzt war, nur im Verborgenen kleinformatige Werke schaffen. Die vorliegende Arbeit stammt aus dieser schwierigen Zeit. Nay konnte als geächteter Künstler kaum Materialien erwerben und war so gezwungen, auf kleinformatige Papierarbeiten auszuweichen. Es existieren zwei Fassungen des Motives (vgl. Claesges 42-062). – Kaum merkliches Craquelé. Mit wenigen winzigen Farbverlusten, sonst in schöner und farbfrischer Erhaltung.

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