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Auction Description for Koller: Furniture & Sculptures - Part 2
Viewing Notes:
Geneva (Highlights) Thur, 21 - Fri, 22 February. Dusseldorf (Highlights) Thur, 28 February - Fri, 1 March. Zurich Sat, 9 - Sun, 17 March, daily 10 am to 7 pm.
Sale Notes:
www.invaluable.com/kollerauktionen

Furniture & Sculptures - Part 2

by Koller Auctions

Platinum House

170 lots with images

March 21, 2013

Live Auction

Hardturmstrasse 102

Zurich, 8031 Switzerland

Phone: 00 41 44 445 63 63

Fax: 00 41 44 273 19 66

Email: office@kollerauktionen.ch

170 Lots
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SPIEGEL 'A L'AMOUR', Régence, Paris um 1730.Holz

Lot 1124: SPIEGEL 'A L'AMOUR', Régence, Paris um 1730.Holz

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Description: SPIEGEL 'A L'AMOUR', Régence, Paris um 1730.Holz durchbrochen und fein beschnitzt mit Amor, Maskaron, Kartuschen, Blättern und Zierfries sowie vergoldet. Rechteckiger, verspiegelter Doppelrahmen mit grossem, verspiegeltem Amorenaufsatz. Wenige Fehlstellen. Spiegelglas ersetzt. H 154 cm. B 81 cm. MIRROR 'A L'AMOUR',Regence, Paris circa 1730.Pierced and finely carved giltwood. Some losses. The mirror plate replaced. H 154 cm. W 81 cm.

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BOULLE-PENDULE mit Sockel, Régence, das Werk sign.

Lot 1125: BOULLE-PENDULE mit Sockel, Régence, das Werk sign.

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Description: BOULLE-PENDULE mit Sockel, Régence, das Werk sign. JEROME MARTINOT A PARIS (Jérôme Martinot, 1671-1724), Paris um 1710/15.Ebonisiertes Holz, braunes Schildpatt und Messing eingelegt in 'contre partie' mit Vögeln, Girlanden, Palmetten, Voluten, Kartuschen, Blumen, Blättern, Mäanderband und Bogenfries. Rechteckiges, dreiseitig verglastes, auch innen eingelegtes Gehäuse mit Figurenaufsatz und kleinen Volutenfüssen, auf sich verjüngendem Sockel. Reliefiertes Zifferblatt mit 12 Emailkartuschen mit blauen römischen Stundenzahlen und gravierten arabischen Minutenzahlen. Spindelwerk mit 1/2-Stundenschlag auf Glocke. Vergoldete Beschläge und Applikationen in Form von Apollomaskaron, Hermeskopf, Akanthusblättern, Voluten und Girlanden. 40x22x113 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz.Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996; S. 372 (biogr. Angaben). H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris 1974; S. 441f. (biogr. Angaben). BOULLE CLOCK with plinth,Regence, the movement signed JEROME MARTINOT A PARIS (Jerome Martinot, 1671-1724), Paris circa 1710/15.Ebonized wood, brown tortoiseshell and brass inlaid in 'contre partie'. The case glazed on three sides and with inlaid interior. Relief-decorated dial with 12 enamel cartouches. Verge escapement striking the 1/2 hours on bell. Gilt mounts and applications. 40x22x113 cm.

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SCHMALER SCHRANK, Régence, Paris um

Lot 1126: SCHMALER SCHRANK, Régence, Paris um

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Description: SCHMALER SCHRANK, Régence, Paris um 1720/30.Palisander gefriest. Rechteckiger Korpus mit geradem, gekehltem und vorkragendem Kranz auf wellig ausgeschnittenem Sockel. Doppeltürige Front mit gewulsteter Schlagleiste. Vergoldete Bronzebeschläge. Leicht ausgebleicht. 92x44x171 cm. NARROW CABINET,Regence, Paris circa 1720/30.Rosewood in veneer. The front with double doors. Gilt bronze mounts. Slightly faded. 92x44x171 cm.

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TAPISSERIE 'PROCRIS ET CEPHALE', Régence, wohl

Lot 1127: TAPISSERIE 'PROCRIS ET CEPHALE', Régence, wohl

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Description: TAPISSERIE 'PROCRIS ET CEPHALE', Régence, wohl Atelier VAN DER BORGHT (Jasper van der Borght, gest. 1742), mit späterer Bez. ANVERS, Brüssel um 1720.Darstellung mit Prokris, Kephalos und Jagdhund Lailaps an einem Bach in Waldlandschaft, im Hintergund eine Brücke, grosses Tor, Berge und kleine Städte. Feine Blumen- und Blätterbordüre. H 245 cm. B 262 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Prokris ist eine Figur der griechischen Mythologie und eine Tochter des Königs von Attika und Gemahlin des Kephalos, König von Thorikos. Die Sage erzählt, Prokris habe sich vom attischen Helden Pteleon verführen lassen und sei dabei von ihrem Gatten Kephalos erwischt worden, der sie daraufhin acht Jahre lang unberührt liess. Eine andere Version besagt, es sei Kephalos selbst gewesen, der Prokris in Gestalt eines Fremden in Versuchung geführt habe, um ihre Treue zu testen. Prokris verliess Kephalos und reiste nach Kreta, zu König Minos, der unter einem schrecklichen Fluch litt. Prokris heilte ihn und erhielt zum Dank den schnellen, unsterblichen Hund Lailaps. Nach einiger Zeit kehrte Prokris nach Thorikos zu ihrem Gatten zurück und stellte ihn nun auf die Probe, indem sie ihn in Gestalt einer schönen Fremden verführte. Auf diese Weise wurde Kephalos beschämt; die beiden versöhnten sich jedoch. Gemäss einer anderen Erzählung verliert Prokris ihren Kephalos an Eos, die Göttin der Morgenröte, die den schönen Mann einfach raubte.Jasper und Johann Frans Van Der Borght stammten aus einer Dynastie von Tapissiers, die seit 1600 quellenmässig eruierbar ist. Jasper bekam den Meister 1684 und er signierte seine Werke mit 'A CASTRO' um sich von seinem Vater Jacob zu unterscheiden. Sein Sohn Jan-Frans Van Der Borght (F.V.D.Borght) übernahm nach dem Tod des Vaters 1742, mit seinem jüngeren Bruder Peter, die Werkstatt. Das Atelier fertigte eine Vielzahl von bedeutenden Tapisserien für Kaiserin Maria Theresia, Franz von Lothringen und das schwedische Königshaus: diese besitzen eine Serie von sieben Teppichen mit den Signaturen F.Y.D.BORGHT und I.Y.D. BOR CHT. Eine mit zehn Teppichen vollständige Achilles-Serie - die Bordüren tragen Wappen und Namenszug der Kaiser Maria Theresia - wurde 1913 an einer Christie's Auktion zugeschlagen. TAPISSERIE, TAPESTRY 'PROCRIS ET CEPHALE',Regence, probably the atelier of VAN DER BORGHT (Jasper van der Borght, died 1742), with later inscription ANVERS, Brussels circa 1720.Depiction with Procris, Cephalus and hunting dog Laelaps by a brook in a forest landscape. H 245 cm. W 262 cm.

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GROSSES BUREAU MAZARIN MIT BOULLE-MARKETERIE,

Lot 1128: GROSSES BUREAU MAZARIN MIT BOULLE-MARKETERIE,

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Description: GROSSES BUREAU MAZARIN MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XIV, Paris um 1700.Ebenholz, braunes Schildpatt sowie Messing ausserordentlich fein eingelegt in 'contre partie'; Fabelwesen, Blumen, Blätter und Zierfries. Rechteckiges, mit braunem, goldgepresstem Leder bezogenes und in profiliertem Bronzestab gefasstes Blatt auf gerader Zarge mit 8 durch 2 geschweiften Kreuzstege verbundenen Vierkantbeinen mit Kreiselfüssen. Front mit breiter Zentralschublade, flankiert von je 2 Schubladen. Gleiche, jedoch blinde Einteilung auf der Rückseite. Vergoldete Bronzebeschläge. Ergänzungen in der Marketerie. 185x87x80 cm.Das 'bureau Mazarin' kann als Schreibtisch der Übergangsphase zwischen dem achtbeinigen Schreibpult der Louis-XIV-Epoche und dem eleganten, leichter wirkenden Bureau-Plat der Régence bezeichnet werden. Kardinal Mazarin (1602-1662), Nachfolger von Richelieu am französischen Hof und politischer 'Architekt' der Vormachtstellung Frankreichs im Europa der 1650er Jahre, gab diesem Möbel seinen Namen. Vermutlich war er einer der ersten, die einen Tisch von solcher Form besassen. IMPORTANT BUREAU MAZARIN,avec marqueterie Boulle, Epoque Louis XIV, Paris vers 1700. LARGE BUREAU MAZARIN WITH BOULLE MARQUETRY, Louis XIV, Paris circa 1700.Ebony, brown tortoiseshell and brass with exceptionally fine inlays in 'contre partie'. The rectangular top lined with gold-stamped, brown leather and edged in bronze. The front with broad central drawer, flanked on each side by 2 drawers. Same, but sham arrangement verso. Gilt bronze mounts. Supplements to the marquetry. 185x87x80 cm.

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TISCHSPIEGEL MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XIV,

Lot 1129: TISCHSPIEGEL MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XIV,

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Description: TISCHSPIEGEL MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XIV, Paris um 1700/30.Rot-braunes Schildpatt mit feinen Messingeinlagen und Birnbaum ebonisiert. Rechteckiger, gewulsteter und profilierter Rahmen mit eingezogenen oberen Ecken und bogenförmigem Abschluss. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -applikationen in Form von Maskaronen und Voluten. Verso mit verstellbarer Halterung. H 65 cm. B 52 cm.Provenienz: Aus französischem Besitz. TABLE MIRROR WITH BOULLE MARQUETRY,Louis XIV, Paris circa 1700/30.Red-brown tortoise shell with fine brass inlays and ebonized pearwood. Fine, gilt bronze mounts and applications. Verso with adjustable support. H 65 cm. W 52 cm.

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GROSSE KONSOLE 'AU MASCARON', sog. 'table à

Lot 1130: GROSSE KONSOLE 'AU MASCARON', sog. 'table à

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Description: GROSSE KONSOLE 'AU MASCARON', sog. 'table à gibier', Régence, Paris um 1720/30.Holz reich beschnitzt mit Maskaron, Kartuschen, Muscheln, Blättern und Zierfries sowie vergoldet. Rechteckige, profilierte 'Rouge de Rance'-Platte auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen auf Volutenfüssen mit Palmetten. Etwas zu überholen. 144x70x87,5 cm.Expertisiert durch das Cabinet Dillée, Guillaume Dillée / Simon Pierre Etienne, Paris 2013. LARGE CONSOLE 'AU MASCARON',known as a 'table a gibier', Regence, Paris circa 1720/30.Richly carved giltwood. 'Rouge de Rance' top. Some restoration required. 144x70x87.5 cm. Expertise by Cabinet Dillee, Guillaume Dillee / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.

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SCHREIBKABINETT MIT BOULLE-MARKETERIE 'AUX SCENES

Lot 1131: SCHREIBKABINETT MIT BOULLE-MARKETERIE 'AUX SCENES

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Description: SCHREIBKABINETT MIT BOULLE-MARKETERIE 'AUX SCENES CHINOISES', Barock, H. VAN SOEST (Hendrik van Soest, Antwerpen 1659-1716 Paris) zuzuschreiben, die Chinoiserien nach Vorlagen von J. NIEUHOF (Johan Nieuhof, Uelsen 1618-1672 Madagaskar) und O. DAPPER (Olfert Dapper, 1635 Amsterdam 1689), Antwerpen um 1700.Palisander und Hartholz sowie rotes Schildpatt, graviertes Messing, Zinn und Perlmutt ausserordentlich fein eingelegt mit unterschiedlichen chinesischen Figurenstaffagen, Palmetten, Voluten, Blumen, Kartuschen, Rosetten und Filets. Rechteckiger Korpus mit gesprengtem Kranz auf gerader Zarge mit abgekanteten, sich nach unten verjüngenden Säulenbeinen und eingezogener, geschweift ausgeschnittener Sockelplatte auf stilisierten, wohl ersetzten Kreiselfüssen. Front mit eingezogener Schublade unter abklappbarer, das Deckblatt zurückschiebender Schublade als Schreibfach mit lederbezogenem Schreibblatt sowie 4 nebeneinander liegende Schubladen in der Front und seitlich 1 schmale Schublade. Zurückgesetzter Aufsatz mit Zentraltüre vor grossem Fach über Schublade und unter Kopfschublade, flankiert von je 3 kleinen und 3 vorstehenden grossen Schubladen. Geheimfächer im Kranz. Messingbeschläge. 100x64x148 cm.Provenienz: Aus französischem Besitz.Ein nahezu identisches Prunkmöbel mit 2 Schubladen im Aufsatz stand einst im Schloss Schleissheim und gehört heute zu den Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums in München (Inventarnr. R 3362). Es ist abgebildet in: H. Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels, München 1976; II (Abb. 318 und 322). Ein weiteres vergleichbares Möbel gehört ebenfalls zu den Sammlungen von Schloss Schleissheim (Inventarnr. SNS MT) und ist das Gegenstück des Kabinetts in München. Zwei weitere Kabinette mit Chinoiserie-Marketerie befinden sich heute in der Sammlung des Smit van Gelder Museum in Antwerpen und in europäischem Privatbesitz. Das Inventar von H. van Soest listet 6 vergleichbare Kabinette mit 'décor chinois' auf. Ein weiteres Schreibkabinett mit identischer Marketerie gehörte zu den Sammlungen von Mentmore und wurde von bei Sotheby's Parke Bernet am 20.5.1977 (Katalognr. 922) verkauft. Ein weiteres Kabinett von H. van Soest mit Wappen von König Philipp V. von Spanien wurde bei Christie's London am 30.10.2002 (Katalognr. 75) verkauft und steht heute im Museo Nacional de Artes Decorativas in Madrid. Ein von H. van Soest signiertes Kabinett wurde bei Sotheby's London am 30.10.2000 (Katalognr. 340) verkauft.Antwerpener Kabinette des 17. und frühen 18. Jahrhunderts waren in ganz Europa beliebt; bedeutende niederländische Kommunen waren in Paris, Spanien und Portugal tätig und sorgten für die Verbreitung der Kabinette. Es ist archivalisch belegt, dass wichtige Pariser Händler diese Art Möbel direkt in den Niederlanden kauften und den Adelshäusern Europas anboten. Diese Prunkmöbel, stark von der Pariser Boulle-Marketerie beeinflusst, wurden wegen ihrer ausserordentlich reichen Ausarbeitung zum Symbol für den Reichtum der Eigentümer, intellektuell überhöht durch die oft sehr symbolhafte Bildsprache. T. Wolversperges konnte nachweisen, dass H. van Soest in Paris ein eigenes Geschäft besass (in: Le meuble en Belgique, Brüssel 2000; S. 29). H. van Soest war nach den Dynastien Forchoudt und Musson der wohl letzte Vertreter der bedeutenden 'marchand-ébenistes' in Antwerpen. Sein Vater Gommaire war seit 1680 Ebenist und führte sein Atelier an der Malderijstrat 5. H. van Soest führte die familiäre Tradition erfolgreich fort und war angesehenes Mitglied der Sankt-Lukas-Gilde, ab 1692 Schatzmeister und Dekan. Die Archive der 1690er Jahre belegen den stetigen Aufstieg der Werkstatt, die etwa 50 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Spezialisierungen beschäftigte. H. van Soest arbeitete für Kurfürst Max Emanuel von Bayern, Prinzbischof Joseph Clement von Lüttich, für die Fürsten von Wolfenbüttel und den Erzbischof von Koblenz. Die Werkstatt spezialisierte sich auf Kabinette mit Marketerien aus Schildpatt und Metall. Zwischen 1702 und 1705 lieferte Soest zahlreiche Möbel nach Spanien. Nachdem die englischen und niederländischen Truppen in der Schlacht bei Ramillies die französische Streitmacht besiegt hatten, nahm van Soest 1706 die Möbel des aus Brüssel flüchtenden Kurfürsten Max Emanuel in Verwahrung, darunter auch ein 'bureau de marqueterie de figures à la chinoise'. Dieser Umstand zeigt die enge Verbindung zwischen H. van Soest und dem Kurfürsten, die seit den 1690er Jahren bestand, was durch ein Schreiben von H. van Soest aus dem Jahr 1694 belegt wird, in dem er um die Genehmigung für eine Lotterie bat, bei der er Prunkmöbel aus seiner Werkstatt als Preise vergab. Seit J. Nieuhof 1640 als Fähnrich im Dienste der niederländischen Ost-Indischen Compagnie nach Brasilien gereist war, verbrachte er sein Leben ausserhalb Europas. Er bereiste als Handelsvertreter und Weltenbummler Indien, Sri Lanka, China und Indonesien. Lediglich in den Jahren 1658 und 1671 kehrte er zu kurzen Familienbesuchen in die Niederlande zurück. Als Mitglied einer niederländischen Delegation lernte er zwischen 1655 und 1657 den Kaiserhof von Peking kennen. Die lange Reise von Kanton nach Peking, zu Land und zu Wasser, ermöglichte es ihm, einen zweiteiligen Bericht über China zu verfassen: 'Die Gesandtschaft der Niederländischen Ostindienkompanie an den grossen Tartarischen Khan, den gegenwärtigen Kaiser von China'. Das Werk, aufgeteilt in einen ausführlichen Reisebericht und eine sehr systematische Beschreibung von Land, Leuten und der Geschichte Chinas, war in Europa ausserordentlich erfolgreich, wohl auch, weil es mit über 150 Stichen illustriert war und so das bisher unbekannte Reich veranschaulichte. In den Jahren von 1665 bis 1693 wurden sechs niederländische, drei deutsche, zwei englische, eine französische und eine lateinische Auflage des Werkes veröffentlicht.Die hier vorzufindenden Chinoiserien finden sich adaptiert im erwähnten Werk von J. Nieuhof. Bei der Herstellung der Szene auf der Aufsatztür liess man sich vom Titelblatt des Chinaberichtes inspirieren, allerdings wurde das Motiv leicht verändert: Der Kaiser steht unter einem Schirm, und anstelle der in Ketten gelegten Gefangen sind zwei europäische Figuren dargestellt, die auf Geschenke deuten. Die Szenen der Schubladenfronten stammen aus unterschiedlichen Stichvorlagen und wurden neu konzipiert. Es sind vorwiegend verschiedene Jahrmarktgestalten mit Bettlern und Gauklern aus dem Kapitel ' Van verscheidene Sineesche Hantwerken', aber auch Darstellungen aus 'Van verschiedene Zekten in Sina, nopende de Philophie' wie brahmanische Mönche, die sich mit Ketten, Peitschen und Feuer kasteien. Die dargestellten Sitten und Bräuche Chinas hinterliessen bei den Europäern des 17. Jahrhunderts grossen Eindruck; sie wurden auch von O. Dappert im Werk 'Asia oder Ausführliche Beschreibung des Reichs des Grossen Moguls und eines Theils von Indien' publiziert. Die Illustrationen dienten ebenfalls als Vorlagen für die hier anzutreffenden Einlegearbeiten. Die sehr freie Kom-bination und Adaption der Zeichnungen mit idealisierten Pagoden- und Parklandschaften, die mehr einen dekorativen als einen kritisch-historischen Zweck hatten, zeigen das grosse Interesse und die Faszination der Europäer für die exotische Welt - das hier angebotene Möbel stellt ein frühes Beispiel dieser 'Chinamode' dar. Von französischen Boulle-Marketerien, wo chinesische Figuren meistens einzeln als Hauptmotiv oder Staffage einer Bandelwerkgroteske auftauchen, unterscheiden sich diese Einlegearbeiten durch szenische Darstellungen aus dem chinesischen Leben, oft eingebettet in einen Landschaftshintergrund. Die Bilder aus Buntmetallen und Schildpatt sind einzigartig und als Werke H. van Soests zu identifizieren. Seine Darstellungen führten zu einer Idealisierung und Verehrung des fremden, wenn auch heidnischen Landes und bewirkten, dass chinesische Szenen zu einer weit verbreiteten Mode wurden. Das Interesse am Exotischen förderte die Chinamode zusätzlich und bereicherte sie durch weitere Elemente, die nicht immer chinesischen Ursprungs waren - sie stammten zum Teil aus anderen Ländern oder wurden frei erfunden, im Sinne des nie Dagewesenen und Erstaunlichen.Lit.: G. Hojer / B. Langer, Die Schlösser Nymphenburg und Schleissheim, München 2000; S. 277-285 (mit Angaben zu H. van Soest) und Katalognr. 11, 120.3, und 121 (mit Beschreibungen der erwähnten Möbel). B. Langer et al., Die deutschen Möbel des 16.-18. Jahrhunderts, München 1996; S. 95-100 (mit Beschreibungen der Möbel von H. van Soest). K. Frost, Ein Antwerpener Schreibkabinett aus der Werkstatt des Hendrik van Soest, Technologische Untersuchungen und konservierende Massnahmen, in: R. Bothe / D. Ulferts, Möbel, Uhren, Reliefintarsien. Holzrestaurierung und textile Rekonstruktionen im Schlossmuseum. Kunstsammlungen Weimer, Kunst und Handwerk III, Berlin 2001; S. 151-180. Wir danken Frau Dr. Tina Cornet für die wertvollen Hinweise und die Hilfe bei der Katalogisierung des hier angebotenen Schreibkabinettes. WRITING CABINET WITH BOULLE MARQUETRY 'AUX SCENES CHINOISES',Baroque, attributed to H. VAN SOEST (Hendrik van Soest, Antwerp 1659-1716 Paris), the chinoiserie scenes after designs by J. NIEUHOF (Johan Nieuhof, Uelsen 1618-1672 Madagascar) and O. DAPPER (Olfert Dapper, 1635 Amsterdam 1689), Antwerp circa1700.Rosewood and hardwood with red tortoiseshell, engraved brass, pewter and mother-of-pearl exceptionally finely inlaid with various Chinese figural scenes, palmettes, volutes, flowers, cartouches, rosettes and fillets. The feet probably replaced. The front with recessed drawer below hinged drawer with sliding cover revealing writing compartment with leather-lined writing surface as well as 4 adjacent drawers in the front and 1 narrow drawer on the side. Recessed upper section with central door, opening to compartment above drawer and below a top drawer, flanked on each side by 3 small and 3 large drawers. Secret compartment in the cornice. Brass mounts. 100x64x148.

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SCHATULLE MIT BOULLE-MARKETERIE, Régence, wohl von

Lot 1132: SCHATULLE MIT BOULLE-MARKETERIE, Régence, wohl von

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Description: SCHATULLE MIT BOULLE-MARKETERIE, Régence, wohl von H. VAN SOEST (Hendrik van Soest, Antwerpen 1659-1716 Paris), Antwerpen um 1700.Ebonisiertes Holz, eingelegt mit rotem Schildpatt, graviertem Messing und Zinn in Form einer figürlichen Szene in Medaillon, stilisierten Blumen, Blättern, Voluten und Kartuschen. Rechteckiger, auch innen eingelegter Korpus mit leicht gewölbtem Klappdeckel. 26x20x10 cm.Provenienz: Privatsammlung, Westschweiz.Für Angaben zu H. van Soest siehe Fussnote der Katalognr. 1131. CASKET WITH BOULLE MARQUETRY,Regence, probably by H. VAN SOEST (Hendrik van Soest, Antwerp 1659-1716 Paris), Antwerp circa 1700.Ebonized wood inlaid with red tortoiseshell, engraved brass and pewter. Inlaid interior, hinged lid. 26x20x10 cm.

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1 PAAR PRUNK-POSTAMENTE MIT BOULLE-MARKETERIE,

Lot 1133: 1 PAAR PRUNK-POSTAMENTE MIT BOULLE-MARKETERIE,

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Description: 1 PAAR PRUNK-POSTAMENTE MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XIV, von A.J. OPPENORDT (Alexandre Jean Oppenordt, 1639-1715), Paris um 1690/1700.Ebenholz und rotes Schildpatt ausserordentlich fein eingelegt in 'première partie' und 'contre partie'; Blumen, Blätter, Vasen, Kartuschen und Zierfries. Sich nach unten verjüngender Korpus mit gekehltem Kranz und vorstehendem Blatt auf wellig ausgeschnittenem Sockel. Ausserordentlich feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge und -applikationen in Form von Maskaron, 'masque d'indienne', Lorbeerblättern und Zierfries. 43x34x116,5 cm.Provenienz:- Sehr wahrscheinlich einst Besitz des 3. Grafen von Ashburnham (1760-1830).- Sammlung der Grafen von Ashburnham, Ashburnham Place, Sussex.- Christie's London, 26.6.1953.- Christie's London, 3.12.1981 (Katalognr. 85).- Bernard Baruch Steinitz, Paris.- Sammlungen der Présidence de la Côte d'Ivoire, Hôtel Masseran.- Auktion Fontainebleau, Osenat, 29.6.2008 (Katalognr. 72).- Aus einer europäischen Privatsammlung.Ausstellung:André Charles Boulle 1642-1732; Ein neuer Stil für Europa, Frankfurt a.M., 30.10.2009 bis 31.1.2010.Das hier angebotene Paar ist abgebildet in: J.N. Ronfort, André Charles Boulle 1642-1732; Ein neuer Stil für Europa, Frankfurt a.M. 2009; S. 292f.Die Motive, welche die Panneaux des hier angebotenen Paares schmücken, finden sich in identischer Weise an einer bedeutenden Pendule aus dem Paul Getty Museum in Los Angeles (Inventarnr. 72 DA 40). Sie war im Besitz von Gilles Oppenordt und wurde vom Vater gefertigt. Identische bzw. vergleichbare Motive finden sich am Postament der Pendule 'Le char d' Apollon' aus Château de Fontainebleau (Inventarnr. F 829C), die 1996 von J.N. Ronfort und J.D. Augarde als Werk von A.J. Oppenordt identifiziert wurde. A.J. Oppenordt war ein berühmter Kunsttischler während der Regierungszeit des Sonnenkönigs Louis XIV und schuf viele Möbel mit Boulle-Marketerie, einer Dekorationstechnik, die sein Zeitgenosse und Berufskollege André Charles Boulle entwickelt hatte. 1684 erhielt Oppenordt das Recht für ein 'logement' in den Galeries du Louvre. Für Schloss Versailles schuf Oppenordt insgesamt zwölf Möbelstücke; berühmt sind vor allem die beiden Medaillenschränke aus Ebenholz und Messing, die heute noch im 'Salon de l'Abondance' stehen. Oppenordt belieferte auch die Marquise de Louvois, Gattin des königlichen Ministers, und den Prince de Condé.Ashburnham Place, seit 1150 im gleichen Familienbesitz, wurde im Verlaufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und ergänzt, zuletzt im Jahr 1850. Die 3. und 4. Grafen trugen den Hauptteil einer herausragenden Kunstsammlung zusammen, die 1953 versteigert wurde. Dazu gehörten zahlreiche Möbel und Einrichtungsgegenstände von A.C. Boulle und seiner Zeitgenossen und Nachfolger, ein Paar grosse 'coffres', ein grosses Bureau-Plat mit sechs Beinen (später Sammlung de Givenchy, Paris), ein Paar bedeutender Kommoden, das im November 2006 bei Sotheby's New York verkauft wurde (Katalognr. 97), ein imposanter Mitteltisch und die hier angebotenen Postamente.Lit.: J.N. Ronfort, Le mobilier royal à l'époque de Louis XIV, 1685 et le bureau du Roi, in: L'Estampille 4 (1986). Ibid., The Surviving Cabinets on Stand by André Charles Boulle and the Chronology of the Master, in: Cleveland Studies in the History of Art, 8 (2004; S. 60). Ibid., Boulle, les commandes pour Versailles, in: Dossier de l'Art 124 (2004); S. 62f. PAIR OF IMPORTANT PEDESTALS WITH BOULLE MARQUETRY, Louis XIV, by A.J. OPPENORDT (Alexandre Jean Oppenordt, 1639-1715), Paris circa 1690/1700.Ebony and red tortoiseshell exceptionally finely inlaid in 'premiere partie' and 'contre partie'; flowers, leaves, vases, cartouches and decorative frieze. Exceptionally fine, matte and polished gilt bronze mounts and applications in the form of masks, 'masque d'indienne', laurel leaves and decorative frieze. 43x34x116.5 cm. Provenance:- In all probability the former property of the 3rd Earl of Ashburnham (1760-1830).- Collection of the Earls of Ashburnham, Ashburnham Place, Sussex.- Christie's London, 26 June 1953.- Christie's London, 3 December 1981 (Lot No. 85).- Bernard Baruch Steinitz, Paris.- Collection of the Présidence de la Côte d'Ivoire, Hôtel Masseran.- Fontainebleau auction, Osenat, 29 June 2008 (Lot No. 72).- From a European private collection. Exhibition: André Charles Boulle 1642-1732; Ein neuer Stil fuer Europa, Frankfurt a.M., 30.10.2009 thru 31.1.2010. The pair offered here is illustrated in: J.N. Ronfort, André Charles Boulle 1642-1732; Ein neuer Stil fuer Europa, Frankfurt a.M. 2009; pp. 292f.

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1 PAAR PRUNK-APPLIKEN, Régence, A.C. BOULLE (André

Lot 1134: 1 PAAR PRUNK-APPLIKEN, Régence, A.C. BOULLE (André

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Description: 1 PAAR PRUNK-APPLIKEN, Régence, A.C. BOULLE (André Charles Boulle, 1642-1732) und seinen Söhnen zuzuschreiben, Paris um 1710/15.Matt- und glanzvergoldete Bronze. Geschweifte, mit Blumen, Voluten und Kartuschen beschmückte Wandplatte mit 3 unterschiedlich geschweiften, ungleich hohen Lichtarmen mit verschieden gestalteten Tropftellern und Tüllen. H 56 cm.Provenienz: Aus französischem Besitz.Ein nahezu identisches Applikenpaar ist im Paul Getty Museum in Malibu ausgestellt (Inventarnr. 97.DF.16.1-2) und wurde von G. Wilson A.C. Boulle zugeschrieben. J.N. Ronfort, der wohl bedeutendste Experte der Arbeiten von A.C. Boulle und Co-Autor des Ausstellungskataloges über A.C. Boulle in Frankfurt in 2009, hielt diese Zuschreibung für plausibel. Er wies mit Recht darauf hin, dass die Appliken in die Zeit nach 1715 zu datieren seien, als die berühmte Werkstatt offiziell von A.C. Boulles Söhnen geführt wurde. Die Unterschiede zum hier angebotenen Paar bestehen einerseits in den Tüllen, die im Katalog des Paul Getty Museum als spätere Ergänzung bezeichnet werden, andrerseits in der unteren Partie der Wandplatte. Sie zeigen die Entwicklung des Modells und ermöglichen die frühere Datierung des hier angebotenen Paares. Es liegt eine Materialanalyse des CIRAM vom 20.2.2009 vor (Certificat d'analyse 0209-OA-28R-1) vor, welche die hier angegebene Datierung bestätigt.A.C. Boulle, bereits in jungen Jahren als 'menuisier d'art' und 'charpentier' tätig, arbeitete als polyvalenter Künstler in den 1660er Jahren in der Abbaye Sainte-Geneviève als Maler, Bildhauer und Stukkateur. Diese Tätigkeiten ermöglichten ihm den Zugang zur Académie St. Luc und brachten ihm den ersten Auftrag des Königs ein, zwei Gemälde. Der am französischen Hof tätige Colbert erkannte sehr früh das künstlerische Talent des jungen Boulle und lobte ihn als 'le plus habile dans son métier'. Boulle erhielt durch ihn als Nachfolger von J. Macé eine Wohnung im Louvre. Es folgte ein rasanter Aufstieg mit zahlreichen Aufträgen, die ihm den Titel 'architecte, peintre, sculpteur en mosaique, ciseleur-graveur, marqueteur, inventeur de chiffre' und das Privileg einbrachten, mehrere Aktivitäten zu kombinieren, was angesichts der starken Korporationen der Zünfte eine enorme Freiheit bedeutete: Er konnte all diese Tätigkeiten in seinem Atelier ausüben. Der riesige Erfolg seiner qualitativ hochwertigen Möbel, Bronzen, Pendulen, Leuchter, Postamente und Einrichtungsgegenstände führte zu einer Fülle von Aufträgen für den französischen Hof, aber auch für die gesamte führende Adelsschicht von Frankreich, wie zum Beispiel für die Ducs d'Orléans und de Bourbon, für den Prince de Condé, die Duchesse du Barry, den Kardinal von Rohan, für ausländische Könige und Fürsten wie König Philippe V. von Spanien, den Bischof von Köln und Prinz Maximilian Emanuel von Bayern. Trotz des enormen Erfolges kämpfte Boulle ständig mit finanziellen Problemen und war auf die Hilfe des Königs angewiesen, wie beispielsweise im Jahr 1703: 'Le Roi a bien voulu accorder cette fois encore à Boulle un arrest de surséance pour six mois à condition que ce sera la dernière grâce que sa Majesté luy fera là-dessus'. Es waren die finanziellen Schwierigkeiten, vor allem die ausstehenden Lohnauszahlungen an seine Arbeiter, und Steuerprobleme, die Boulle im Jahr 1715 zwangen, das Unternehmen an vier seiner Söhne zu überschreiben - allerdings ohne die Zügel aus der Hand zu geben. Bis ins hohe Alter blieb er in seiner Werkstatt tätig und war verantwortlich für die neue Formensprache der Régence. Lit.: J.N. Ronfort, André-Charles Boulle, Die Bronzearbeiten und sein Werkstatt im Louvre, in: Vergoldete Bronzen - Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, München 1986; II, S. 459-520. G. Wilson / C. Hess, Summary Catalogue of European Decorative Arts of the J. Paul Getty Museum, Los Angeles 2001; S. 125f. J.N. Ronfort / J.D. Augarde, André Charles Boulle, 1642-1732, A new style for Europe (englische, neu überarbeitete Fassung), Paris 2011. P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 106-114 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 67-109 (biogr. Angaben). J.P. Samoyault, André-Charles Boulle et sa famille, 1979. PAIR OF IMPORTANT APPLIQUES,Regence, attributed to A.C. BOULLE (Andre Charles Boulle, 1642-1732) and his sons, Paris circa 1710/15Matte and polished gilt bronze. H 56 cm.

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PRUNK-PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE und Sockel,

Lot 1135: PRUNK-PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE und Sockel,

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Description: PRUNK-PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE und Sockel, Régence, das Gehäuse von A.C. BOULLE (André Charles Boulle, 1642-1732), die Entwurfszeichnung des Sockels von G.M. OPPENORDT (Gilles Marie Oppenordt, 1672-1742), die Front und das Werk sign. THURET A PARIS (Jacques III Thuret, 1669-1738), um 1720/25.Matt- und glanzvergoldete Bronze und ebonisiertes Holz, eingelegt mit braunem Schildpatt und Messing. Stark geschweiftes, teils durchbrochenes Uhrgehäuse mit Aufsatz in Form des auf Kissen sitzenden Jupiters und mit Volutenfüssen, auf grossem, eingezogenem Sockel mit Frauenportrait in Medaillon. Reliefiertes, vergoldetes Zifferblatt mit gravierten arabischen Minutenzahlen und 13 Emailplaketten, 12 mit blauen römischen Stundenzahlen. 2 gebläute Zeiger. Das Uhrglas mit Emailkartusche für die blaue Signatur. Feines Werk mit 1/2-Stundenschlag auf Glocke. Reiche vergoldete Beschläge und Applikationen in Form von Maskaron, Löwenköpfen, Rosetten, Voluten, Palmetten und Blättern. Etwas zu restaurieren, Email mit feinen Haarrissen und kleiner Bestossung, Fehlstellen in der Marketerie. Restaurationen. 38x17x108 cm.Provenienz:- Sammlung des Duc X., Frankreich.- Auktion Sotheby's Paris, 18.6.2002 (Katalognr. 35).- Aus einer europäischen Privatsammlung.Hochbedeutende Pendule von bestechender Qualität, mit Gutachten von J.D. Augarde, Paris 2012.Das Modell dieser Pendule wurde 2009 von Jean Néréé Ronfort als 'création originale' von A.C. Boulle identifiziert; siehe hierzu J.N. Ronfort, André Charles Boulle, 1642-1732, Un nouveau style pour l'Europe, Paris 2009; S. 220.Die Pendule ist Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem berühmten Ebenisten von Louis XIV und G.M. Oppenordt. Die Entwurfszeichnung des konsolenförmigem Sockels befindet sich im Kabinett der Zeichnungen in der Ermitage in St. Petersburg. Sie ist abgebildet in: V. Shevchenko, Drawings by Gilles Marie Oppenordt in the Collection of the Hermitage, St. Petersburg 2006; S. 23. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entstand sie um 1720. In einem Gemälde von J.A. Supan, heute Teil der Sammlungen des Reichen Zimmers in der Münchner Residenz, welches die Kurfürstin Therese Kunigunde von Bayern darstellt, erkennt man die modellogleiche Pendule auf einem Tisch, jedoch ohne Sockel. Es ist davon auszugehen, dass Kurfürst Max Emanuel (gest. 1726) eine solche Pendule in Paris erworben hat. Wie J.N. Ronfort anhand der Medaillers von J.R. de Cotte (siehe hierzu ibid.; S. 240-243) eindrücklich belegen konnte, blieb A.C. Boulle auch aktiv, als seine Söhne die Werkstatt übernommen hatten. Das Modell der hier angebotenen Pendule ist das erste mit ganz in Bronze gefertigter Front und seitlicher Schildpattmarketerie. Diese Idee stammte ursprünglich von C. Cressent und wurde, nachdem A.C. Boulle neue Formen hierzu entwickelt hatte, später von J.J. de Saint-Germain übernommen. Die ersten Pendulen dieses Typus tragen alle die Uhrmachersignatur von J. III Thuret. Von diesem Modell sind nur wenige identische Exemplare bekannt. Das eine wurde bei Mercier/Velliet/Thullier/Issalay in Lille am 24.4.1988 (Katalognr. 5) verkauft. Ein weiteres wurde in der Vente Collection Kraemer am 2.6.1913 (Katalognr. 308) verkauft. Beide Cartelle besassen ein von J. III Thuret signiertes Werk. Ein drittes, identisches Modell befindet sich in der Frick Collection in New York, stammt aus der Sammlung Dalva Brothers und besitzt ein von François Rabby signiertes Werk. Im englischen Kunsthandel wurde in den 1980er Jahren ein gleiches Modell ohne Konsole angeboten, das Werk ebenfalls signiert J. III Thuret. 3 weitere Cartelle (mit Signaturen der Uhrmacher Mynuel und Mornand) sind Teil der Sammlungen von Schloss Fasanerie bei Fulda, der Eremitage in St. Petersburg und des Musée des Arts Décoratifs in Paris. Auch im 19. Jahrhundert erfreute sich dieses Modell grosser Beliebtheit; Kaiserin Viktoria, Gattin von Friedrich III, besass eine solche Replik.Die hier angebotene Pendule weist verschiedene Motive auf, welche der von A.C. Boulle gefertigten Pendule für den Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz fertigte (siehe hierzu ibid.; S. 220f.) anzutreffen sind. Zum einen die feinen Löwenköpfe an den Seiten, zum anderen das Blattwerk unterhalb des Kranzes. Weitere Elemente, die 'tigettes fleuronnées' seitlich am Sockel, der markante weibliche Maskaron unterhalb des Zifferblattes oder die Jupiterfigur als Putto (siehe hierzu J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996; S. 22, Nr. 8) sind für das Werk von A.C. Boulle charakteristisch.J. III Thuret stammte aus einer Uhrmacherdynastie und logierte ab 1694 als 'Horloger du Roi' im Louvre, wo er die Stelle seines verstorbenen Vaters Jacques II übernahm, einer der bester Uhrmacher seiner Zeit, der die von B. Huygens erfundene Uhr 'à pendule' entscheidend weiterentwickelt hatte. Jacques III lieferte dem Königshaus die berühmte, von A.C. Boulle konzipierte Pendule 'L'enlèvement de Cybèle', womit eine sehr produktive Zusammenarbeit zwischen den beiden Künstlern begann. Ein weiteres seiner Modelle ist die 'pendule temps couché' für den Kardinal Ottoboni und Max Emanuel von Bayern.Gilles-Marie Oppenordt, Sohn des berühmten Ebenisten Alexandre-Jean Oppenordt, war Architekt, Zeichner und Kupferstecher. Er wurde im Atelier seines Vaters und von Jule Hardouin Mansart ausgebildet, bevor er 1692 bis 1699 durch Italien reiste und an der französischen Akademie in Rom eine Pensionärstelle antrat. Dort studierte er die Werke von Bernini und Borromini - nicht wie viele seiner Berufskollegen die klassischen Antike, da ihn die barocken Ornamente faszinierten. Nach seiner Rückkehr arbeitete Oppenordt als Architekt für Herzog Philip d'Orléans, der ihn 1713 zum 'premier architecte' ernannte. 1715 übernahm der Herzog d'Orléans die Regentschaft; Oppenordt wurde Direktor der königlichen Manufakturen und Intendant der königlichen Gärten. Als Architekt schuf er nur wenig, bekannt war er vielmehr als Ornamentskünstler, für seine Bauentwürfe und die detaillierten Kunst- und Dekorationszeichnungen. Oppenordt wurde schnell zum führenden 'Designer' im Atelier seines Vaters und erhielt zahlreiche wichtige Aufträge, wie z.B. Restauration und Dekoration des Château de Villers Cotterets, des Hôtel de Pomponne im Place des Victoires, des Palais Royal und Hôtel du Grand Prieur de France.Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996; S. 402 (biogr. Angaben zu Thuret). Ibid.; Jean Joseph de Saint-Germain (1719-1791), Inédits sur sa vie et son oeuvre, in: L'Objet d'Art 308 (1996); S. 66-69. A. Dolher / M. Miller, Gehäuse der Zeit, Uhren aus fünf Jahrhunderten im Besitz der Hessischen Hausstiftung, Fulda 2002. J.N. Ronfort, André Charles Boulle, 1642-1742, Un nouveau style pour l'Europe, Paris 2009 (Standartwerk über A.C. Boulle). H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris; S. 641 (biogr. Angaben zu Thuret). H. Ottomeyer / P. Pröschel, Vergoldete Bronzen - Die Bronzen des Spätbarock und Klassizismus, München 1986; I, S. 78 (Abb. 1.12.4, das erwähnte Cartel ohne Konsole). W. Edey, French Clocks in North American Collections, New York 1982; S. 45f. (Tafel 37, das Cartel aus der Frick Collection). P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 106-114 (biogr. Angaben zu A.C. Boulle). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 67-109 (biogr. Angaben zu A.C. Boulle). J.P. Samoyault, André Charles Boulle et sa famille, Paris 1979 (biogr. Angaben zu A.C. Boulle). Für Angaben zu A.C. Boulle siehe Fussnote der Katalognr. 1134. IMPORTANT CLOCK WITH BOULLE MARQUETRY and plinth, Regence, the case by A.C. BOULLE (Andre Charles Boulle, 1642-1732), the design drawing for the plinth by G.M. OPPENORDT (Gilles Marie Oppenordt, 1672-1742), the front and the movement signed THURET A PARIS (Jacques III Thuret, 1669-1738), circa 1720/25.Matte and polished gilt bronze and ebonized wood inlaid with brown tortoiseshell and brass. Relief-decorated gilt dial with engraved Arabic minutes and 13 enamel plaques, 12 with blue Roman hour numerals. 2 blued hands. The clock glass with enamel cartouche for the signature in blue. Fine movement striking the 1/2 hours on bell. Rich gilt mounts and applications. Some restoration required, enamel with fine hair-line cracks and small chips. Some losses in the marquetry. Restorations. 38x17x108 cm. Provenance:- Collection of Duc X., France.- Sotheby's Paris auction, 18.6.2002 (Lot No. 35).- From a European private collection. With expertise by J.D. Augarde, Paris 2012.

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KOMMODE 'A FLEURS', Louis XIV/Régence, mit sog.

Lot 1136: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XIV/Régence, mit sog.

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Description: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XIV/Régence, mit sog. 'marqueterie au jasmin' nach Vorbildern aus Pariser Meisterwerkstätten, von T. HACHE (Thomas Hache, 1664-1747), Grenoble um 1710/20.Ebenholz, Palisander, Ahorn, Amarant, Olivenholz sowie Perlmutt allseitig ausserordentlich fein eingelegt mit Blumen, Blättern, Voluten, Filets und Zierfries in geschweiften Kartuschen. Rechteckiger Korpus mit vorstehendem, in profiliertem Bronzestab gefasstem Blatt auf wellig ausgeschnittener Zarge mit kurzen, geschweiften Beinen. In der Mitte leicht eingezogene Front mit 3 Schubladen. Feine, teils ersetzte Bronzebeschläge und -applikationen. 135x69x83 cm.Provenienz:- Schweizer Privatbesitz.- Auktion Koller Zürich, 20.03.2001 (Katalognr. 650).- Aus einer schweizerischen Sammlung.Seltene und bedeutende Kommode von bestechender Qualität;eine nahezu identische Kommode von Thomas Hache ist abgebildet in: P. Rouge / T. Rouge, Le génie des Hache, Dijon 2005; S. 230f. (Abb. 95). Darin wird festgehalten, dass die Blumenmarketerie von Pariser Meisterkommoden beeinflusst ist.Neben den namhaften Pariser Ateliers gehört jenes der Hache in Grenoble, gegründet durch Thomas Hache zu Beginn des 18. Jahrhunderts, zu den produktivsten und hervorragendsten französischen Werkstätten für Kunstschreinerei. Sowohl Thomas (1721) wie auch sein Sohn Pierre (1757) und sein Enkel Jean-François (ca. 1770) erhielten die hohe Auszeichnung eines 'Ebéniste et Garde (des Meubles) de Monseigneur le Duc d'Orléans'. Es finden sich zahlreiche, leicht unterschiedliche Signaturen, auf Grund derer der eigentliche Ebenist eruiert werden kann; Klebeetiketten in den Schubladen beweisen die umfangreiche Produktion der Familie Hache: 'A Grenoble, Hache fils, Ebéniste de Monseigneur le Duc d'Orléans, fait et vend toutes sortes d'ouvrages de Marqueterie en bois des Indes et autres de pays, loupes et racines de toutes couleurs; comme Bureaux, Secrétaires, Encoignures, Bibliothèques, Commodes à dessus de marbre, Tables de jeux de toutes espèce, pliantes et autres à Trictrac, Tablettes à livres, Coffrets, Ecritoires, Cabarets, Trictracs et Damiers, Chiffonières et Toilettes pour Dames, de tout prix, et autres ouvrages d'Ebénisterie, propres à faire des présents'.Trotz der geographischen Nähe zu Italien orientierten sich die Hache an den königlichen Werken der französischen Metropole, um ihre eigene, lokale Formensprache zu finden; die ausserordentlich elegante, leichte Formgebung, die sorgfältige Furnierwahl und die Verwendung von hauptsächlich heimischen Hölzern der Dauphiné zeugen vom Pariser Einfluss. Die zahlreichen Hölzer - Amboina, Thuya, Nussbaum, Esche, Ahorn, Maulbeerbaum, Sykomore und Zitronenbaum - zierten die meist mit Wurzelmaser gestaltete Grundstruktur der Möbel. Die Wurzelmaser mit seinem sehr lebendigen Erscheinungsbild stellte nicht nur eine für die Hache typische Holzwahl dar, sondern auch eine markante visuelle Bereicherung des Möbels, das somit nicht auf aufwendige Bronzebeschläge angewiesen war. Die genauere Aufgabenverteilung innerhalb des Ateliers der Hache konnte durch die neueste Forschung in wichtigen Ansätzen eruiert werden. Pierre und Jean-François wirkten in der gleichen Familienunternehmung. Es gilt heute jedoch als gesichert, dass Jean-François ab ca. 1745 einen selbständigen Weg einzuschlagen begann. Beide bedeutenden Meister hatten ihre eigenen persönlichen Mitarbeiter. Jean-François reiste in den Jahren 1755/56 mehrfach nach Paris und verbrachte dort einen mehrmonatigen Aufenthalt im Atelier des berühmten 'Ebéniste du Roi' Jean-François Oeben. Dessen Einfluss ist in den Werken von Jean-François markant ersichtlich, vor allem in der Entwicklung der Blumen- und Girlandenmarketerie der Möbel um 1760. In diese Zeit ist auch der eigentliche 'Durchbruch' von Jean-François innerhalb des familiären Unternehmens zu datieren. Vater und Sohn hatten wohl eine intern getrennte Buchführung, die übereinstimmend mit dem gleichzeitigen Gebrauch des Stempels HACHE A GRENOBLE und HACHE FILS A GRENOBLE lief. Im Jahre 1770 lieferten sie dem Präsidenten V. de la Tour ein bedeutendes Zylinderbureau (ehemals Sammlung der Gräfin D. de Bonvouloir), dessen heute noch erhaltene Rechnung von beiden Meistern signiert ist - vom Vater in der Eigenschaft des Schreiners, vom Sohn in jener des Kunsttischlers.Lit.: M. Clerc, Hache Ebénistes à Grenoble, Grenoble 1997; S. 12-68 (biogr. Angaben). R. Fonvieille, La dynastie des Hache, Grenoble 1974 (biogr. Angaben). P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 391 (biogr. Angaben). COMMODE 'A FLEURS',Louis XIV/Regence, with so-called 'marqueterie au jasmin' after designs from Paris master workshops, by T. HACHE (Thomas Hache, 1664-1747), Grenoble circa 1710/20.Ebony, rosewood, maple, amaranth, olive wood and mother-of-pearl with exceptionally fine inlays on all sides. The top edged in bronze. The front with 3 drawers. Fine, partly replaced bronze mounts and applications. 135x69x83 cm. Provenance:- Swiss private collection.- Koller Zurich auction, 20.03.2001 (Lot No. 650).- From a Swiss collection.

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1 PAAR GROSSE ARMLEHMSTÜHLE MIT VERSTELLBAREN

Lot 1137: 1 PAAR GROSSE ARMLEHMSTÜHLE MIT VERSTELLBAREN

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Description: 1 PAAR GROSSE ARMLEHMSTÜHLE MIT VERSTELLBAREN RÜCKENLEHNEN, Louis XIII, Frankreich um 1680.Nussbaum profiliert. Rechteckiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit durch gedrehten H-Steg verbundenen Balusterbeinen. Flache, ganz überpolsterte und jochförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf gedrehten Stützen. Blauer Stoffbezug mit Wellenmuster. Sitzkissen. 75x55x49x120 cm. PAIR OF LARGE WALNUT ARMCHAIRS WITH ADJUSTABLE BACKRESTS,Louis XIII, France circa 1680.Shaped walnut. Blue fabric cover with wave pattern. Seat cushion. 75x55x49x120 cm.

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SPIEGEL, Régence, Paris um 1740.Holz durchbrochen

Lot 1138: SPIEGEL, Régence, Paris um 1740.Holz durchbrochen

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Description: SPIEGEL, Régence, Paris um 1740.Holz durchbrochen und fein beschnitzt mit Blättern, Kartuschen und Zierfries. Profilierter und teils verspiegelter Rahmen mit Kartuschenaufsatz. Altes Spiegelglas. H 68 cm. B 55 cm.Provenienz:- Schweizer Privatbesitz.- Auktion Koller Zürich, 8.12.2011 (Katalognr. 1244).- Schweizer Privatbesitz. MIRROR,Regence, Paris circa 1740.Pierced and finely carved wood. Old mirror plate. H 68 cm. W 55 cm. Provenance:- Swiss private collection.- Koller Zurich auction, 8.12.2011 (Lot No. 1244).- Swiss private collection.

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PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XV, das

Lot 1139: PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XV, das

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Description: PENDULE MIT BOULLE-MARKETERIE, Louis XV, das Zifferblatt sign. BOUCHER (Achilles Jacques Boucher, tätig ab 1744), Paris um 1750.Ebonisiertes Holz, gefärbtes Schildpatt und Messing eingelegt in 'contre partie' Geschweiftes Gehäuse mit Kartuschenaufsatz und kurzen Volutenbeinen. Bronzezifferblatt mit 24 Emailkartuschen für arabische Minuten- und römische Stundenzahlen. Ankerwerk mit 1/2-Stundenschlag auf Glocke. Vergoldete Beschläge und Applikationen. 44x20x83 cm.Lit.: H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris 1972; S. 70 (biogr. Angaben). CLOCK WITH BOULLE MARQUETRY, Louis XV, the dial signed BOUCHER (Achilles Jacques Boucher, active from 1744), Paris circa 1750.Ebonized wood, colored tortoiseshell and brass inlaid in 'contre partie'. Bronze dial with 24 enamel cartouches. Anchor escapement striking the 1/2 hours on bell. Gilt mounts and applications. 44x20x83 cm.

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GROSSER FAUTEUIL 'A LA REINE', Régence, Paris um

Lot 1140: GROSSER FAUTEUIL 'A LA REINE', Régence, Paris um

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Description: GROSSER FAUTEUIL 'A LA REINE', Régence, Paris um 1720.Buche fein beschnitzt mit Muscheln, Blättern und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit durch bewegten Kreuzsteg verbundenen, geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende und ganz überpolsterte Rückenlehne mit ausladenden Armlehnen auf geschweiften Stützen. Eierschalenfarbener Seidenveloursbezug mit Blumen und Blättern. Dekorativer Nagelbeschlag. 70x62x44x117 cm.Provenienz: Sammlung Ségal, Basel. LARGE FAUTEUIL 'A LA REINE', Regence, Paris circa 1720.Finely carved beech with shells, leaves and decorative frieze. Off-white silk velour cover with decorative nailwork. 70x62x44x117 cm. Provenance: Segal collection, Basel.

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KONSOLE 'AUX DRAGONS', Régence, nach Zeichnungen

Lot 1141: KONSOLE 'AUX DRAGONS', Régence, nach Zeichnungen

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Description: KONSOLE 'AUX DRAGONS', Régence, nach Zeichnungen von N. PINEAU (Nicolas Pineau, 1684-1754), Paris um 1725/35.Holz durchbrochen und ausserordentlich reich beschnitzt mit Drachen, Blumen, Blättern, Kartuschen und Zierfries sowie vergoldet. Geschweifte, trapezförmige und profilierte 'Brèche de Medous'-Platte auf durchbrochener, wellig ausgeschnittener Zarge mit Drachenstützen, durch Rosettensteg mit Rückwandstütze verbunden. Etwas zu überholen. Marmorplatte repariert. 110x53x88 cm.Das Drachenmotiv war Ende der Louis-XIV-Epoche sehr beliebt; man findet es auch oft an Bronzebeschlägen und kleinen Einrichtungsgegenständen, wie z. B. an einer Applike von N. Pineau (abgebildet in: H. Ottomeyer / P. Pröschel, Vergoldete Bronzen - Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, München 1986; I, S. 66), an Girandolen aus der Sammlung Crozat und Givenchy und an einem Kaminbock-Paar aus der Sammlung Hamel (verkauft bei Tajan am 18.12.2001).Im Bereich der Möbelkunst findet man ähnliche Ausführungen, wie z. B. die Konsolen aus einer süddeutschen Manufaktur der Jahre 1730/40, die in der Münchner Residenz ausgestellt sind. Die Vorlagen wurden von den Pariser Entwerfern François de Cuvilliés, B.H. Turreau und N. Pineau gefertigt.Es sind nur wenige ähnliche Konsolen bekannt. Eine Konsole aus der Sammlung M. Schulz wurde bei Sotheby's New York am 9.12.1994 (Katalognr. 33) verkauft, eine zweite gehörte zu den Sammlungen von Didier Aaron in Paris und wurde im Katalog von 2006 (Nr. 28) publiziert, eine dritte befindet sich im Château de Versailles und ist abgebildet in: P. Arizzoli-Clémentel, Le mobilier de Versailles XVIIe et XVIIIe siècles, Dijon 2002; II, S. 174 (Nr. 57).N. Pineau, 1684 in Paris geboren, war Ornamentbildhauer, Innenarchitekt, Zeichner und Dekorateur. Seine Lehre absolvierte er im Atelier des Vaters Jean-Baptiste, bei den Architekten J. Hardouin-Mansart und G. Boffrand, beim Bildhauer Coyzevox und beim Goldschmied T. Germain. 1716 reiste Pineau mit Alexandre Jean-Baptiste Le Blond ('General-Architekt' Peter des Grossen) nach Russland, wo er u. a. für Marly, Schloss Peterhof und für das Peterstor der Peter-Pauls-Festung arbeitete und 1725 die Dekorationen für die Trauerfeierlichkeiten der Beisetzung Peters des Grossen entwarf. Pineaus Hauptwerk ist jedoch das Kabinett des Zaren im Peterhofpalast. Nach 1726 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er vor allem mit Arbeiten ornamentaler Art (u. a. für Schloss La Muette und die Chapelle de la Vierge) und mit der Einrichtung verschiedener 'Hôtels' (Rouille, Orrouer, Roquelaure, Mazarin, Feuquières) beschäftigt war. Er lancierte die Mode des Rokoko in den Innenräumen privater Häuser und arbeitete mit dem Architekten Jean-Baptiste Leroux zusammen, der ihm freie Hand für die Innendekoration liess. Pineau unterstützte den Architekten Jean-François Blondel bei dessen 1749 in Paris veröffentlichten Werk 'Traîté d'architecture dans le goût moderne'. Im selben Jahr wurde Pineau zum Direktor der 'Académie de Saint Luc' ernannt. Pineaus Arbeiten charakterisieren sich durch leichte Vertiefungen mit abgerundeten Ecken und Dekorationsmotiven wie Muscheln, eingerollten Blättern in S- und C- Form und klassischen Büsten in Medaillons. Er schuf mit seinem Sohn zahlreiche Entwürfe für Architektur, Innendekoration und Möbel und ist massgebend für die Entwicklung der Innengestaltung während der Régence. Pineaus Manier wird heute als ganz im 'gout français' bezeichnet; er gilt als der erste, der den 'genre pittoresque' in die französischen Innenräume einführte. Er fertigte auch Boiserien, Stuckaturen und Spiegel. Ein weiteres Beispiel seiner meisterhaften Kunstfertigkeit ist der goldene Wagen des Fürsten Joseph Wenzel I. von Liechtenstein (heute im Wiener Liechtenstein-Museum). CONSOLE 'AUX DRAGONS',Regence, after drawings by N. PINEAU (Nicolas Pineau, 1684-1754), Paris circa 1725/35.Pierced and exceptionally richly carved giltwood. 'Breche de Medous' top. Some restoration required. The marble top repaired. 110x53x88 cm.

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FOLGE VON 6 GROSSEN TAPISSERIE-FAUTEUILS 'A LA

Lot 1142: FOLGE VON 6 GROSSEN TAPISSERIE-FAUTEUILS 'A LA

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Description: FOLGE VON 6 GROSSEN TAPISSERIE-FAUTEUILS 'A LA REINE', Régence, aus einer Pariser Meisterwerkstatt, um 1725/35.Nussbaum fein beschnitzt mit Muscheln, Blättern, Kartuschen und Zierfries. Trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften, durch bewegten Kreuzsteg verbundenen Volutenbeinen. Flache, ganz überpolsterte und jochförmig abschliessende Rückenlehne mit ausladenden Armlehnen auf geschweiften -stützen. Feiner, originaler und teils beschädigter Tapisseriebezug der Manufacture Beauvais mit Tieren in Landschaft und Tempelarchitektur auf blauem Fond. Dekorativer Nagelbeschlag. Restaurationen und Verstärkungen an den Gestellen. 72x75x45x106 cm.Seltene, hochwertige Folge in originalem Erhaltungszustand.Ein Tapisseriefauteuil mit analoger Schnitzerei und Zargenform ist abgebildet in: M. Jarry / P. Devinoy, Le siège français, Fribourg 1973; S. 65 (Abb. 49 und 52 als Detail). Ein Ameublement mit analogen Tapisserien war ehemals Teil der Sammlung James Edouard de Rothschild in Paris und wurde bei Christie's Monaco am 11.12.1999 (Katalognr. 20) verkauft. SET OF 6 LARGE TAPESTRY FAUTEUILS 'A LA REINE',Regence, from a Paris master workshop, circa 1725/35.Finely carved walnut. Fine, original and partly damaged tapestry covers from the Manufacture Beauvais with animals in landscape and temple architecture on a blue ground. Decorative nailwork. Restorations and reinforcements to the frames. 72x75x45x106 cm.

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SPIEGEL, Régence, Paris um 1730.Holz durchbrochen

Lot 1143: SPIEGEL, Régence, Paris um 1730.Holz durchbrochen

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Description: SPIEGEL, Régence, Paris um 1730.Holz durchbrochen und reich beschnitzt mit Kartuschen, Blättern und Zierfries sowie vergoldet. Rechteckiger, verspiegelter und profilierter Rahmen mit durchbrochenem Kartuschenaufsatz. Etwas zu überholen. H 82 cm. B 47,5 cm.Provenienz: Privatbesitz, Deutschland. MIRROR,Regence, Paris circa 1730.Pierced and richly carved giltwood. Some restoration required. H 82 cm. W 47.5 cm.

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KOMMODE, Régence, Frankreich oder Westschweiz um

Lot 1144: KOMMODE, Régence, Frankreich oder Westschweiz um

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Description: KOMMODE, Régence, Frankreich oder Westschweiz um 1730.Nussbaum und Wurzelmaser gefriest sowie eingelegt mit Reserven und Filets. Trapezförmiger, geschweifter Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit Stollenbeinen. Mehrfach geschweifte Front mit 3 Schubladen. Bronzebeschläge und -hänger. Profilierte, grau-rot gesprenkelte Marmorplatte. 98x61x78 cm. KOMMODE, Barock, Bern, 18. Jh. COMMODE,Regence, France or West Switzerland circa 1730.Walnut and burlwood in veneer with inlays. The front with 3 drawers. Gray and red grained marble top. Bronze mounts and drop handles. 98x61x78 cm.

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KOMMODE, Louis XV, mit Sign. MIGEON (Pierre II

Lot 1145: KOMMODE, Louis XV, mit Sign. MIGEON (Pierre II

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Description: KOMMODE, Louis XV, mit Sign. MIGEON (Pierre II Migeon, Meister 1739), Innungsstempel, Paris um 1730/40.Veilchenholz und Palisander gefriest sowie mit Reserven und Zierfries eingelegt. Rechteckiger Korpus mit abgerundeten vorderen Eckstollen auf wellig ausgeschnittener Zarge mit Stollenfüssen. Front mit 3 Schubladen ohne Traversen. Vergoldete Bronzebeschläge und -knöpfe. Profilierte 'Griotte Rouge'-Platte. Furnierergänzungen. 110x57x87 cm.Für Angaben zu P. Migeon siehe Fussnote der Katalognr. 1177. CHEST OF DRAWERS,Louis XV, with signature MIGEON (Pierre II Migeon, maitre 1739), guild stamp, Paris circa 1730/40.Purpleheart and rosewood in veneer, inlaid with reserves and decorative frieze. The front with 3 sans traverse drawers. Gilt bronze mounts and knobs. Shaped 'Griotte Rouge' top. With veneer restorations.110x57x87 cm.

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1 PAAR APPLIKEN, Louis XV, Paris um

Lot 1146: 1 PAAR APPLIKEN, Louis XV, Paris um

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Description: 1 PAAR APPLIKEN, Louis XV, Paris um 1760.Vergoldete Bronze. Durchbrochene, blätterförmige Wandplatte mit 2 geschweiften, unterschiedlich hoch angesetzten Lichtarmen mit blätterförmigen Tropftellern und blütenförmigen Tüllen. H 56 cm.Provenienz: Aus einer europäischen Sammlung. PAIR OF APPLIQUES,Louis XV, Paris circa 1760.Gilt bronze. H 56 cm.

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1 PAAR FAUTEUILS 'EN CABRIOLET', Louis XV,

Lot 1147: 1 PAAR FAUTEUILS 'EN CABRIOLET', Louis XV,

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Description: 1 PAAR FAUTEUILS 'EN CABRIOLET', Louis XV, Frankreich um 1760.Buche mouluriert und beschnitzt mit Blumen. Hufförmiger, geschweifter Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Wenig eingezogene Rückenlehne mit leicht ausladenden Armlehnen auf zurückgesetzten Stützen. Weisser Seidenbezug. 60x50x41x88 cm.Provenienz:- Privatbesitz, Schweiz.- Auktion Koller Zürich, 20.3.1996 (Katalognr. 679).- Privatbesitz, Deutschland. PAIR OF FAUTEUILS 'EN CABRIOLET',Louis XV, France circa 1760.Shaped and carved beech. White silk cover. 60x50x41x88 cm. Provenance:- Private collection, Switzerland.- Koller Zurich auction, 20.3.1996 (Lot No. 679).- Private collection, Germany.

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GUERIDON 'A FLEURS', Louis XV, Paris um

Lot 1148: GUERIDON 'A FLEURS', Louis XV, Paris um

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Description: GUERIDON 'A FLEURS', Louis XV, Paris um 1760/70.Rosenholz, Palisander und diverse Edelhölzer gefriest sowie allseitig fein eingelegt mit Blumen, Blättern, Filets und Zierfries. Geschweifter, rechteckiger Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Wenig gebauchte Front mit lederbezogenem Auszugstablar über 2 Schubladen ohne Traverse. Seitlich 1 Schublade. Vergoldete Bronzebeschläge, -knöpfe und -sabots. In profiliertem Messingstab gefasste 'Fleur der Pêche'-Platte. Zum Freistellen. 47x34x74,5 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz.

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KOMMODE, Louis XV, sign. P. ROUSSEL (Pierre

Lot 1149: KOMMODE, Louis XV, sign. P. ROUSSEL (Pierre

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Description: KOMMODE, Louis XV, sign. P. ROUSSEL (Pierre Roussel, Meister 1745), Paris um 1760.Rosenholz und Palisander gefriest sowie 'en papillon' und mit Rautenmuster, Voluten und Zierfries eingelegt. Geschweifter, trapezförmiger Korpus mit vorstehenden vorderen Eckstollen auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. In der Mitte gebauchte Front mit 2 Schubladen ohne Traverse. Feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Profilierte'Sarrancolin'-Platte. 129,5x65x90 cm.Provenienz: Aus einer europäischen Sammlung.Für Angaben zu P. Roussel siehe Fussnote der Katalognr. 1182. COMMODE, Louis XV, signed P. ROUSSEL (Pierre Roussel, maitre 1745), Paris circa 1760.Tulipwood and rosewood in veneer, inlaid 'en papillon' and with lozenge pattern, volutes and decorative frieze. The front with 2 sans traverse drawers. Fine, matte and polished gilt bronze mounts and sabots. Shaped 'Sarrancolin' top. 129.5x65x90 cm.

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BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert

Lot 1150: BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert

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Description: BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert und fein beschnitzt mit Blumen, Blättern und Zierfries. Hufförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Markant eingezogene, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Senfgelber Veloursbezug. Sitzkissen. 65x47x51x97 cm.Provenienz: Privatbesitz, Basel. BERGERE, Louis XV, Paris circa 1760.Shaped and finely carved beech. Mustard yellow velour cover. Seat cushion. 65x47x51x97 cm.

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DAMENBUREAU, Louis XV, in der Art von J.M.

Lot 1151: DAMENBUREAU, Louis XV, in der Art von J.M.

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Description: DAMENBUREAU, Louis XV, in der Art von J.M. CHEVALLIER (Jean-Mathieu Chevallier, Meister 1743), Paris um 1760.Rosenholz und Palisander gefriest. Rechteckiger, geschweifter Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit hohen, geschweiften Beinen. Schräge, abklappbare und mit braunem, goldgepresstem Leder bezogene Schreibplatte über 2 Schubladen, die obere zweigeteilt. Inneneinteilung mit 2 grossen Zentralfächern, flankiert von je 2 Schubladen unter grossem Fach. Vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Zum Freistellen. 93x50x(offen 81)x97 cm.J.M. Chevallier stammte aus einer grossen Ebenisten-Dynastie; zwei seiner Brüder waren ebenfalls im gleichen Metier tätig. Er war sowohl 'maître ébéniste' wie auch Händler und führte sein Atelier 'A la Croix de Malte' in der Rue de Grenelle in Paris, wo er eine Vielzahl von Kunden aus dem lokalen Hochadel belieferte, wie zum Beispiel die Princesse de Charollais, Mademoiselle de Sens, den schwedischen Botschafter, den Prince de Grimberghem, den Duc de Valentinois und den Comte de Guerschy.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 177-180 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 32 (biogr. Angaben). BUREAU EN PENTE, Louis XV, Paris vers 1750/1760 à la manière de J.M. CHEVALLIER (Jean-Mathieu Chevallier, reçu maître 1743)Bois de violette en plaquage 'en papillon' à toutes faces. L'abattant gainé de cuir rouge doré aux petits fers découvre deux grands casiers encadrés par deux rangs de deux tiroirs sous un casier traversant. Deux tiroirs sur deux rangs en ceinture. Pieds galbés. Garniture de bronze doré. 93x50x(offen 81)x97 cm. LADY'S DESK,Louis XV, in the style of J.M. CHEVALLIER (Jean-Mathieu Chevallier, maitre 1743), Paris circa 1760.Tulipwood and rosewood in veneer. The hinged front lined with brown leather, over two drawers, the upper drawer divided into 2, the fitted interior with compartments and drawers. Gilt bronze mounts and sabots. Freestanding. 93x50x(open 81)x97 cm.

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KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, sign. DF (Jean

Lot 1152: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, sign. DF (Jean

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Description: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, sign. DF (Jean Desforges, Meister vor 1730), Paris um 1750.Rosenholz, Palisander und teils getönte Fruchthölzer gefriest sowie allseitig ausserordentlich reich eingelegt mit Blumen, Blättern, Bandelwerk und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Bombierte Front mit 2 Schubladen ohne Traverse. Ausserordentlich feine, teils ersetzte, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Profilierte 'Brèche d'Alep'- Platte. Verso alte Besitzeretikette mit Inschrift 'une commode Louis XV marquetée'. Ergänzungen im Furnier. 130x65,5x84 cm.Provenienz:- Aus einer Pariser Sammlung.- Auktion Koller Zürich, 17.9.1997 (Katalognr. 609).- Schweizer Privatbesitz.Kommoden mit Blumenmarketerie von 'DF' sind sehr selten - bisher sind vor allem solche mit Lackpanneaux untersucht worden. J. Desforges war Sohn des Ebenisten Michel Desforges, Schwager des Ebenisten A. Pottier und des 'Peintre et vernisseur du Roi' G. Martin und arbeitete in der Rue du Faubourg-Saint-Antoine in Paris. Seine Vorliebe für exquisite Lackmöbel lässt sich vor allem mit der Beziehung zu G. Martin erklären. Ein weiterer Verwandter, G. Desforges, Neffe von Jean, war für ihn als 'bronzier' tätig. Die Luxusmöbel von J. Desforges wurden ausschliesslich für den französischen Hof und den Pariser Hochadel gefertigt. Wie die meisten seiner 'confrères' arbeitete J. Desforges mit anderen Kunsthandwerkern zusammen, dadurch wurden auch verschiedene Ideen und Formensprachen weiterentwickelt und adaptiert. An gewissen Möbeln findet sich beispielsweise seine Signatur mit derjenigen von M. Criaerd oder B. II Van Risenburgh. Letzterer war ein wichtiger Impuls für das Werk von Desforges. Während die frühen Stücke mit ausserordentlich reicher Bronzemontur ganz im Zeichen der prunkvollen Régence standen, nahm J. Desforges die seit den 1730er Jahren sehr beliebten und als Luxusmöbel 'par excellence' geltenden Lackmöbel in seine Produktion auf und machte auch sie zu seinem Markenzeichen. J. Nicolay hält Folgendes fest: '...on ne connaît de lui que des oeuvres magnifiques sachant concilier la richesse et le goût...' in: L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 76.Lit.: C. Demetrescu, D.F., un ébéniste identifié, in: L'Estampille - l'Objet d'Art - 262 (1992); S. 64-81 (Abb. 9, eine Kommode aus der Sammlung de Richelieu mit vergleichbarem Bronzezierat). A. Pradère, Les ébénistes français de Louis XIV à la Révolution, Paris 1989; S. 177-178. Salverte, Les ébéniste du XVIIIe siècle, Paris 1934; S. 92f. (biogr. Angaben). P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 256 (biogr. Angaben). COMMODE 'A FLEURS', Louis XV, stamped DF (Jean Desforges, maitre before 1730), Paris circa 1750.Tulipwood, rosewood, and partly dyed fruitwoods in veneer with exceptionally rich inlays on all sides. The front with 2 sans traverse drawers. Exceptionally fine, matte and polished gilt bronze mounts and sabots, some replaced. Shaped 'Breche d'Alep' top. Verso old owner's label with the inscription 'une commode Louis XV marquetee'. With veneer restorations. 130x65.5x84 cm. Provenance: - From a Paris collection. - Koller Zurich auction on 17.9.1997 (Lot No. 609). - Swiss private collection.

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1 PAAR APPLIKEN MIT PORZELLANBLUMEN, Louis XV,

Lot 1153: 1 PAAR APPLIKEN MIT PORZELLANBLUMEN, Louis XV,

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Description: 1 PAAR APPLIKEN MIT PORZELLANBLUMEN, Louis XV, Paris um 1760.Blech grün gefasst und fein bemaltes Porzellan, sog. 'pâte tendre'. Blätterförmige Wandplatte mit 2 geschweiften Lichtarmen mit blätterförmigen Tropftellern und blütenförmigen Tüllen. Fehlstellen. H 28 cm. PAIR OF APPLIQUES WITH PORCELAIN FLOWERS, Louis XV, Paris circa 1760.Green painted sheet metal and finely painted porcelain, known as 'pate tendre'. With 2 light branches. Some losses. H 28 cm.

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GUERIDON, Louis XV, sign. J.L. COSSON (Jacques

Lot 1154: GUERIDON, Louis XV, sign. J.L. COSSON (Jacques

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Description: GUERIDON, Louis XV, sign. J.L. COSSON (Jacques Laurent Cosson, Meister 1765), Paris um 1760/65.Satinholz gefriest. Leicht geschweifter, rechteckiger Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Front 'en arbalète' mit Doppeltüre. Seitlich 1 kleine Schublade. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Ersetzte Bronzetraghenkel. Vertiefte, randgefasste 'Brèche d'Alep'-Platte. Zum Freistellen. 53,5x32x73,5 cm.Expertisiert durch das Cabinet Dillée, Guillaume Dillée / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.J.L. Cosson belieferte Tapezierer und Berufskollegen wie P. Migeon und L. Moreau. Ein paar wenige Möbel, verziert mit Sèvres-Porzellan, und eine Kommode mit imitiertem Coromandel-Lack gehörten zu den Aufträgen, die J.L. Cosson für seine 'confrères' ausführte. Sein Werk enthält vor allem Louis-XVI-Möbel - Kommoden, Bureau-Plats, Zylinderbureaus und Sekretäre in Mahagoni, diskret verzieht mit Bronzestäben. Cosson verwendete auch Rosenholz, vor allem für geometrische Marketerien, mit denen er Schreibtische, Anrichten, Salontische, Zylinderbureaus und Kommoden versah.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 187 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 34 (biogr. Angaben). GUERIDON,Louis XV, stamped J.L. COSSON (Jacques Laurent Cosson, maitre 1765), Paris circa 1760/65.Satinwood in veneer, 'En arbalete' with double doors. 1 small lateral drawer. Fine, gilt bronze mounts and sabots. Replaced bronze carrying handles. 'Breche d'Alep' top. Freestanding. 53.5x32x73.5 cm. Expertise by Cabinet Dillee, Guillaume Dillee / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.

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FOLGE VON 4 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV,

Lot 1155: FOLGE VON 4 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV,

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Description: FOLGE VON 4 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, sign. SAINT GEORGES (Jean-Etienne de Saint-Georges, Meister 1747), Paris um 1760.Buche mouluriert und profiliert. Geschweifter, rechteckiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne mit leicht ausladenden Armlehnen auf geschweiften Stützen. Jonc-Geflecht. Weisses Sitzkissen. 62x52x46x94 cm.Provenienz:- Château de Villarceaux, Frankreich.- Ehemals Sammlung A. Ojjeh, Monte Carlo.- Auktion Christie's Monaco, 12.12.1999 (Katalognr. 162).- Auktion Koller Zürich, 27.6.2003 (Katalognr. 1127).- Schweizer Privatbesitz.J.E. Saint-Georges übernahm das väterliche Atelier in der Rue de Cléry. In Zusammenarbeit mit seinem Schwager, dem berühmten Claude I Séné, fertigte er zahlreiche Louis-XVI- und Transition-Möbel sowie ein paar wenige, aber bedeutende Louis-XV-Sitzmöbel und war vor allem für die lokalen 'marchands-merciers' und Tapezierer tätig, wie z.B. für die Gebrüder Presle. Saint-Geroges' Werke bestachen durch akkurate Schnitzereien, die er manchmal bei Pierre Groult, Vincent Nauroy, Nicolas Grouel oder Guillaume Hutin in Auftrag gab, durch die 'souplesse' der Formen und die perfekte Proportion.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 768-770 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 415 (biogr. Angaben). SET OF 4 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, stamped SAINT GEORGES (Jean-Etienne de Saint-Georges, maitre 1747), Paris circa 1760.Shaped and profiled beech. Caned. White seat cushion. 62x52x46x94 cm. Provenance:- Chateau de Villarceaux, France.- Former A. Ojjeh collection, Monte Carlo.- Christie's Monaco auction on 12.12.1999 (Lot No. 162).- Galerie Koller Zurich auction on 27.6.2003 (Lot No. 1127).- Private collection, Switzerland.

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KLEINE KOMMODE, Louis XV, sign. J.C. ELLAUME (Jean

Lot 1156: KLEINE KOMMODE, Louis XV, sign. J.C. ELLAUME (Jean

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Description: KLEINE KOMMODE, Louis XV, sign. J.C. ELLAUME (Jean Charles Ellaume, Meister 1754), Innungsstempel, Paris um 1760.Rosenholz und Palisander gefriest und eingelegt mit rechteckigen Reserven. Trapezförmiger, geschweifter Korpus auf ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Stark gebauchte Front mit 2 Schubladen, die oberste zweigeteilt. Profilierte, grau-rot gesprenkelte Marmorplatte. Vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Restaurationen. 97x47x84 cm.J.C. Ellaume führte eine Werkstatt in der Rue Traversière in Paris; seine Werke zeichneten sich vor allem durch bestechende Eleganz und hohe Qualität aus. J. Nicolay beschreibt und rühmt die Bureau-Plats von J.C. Ellaume mit folgenden Worten: 'Ses bureaux ont toujours une ligne harmonieuse et d'excellents proportions. Ils sont le plus souvent marquetés en bois de rose... Les bronzes sont toujours élégants et sobres et assurent discrètement une ornementation distinguée. En somme, Ellaume a été un excellent ébéniste qui manifeste une science parfaite de son art.' in: L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 114.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 295-298 (biogr. Angaben). SMALL COMMODE, Louis XV, stamped J.C. ELLAUME (Jean Charles Ellaume, maitre 1754), guild stamp, Paris circa 1760. Tulipwood and rosewood with inlays. The front with 2 drawers, the top drawer divided into 2. Grey/red mottled marble top. Gilt bronze mounts and sabots. Restorations. 97x47x84 cm.

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1 PAAR KAMINBÖCKE 'AU SALAMANDRE ET AIGLE', Louis

Lot 1157: 1 PAAR KAMINBÖCKE 'AU SALAMANDRE ET AIGLE', Louis

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Description: 1 PAAR KAMINBÖCKE 'AU SALAMANDRE ET AIGLE', Louis XV, das Modell C. CRESSENT (Charles Cressent, Meister 1720) zuzuschreiben, Paris um 1730/40.Vergoldete Bronze. Adler und Salamander auf Bastionssockel mit 2 Puttiköpfen und eingerollten Volutenfüssen. Ca. 33x15x34 cm.Seltenes Paar von bestechender Qualität.Seit den 1720er Jahren finden sich in der dekorativen Kunst zahlreiche Darstellungen von Tieren wie Hunden, Katzen, Löwen, Schwänen, Adlern, aber auch von Drachen und Salamandern. Bei 'exotischen' Tieren ist die symbolische Bedeutung besonders wichtig: Der Salamander gilt als königliches Emblem, das bereits bei François I. an einem Paar Steigbügeln mit der Devise 'Née pluribus impar' anzutreffen ist. Der Adler weist auf die römische bzw. griechische Mythologie hin und ist ein Symbol des Göttervaters Jupiter bzw. Zeus.C. Cressent, 1685 als Sohn des 'sculpteur du Roi' François Cressent geboren, arbeitete zunächst im Atelier seines Vaters. Bereits als junger Lehrling knüpfte er Kontakt zu G. Oppenordt, der als 'premier architecte' des Duc d'Orléans tätig war. 1710-1714 arbeitete C. Cressent für Girardon und Lorrain und erhielt von der Académie St. Luc 1714 den Titel 'maître sculpteur'. Er schuf hochwertiges Mobiliar für den Adel der französischen Metropole. Zu Cressents Kundschaft gehörten der Marquis de Marigny, der Duc de Richelieu, bedeutende Sammler wie Marcellin de Selle, Bounier de la Mosson, Brozat, Julienne, Blondel de la Gagny, König Joao V. von Portugal und Angehörige des Bayrischen Hofes, für die er quellenmässig gesicherte Möbel lieferte. Cressent und sein Konkurrent A. Gaudreaux definierten in den Jahren 1720/40 den 'style Régence', gekennzeichnet durch eine elegante, geschweifte und als majestätisch zu bezeichnende Formgebung und qualitativ hochwertiges, variantenreiches und bis anhin unbekanntes Bronzezierwerk. Cressent war nicht nur Produzent von königlichen Möbeln, sondern gleichzeitig auch rühriger Sammler bedeutender Gemälde, was ihn immer wieder zum Verkauf seines 'stock' zwang, da er wie viele seiner 'confrères' beinahe ständig finanzielle Schwierigkeiten hatte. Hinzu kamen verschiedene Prozesse gegen die 'corporation des fondeurs, ciseleurs et doreurs', die ihn anklagte, weil er als 'sculpteur' seine Bronzen in Eigenproduktion schuf, was das geltende Zunftrecht verletzte.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 197-205 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 35/36 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 129-139 (biogr. Angaben). PAIR OF FIREPLACE CHENETS 'AU SALAMANDRE ET AIGLE',Louis XV, the model attributed to C. CRESSENT (Charles Cressent, maitre 1720), Paris circa 1730/40.Gilt bronze. Approx. 33x15x34 cm.

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FOLGE VON 4 GEFASSTEN FAUTEUILS 'A LA REINE',

Lot 1158: FOLGE VON 4 GEFASSTEN FAUTEUILS 'A LA REINE',

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Description: FOLGE VON 4 GEFASSTEN FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, mit Sign. TILLIARD (Jean-Baptiste II Tilliard, Meister 1752), Paris um 1760.Buche mouluriert und beschnitzt mit Kartuschen und Zierfries sowie hellbeige gefasst. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften Stützen. Blau-beige gestreifter Stoffbezug. Sitzkissen. 71x60x44x97 cm.J.B. II Tilliard stammte aus einer bedeutenden Familie von 'menuisiers' und übernahm das Atelier seines gleichnamigen Vaters. Er entwickelte dessen Modelle weiter, benutzte den selben Stempel - was die Identifizierung der frühen Sitzmöbel verunmöglicht - und erlangte einen exzellenten Ruf. Zu seiner Kundschaft zählten Mesdames Victoire und Elisabeth, der gesamte Pariser Hochadel und wichtige 'marchands-merciers' wie C. Darnault. J. Nicolay beschrieb die Handwerkskunst von J.B. II Tilliard wie folgt: 'dans (la) production l'élégance et la richesse et tirer du style Louis XV le maximum d'effet décoratif sans tomber dans l'exces de la surcharge.' in: L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 454f. Vater und Sohn Tilliard produzierten bis 1764 gemeinsam Möbel und benutzten den selben Stempel, danach zog sich der Vater altershalber aus dem Geschäft zurück. J.B. II Tilliard führte das Unternehmen allein weiter und fertigte Mobiliar für die Wohnung der Königin, für das Kabinett von Louis XV und für die Räumlichkeiten des Generals und Staatsmannes Charles de Rohan, Prince de Soubise.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 832ff. (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 454f. (biogr. Angaben). B.G.B. Pallot, Le mobilier du Musée du Louvre, Dijon 1993; II, S. 201 (biogr. Angaben). SET OF 4 PAINTED FAUTEUILS 'A LA REINE",Louis XV, signed TILLIARD (Jean-Baptiste II Tilliard, maitre 1752), Paris circa 1760.Shaped and carved beech with light beige paint. Blue/beige striped fabric cover. Seat cushion. 71x60x44x97 cm.

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BEISTELLTISCH, spätes Louis XV, Paris, 19.

Lot 1159: BEISTELLTISCH, spätes Louis XV, Paris, 19.

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Description: BEISTELLTISCH, spätes Louis XV, Paris, 19. Jh.Rosenholz, Palisander und teils getönte Edelhölzer gefriest sowie mit Bandelwerk, Kartuschen und Zierfries eingelegt. Geschweiftes, rechteckiges, vortstehendes und in profiliertem Bronzestab gefasstes Blatt auf wellig ausgeschnittener Zarge mit hohen, geschweiften Beinen. Seitlich 1 Schublade. Bronzebeschläge und -sabots. 61x41x75 cm.Provenienz: Aus französischem Besitz. SIDE TABLE,late Louis XV, Paris, 19th centuryTulipwood, rosewood and partly dyed precious woods in veneer with inlays. The top edged in bronze. 1 lateral drawer. Bronze mounts and sabots. 61x41x75 cm.

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KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, undeutlich monogr.

Lot 1160: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, undeutlich monogr.

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Description: KOMMODE 'A FLEURS', Louis XV, undeutlich monogr. FG (wohl Pierre Garnier, Meister 1742), Paris um 1760.Veilchen- und Satinholz gefriest sowie fein eingelegt mit Blumen, Blättern und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Korpus mit vorstehenden vorderen Eckstollen auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. In der Mitte gebauchte Front mit 2 Schubladen ohne Traverse. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Profilierte 'Brèche d'Alep'-Platte. 94x51x83,5 cm.Expertisiert durch das Cabinet Dillée, Guillaume Dillée / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.P. Garnier gehört zu den wesentlichsten Ebenisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war als innovativer Produzent von Möbeln im 'style Transition' und 'style Louis XVI' bekannt, machte sich allerdings bereits in der Louis-XV-Epoche einen Namen als hervorragender Ebenist. Er war der bevorzugte Lieferant der letzten Herzöge von Mazarin und erhielt unter anderem den Auftrag für die Möblierung des Palais des Marquis de Méneras an der Place des Victoires. Sein Ruhm überstand selbst die bewegte Zeit der Französischen Revolution. In den 'Petites Affiches' wurde anlässlich der Verkäufe nach dem Tod P. Garniers Folgendes festgehalten: 'On n'entrera pas dans le détail des effets du cit. Garnier connu depuis cinquante ans pour la bonté de ses constructions, tout éloge serait superflu.'Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 338-347 (biogr. Angaben). D. Ledoux-Lebard, Le mobilier français du XIXe siècle, Paris 1989; S. 216/217 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 153 (biogr. Angaben). COMMODE 'A FLEURS',Louis XV, indistinctly monogrammed FG (probably Pierre Garnier, maitre 1742), Paris circa 1760.Purpleheart and satinwood in veneer with fine inlays of flowers, leaves and decorative frieze. The front with 2 sans traverse drawers. Fine, gilt bronze mounts and sabots. 'Breche d'Alep' top. 94x51x83.5 cm. Expertise by Cabinet Dillee, Guillaume Dillee / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.

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FAUTEUIL 'A LA REINE', Louis XV, sign. N.

Lot 1161: FAUTEUIL 'A LA REINE', Louis XV, sign. N.

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Description: FAUTEUIL 'A LA REINE', Louis XV, sign. N. BLANCHARD (Nicolas Blanchard, Meister 1738), Paris um 1760.Buche mouluriert sowie fein beschnitzt mit Blumen, Blättern und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Polychromer Stoffbezug mit dekorativem Nagelbeschlag. 64x59x45x95 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz.N. Blanchard war in der Rue de Cléry tätig und fertigte vor allem Louis-XV-Sitzmöbel mit Rocaillen-Schnitzerei. Seine berufliche Tätigkeit ist bis 1750 quellenmässig belegt; die beiden Söhne Sylvain Nicolas und Jean Nicolas arbeiteten ebenfalls im Familienbetrieb. Gemäss Salverte signierte N. Blanchard seine Arbeiten nur mit dem Nachnamen - tatsächlich sind ein paar mit 'Blanchard' signierte Sitzmöbel bekannt, allerdings lassen sie sich nicht eindeutig Nicolas zuschreiben.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 78/79 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1986; I, S. 21 (biogr. Angaben). FAUTEUIL 'A LA REINE', Louis XV, stamped N. BLANCHARD (Nicolas Blanchard, maitre 1738), Paris circa 1760.Shaped and finely carved beech with flowers, leaves and decorative frieze. Polychrome fabric cover with decorative nailwork. 64x59x45x95 cm.

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KLEINES DAMENBUREAU 'A FLEURS', Louis XV, B. VAN

Lot 1162: KLEINES DAMENBUREAU 'A FLEURS', Louis XV, B. VAN

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Description: KLEINES DAMENBUREAU 'A FLEURS', Louis XV, B. VAN RISENBURGH (Bernard II Van Risenburgh, Meister 1735) zuzuschreiben, Paris um 1760.Rosenholz und Palisander fein eingelegt mit 'bois de bout'; Blumen, Blätter und Zierfries. Allseitig bombierter Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit hohen, geschweiften Beinen. Schräge, aufklappbare und innen mit braunem Leder bezogene Schreiplatte über Schublade. Inneneinteilung mit grossem Fach über 3 Schbuladen auf 2 Reihen. Vergoldete Bronzebeschläge. Zum Freistellen. Restaurationen. 40x31x(offen 59)x90 cm.Provenienz: Aus einer Pariser Sammlung.Ausserordentlich feines Möbel von perfekter Qualität und Eleganz; die feine Marketerie 'en bois de bout' findet sich an Möbeln von J. Dubois und B. Van Risenburgh in nahezu identischer Weise und wird aus im rechten Winkel in Faserrichtung gesägten Furnierblätter gefertigt. Diese Technik ermöglichte eine nahezu vollendete Präzision des Marketeriebildes aus Blumen, Blättern und Zweigen. Die dunklen Satin- und Rosenholzeinlagen heben sich auf markante Weise vom hellen, gefriesten Fond ab und verleihen dem Gesamtbild eine ausserordentliche Leichtigkeit. B. Van Risenburghs Marketerie 'en bois de bout' findet sich an einer Vielzahl seiner Werke: an Guéridons (siehe hierzu auch jenes aus unserer Juni-Auktion 2004, Katalognr. 1096), Encoignuren, Kommoden, Sekretäre 'à abattant' und 'bureaux en pente'. Von hoher Bedeutung sind auch die feinen, qualitativ hervorragenden Bronzebeschläge und -sabots im klassischen 'style rocaille', die sich, wie bei unserem Bureau-Plat, durch eine für jene Zeit einmalige 'souplesse' und Eleganz auszeichnen. Die Zentralkartusche an den Seiten, die feine Einrahmung der Zentralschublade und die 'baguettes' der geschweiften Beine runden das Gesamtbild perfekt ab.Bernard II Van Risenburgh lernte die Handwerkskunst im Atelier seines Vaters. Das ausserordentliche Talent, stilistische Merkmale der Jahrzehnte 1730-1760 innovativ zu kombinieren und zu entwickeln, die atemberaubende Leichtigkeit der Verwendung verschiedenster Edelhölzer und Lackpanneaux aus Europa und Asien und das bewusste Anwenden von hervorragenden Bronzen allerhöchster Güte machten aus ihm bald den wesentlichsten Pariser Ebenisten jener Zeit. Durch die Zusammenarbeit mit den Händlern Hébert, Darnault und Poirier, die seit den 1730er Jahren japanische und chinesische Lackpanneaux nach Paris importierten oder sie direkt bei Ateliers kauften, die zu dieser Zeit in Paris entstanden und sich auf die Herstellung solcher Panneaux spezialisierten, entstanden die wohl bedeutendsten Kommoden und Bureaux von B. II Van Risenburgh. Die mit Königsholz marketierten Möbel der Jahrzehnte 1730-50 zeichneten sich vor allem durch das Diamantschliffmuster und das feine Gitterwerk aus. Nach 1740 begann B. II Van Risenburgh mit der für ihn typischen und ausserordentlich feinen Blumenmarketerie. Die ersten Möbel dieser Art, signiert BVRB, wurden von Hébert für die Dauphine und den Dauphin in Versailles geliefert. Als weitere Spezialität, die B. II Van Risenburgh während der letzten Jahre seines Schaffens entwickelte, waren die mit Sèvres-Porzellanplaketten versehenen Gross- und Kleinmöbel, die er in Zusammenarbeit mit Poirier fertigte. Die verschiedenen 'chiffonières' sowie 'tables cabarets' gehörten zu den teuersten Kleinmöbeln der Epoche. Sein Sohn, Bernard III, führte die Werkstatt nach dem Tode seines Vaters weiter und konnte, obwohl er die Meisterwürde nicht erhielt, aufgrund der Rechte seiner Mutter als Meisterwitwe verschiedene klassizistische Möbel für den Pariser Adel fertigen.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 128-142 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 183. J.N. Ronfort/J.D. Augarde/B. Langer, Nouveaux Aspects de la Vie et de l'Oeuvre de Bernard (II) Vanrisamburgh, in: Estampille/L'Objet d'Art 290 (1995); S. 29-52. 199 (biogr. Angaben). SMALL LADY'S DESK 'A FLEURS',Louis XV, attributed to B. VAN RISENBURGH (Bernard II Van Risenburgh, maitre 1735), Paris circa 1760.Tulipwood and rosewood with fine "bois de bout" inlays. Hinged writing surface lined inside with brown leather above drawer. The interior fitted with large compartment above 3 drawers in 2 rows. Gilt bronze mounts. Freestanding. Restorations. 40x31x(open 59)x90 cm.

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KOMMODE, Transition, sign. P. MANTEL (Pierre

Lot 1163: KOMMODE, Transition, sign. P. MANTEL (Pierre

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Description: KOMMODE, Transition, sign. P. MANTEL (Pierre Mantel, Meister 1766), Innungsstempel, Paris um 1775.Rosenholz und Palisander gefriest sowie mit Reserven und Filets eingelegt. Rechteckiger Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Front mit 3 Schubladen. Bronzebeschläge und -hänger. Profilierte 'Gris St. Anne'-Platte. Die Füsse ergänzt. 98x51x92 cm.Provenienz: Privatbesitz, Westschweiz.P. Mantel war zuerst als 'ouvrier libre' in der Rue du Faubourg-Saint-Antoine tätig und führte in den 1770er Jahren ein erfolgreiches Atelier in der Rue du Charenton. Er fertigte vor allem Kommoden und Beistelltische für den Pariser Hochadel, unter anderem eine 1783 gelieferte Kommode für das Schloss von Versailles.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 550f. (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 295 (biogr. Angaben). COMMODE, Transition, stamped P. MANTEL (Pierre Mantel, maitre 1766), guild stamp, Paris circa 1775.Tulipwood and rosewood in veneer, inlaid with reserves and fillets. The front with 3 drawers. Bronze mounts and drop handles. Shaped 'Gris St. Anne' top. The feet supplemented. 98x51x92 cm.

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PRUNK-KOMMODE 'A L'ANTIQUE', Transition, sign. P.

Lot 1164: PRUNK-KOMMODE 'A L'ANTIQUE', Transition, sign. P.

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Description: PRUNK-KOMMODE 'A L'ANTIQUE', Transition, sign. P. PIONIEZ (Pierre Pioniez, Meister 1765), Paris um 1765/70.Rosenholz, Amarant, Palisander und teils getönte Edelhölzer gefriest sowie allseitig ausserordentlich fein eingelegt mit verschiedenen Gefässen und Dosen, Blumen in Vasen, Buch, Schreibfeder, Feuerschalen auf Podesten, Palmetten, Girlanden, Blättern, feinen Filets und Reserven. Prismierter Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. In der Mitte leicht vorstehende Front mit 3 Schubladen, die oberste schmäler und dreigeteilt, die unteren beiden ohne Traverse. Ausserordentlich feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge, -sabots und -applikationen in Form von Mäanderband, Maschen, Girlanden, Henkelvasen, Blättern und Kränzen. Profilierte 'Carrara'-Platte. 140x61x92 cm.Provenienz:- Art et Décors, Zürich.- Privatsammlung, Berlin.Eine in Formgebung und Marketerie sehr ähnliche Kommode ist abgebildet in: P. Kjellberg, Le Mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1986: S. 656 (Abb. B).P. Pioniez arbeitete zunächst als sog. 'ouvrier libre' in der Rue du Faubourg Saint-Antoine und belieferte vor allem seinen 'confrère' P. Migeon. Später baute er sein florierendes Atelier in der Rue Michel-Lecomte aus und erlangte bald einen exzellenten Ruf als Ebenist für Möbel im 'gôut Transition'. Charakteristisch für seine Dekorationssprache ist die Marketerie 'à la Topino' mit Vasen, Tassen und Tischutensilien. P. Pioniez belieferte nicht nur den Pariser Hochadel, sondern auch bedeutende Ebenisten der französichen Metropole; nebst P. Migeon werden auch P. Denizot, C. Topino und P. Roussel in den Dokumenten als Partner erwähnt.Lit.: J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 373 (biogr. Angaben). P. Kjellberg, Le Mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 655-658 (biogr. Angaben). IMPORTANT COMMODE 'A L'ANTIQUE',Transition, stamped P. PIONIEZ (Pierre Pioniez, maitre 1765), Paris circa 1765/70.Tulipwood, amaranth, rosewood and partly dyed precious woods in veneer with exceptionally fine inlays on all sides. The front with 3 drawers, the top drawer narrower and divided into 3, the two lower sans traverse. Exceptionally fine, matte and polished gilt bronze mounts, sabots and applications. 'Carrara' top. 140x61x92 cm. Provenance:- Art et Decors, Zurich.- Private collection, Berlin.

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1 PAAR DECKENLEUCHTER MIT 'CRISTAL DE ROCHE',

Lot 1165: 1 PAAR DECKENLEUCHTER MIT 'CRISTAL DE ROCHE',

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Description: 1 PAAR DECKENLEUCHTER MIT 'CRISTAL DE ROCHE', spätes Louis XV, Paris, 19. Jh.Bronze, Messing und teils geschliffener Kristallbehang. Korbförmiges Gestell mit 10 geschweiften Lichtarmen mit grossen Tropftellern und vasenförmigen Tüllen. Feine Lichtkrone. Elektrifiziert. D 74 cm. H 125 cm.Provenienz: Aus einer europäischen Sammlung.Bedeutendes Paar von hoher Qualität; ein modellogleiches Paar aus dem 18. Jahrhundert wurde in unserer März-Auktion 2011 (Katalognr. 1062) verkauft.'Cristal de roche' ist eine Quarzart mit aussergewöhnlich hohem Härtegrad und einer Lichtrefraktion, die mit jener eines Diamanten vergleichbar ist. Bereits im 17. Jahrhundert wurde Bergkristall in kleinen Mengen verarbeitet und zu horrenden Preisen gehandelt. Dies zwang die Kunsthandwerker dazu, Bergkristall zu imitieren, wobei allerdings Reinheit und Lichtbrechung natürlich nicht kopiert werden konnten. Anfang des 17. Jahrhunderts begann man, Einzelteile aus Bergkristall für Lichtquellen - vor allem für Kronleuchter - zu verwenden. Im 18. Jahrhundert wurden neue Vorkommen in Zentraleuropa entdeckt, was das Abbauen und Behauen grösserer Blöcke und das Schneiden neuer Formen ermöglichte.Ende des 17. und im Verlauf des 18 Jahrhunderts erwähnten einige Archivdokumente, u.A. Inventarblätter die nach Todesfällen oder nach einem Verkauf erstellt wurden, bereits Kronleuchter, die mit Bergkristall verziert waren und die bei Schätzungen und Auktionen sehr hohe Preise erzielten. Demnach hatte Louis XIV seit 1697 den Botschaftern des Königs von Siam zwölf grosse Bergkristall Kronleuchter geschenkt, deren Preis an 100 000 Livres sehr nahe kamen. Mehrere Jahrzehnte später lieferten Delaroue et Slodtz einen Kronleuchter mit zwölf Lampen ins Schlafzimmer von König Louis XV nach Versailles. Dies zum Erstaunen vieler Kunstliebhaber, insbesondere des Duc de Luynes, welcher schrieb: 'Man hat im Zimmer des Königs einen Kristall Leuchter von sehr grosser Schönheit getan, und welcher man auf mindestens 100 000 Livres schätzt'. Im Juni 1749 kaufte der mächtige Hauptschatzmeister der 'Maison du roi', Augustin Bouret de Villaumont, zu einem Preis von 4 690 Livres, den 'Leuchter aus Bergkristall montiert auf der Leier, mit sechs Armen', zu einem sehr bescheidenen Preis im Vergleich zu demjenigen, der ein Käufer für 18 000 Livres gekauft hatte und der 8-armig war. Dieser war aus der Auflösung der Sammlung Blondel de Gagny im Jahre 1776 und damals beschrieben als 'ein 8-armiger Leuchter aus Bergkristall, neuer Schliff, die Spitze oben ist 8 Zoll hoch. Dieser Leuchter ist sehr bemerkenswert durch die Gleichheit der Farbe des Kristalls, durch seine Reinheit und seine Helligkeit; er misst 54 Zoll in der Höhe und 32 Zoll im Durchmesser.' Diese letzte Erläuterung ist ausgesprochen interessant, weil für 340 Livres beim selben Verkauf eines folgenden Lots, ein 8-armiger Leuchter in gleicher Höhe aber mit Dekor aus Böhmischen Kristall, versteigert wurde. Somit versteht man sofort, welchen Unterschied die Kenner zwischen den beiden Arten von Kristall machten. Erwähnt seien auch die Leuchter, welche mit respektive 11 000 Livres, bei Inventur nach dem Tod des Sohnes von Samuel Bernard, und mit 8 500 Livres, beim Verkauf von Monsieur de Fontpertuis Leuchter, geschätzt oder verkauft wurden.Lit.: T. Pignatti, Ambienti italiani del Seicento e Settcento, Mailand 1964; S. 76-84. PAIR OF CHANDELIERS WITH 'CRISTAL DE ROCHE', late Louis XV, Paris, 19th century.Bronze, brass and partly cut crystal hangings. With 10 light branches. Fitted for electricity. D 74 cm, H 125 cm.

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BUREAU-PLAT, Louis XV, mit Resten einer Signatur,

Lot 1166: BUREAU-PLAT, Louis XV, mit Resten einer Signatur,

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Description: BUREAU-PLAT, Louis XV, mit Resten einer Signatur, wohl I. DUBOIS (Jacques Dubois, Meister 1742), Paris um 1760.Ebenholz. Geschweiftes, rechteckiges, vorstehendes, mit schwarzem, goldgepresstem Leder bezogenes und in profiliertem Bronzestab gefasstes Blatt auf wellig ausgeschnittener Zarge in 'contour à l'arbalète' mit geschweiften Beinen. Front mit grosser, leicht eingezogener Zentralschublade zwischen 2 Schubladen 'à caisson'. Gleiche, jedoch blinde Einteilung auf der Rückseite. Ersetzte und ergänzte, vergoldete Bronzebeschläge, -sabots und -applikationen in Form von Zephyrmaskaron, Palmetten und Zierfries. 154x77x71 cm.Expertisiert durch das Cabinet Dillée, Guillaume Dillée / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.J. Dubois gehört zu den wichtigsten Ebenisten der Louis-XV-Epoche. Er belieferte den königlichen Hof, den Hochadel und Paläste in ganz Europa. Markenzeichen seiner Werke waren harmonische Proportionen, zierliche Formen, allseitig verwendete Lackpanneaux, die ein ganzes Bild darstellen, originelle Schubladen- und Fächereinteilungen und ausserordentlich feine Bronzebeschläge. Obwohl er erst 1742 die Meisterwürde erlangte, war seine Produktion schon während der 1720er Jahre sehr erfolgreich; er schuf sich zu dieser Zeit in seinem Atelier im Faubourg-Saint-Antoine die Basis seiner 'grande renommée'. Seine Laufbahn wird von einer Reihe meisterlicher Werke gekennzeichnet, die in einer beispielhaften Weise darstellen, wie perfekt J. Dubois die Herstellung feinster Marketerien in edlen Hölzern und die Verarbeitung von Lacken verschiedenster Herkunft beherrschte. Er wusste sich einer breiten Palette der Stile zu bedienen und arbeitete im Stil Louis XV genauso sicher wie im darauffolgenden neoklassizistischen Stil.Lit.: J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 94/95 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 169-175 (biogr. Angaben). P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 267-277 (biogr. Angaben). BUREAU PLAT,Louis XV, with the remains of a signature, probably I. DUBOIS (Jacques Dubois, maitre 1742), Paris circa 1760.Ebony. Rectangular top lined with black, gold-stamped leather and edged in bronze. The front with large central drawer between 2 drawers. Same, but sham arrangement verso. Replaced and supplemented, gilt bronze mounts, sabots and applications. 154x77x71 cm. Expertise by Cabinet Dillee, Guillaume Dillee / Simon Pierre Etienne, Paris 2013.

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1 PAAR FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, Paris um

Lot 1167: 1 PAAR FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, Paris um

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Description: 1 PAAR FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert sowie ausserordentlich fein beschnitzt mit Blumen, Blättern, Kartuschen und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Hellbeiger Seidenbezug mit bunten Blumen und Blättern. 65x47x46x91 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz. PAIR OF FAUTEUILS 'A LA REINE',Louis XV, Paris circa 1760.Shaped and exceptionally finely carved beech. Light beige silk cover with colorful flowers and leaves. 65x47x46x91 cm.

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LACK-DAMENBUREAU, Louis XV, sign. MARCHAND

Lot 1168: LACK-DAMENBUREAU, Louis XV, sign. MARCHAND

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Description: LACK-DAMENBUREAU, Louis XV, sign. MARCHAND (Nicolas Jean Marchand, Meister ca. 1735), mit Brandstempel des CHATEAU DE FONTAINEBLEAU, numm. F 1206, Paris um 1755.Holz allseitig gelackt im 'goût chinois'; auf schwarzem Fond idealisierte Park- und Pagodenlandschaft mit Figurenstaffage. Allseitig geschweifter, rechteckiger Korpus mit vorstehenden Eckstollen auf wellig ausgeschnittener Zarge mit hohen, geschweiften Beinen. Schräge, aufklappbare und innen mit rotem, goldgepresstem Leder bezogene Schreibplatte über 2 nebeneinander liegenden Schubladen. Inneneinteilung mit grosser Zentralschublade, furniert mit Veilchenholz und flankiert von je 2 Schubladen unter grossem Fach. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Restaurationen. Zum Freistellen. 82x48x(offen 75)x94 cm.Provenienz:- Einst in den Sammlungen des Château de Fontainebleau (der Stempel bezieht sich auf ein 1787/88 erstelltes Inventar).- Aus einer europäischen Privatsammlung.Das hier angebotene Damenbureau muss in Zusammenhang mit vier von N.J. Marchand signierten Lack-Kommoden gesetzt werden, die von G. Joubert 1755 nach Fontainebleau geliefert wurden - ein Paar für die 'Chambre du Roi', das andere für die 'Chambre de la Reine'. Eine der Kommode befindet sich heute in der Wallace Collection in London (Inventarnr. F 88) und ist abgebildet in: P. Hughes, The Wallace Collection, London 1996; I. S. 302-306 (Nr. 74). Interessanterweise besitzt sie - wie auch das hier angebotene Damenbureau - keine Nummer des 'Garde Meuble de la Couronne', was verschiedene Gründe haben kann: Sie könnte bei den zahlreichen Lieferungen schlicht vergessen worden sein (wie bei der erwähnten Kommode, bei der nur der Marmor eine solche Nummer aufweist), sie könnte auch auf einem der vielen, heute fehlenden Foliots des 'Livre Journal du Garde Meuble de la Couronne' notiert worden oder auch ein privater Kauf des Königs und seiner Familie gewesen sein, der nicht in speziellen Dokumenten festgehalten wurde.998 als einfacher kleiner Jagdsitz im Herzen der 'Ile de France' erbaut, geriet Fontainebleau bald danach in Vergessenheit. Erst als François I seine Liebe zu Fontainebleau entdeckte, es 1528 gründlich umbaute und zur Residenz erhob, begann die eigentliche Geschichte des Schlosses als beliebter Sommersitz der französischen Könige. François I beauftragte Künstler wie Gilles Le Breton, Pierre Chambiges und Pierre Girard, die in Zusammenarbeit mit italienischen Handwerkern wie Le Rosse, Le Primatice, Nicolo Dell'Abate u.a. einen der schönsten Renaissance-Bauten Frankreichs schufen. Henry II, Henry IV und Louis XV liessen die Anlage mehrfach ausbauen und erweitern; unter Napoleon wurde das Bauwerk als erste kaiserliche Residenz umfassend restauriert. Alle drei Epochen haben den Baustil von Fontainebleau verändert. Jeder Herrscher liess seine baulichen Vorlieben durch die berühmtesten Architekten seiner Zeit verwirklichen. Bedingt durch die zahlreichen Umbauten besitzt Fontainebleau heute einen ungewöhnlichen Grundriss.Die französischen Monarchen liebten Fontainebleau, allen voran Napoleon Bonaparte, der es als 'Werk der Jahrhunderte, Heimstatt der Könige' bezeichnete. Hier unterzeichnete er am 6. April 1814 seine erste Abdankung - danach stieg der gescheiterte Kaiser die elegante Freitreppe hinab, um in einer letzten Rede von seiner Armee Abschied zu nehmen.Über den Ebenisten N.J. Marchand ist wenig bekannt. Man kennt weder das genaue Jahr seiner Erlangung der Meisterwürde, noch besitzt man weiterführende Angaben oder Informationen. Die wenigen, noch erhaltenen und von ihm signierten Möbel sprechen jedoch eine klare Sprache und weisen ihn als wichtigen Ebenisten der Louis-XV-Epoche aus. Einzelne Stücke deuten auf den grossen Einfluss von Bernard II Van Risenburgh und Jean Desforges hin, zwei der wichtigsten Ebenisten jener Zeit. N.J. Marchand stellte in Zusammenarbeit mit G. Joubert verschiedene Prunkmöbel für den französischen Hof her, wie beispielsweise ein Paar Kommoden in 'laque de Chine', die für die 'chambre du Roi' geliefert wurden.Lit.: P. Kjellberg, Le meuble français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 550-552 (biogr. Angaben). LACQUER LADY'S DESK, Louis XV, stamped MARCHAND (Nicolas Jean Marchand, maitre circa 1735), with stamp of the CHATEAU DE FONTAINEBLEAU, numbered F 1206, Paris circa 1755.Wood lacquered on all sides in 'gout chinois'. Hinged writing surface lined inside with gold-stamped red leather above 2 adjacent drawers. Fitted interior with large central drawer, veneered in purpleheart and flanked on each side by 2 drawers below large compartment. Fine gilt bronze mounts and sabots. Restorations. Freestanding. 82x48x(open 75)x94 cm. Provenance:- Formerly in the collections of the Château de Fontainebleau (the stamp refers to an inventory carried out in 1787/88).- From a European private collection.

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1 PAAR BRONZEHUNDE MIT SOCKEL, spätes Louis XV,

Lot 1169: 1 PAAR BRONZEHUNDE MIT SOCKEL, spätes Louis XV,

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Description: 1 PAAR BRONZEHUNDE MIT SOCKEL, spätes Louis XV, nach Vorlagen von P. CAFFIERI (Philippe Caffiéri, 1714-1774), Paris, 18./19. Jh.Vergoldete und brünierte Bronze. 2 sitzende Hunde, der eine mit offenem Maul, der andere sich am Hals kratzend, auf rechteckigen Sockeln mit Putti-Reliefs. Einst wohl als Kaminböcke montiert. 22x12x35 cm.Provenienz: Schweizer Privatbesitz.P. Caffiéri war Sohn des berühmten Bildhauers und Bronzegiessers Jacques Caffiéri (1678-1755), wohnte und arbeitete bis zu seinem Tod in der Rue des Princesses. Er nahm regen Anteil an den Arbeiten, mit denen sein Vater in den königlichen Schlössern betraut war, und wirkte bei der Herstellung von Einrichtungsgegenständen für Versailles, Fontainebleau, Choisy, Marly, Muette und Compiègne mit; erst nach Jacques Tod beziehen sich die in den Staatsrechnungen unter dem Namen Caffiéri aufgeführten Werke allein auf ihn. Die Zahlungen des Hofes dauerten noch länger als zu Zeiten seines Vaters, daher sah sich Philippe nach anderen Aufträgen um. 1760 stellte er für den Hauptaltar der Kirche Notre-Dame ein Kruzifix mit 6 Leuchtern und 2 Fackelgestelle her. Das Domkapitel war mit seiner Arbeit zufrieden und bestellte 6 weitere Leuchter für Kapellen. Man betraute ihn auch mit Restaurierungsarbeiten für die Pariser Kathedrale, die Gegenstände aus dieser Zeit sind allerdings während der Französischen Revolution verschwunden.In zahlreichen Katalogen des 18. Jahrhunderts wird der Name Philippe Caffiéri häufig erwähnt. Er stellte auch Bronzen für Möbeldekorationen her und arbeitete hierfür öfters mit dem Ebenisten J.F. Oeben (Meister 1761) zusammen. Leider ist keines von diesen gemeinsam gefertigten Stücken bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Er fertigte zudem Schränke, Schreibtische, Leuchter, Papierpressen, Sekretäre, Cartonniers, vor allem aber Arm- und Wandleuchter sowie Kaminverzierungen und war Mitglied der 'Académie de St. Luc'. Als die Zünfte 1776 abgeschafft wurden, stand P. Caffiéri an der Spitze der 'corporation des bronziers'.Lit.: Thieme/Becker, Leipzig 1999; 2/3, S. 352f. (biogr. Angaben). PAIR OF BRONZE DOGS WITH PLINTHS, late Louis XV, after designs by P. CAFFIERI (Philippe Caffieri, 1714-1774), Paris, 18th/19th century.Gilt and burnished bronze. Probably formerly mounted as fireplace chenets. 22x12x35 cm.

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LACKSEKRETÄR 'A ABATTANT', Louis XV, in der Art

Lot 1170: LACKSEKRETÄR 'A ABATTANT', Louis XV, in der Art

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Description: LACKSEKRETÄR 'A ABATTANT', Louis XV, in der Art von J. DUBOIS (Jacques Dubois, Meister 1742), Paris um 1760.Holz allseitig gelackt im 'goût japonais'; auf schwarzem Fond idealisierte Park- und Pagodenlandschaft am Wasser, mit Wanderern, Fischern, Musikanten, Tieren, untergehender Sonne und Bergen in feinen Goldtönen. Leicht geschweifter, trapezförmiger Korpus auf wellig ausgeschnittener Zarge mit kurzen, geschweiften Beinen. Abklappbare, innen mit dunkelrotem, goldgepresstem Leder bezogene Schreibplatte zwischen Kopfschublade und Fach mit Doppeltüre. Inneneinteilung mit grossem Zentralfach, flankiert von je 3 Schubladen unter 3 grossen Fächern auf 2 Reihen. Vergoldete, ersetzte Bronzebeschläge und -sabots. Profilierte und ersetzte 'Portor' -Platte. Restaurationen. 88x40x(offen 78)x142 cm.Provenienz: Aus einer europäischen Privatsammlung.Feiner Sekretär von grosser Eleganz. Für Angaben zu J. Dubois siehe Fussnote der Katalognr. 1166. LACQUER SECRETAIRE 'A ABATTANT', Louis XV, in the style of J. DUBOIS (Jacques Dubois, maitre 1742), Paris circa 1760.Wood lacquered on all sides in 'gout japonais'. The front with fall-front writing surface, lined with gold-stamped dark red leather, between top drawer and compartment with double doors. Fitted interior of drawers and compartments. Gilt, replaced bronze mounts and sabots. Replaced 'Portor' top. Restorations. 88x40x(open 78)x142 cm.

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BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert

Lot 1171: BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert

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Description: BERGERE, Louis XV, Paris um 1760.Buche mouluriert und fein beschnitzt mit Blumen, Blättern und Zierfries. Hufförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Eingezogene, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Gebrauchter, hellblauer Seidenbezug. Sitzkissen. 69x51x48x96 cm. BERGERE, Louis XV, Paris circa 1760.Shaped and finely carved beech. Worn, light blue silk cover. Seat cushion. 69x51x48x96 cm.

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DAMENBUREAU, Louis XV, Paris um 1760/70.Rosenholz

Lot 1172: DAMENBUREAU, Louis XV, Paris um 1760/70.Rosenholz

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Description: DAMENBUREAU, Louis XV, Paris um 1760/70.Rosenholz und Palisander gefriest sowie mit teils getönten Edelholzfilets eingelegt. Rechteckiger Korpus mit wellig ausgeschnittener Zarge auf hohen, geschweiften Beinen. Schräge, innen mit bordeauxrotem Leder bezogene Schreibplatte über 2 Schubladen, die obere zweigeteilt. Inneneinteilung mit Zentralfach, flankiert von je 2 stufenförmig angeordneten Schubladen über Fach. Bronzebeschläge. 99x46x(offen 96)x90 cm. LADY'S DESK, Louis XV, Paris circa 1760/70.Tulipwood and rosewood in veneer, inlaid with partly dyed precious wood fillets. Hinged writing surface lined with wine-red leather above 2 drawers, the top drawer divided into 2. Fitted interior of drawers and compartments, bronze mounts. 99x46x(open 96)x90 cm.

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FOLGE VON 6 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV,

Lot 1173: FOLGE VON 6 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV,

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Description: FOLGE VON 6 FAUTEUILS 'A LA REINE', Louis XV, sign. PERE GOURDIN (Jean Gourdin, tätig 1730-1770), Paris um 1760.Buche mouluriert sowie beschnitzt mit Blumen und Blättern. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne. Jonc-Geflecht. Rotes Stoffsitzkissen. 50x51x44x98 cm.Provenienz: Aus einer Pariser Sammlung.Seltene Folge von hoher Qualität, welche die hohe Handwerkstkunst des J. Gourdin beispielhaft aufzeigt; man beachte die kräftige und zugleich sehr feine Schnitzerei.J. Gourdin stammte aus einer Pariser Schreinerfamilie, führte sein Atelier in der Rue de Cléry 'à l'enseigne de Saint-Jacques' und signierte seine Arbeiten mit 'Père Gourdin'. In den Quellen wird er zwischen 1737 und 1763 erwähnt; seine Werke entsprechen allesamt dem Geschmack dieser Zeit, sprich sind im 'style Louis XV' gefertigt, vor allem Fauteuils, Bergèren und Canapés. Erwähnenswert sind ein Tapisserie-Canapé mit Bezügen aus der Manufacture de Beauvais, das für das Schloss Condé-en-Brie hergestellt wurde, ein Canapé, ebenfalls mit Tapisserie-Bezügen aus Beauvais, das im Palais von Thoiry stand, zwei Canapés und 8 Fauteuils aus dem Château de Montgeoffroy und mehrere Stühle, die Bestand der königlichen Sammlungen von Schweden waren.Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 364f. (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; I, S. 155 (biogr. Angaben). SET OF 6 FAUTEUILS 'A LA REINE',Louis XV, stamped PERE GOURDIN (Jean Gourdin, active 1730-1770), Paris circa 1760. Shaped and carved beech. Caned. Red fabric cushion. 50x51x44x98 cm.

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