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Old Master Paintings

by Koller Auctions

Platinum House

127 lots with images

March 22, 2013

Live Auction

Hardturmstrasse 102

Zurich, 8031 Switzerland

Phone: 00 41 44 445 63 63

Fax: 00 41 44 273 19 66

Email: office@kollerauktionen.ch

127 Lots
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ROSSELLINO, ANTONIO (UMKREIS) UND ITALIENISCHER

Lot 3001: ROSSELLINO, ANTONIO (UMKREIS) UND ITALIENISCHER

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Description: ROSSELLINO, ANTONIO (UMKREIS) UND ITALIENISCHER 'COFANAIO'(Settignano um 1427 - 1479 Florenz)Florentinischer Flügelaltar. Um ca. 1460.Tempera auf Holz und bemalter Stucco. 80,7 x 54 cm (zentrale Tafel), 72,6 x 27,2 cm (linker Flügel), 72,5 x 26,5 cm (rechter Flügel).Madonna mit Kind (Hauptblatt); die Madonna erscheint mit ihrem Kind dem büssenenden Hieronymus; die Heiligen Rochus, Sebastian und Nikolaus von Tolentino (linker Flügel); der Schmerzensmann mit den Passionssymbolen, die Heiligen Maria Magdalen, Katharina von Alexandrien (?) und Klara (rechter Flügel).Dieses in dieser Form eher rare Flügelaltärchen zur privaten Andacht ist ein typisches Produkt toskanischer Handwerkskunst, die in der Renaissance noch lange parallel zur künsterischen Produktion der grossen Meister ausgeübt wurde. Als Herstellungsort darf Florenz postuliert werden, wo vermutlich zumindest der 'Stucco' Abguss vom Modell der all bekannten Madonna mit Kind - einer Variation der Madonna dei Candelabri - des berühmten Florentiner Bildhauers, Antonio Rosselino (Settignano,1427-1479 Florenz) angefertigt wurde. Schon früh gegen 1300 entwickelte sich in Florenz eine Berufsschicht von etwas weniger begabten Malern, welche auf dem Markt der grossen Kunst und damit der grossen künstlerischen Aufträge nicht mithalten konnten und sich deshalb auf die Herstellung und Bemalung diverser Objekte zum häuslichen Gebrauch spezialisierten: die sogenannten ‚Cofanai' und ‚Forzerinai'. Sie arbeiteten in unmittelbarer Nähe zu den grossen Künstlern, die auch selbst gelegentlich die Produktion sogenannt geringerer Kunst nicht verachteten und oftmals auch in diesem Sektor grosse Kunst schufen und in erster Linie zu den Schreinern und anderen Handwerkern (Vergolder), die in der Produktion ihrer Objekte zentral involviert waren. Die Werkstätten der ‚Cofanai' deshalb waren oftmals in unmittelbarer Nähe jener ihrer Korrespondenten, etwa der Schreiner. Es ist genau in einem solchen Milieu, wo vorliegendes Objekt geschaffen wurde. Der unbekannte Maler der Altarflügel war einer dieser zahlreichen ‚Cofanai' und Cassone Maler. Sein Stil ist eklektisch und nimmt, wie dies auch für verschiedene andere Cassone Maler und Cofanai zutrifft, durchaus - wenngleich in etwas naiver Art - nostalgisch auch Stilelemente der spätgotischen Kunst der norditalienischen Höfe auf. Es überrascht denn kaum hier gewisse Stilfloskeln zu sehen, die etwas an die Kunst der Bembo und anderer Lombarden erinnert. Diese stilistischen Beobachtungen und die Tatsache, dass die Madonna des Hauptblatts einem Modell Antonio Rosselinos entstammt lässt eine chronologische Einordnung des Hausaltärchens gegen 1460 als wahrscheinlich erscheinen. Wir danken Prof. Dr. Gaudenz Freuler für diesen Katalogeintrag. Circle of ROSSELLINO, ANTONIO AND ITALIAN 'COFANAIO'(Settignano circa 1427 - 1479 Florence)Florentine winged altar. Circa 1460.Tempera on panel and painted stucco. 80.7 x 54 cm (central panel), 72.6 x 27.2 cm (left wing), 72.5 x 26.5 cm (right wing).

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MARKEN (ANCONE), UM 1480Leidender Christus.Tempera

Lot 3002: MARKEN (ANCONE), UM 1480Leidender Christus.Tempera

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Description: MARKEN (ANCONE), UM 1480Leidender Christus.Tempera und Goldgrund auf Holz. 17,3 x 18,3 cm.Provenienz :- Sammlung Alt Bundeskanzler Konrad Adenauer.- Sammlung Heinz Kisters, Konstanz.- Auktion Christie's, London, 26.6.1970, Los 11 (als Umkreis Ludovico Brea da Nizza).- Sammlung Ian Woodner, New York.- Auktion Christie's, New York, 19.5.1993.- Schweizer Privatbesitz. MARKEN (ANCONE), CIRCA 1480Christ, Man of Sorrows.Tempera and gold ground on panel. 17.3 x 18.3 cm. Provenance :- Collection of Konrad Adenauer.- Collection of Heinz Kisters, Constance.- Christie's, London, 26.6.1970, Lot 11 (as Circle of Ludovico Brea da Nizza).- Collection of Ian Woodner, New York.- Christie's, New York, 19.5.1993.- Swiss private collection.

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MEISTER DER AACHENER SCHRANKTÜREN(tätig in Köln,

Lot 3003: MEISTER DER AACHENER SCHRANKTÜREN(tätig in Köln,

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Description: MEISTER DER AACHENER SCHRANKTÜREN(tätig in Köln, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts)Doppelseitig bemalte Altartafel: Christus vor Kaiphas und Teile einer Verkündigungsszene. Um 1485-90.Öl auf Holz. 49,5 x 48,5 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 22.1.2013.Provenienz:- Sammlung Staehelin-Paravicini, Basel.- Auktion März 1939 (als Deutscher Meister, 15. Jh., Christus vor Pilatus).- Schweizer Privatsammlung.Literatur:- Auktionskatalog 'Catalogue des collections Staehelin-Paravicini dont la vente aux enchères', Basel März 1939, S. 8, Nr. 5, Abb. Tafel IV.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Werkverzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, Radolfzell 2009, Nr. 482, NW482-1 mit Abb.Die hier angebotene Tafel, die über 60 Jahre in einer Schweizer Privatsammlung unentdeckt verweilte, kann nun dank einer umfassenden Untersuchung durch Dr. Bernd Konrad anhand des Originals dem umfangreichen Altarwerk des Meisters der Aachener Schranktüren zugeordnet werden. In seinem Gutachten weist Dr. Konrad auf fünf gleichformatige Tafeln hin, die Teile eines grossen Flügelaltars bildeten, wobei zahlreiche weitere Darstellungen dieses Retabels heute nicht mehr erhalten sind. Der Goldgrund unserer Tafel deutet darauf hin, dass es sich dabei um eine Innenansicht handelt, wobei die Rückseite Reste einer grossen Verkündigungsdarstellung aufweist, die aus mehreren Tafeln bestand und das Retabel in geschlossenem Zustand schmückte. Drei der noch erhaltenen Tafeln zeigen ebenfalls Szenen aus der Passion Christi. Diese wurden 1990 von Dr. Konrad dem Meister der Aachener Schranktüren zugeschrieben (siehe Konrad, Bernd, in: Grimm, Claus / Konrad, Bernd: Die Fürstenbergsammlungen Donaueschingen. Altdeutsche und schweizerische Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, München 1990, S. 114, Kat. Nr. 10 mit Abb.). Die zwei letzten bekannten Tafeln aus diesem Altar weisen auf ihrer Rückseite weitere Teile der Verkündigungsszene auf. Auf ihrer Vorderseite ist eine Gruppe männlicher Heiliger auf der einen und eine Gruppe weiblicher Heiliger auf der anderen dargestellt (siehe Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, München 1970, S. 78, Nr. 235). Demzufolge bestand die Gesamtansicht des Retabels im geöffneten Zustand aus vermutlich drei übereinanderliegenden Registern mit Passions- und Heiligendarstellungen und im geschlossenen Zustand aus einer grossen Verkündigungsszene. Das Mittelbild ist jedoch nicht bekannt. Dieser Aufbau ist vergleichbar mit einem weiteren Altarwerk aus der selben Werkstatt, dem kleinen Flügelaltar in St. Petri in Hamburg, der ebenfalls drei Register auf den Flügeln aufweist. Der Meister der Aachener Schranktüren verdankt seinen Namen einem aus mehreren Tafeln mit Szenen aus dem Marienleben bestehenden Altarwerk, die später als Schranktüren verwendet wurden und sich heute im Dommuseum in Aachen befinden (siehe Stange ebd., 1970, Nr. 227). Der Meister führte seine Werkstatt jedoch in Köln und nicht in Aachen. Die Datierung unseres Gemäldes Ende der 1480er Jahre ergibt sich aus dendrochronologischen Analysen dreier Pendanttafeln durch Dr. Peter Klein, Hamburg. MASTER OF THE AACHEN PANELS(active in Cologne, last third of the 15th century)Double-sided altar panel: Christ before Caiaphas and parts of an Annunciation scene. Circa 1485-90.Oil on panel. 49.5 x 48.5 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 22.1.2013. Provenance: - Staehelin-Paravicini collection, Basel.- Auction, March 1939 (as German master, 15th century, Christ before Pilate).- Swiss private collection.

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STRIGEL, BERNHARD(um 1460 Memmingen 1528)Hl.

Lot 3004: STRIGEL, BERNHARD(um 1460 Memmingen 1528)Hl.

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Description: STRIGEL, BERNHARD(um 1460 Memmingen 1528)Hl. Christophorus mit Christuskind und Laurentius / Hl. Martin mit Bettler und Judas Thaddäus. Um 1485-90.Öl auf Holz. Je 46 x 72 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 23.1.2013.Provenienz:- Sehr wahrscheinlich von einer Schweizer Kirche in Graubünden beauftragt.- Schloss Marschlins, Landquart.- Schweizer Privatsammlung. Literatur:- Poeschel, Erwin: Kdm Schweiz, Graubünden IV, Band 13, Die Täler im Vorderrhein, 1. Teil. Das Gebiet von Tamins bis Somvix, Basel 1942, S. 293-294.- Rettich, Edeltraud: Bernhard Strigel. Herkunft und Entfaltung seines Stils. Diss. Phil. Freiburg i. Br. 1965, S. 187-189, Abb. 1a und 1b.- Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, München 1970, S. 194, Nr. 857b (als Werkstatt von Hans d. J. und Yvo Strigel).- Beckerath, Astrid von: Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Chur 1998, S. 252, Nr. 95.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, Radolfzell 2009, Nr. 857b mit Abb. (als Bernhard Strigel).Dr. Bernd Konrad datiert diese Tafeln in die frühe Schaffensphase des Künstlers um 1485-90. Er weist zudem darauf hin, dass sie wohl einst die Rückseiten von Predellen eines sehr grossen Retabels bildeten, die wahrscheinlich im Rahmengehäuse mit den Vorderseiten zusammengesteckt waren. Möglicherweise weisen sie auf ein verlorenes Mittelstück hin, wie am Blaubeurener Hochaltar von 1493-94 zu sehen ist, an dem Strigel zusammen mit Bartholomäus Zeitblom (um 1455-1518) arbeitete. Weitere schwäbische Retabel, beispielsweise der Hochaltar in St. Ursula in Rottenburg-Oberndorf oder zwei Tafeln in der Spitalkapelle von Pfullendorf (siehe Konrad, 2009, Nr. 315), weisen ebenfalls diese geteilten Predellen mit einer Darstellung Christi im Zentrum auf. Ob es sich bei unserem Retabel, wie es Rettich vermutet (siehe Literatur), um das für Brigels 1486 entstandene Altarwerk handelt (siehe Konrad, 2009, Nr. 867), bei dem ebenfalls noch Wandmalereien von Strigel erhalten sind, ist derzeit noch nicht zu bestätigen, aber scheint laut Konrad eine glaubwürdige Hypothese zu sein. STRIGEL, BERNHARD(circa 1460 Memmingen 1528)Saint Christopher with Jesus and Saint Lawrence /Saint Martin with a beggar and Judas Thaddaeus. Circa 1485-90.Oil on panel. Each 46 x 72 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 23.1.2013. Provenance: - probably commissioned by a Swiss church in Graubünden - Schloss Marschlins, Landquart.- Swiss private collection. Literature: - Poeschel, Erwin: Kdm Schweiz, Graubünden IV, Vol 13, Die Täler im Vorderrhein, 1st part. Das Gebiet von Tamins bis Somvix, Basel 1942, pp. 293-294.- Rettich, Edeltraud: Bernhard Strigel. Herkunft und Entfaltung seines Stils. Diss. Phil. Freiburg i. Br. 1965, pp. 187-189, fig. 1a and 1b.- Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, vol II, Munich 1970, p. 194, No. 857b (as workshop of Hans d. J. and Yvo Strigel).- Beckerath, Astrid von: Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Chur 1998, p. 252, No. 95.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, vol II, Radolfzell 2009, No. 857b with ill. (as Bernhard Strigel).

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AUGSBURG, UM 1497Zwei Aussenseiten der Flügel

Lot 3005: AUGSBURG, UM 1497Zwei Aussenseiten der Flügel

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Description: AUGSBURG, UM 1497Zwei Aussenseiten der Flügel eines Triptychons: Heilige Afra auf dem Scheiterhaufen / Maria Aegyptiaca. 1497.Öl auf Holz auf neuere Holzplatte aufgezogen. Oben mittig bezeichnet: sct afra / sct maria egiptiam.115,5 x 28,2 cm / 115,7 x 28,1 cm.Gutachten: - Dr. Alfred Stange, 9.5.1967 (als Meister des Nürnberger Rochus Altar).- Dr. Bernd Konrad, 9.1.2013.Provenienz:- Sammlung Graf Du Molin, wohl München.- Fürstlich Hohenzollerische Kunstsammlung, Sigmaringen, 1897 bis 1928 (als Nürnberger Maler 1497, Inv. Nr. 7318 und 7319).- Auktion der Fürstlich Hohenzollerischen Sammlungen, Frankfurt am Main, 1928, Nr. 69 und 70 (als Nürnberger Meister 1497).- Privatbesitz, Frankfurt am Main.- Kunsthandel Dr. Heinz Steinmeyer, München.- Auktion Lempertz, Köln, 21.4.1967, Los 796 (als Augsburger Meister um 1500). - Europäische Privatsammlung.Literatur:- Journal der Fürstlich Hohenzollernschen Sammlungen, 1896, S. 401.- Kurzes Verzeichnis der im Staedelschen Kunstinstitut ausgestellten Sigmaringer Sammlungen, Frankfurt am Main 1928, S. 13, Nr. 69 und 70.- Weltkunst, Jg. 31, 19a, 10.10. 1961, S. 22 mit Abb.Ausstellung:Frankfurt 1928, Sigmaringer Sammlungen, Staedelsches Kunstinstitut, Frankfurt, Nr. 69 und 70.Bei den hier angebotenen Tafeln handelt es sich um die Aussenansichten zweier Flügel eines ehemaligen Retabels. Die Innenansichten, die auf Goldgrund gemalt wurden, befanden sich laut Gutachten von Alfred Stange 1967 in englischem Privatbesitz (heutiger Verbleib unbekannt) und stellen die Heilige Katharina auf dem linken Flügel und den Heiligen Lazarus mit einem Schwert auf dem rechten Flügel dar. Auf diesen Innenseiten findet sich jeweils ein Teil der Datierung 1497. Die Mitteltafel oder der Schrein des Altars sind nicht bekannt. Die Tafeln waren wohl doppelseitig bemalt und wurden demnach zu einem unbekannten Zeitpunkt abgetrennt.Tatsächlich sind die Tafeln im Archiv der Fürstlich Hohenzollerischen Sammlungen noch als doppelseitig aufgeführt, doch in der Auktion von Lempertz 1967 wurden ausschliesslich die Aussenseiten verkauft. Dr. Konrad weist darauf hin, dass die ehemalige Zuschreibung unserer Tafeln an einen Nürnberger Meister, wie sie in der Hohenzollerischen Sammlungen und bei Stange 1967 vermerkt wurden, aus heutiger Sicht keinen Halt mehr hat. Vergleiche mit einer stilistisch verwandten Predella mit den Büsten der Heiligen Digna, Eutropia und Hilaria für die Kirche St. Ulrich und Afra in Augsburg sowie mit zwei im Zweiten Weltkrieg zerstörten (ehemals Germanisches Nationalmuseum Nürnberg) Flügeln eines Altars mit den Figuren der Heiligen Scholastika und Benediktus aus der Elisabethkapelle des Kausheimer Hofes in Augsburg weisen auf eine Entstehung unserer Tafeln im Augsburger Raum hin. Insbesondere weist die Ausführung der Predella gewisse Übereinstimmungen in der Formgebung der Köpfe und der Faltengebung der Kopfschleier auf und könnte wohl von der gleichen Hand stammen. Infrarotaufnahmen der Predella wie auch der hier angebotenen Tafeln haben interessante Unterzeichnungen, die von einem routinierten Maler zeugen, sichtbar gemacht. So sind die Augen, der Mund, die Nase und das Kinn der Heiligen Afra und Maria lediglich durch Kreise und Striche angedeutet. Bei der Augsburger Predella sind die vorgezeichneten Linien sogar vollends von der gemalten Ausführung losgelöst.Für eine Zuschreibung an einen Augsburger Meister sprechen zudem zahlreiche weitere vergleichbare Darstellungen der Heiligen Afra im 15. und frühen 16. Jahrhundert, einer der Hauptheiligen der Stadt (siehe beispielsweise Schad, Martha: Afra. Bilder einer Heiligen, Augsburg 1993). AUGSBURG, CIRCA 1497Two outer wings of a triptych: Saint Afra on the funeral pyre / Maria Aegyptiaca. 1497.Oil on panel laid on recent wooden panel. Inscribed centre top: sct afra / sct maria egiptiam.115.5 x 28.2 cm / 115.7 x 28.1 cm. Expertise: - Dr. Alfred Stange, 9.5.1967 (as Master of the Nuremberg Rochus Altar).- Dr. Bernd Konrad, 9.1.2013. Provenance: - Collection of Count Du Molin, probably Munich.- Collection of the prince of Hohenzollern, Sigmaringen, 1897 to 1928 (as Nuremberg painter 1497, Inv. No. 7318 and 7319).- Auction of the above collection, Frankfurt am Main, 1928, No. 69 and 70 (as Nuremberg master 1497).- Private collection, Frankfurt am Main.- Dr. Heinz Steinmeyer art dealer, Munich.- Lempertz auctions, Cologne, 21.4.1967, Lot 796 (as Augsburg master circa 1500). - European private collection. Literature: - Journal of the collections of the prince of Hohenzollern, 1896, p. 401.- Short account of the Signaring collections exhibited at the Staedelschen Kunstinstitut, Frankfurt am Main 1928, p. 13, No. 69 and 70.- Weltkunst, yr. 31, 19a, 10.10. 1961, p. 22 with ill. Exhibited: Frankfurt 1928, Sigmaringer Sammlungen, Staedelsches Kunstinstitut, Frankfurt, No. 69 and 70.

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AUGSBURG, UM 1500-1510Zwei Tafeln einer

Lot 3006: AUGSBURG, UM 1500-1510Zwei Tafeln einer

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Description: AUGSBURG, UM 1500-1510Zwei Tafeln einer ursprünglich vierteiligen Predella mit den Heiligen Petrus, Johannes Ev. und Jakob d.Ä. sowie Andreas, Thomas und Bartholomäus.Öl auf Holz. 57,5 x 63,5 cm / 57,5 x 64 cm.Provenienz:Schweizer Privatbesitz.Gutachten: Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte, 23.6.2012.Bei den zwei Tafeln handelt es sich um einen Teil einer ursprünglich aus vier Tafeln bestehenden Predella mit der Darstellung der zwölf Apostel. In seinem Gutachten weist Ludwig Meyer darauf hin, dass alle vier zusammengehörigen Tafeln der Schule von Hans Holbein d. Ä. in Augsburg zuzurechnen sind, was vor allem an den feinen und transparenten Nimben der Apostel sowie am goldenen Astwerk über ihren Köpfen erkennbar ist. Eine dritte Tafel besitzt seit 1914 das Musée de Grenoble in Frankreich (siehe Destot, Marcel: Peintures des écoles du Nord. La collection du musée de Grenoble, Paris 1994, S. 213 mit Abb.). AUGSBURG, CIRCA 1500-1510Two panels from an originally 4-part predella with Saints Peter, John the Evangelist and Jacob the Elder, also Andrew and Bartholomew.Oil on panel. 57.5 x 63.5 cm / 57.5 x 64 cm. Provenance: Swiss private collection. Expertise: Ludwig Meyer, art history archive, 23.6.2012

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SÜDDEUTSCH, 15. JAHRHUNDERTTriptychon mit Anna

Lot 3006A: SÜDDEUTSCH, 15. JAHRHUNDERTTriptychon mit Anna

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Description: SÜDDEUTSCH, 15. JAHRHUNDERTTriptychon mit Anna Selbdritt und dem Hl. Jakobus d. Ä. sowie Johnnes d. Täufer.Öl auf Holz. 75 x 99,8 cm (Mitteltafel leicht gebogen), 30,7 x 99,8 cm (beide Seitenflügel).Provenienz:Europäische Privatsammlung. SOUTH GERMAN SCHOOL, 15TH CENTURYTriptych with Saint Ann and Saint Jacob the Elder with John the Baptist.Oil on panel. 75 x 99.8 cm (central panel slightly warped), 30.7 x 99.8 cm (both side panels). Provenance: European private collection.

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SCHWABEN, UM 1480Doppelseitiges Tafelbild: Tod

Lot 3007: SCHWABEN, UM 1480Doppelseitiges Tafelbild: Tod

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Description: SCHWABEN, UM 1480Doppelseitiges Tafelbild: Tod Mariens und drei Heilige in ganzer Figur - Heiliger Sylvester, Heiliger Hieronymus und Heiliger Martin.Öl auf Holz. 95,5 x 104,5 cm.Provenienz:- Auktion Neumeister, München, November 1986, Los 585, als Schwaben um 1470.- Auktion Vogler, Basel, 22.11.2003, als Schwäbischer Künstler um 1480.- Schweizer Privatsammlung.Ludwig Meyer identifiziert diese Tafel als eine eindeutige Arbeit eines schwäbischen Meisters um 1480 (Schreiben vom 6.11.2011). Er weist ferner darauf hin, dass sie einst Teil eines Zweiflügelaltars mit Themen zum Marienleben bildete, der ursprünglich aus vier Tafeln bestand. Dabei zeigten die 4 Kehrseiten je 3 Heilige, stehend in ganzer Figur (insgesamt 12).Die Tafel rechts oben ist bisher nicht wieder aufgetaucht; die 3 anderen Tafeln waren zuletzt in der Neumeister Auktion im November 1986 komplett, allerdings wurden sie danach getrennt. Dargestellt sind bei unserer Tafel auf der einen Seite der Tod Mariens (ehemals Innenseite) und auf der anderen drei Heilige in ganzer Figur (ehemalig Aussenseite) mit dem Heiligen Sylvester, dem Heiligen Hieronymus und dem Heiligen Martin. SWABIA, CIRCA 1480Double sided panel: The death of Mary and Three Saints in full figure - Saint Sylvester, Saint Hieronymus and Saint Martin.Oil on panel. 95.5 x 104.5 cm. Provenance:- Neumeister auctions, Munich, November 1986, Lot 585, as Swabian, circa 1470.- Vogler auction, Basel, 22. November 2003, as Swabian artist circa 1480.- Swiss Private Collection.

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BASEL, UM 1520Bildnis eines Klerikers, ein Buch

Lot 3008: BASEL, UM 1520Bildnis eines Klerikers, ein Buch

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Description: BASEL, UM 1520Bildnis eines Klerikers, ein Buch haltend.Öl auf Holz (wohl Linde). Rückseitig bezeichnet: 1520 I. H. und Wappen mit einem Biber.34,8 x 26,3 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 20.1.2013.Provenienz:- Sammlung Graf Enrico Luling Beschetti, Treviso.- Sammlung Dr. Cohn, Florenz, 1952.- Privatsammlung, England.- Sammlung Otto Wertheimer, Paris 1963.- Schweizer Privatsammlung, 2003.Literatur:- Berenson, Bernard: Italian Pictures of the Renaissance, Venetian School, Band I, London, 1957, S. 10 (als Jacopo de Barbari).- Ragghianti, Carlo Ludovico: Il Collezionista, Rom, 1963, S. 77, Abb. 126 (als Hieronimus Hopfer zugeschrieben).- Stange, Alfred: Das Bildnis im Werke Albrecht Altdorfers, Pantheon, 25, 1967, S. 91ff, Abb. S. 93 und 95 (als Albrecht Altdorfer).- Dülberg, Angelica: Privatporträts. Geschichte und Ikonologie einer Gattung im 15. und 16. Jahrhundert, Berlin 1990, Nr. 24, Abb. 476-477 (als Albrecht Altdorfer).Dr. Bernd Konrad schreibt in seinem Gutachten zu diesem Los (Auszug):'Das auf seiner Rückseite 1520 datierte und mit einem Monogramm I. H. versehene Bildnis eines Klerikers gilt seit den Besprechungen von Alfred Stange 1967 und von Franz Winzinger 1975 als Werk von Albrecht Altdorfer. Das ebenfalls auf der Rückseite aufgemalte Wappen konnte zu dieser Zeit nicht bestimmt werden. Gemäss der Zuschreibung an Altdorfer wurde es zuerst im Regensburger Raum gesucht und dann versuchsweise mit einem in der Literatur beschriebenen älteren Wappen der Stadt Vilsbiburg (Niederbayern) angesprochen, welches allerdings den bayerischen blau-weissen Wecken als Schildfarbe besass. Eine jüngst (10.1.2013) durchgeführte Infrarotuntersuchung der Unterzeichnung des Porträts ergab eine enggeführte Kreuzschraffur zur Modellierung der Darstellung, wie sie besonders eindrucksvoll im Gesicht zu Tage tritt (siehe Abb. 1). Diese Form ist auf keinem der bislang untersuchten Altdorfer-Gemälde nachzuweisen. Sie findet auch keinen Vergleich in seinem Zeichnungs- und Druckgraphik-Oeuvre. Vielmehr ist diese Art von zeichnerischer Vorbereitung typisch für Hans Holbein d. Ä. und seinen Umkreis.' SCHOOL OF BASEL, CIRCA 1520Portrait of a cleric holding a book.Oil on panel (probably lindenwood). Inscribed verso: 1520 I. H and coat of arms with a beaver.34.8 x 26.3 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 20.1.2013. Provenance: - Collection of count Enrico Luling Beschetti, Treviso.- Collection of Dr. Cohn, Florence, 1952.- Private collection, England.- Collection of Otto Wertheimer, Paris 1963.- Swiss private collection, 2003. Literature: - Berenson, Bernard: Italian Pictures of the Renaissance, Venetian School, vol I, London, 1957, p. 10 (as Jacopo de Barbari).- Ragghianti, Carlo Ludovico: Il Collezionista, Rome, 1963, p. 77, fig 126 (attributed to Hieronimus Hopfer).- Stange, Alfred: Das Bildnis im Werke Albrecht Altdorfers, Pantheon, 25, 1967, pp. 91ff, fig. p. 93 and 95 (as Albrecht Altdorfer).- Dülberg, Angelica: Privatporträts. Geschichte und Ikonologie einer Gattung im 15. und 16. Jahrhundert, Berlin 1990, No. 24, figs. 476-477 (as Albrecht Altdorfer).

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FLÄMISCH, 17. JAHRHUNDERTMadonna mit Kind.Öl auf

Lot 3009: FLÄMISCH, 17. JAHRHUNDERTMadonna mit Kind.Öl auf

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Description: FLÄMISCH, 17. JAHRHUNDERTMadonna mit Kind.Öl auf Kupfer. 16,5 x 13,2 cm. FLEMISH SCHOOL, 17TH CENTURYMadonna and Child.Oil on copper. 16.5 x 13.2 cm.

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WOHL KÖLN, UM 1537Porträt eines Herren im Alter

Lot 3010: WOHL KÖLN, UM 1537Porträt eines Herren im Alter

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Description: WOHL KÖLN, UM 1537Porträt eines Herren im Alter von 57. 1537.Öl auf Holz. Oben links bezeichnet: ANNO. DNI.1537. Oben rechts bezeichnet: ETATIS.SUAE.57.36,5 x 27,3 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 20.1.2013.Provenienz:- Kunsthandel Dr. Thomas Habeck, Aukrug.- Privatsammlung.In seinem Gutachten weist Dr. Konrad darauf hin, dass dieses Bildnis wohl im Kölner Raum entstanden ist, wo sich zahlreiche vergleichbare Beispiele aus der Nachfolge des Barthel Bruyn d. Ä. (1493-1555) finden (siehe Dülberg, Angelica: Privatporträts, Geschichte und Ikonologie einer Gattung im 15. und 16. Jahrhundert, Berlin 1990, Nr. 218 und 222-226). Am nächsten steht unser Bildnis einem Diptychon, das sich ehemals in der Kölner Privatsammlung Jansen befand (siehe ebd., Nr. 255 und 226) und es kann deshalb angenommen werden, dass dieses Bildnis ebenfalls den linken Teil eines Ehepaar-Diptychons schmückte. PROBABLY COLOGNE CIRCA 1537Portrait of a gentleman at the age of 57. 1537.Oil on panel. Inscribed upper left: ANNO. DNI.1537. Inscribed upper right: ETATIS.SUAE.57.36.5 x 27.3 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 20.1.2013. Provenance: - Dr. Thomas Habeck art dealer, Aukrug.- Private collection

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BRUEGHEL, PIETER d. J. (UMKREIS)(Brüssel 1564 -

Lot 3011: BRUEGHEL, PIETER d. J. (UMKREIS)(Brüssel 1564 -

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Description: BRUEGHEL, PIETER d. J. (UMKREIS)(Brüssel 1564 - 1637/38 Antwerpen)Die Sieben Werke der Barmherzigkeit.Öl auf Holz. 43 x 59 cm.Gutachten: Gustav Glück, Wien, 14.12.1934 (als von Pieter Brueghel d. J.).Provenienz:- Galerie Schulthess, Basel, 1930.- Sammlung Henschen, Basel, vor 1968.- Auktion Fischer, Luzern, 21.6.1968, Los 544.- Schweizer Privatsammlung.Literatur:- Marlier, Georges: Pierre Bruegel le Jeune, Brüssel 1969, S. 110. - Ertz, Klaus: Pieter Brueghel der Jüngere, Lingen 2000, Band I, Kat. Nr. A390, S. 395 (als nicht eigenhändig von Pieter Brueghel d. J.).Diese Darstellung der sieben Werke der Barmherzigkeit nach Matthäus 25; 31-46 zeigt die Speisung der Hungrigen, die Tränkung der Durstigen, die Bekleidung der Nackten, der Besuch der Gefangenen und Kranken und die Gastlichkeit für Heimatlose und Fremde. Sie steht in der direkten Nachfolge einer Serie von Gemälden von Pieter Brueghel d. J. mit der gleichen Komposition, die sich in seiner Zeit grösster Beliebtheit erfreuten (vgl. unter anderem die 1616 zu datierende Komposition im Ulmer Brotmuseum; siehe Ertz, 2000, Nr. 383, Abb. 275, S. 409). Diese basiert auf einer spiegelverkehrten Zeichnung des Vaters, Pieter Brueghel d. Ä., aus dem Jahre 1559, heute im Rotterdamer Museum Boymans-van Beuningen, die in einem Stich von Philip Galle überliefert ist. Pieter d. J. variiert allerdings die Komposition des Vaters, in dem er den Figuren individualisierte Gesichtszüge verleiht, die Zerlumptheit der Gewänder betont und die Nacktheit einiger Figuren im Vordergrund reduziert. Circle of BRUEGHEL, PIETER the younger(Brussels 1564 - 1637/38 Antwerp)The seven acts of charity.Oil on panel. 43 x 59 cm. Expertise: Gustav Glück, Vienna, 14.12.1934 (as by Pieter Brueghel the younger.). Provenance: - Galerie Schulthess, Basel, 1930.- Henschen collection, Basel, before 1968.- Fischer auctions, Lucerne, 21.6.1968, Lot 544.- Swiss private collection. Literature: - Marlier, Georges: Pierre Bruegel le Jeune, Brussels 1969, p. 110. - Ertz, Klaus: Pieter Brueghel der Jüngere, Lingen 2000, vol I, Cat No. A390, p. 395 (as not by the hand of Pieter Brueghel the younger).

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FLORIS, FRANS (UMKREIS, 3. VIERTEL DES 16.

Lot 3012: FLORIS, FRANS (UMKREIS, 3. VIERTEL DES 16.

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Description: FLORIS, FRANS (UMKREIS, 3. VIERTEL DES 16. JAHRHUNDERTS)(1516 Antwerpen 1570)Die Bejubelung Davids nach dem Kampf mit Goliath.Öl auf Holz. Unten rechts monogrammiert: 'HO'.99 x 141,7 cm.Provenienz:Privatsammlung, Norddeutschland.Diese vielfigurige und farbenfrohe Komposition thematisiert den feierlichen Einzug Davids nach dem Kampf gegen Goliath, der Krieger der Philister, wie es im Alten Testament berichtet wird (Samuel, Kapitel 18, Vers 5-9). Dieser ereignete sich während dem Krieg zwischen dem Königreich Israel unter König Saul und den Philistern. Der Hirtenjunge David, der jüngste Sohn Isais (Jesse), der eigentlich nur seinen im Heer dienenden Brüdern Brot und Käse bringen sollte, ertrug die lästerlichen Verhöhnungen des Vorkämpfers der Philister, des Riesen Goliath, nicht und tötete ihn mit einer einfachen Steinschleuder. Daraufhin erkundigte sich König Saul, wessen Sohn dieser tapfere Junge sei, und ließ ihn an seinen Hof kommen. Das Alte Testament erzählt, wie die Frauen sangen und jubelten, als David vom Sieg über die Philister zurückkehrte. 3rd quarter of the 16th century, circle of FLORIS, FRANS(1516 Antwerp 1570)The adornment of David after his battle with Goliath.Oil on panel. Monogrammed lower right: 'HO'.99 x 141.7 cm. Provenance: Private collection, Northern Germany.

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STRAUCH, LORENZ(1554 Nürnberg circa

Lot 3013: STRAUCH, LORENZ(1554 Nürnberg circa

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Description: STRAUCH, LORENZ(1554 Nürnberg circa 1630)Gegenstücke: Bildnis von Margreta Lengin und eines jüngeren Herrn mit Bart.Öl auf Holz. Jeweils oben rechts monogrammiert: LS (ligiert). Die Dame oben mittig bezeichnet: Margreta Lengin Ires alters 27 Jar Ano Chr: 1589. ver. schidt in Gott den 25. December Ao 1597 / Der Herr oben rechts bezeichnet und datiert: AETATIS SUAE 26 ANNO 1599.51,6 x 37,3 cm / 50,4 x 37,3 cm.Provenienz:- Sammlung Mme la Comtesse Jeny Esterhazy, Nr. 4 und 5 (jeweils verso Etikette).- Europäische Privatsammlung.Gemälde des Nürnberger Portrait- und Vedutenmalers Lorenz Strauch sind heute nur noch selten erhalten, dabei sind diese von besonderer historischer Bedeutung für die Stadt Nürnberg, wie beispielsweise die 1594 datierte Ansicht des Nürnbergers Hauptmarktes, welche im grossen Sitzungssaal des Handelsvorstandes Nürnbergs aufbewahrt wird. Neben Stadtveduten, welche vorwiegend als Vorlage für Kupferstiche dienten, widmete sich Strauch mit Vorliebe der Portraitmalerei. Mit viel Präzision und Sorgfalt in der zeichnerischen Ausführung gestaltet Strauch die Spitzkrause der beiden hier Dargestellten und zeigt in typischer Manier der dreiviertel Ansicht das Ehepaar Margareta Lengin und ihren Gatten, die sehr vermutlich der gehobenen Nürnberger Bürgerschaft angehörten. STRAUCH, LORENZ(1554 Nuremberg circa 1630)Pair of works: Portrait of Margreta Lengin and of a younger gentleman with a beard. Oil on panel. Each monogrammed upper right: LS (ligature). The portrait of the lady inscribed centre top: Margreta Lengin Ires alters 27 Jar Ano Chr: 1589. ver. schidt in Gott den 25. December Ao 1597 / The portrait of the gentleman inscribed and dated upper right: AETATIS SUAE 26 ANNO 1599.51.6 x 37.3 cm / 50.4 x 37.3 cm. Provenance:- Collection of Mme la Comtesse Jeny Esterhazy, No. 4 and 5 (each with label verso).- European private collection.

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CLEVE, JOOS VAN (UMKREIS)(um 1485 Antwerpen

Lot 3014: CLEVE, JOOS VAN (UMKREIS)(um 1485 Antwerpen

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Description: CLEVE, JOOS VAN (UMKREIS)(um 1485 Antwerpen 1540)Heiliger Hieronymus.Öl auf Kupfer. Unten links mit dem Dürermonogramm: AD.76 x 61 cm.Die Komposition des Heiligen Hieronymus in seinem Studierzimmer war ein beliebtes Thema des Malers Joos van Cleve und seiner Werkstatt und wurde oftmals von Nachfolgern aufgegriffen (siehe Brink, Peter van den (Hg.): Joos van Cleve. Leonardo des Nordens, Aachen/Stuttgart 2011, Kat. Nr. 20, S. 168-169). Dabei übernahm Joos van Cleve die melancholische Haltung des Hieronymus, den Schädel sowie den Schreibpult mit Schreibzeug direkt von Albrecht Dürer (1471-1528), der die ursprüngliche Fassung dieser Komposition 1521 in Antwerpen malte (Öl auf Holz, 60 x 48 cm, heute im Museu Nacional de Arte Antiga in Lisabon, Inv. Nr. 828 pint). Das Dürermonogramm unten links in unserem Gemälde ist somit als Hommage an den Erfinder der ursprünglichen Komposition zu verstehen. Cleve ergänzte sie durch ein Interieur im Hintergrund mit zahlreichen Elementen, die auf die Vergänglichkeit des Lebens und die Aussicht auf Erlösung durch den christlichen Glauben hinweisen, so die ausgeblasene Kerze, der Apfel, die roten Rosenkranzperlen und das hängende Weihwasserbecken. In unserem Gemälde kommen noch weitere Elemente hinzu wie der rote Hut des Hieronymus, die Bücher, das Kruzifix und die Brille bzw. wurden durch andere ersetzt: So ist beispielsweise die Sanduhr bei Joos van Cleve in unserer Fassung durch eine neuzeitliche Pendeluhr ersetzt. Circle of CLEVE, JOOS VAN(circa 1485 Antwerp 1540)Saint Hieronymus.Oil on copper. Monogram of Dürer lower left: AD.76 x 31 cm.

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LÜTTICH / LIEGE, UM 1500Maria Lactans.Öl auf Holz.

Lot 3015: LÜTTICH / LIEGE, UM 1500Maria Lactans.Öl auf Holz.

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Description: LÜTTICH / LIEGE, UM 1500Maria Lactans.Öl auf Holz. 51 x 38,2 cm.Gutachten: Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte, 23.6.2012.In seinem Gutachten weist Ludwig Meyer darauf hin, dass die goldene Bordüre des Kleides und seine Bestickungen mit Perlen und Edelsteinen für den flämischen Grundcharakter der Gottesmutter spricht, der seit den Brüdern van Eyck vielfach wiederholt wurde. Stilistisch vergleichbare Darstellungen finden sich im Musée Diocésain, Cloîtres de la Cathédrale in Liège, Belgien. LIEGE, CIRCA 1500Maria Lactans.Oil on panel. 51 x 38.2 cm. Expertise: Ludwig Meyer, art history archive, 23.6.2012.

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HORST, J. VAN (UMKREIS)(tätig um 1560-1580 in

Lot 3016: HORST, J. VAN (UMKREIS)(tätig um 1560-1580 in

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Description: HORST, J. VAN (UMKREIS)(tätig um 1560-1580 in Nordholland)Markthändlerpaar mit Federvieh, Brot und Käse. 1572.Öl auf Holz. Mittig auf dem Messer mit Signatur und Datierung: HORST. ME. FECIT. 1572.80,5 x 107 cm.Provenienz:- Sammlung Jhr. H. M. Speelman, Kasteel de Wittenburg (verso Etikette).- Sammlung Jhr. Mr. W. G. van der Wyck, Kockengen (verso Etikette).- Schweizer Privatbesitz. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, archiviert.Das hier angebotene Gemälde geht auf den Prototypen von J. van Horst zurück, der sich im Szépmuvészeti Museum of Fine Arts in Budapest befindet und 1569 datiert ist. J. van Horst steht in der Nachfolge des Antwerpener Malers Pieter Aertens (1508-1575), der die Gattung der Markt- und Küchenbilder etablierte und die flämische Stillebenmalerei massgeblich beeinflusste. Circle of HORST, J. VAN(active circa 1560-1580 in Northern Holland)Couple of market traders with poultry, bread and cheese. 1572.Oil on panel. Signature and date in the centre on the knife: HORST. ME. FECIT. 1572.80.5 x 107 cm. Provenance:- Collection of Jhr. H. M. Speelman, Kasteel de Wittenburg (label verso).- Collection of Jhr. Mr. W. G. van der Wyck, Kockengen (label verso).- Swiss private collection. This painting is archived at the RKD, The Hague.

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BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL UM 1600)(um

Lot 3017: BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL UM 1600)(um

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Description: BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL UM 1600)(um 1450 ´s-Hertogenbosch um 1516)Christus im Limbus.Öl auf Holz. 19,6 x 58,7 cm.Der Limbus bezeichnet im katholischen Glauben die Vorhölle, in der sich die Seelen ohne eigenes Verschulden aufhalten, bis sie nach der Auferstehung Christi in den Himmel gelangen. In der Nacht als Christus nach seiner Kreuzigung in die Hölle herabstieg befreite er die Seelen der Gerechten und führte sie in den Himmel. Das Thema mit Christus im Limbus wurde mehrfach in der Nachfolge Hieronymus Boschs aufgegriffen und es kann davon ausgegangen werden, dass ein Prototyp des Meisters als Vorlage existierte. Stilistisch vergleichbar ist die Christusfigur auf der hier angebotenen Tafel mit einem Gemälde eines Nachfolger Boschs in der National Gallery of Ireland, Dublin (Inv. Nr. 1296, Öl auf Holz, 36 x 61 cm; siehe Unverfehrt, Gerd: Hieronymus Bosch. Die Rezeption seiner Kunst im frühen 16. Jahrhundert, Berlin 1980, Kat. Nr. 138, Abb. 194). Follower, probably circa 1600 of BOSCH, HIERONYMUS(circa 1450 ´s-Hertogenbosch circa 1516)Christ in limbo.Oil on panel. 19.6 x 58.7 cm.

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BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL DES 17.

Lot 3018: BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL DES 17.

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Description: BOSCH, HIERONYMUS (NACHFOLGER WOHL DES 17. JAHRHUNDERTS)(um 1450 ´s-Hertogenbosch um 1516)Die Versuchung des Heiligen Antonius.Öl auf Holz. 35 x 53,9 cm.In einer von zahlreichen Wesen bevölkerten Landschaft sitzt der Heilige Antonius betend in einer Baumhöhle und widersteht dabei den verschiedenen Versuchungen der Aussenwelt, die ihm von teuflischen Wesen vorgeführt werden. Die dargebotenen Gaben und Kostbarkeiten sollen den Heiligen vor seiner freiwilligen Armut abbringen, die junge freizügige Frau unten links von seiner Keuschheit. Der Anführer des links aus der Erde hervor kriechenden Teufelszuges attackiert stellvertretend für den Heiligen sein Attribut, das Antoniusschwein.Das hier angebotene Gemälde geht auf eine Komposition aus Antwerpen um 1530 zurück (siehe Unverfehrt, Gerd: Hieronymus Bosch. Die Rezeption seiner Kunst im frühen 16. Jahrhundert, Berlin 1980, Kat. Nr. 100, Abb. 139). Diese geht teilweise auf einen Holzschnitt von Jan Wellens de Cock (um 1475-1528) zurück (siehe ebd., Abb. 121), der wiederum wahrscheinlich auf einem heute verschollenen Prototypen von Hieronymus Bosch basiert. Follower, probably 17th century, of BOSCH, HIERONYMUS(circa 1450 Hertogenbosch circa 1516)The temptation of Saint Anthony.Oil on panel. 35 x 53.9 cm.

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SCARSELLA, IPPOLITO, genannt IL SCARSELLINO

Lot 3019: SCARSELLA, IPPOLITO, genannt IL SCARSELLINO

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Description: SCARSELLA, IPPOLITO, genannt IL SCARSELLINO (ZUGESCHRIEBEN)(1550 Ferrara 1620)Gastmahl in Emmaus.Öl auf Leinwand. 55 x 34 cm.Provenienz:Privatsammlung Schweiz. Attributed to SCARSELLA, IPPOLITO, called IL SCARSELLINO(1550 Ferrara 1620)The supper at Emmaus.Oil on canvas. 55 x 34 cm. Provenance: Private collection, Switzerland.

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CREDI, LORENZO DI (NACHFOLGER)(1459 Florenz

Lot 3020: CREDI, LORENZO DI (NACHFOLGER)(1459 Florenz

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Description: CREDI, LORENZO DI (NACHFOLGER)(1459 Florenz 1537)Madonna mit Kind, Johannes d. Täufer und zwei Engeln.Öl auf Holz. 107 cm Durchmesser (rund). Follower of CREDI, LORENZO DI(1459 Florence 1537)Madonna and Child, John the Baptist and two angels.Oil on panel. 107 cm Diameter (round)

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EMILIANISCHE SCHULE, 16. JAHRHUNDERTHeiliger

Lot 3021: EMILIANISCHE SCHULE, 16. JAHRHUNDERTHeiliger

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Description: EMILIANISCHE SCHULE, 16. JAHRHUNDERTHeiliger Hieronymus.Öl auf Holz. 34 x 25 cm.Provenienz:- Aus aristokratischem Familienbesitz über mehrere Generationen.- Durch Erbfolge an heutige Besitzer, Adelsbesitz, Wien. EMILIAN SCHOOL, 16TH CENTURYSaint Hieronymus.Oil on panel. 34 x 25 cm. Provenance:- From an aristocratic family collection of several generations.- Via inheritance to the current owner, a noble collection, Vienna

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MURILLO, BARTHOLOMÉ ESTEBAN (UMKREIS)(1618 Sevilla

Lot 3022: MURILLO, BARTHOLOMÉ ESTEBAN (UMKREIS)(1618 Sevilla

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Description: MURILLO, BARTHOLOMÉ ESTEBAN (UMKREIS)(1618 Sevilla 1682)Christus am Kreuz.Öl auf Leinwand. 163,5 x 103 cm. Circle of MURILLO, BARTHOLOMÉ ESTEBAN(1618 Seville 1682)Christ on the cross.Oil on canvas. 163.5 x 103 cm.

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RENI, GUIDO(Calvenzano 1575 - 1642 Bologna)Mariä

Lot 3023: RENI, GUIDO(Calvenzano 1575 - 1642 Bologna)Mariä

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Description: RENI, GUIDO(Calvenzano 1575 - 1642 Bologna)Mariä Himmelfahrt. Um 1596-97.Öl auf Kupfer. 58 x 44,4 cm.Provenienz:- Sammlung Sampieri Galleria, Bologna, vor 1795 bis 1812.- Sammlung des Vizekönigs unter Napoleon, Eugène de Beauharnais, Mailand, 1812.- Danach durch Änderung des Adelsnamen Sammlung Herzog von Leuchtenberg, München, 1852 (verso Etikette 'Herzoglich Leuchtenberg Majorats Fideicommiss. Matrikel II.3, Inventar Nr. 154', siehe Abb. 1).- Sammlung der Ermitage, St. Petersburg (wo Waagen das Gemälde besichtigt hat), 1864.- Sammlung Rudolph Poeschel, Buenos Aires, ab 1925.- Auktion Leo Messrs Spik, Berlin, 12.-13.10.1961, Kat. Nr. 438, Abb. Los Nr. 227.- Sammlung Martin Schoenemann, Lugano.- Schweizer Privatsammlung, seit ca. 40 Jahre.Literatur:- Malvasia, Carlo Cesare: Felsina Pittrice. Vite de Pittori Bolognesi, Bologna, [1678], 2. Aufl. 1841, Band II, S. 7.- Katalog der Sammlung Sampieri Galleria, Bologna, 1795, S. 19.- Katalog The Leuchtenberg Gallery, mit Stichen von J. N. Muxel und Anmerkungen von J. D. Passavant, London 1852, Abb. 81.- Waagen, Gustav Friedrich, Die Gemälde-Sammlung der Ermitage zu St. Petersburg, München 1864, S. 379.- Andrews, Keith: An Early Guido Reni Drawing, in: The Burlington Magazine, Vol. 103, 1961, S. 466, Abb. 35.- Pepper, Stephen D.: Guido Reni's Early Style. His Activity in Bologna, 1595-1601, in: The Burlington Magazine, Vol. 111, Nr. 797, August 1969, S. 475-476, Abb. 3, S. 473.- Baccheschi, Edi: L'opera completa di Guido Reni, Milano 1971, Nr. 8.- Pepper, Stephen D.: Guido Reni, A Complete Catalogue of His Works With An Introductory Text, Oxford 1984, Kat. Nr. 3, Abb. 3.Diese vielfigurige und farbenfrohe Mariä Himmelfahrt ist ein charakteristisches und qualitätsvolles Beispiel aus dem Frühwerk des Bologneser Künstlers Guido Reni und tauchte kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung auf, wo es über vierzig Jahre unentdeckt verweilte.Neben der künstlerischen Ausführung ist besonders die historisch bedeutsame und eindrucksvolle Provenienz bemerkenswert. Um 1795 bis 1812 befand sich das Gemälde in der Sammlung Sampieri in Bologna. Als dieses 1812 in Mailand von Eugène de Beauharnais (1781-1824), dem Sohn von Alexandre Vicomte de Beauharnais (1760-1794) und Joséphine de Beauharnais (1763-1814), erworben wurde, gelangte es zugleich in den höchstmöglichen Adelskreis jener Zeit: der Familie Napoleon Bonapartes. Das Etikett auf der Rückseite der Kupfertafel (siehe Abb. 1) sowie ein Stich im Katalog der Sammlung von 1852 belegen diese aristokratische Provenienz (siehe Abb. 2). Tatsächlich hatte es Eugènes Mutter, Joséphine de Beauharnais, nach den Revolutionswirren und dem Tod ihres Gatten durch die Guillotine geschafft, gesellschaftlich wieder Fuss zu fassen und heiratete 1796 den General Napoleon Bonaparte. So wurde Joséphine de Beauharnais 1804 an der Seite Napoleons Kaiserin von Frankreich und Napoleon adoptierte 1806 ihren Sohn Eugène de Beauharnais. Eugène ehelichte kurz darauf Prinzessin Auguste Amalie von Bayern (1788-1851) und als sich Napoleons Herrschaft 1814 dem Ende neigte, zog sich das Paar am bayerischen Königshof in München zurück. Dort wurden Eugène 1817 von seinem Schwiegervater, dem ersten König des Königreichs Bayern, Maximilian I. Joseph, der Titel des Herzogs von Leuchtenberg sowie des Fürsten von Eichstätt und die dazugehörigen Wappen verliehen. Der Fürst führte fortan ein ruhiges Leben und verstarb 1824 in seinem Münchener Palais. Sein jüngster Sohn, Maximilian, 3. Herzog von Leuchtenberg (1817-1852), heiratete 1839 Grossfürstin Maria Nikolajewna Romanowa (1819-1876), die älteste Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. in St. Petersburg und es ist anzunehmen, dass unser Gemälde über diesen Weg in die Sammlung der Ermitage gelangte, wo der Kunsthistoriker Gustav Friedrich Waagen (1794-1868) es später besichtigte und 1864 in seinem Katalog der 'Gemälde-Sammlung der Ermitage zu St. Petersburg' publizierte (siehe Literatur). Der Bologneser Kunsthistoriker Carlo Cesare Malvasia (1616-1693) erwähnte das Gemälde bereits 1678 in seinem Sammelband der Biografien der bekanntesten barocken Maler in Bologna, 'Felsina Pittrice'. Anhand der dort chronologischen Aufführung der Werke Renis datiert Stephen Pepper unser Gemälde um 1596-97 (siehe Literatur). Die Pose der Maria lässt Pepper besonders den Einfluss von Annibale (1560-1609) und Agostino (1557-1602) Carracci und ihrer Altarwerke zur gleichen Thematik erkennen, beide heute in der Pinacoteca Bologna. Annibales Mariä Himmelfahrt ist 1592 datiert und befand sich einst in der Bologneser Kirche San Francesco. Agostinos Himmelfahrt, ehemals in San Salvatore, ebenfalls in Bologna, wird um 1592-94 datiert (siehe Pepper, 1969, S. 476). Reni war nach seinen künstlerischen Anfängen unter Denys Calvaert (um 1540-1619) ab circa 1595 der Werkstatt der Carracci-Brüder beigetreten. Dort stand er besonders in den Jahren 1596-97 unter dem Einfluss von Agostino, nachdem Annibale bereits im Herbst 1595 nach Rom umgesiedelt war. Die Umsetzung der Thematik der Mariä Himmelfahrt ist jedoch bei Agostino und Reni ganz individuell geprägt. Agostino hebt den schwebenden Charakter der Pose hervor und bringt durch die nach oben gerichteten Arme und den nach vorne schreitenden linken Fuss der Jungfrau die Thematik der Himmelfahrt zum Ausdruck. Guido Reni hingegen verleiht der Haltung seiner Maria eine gewisse Schwere, die durch die ausgestreckten Arme und die nach oben zeigenden Handflächen noch verstärkt wird. Den Engeln, die sie von der Seite und von unten stützen, ist der Kraftaufwand sichtlich abzulesen. Bemerkenswert ist bei Reni die individuelle und vielfältige Gestaltung der Engelschar, die musizierend mit unterschiedlichen Instrumenten dargestellt sind. Pepper erkennt auch besonders in den Gesichtern den Einfluss seines ersten Lehrers Denys Calvaert. Somit ist dieses Frühwerk ein eindrückliches Beispiel für Renis' Auseinandersetzung mit seinen Lehrmeistern, bei dem es ihm gelingt, seine künstlerische Virtuosität und eigenständige Umsetzung der Thematik meisterhaft zum Ausdruck zu bringen. RENI, GUIDO(Calvenzano 1575 - 1642 Bologna)The Assumption of Mary. Circa 1596-97.Oil on copper. 58 x 44.4 cm. Provenance:- Sampieri Galleria collection, Bologna, before 1795 until 1812.- Collection of the Viceroy under Napoleon, Eugène de Beauharnais, Milan, 1812.- Collection of the Duke of Leuchtenberg, Munich, 1852 (label verso 'Herzoglich Leuchtenberg Majorats Fideicommiss. Matrikel II.3, Inventar No.154', ill. 1).- Collection of the Hermitage, St. Petersburg 1864.- Collection of Rudolph Poeschel, Buenos Aires, from 1925.- Auction of Leo Messrs Spik, Berlin, 12.-13.10.1961, Cat No. 438, ill. Lot No. 227.- Collection of Martin Schoenemann, Lugano.- Swiss private collection, for approx 40 years. Literature: - Malvasia, Carlo Cesare: Felsina Pittrice. Vite de Pittori Bolognesi, Bologna, [1678], 2. Aufl. 1841, vol II, p. 7.- Catalogue of the Sampieri Galleria collection, Bologna, 1795, p. 19.- Catalogue of the Leuchtenberg Gallery, engravings by J. N. Muxel, commentary by J. D. Passavant, London 1852, ill. 81.- Waagen, Gustav Friedrich, Die Gemälde-Sammlung der Ermitage zu St. Petersburg, Munich 1864, p. 379.- Andrews, Keith: An Early Guido Reni Drawing, in: The Burlington Magazine, Vol. 103, 1961, p. 466, ill. 35.- Pepper, Stephen D.: Guido Reni's Early Style. His Activity in Bologna, 1595-1601, in: The Burlington Magazine, Vol. 111, No.797, August 1969, p. 475-476, fig 3, p. 473.- Baccheschi, Edi: L'opera completa di Guido Reni, Milano 1971, No. 8.- Pepper, Stephen D.: Guido Reni, A Complete Catalogue of His Works With An Introductory Text, Oxford 1984, Cat. No. 3, fig. 3.

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GUARINO, FRANCESCO (ZUGESCHRIEBEN)(Sant' Andrea

Lot 3024: GUARINO, FRANCESCO (ZUGESCHRIEBEN)(Sant' Andrea

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Description: GUARINO, FRANCESCO (ZUGESCHRIEBEN)(Sant' Andrea del Serino 1611 - 1654 Gravina di Púglia)Heilige Agnes.Öl auf Leinwand. 29 cm im Durchmesser (rund). Attributed to GUARINO, FRANCESCO(Sant' Andrea del Serino 1611 - 1654 Gravina di Púglia)Saint Agnes.Oil on canvas. 29 cm diameter. (round)

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VENEDIG, UM 1560(1520 Albino 1578)Bildnis einer

Lot 3025: VENEDIG, UM 1560(1520 Albino 1578)Bildnis einer

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Description: VENEDIG, UM 1560(1520 Albino 1578)Bildnis einer Dame, sitzend vor dem Fenster.Öl auf Leinwand. 82,5 x 76 cm.Provenienz:- Privatsammlung Wien.- Schweizer Privatsammlung. Die bildliche Formsprache dieses qualiätsvollen Porträts weist auf die Porträts Giovanni Battista Moronis (1520 Albino 1578) und die venezianische Malerei um 1560 hin (siehe hierzu Gregori, Mina: Giovan Battista Moroni. tutte le opere, Bergamo 1979). Ehemals wurde auch eine Zuschreibung an Paolo Caliari, gen. Veronese (Verona 1528 - 1588 Venedig) in Betracht gezogen. VENICE CIRCA 1560(1520 Albino 1578)Portrait of a lady, seated before a window.Oil on canvas. 82.5 x 76 cm. Provenance:- Private collection, Vienna.- Swiss private collection

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GOLTZIUS, HENDRIK VAN (UMKREIS)(Mühlbrecht 1558 -

Lot 3026: GOLTZIUS, HENDRIK VAN (UMKREIS)(Mühlbrecht 1558 -

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Description: GOLTZIUS, HENDRIK VAN (UMKREIS)(Mühlbrecht 1558 - 1616 Haarlem)Heilige Magdalena.Öl auf Holz. 57,5 x 47,5 cm.Provenienz:Schweizer Privatsammlung. Circle of GOLTZIUS, HENDRIK VAN(Mühlbrecht 1558 - 1616 Haarlem)The Holy Magdalene.Oil on panel. 57.5 x 47.5 cm. Provenance: Swiss private collection.

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STROZZI, BERNARDO (WERKSTATT)(Genua 1581 - 1644

Lot 3027: STROZZI, BERNARDO (WERKSTATT)(Genua 1581 - 1644

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Description: STROZZI, BERNARDO (WERKSTATT)(Genua 1581 - 1644 Venedig)'Den Durstigen Wasser geben' - Szene der Nächstenliebe.Öl auf Leinwand. 138 x 193,5 cm.Gutachten: Anna Maria Matteucci, Università di Bologna. Provenienz:- Auktion Dorotheum, Wien, 29.9.2004, Los 56.- Europäischer Privatbesitz.Ein unveröffentlichtes Gemälde ist die unbekannte Werkstattversion nach einem heute verschollenem Original von Bernardo Strozzi, wovon mindestens sechs weitere Werkstattversionen bekannt sind: im Crocker Art Museum, Sacramento, California, im John & Mable Ringling Museum of Art, Sarasota, Florida, drei in Privatsammlungen in Rom, dabei die Sammlung Premoli, und die sechste in der Sammlung Ricci del Caretto, Albenga (siehe Bernardo Strozzi: Genova 1581/82, Venezia 1644, Ausst. Kat. Genua, 1995, S. 262, unter Kat. Nr. 82). Workshop of STROZZI, BERNARDO(Genoa 1581 - 1644 Venice)'Giving water to the thirsty' - charity.Oil on canvas. 138 x 193.5 cm. Expertise: Anna Maria Matteucci, Università di Bologna. Provenance: - Dorotheum auction, Vienna, 29. September 2004, Lot. 56.- private collection.

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GIORDANO, LUCA(1634 Neapel 1705)Der Heilige

Lot 3028: GIORDANO, LUCA(1634 Neapel 1705)Der Heilige

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Description: GIORDANO, LUCA(1634 Neapel 1705)Der Heilige Paulus, der Eremit. Um 1655.Öl auf Leinwand. 128,2 x 103,2 cm.Provenienz:- Auktion Christie's, London, 8.12.2004, Los 63. - Privatsammlung.Prof. Riccardo Lattuada und Prof. Nicola Spinosa bestätigen beide anhand einer Fotografie, dass es sich bei diesem Los um ein eigenhändiges Werk Luca Giordanos handelt. Lattuada beschreibt das Gemälde als ein bedeutendes Werk aus der frühen Schaffensphase um circa 1655, als sich Giordano im jungen Alter von 20 Jahren befand. Es zeigt deutlich den Einfluss seines Lehrmeisters, Ribera, und lässt sich mit Giordanos Gegenstücken 'Heiliger Paulus, der Eremit' und 'Heiliger Eustachius' in Verbindung bringen, beide in der Kirche Santa Maria di Montevergine, Neapel. Diese beiden Gemälde sowie das vorliegende Los scheinen von Riberas 'Heiliger Paulus, der Eremit' (in: The Walter Art Gallery, Baltimore) beeinflusst zu sein. GIORDANO, LUCA(1634 Naples 1705)Saint Paul the Hermit. Circa 1655.Oil on canvas. 128.2 x 103.2 cm. Provenance:- Christie's, London, 8. December 2004, Lot 63. - Private collection

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PICKENOY, NICOLAES ELIASZ. (UMKREIS)(1588

Lot 3029: PICKENOY, NICOLAES ELIASZ. (UMKREIS)(1588

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Description: PICKENOY, NICOLAES ELIASZ. (UMKREIS)(1588 Amsterdam 1646)Porträt einer edlen Dame.Öl auf Holz. Oben rechts bezeichnet: Aetatis anno 1625.108 x 84 cm.Provenienz:- Auktion American Art Association, New York, 14.1.1938, Los 36.- Sammlung Carl Erik Schlyter, Schweden.- Schweizer Privatbesitz.Das Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Inventarnummer 15942 archiviert. Circle of PICKENOY, NICOLAES ELIASZ(1588 Amsterdam 1646)Portrait of a noblewoman.Oil on panel. Inscribed upper right: Aetatis anno 1625.108 x 84 cm. Provenance:- Auction, American Art Association, New York, 14.1.1938, Lot 36.- Collection of Carl Erik Schlyter, Sweden.- Swiss private collection. The work is archived at the RKD, The Hague under number 15942

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BARENDSZ., DIRCK (ZUGESCHRIEBEN)(1534 Amsterdam um

Lot 3030: BARENDSZ., DIRCK (ZUGESCHRIEBEN)(1534 Amsterdam um

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Description: BARENDSZ., DIRCK (ZUGESCHRIEBEN)(1534 Amsterdam um 1592)Porträt eines Edelmannes mit einer Münze.Öl auf Leinwand. 80,2 x 65,7 cm.Provenienz:- Auktion Glerum, Den Haag, 25.11.1991, Los 125.- Schweizer Privatsammlung.Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 137485 archiviert und dort zwischen 1550 und 1574 datiert. Attributed to BARENDSZ., DIRCK(1534 Amsterdam circa 1592)Portrait of a nobleman with a coin.Oil on canvas. 80.2 x 65.7 cm. Provenance:- Glerum auction, The Hague, 25.11.1991, Lot 125.- Swiss private collection. Archived at the RKD, The Hague under number 137485 and dated between 1550 and 1574

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BALEN, HENDRIK VAN (UMKREIS)(1575 Antwerpen

Lot 3031: BALEN, HENDRIK VAN (UMKREIS)(1575 Antwerpen

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Description: BALEN, HENDRIK VAN (UMKREIS)(1575 Antwerpen 1632)Raub der Europa.Öl auf Kupfer. 19,7 x 26,1 cm. Circle of BALEN, HENDRIK VAN(1575 Antwerp 1632)The rape of Europa.Oil on copper . 19.7 x 26.1 cm.

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FRANCKEN, HIERONYMUS d. J.(1578 Antwerpen

Lot 3032: FRANCKEN, HIERONYMUS d. J.(1578 Antwerpen

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Description: FRANCKEN, HIERONYMUS d. J.(1578 Antwerpen 1623)Festliche Gesellschaft.Öl auf Kupfer. Unten rechts signiert: DEN ION frank(k) f. Verso die Punze des Kupfertafelmachers Pieter Stas (ca. 1565 - nach 1616) und der Antwerpener Gilde sowie drei weitere einzelne Punzen: PGK.44,5 x 65,5 cm.Gutachten: Dr. Ursula Härting, 3.12.2012.Hieronymus Francken d. J. wählte für diese äusserst fein gemalte tanzende Gesellschaft eine Kupferplatte, den kostspieligsten Bildträger jener Zeit, die der bekannteste Antwerpener Kupferschmied Pieter Stas (um 1565-nach 1616) anfertigte und die dessen Marken verso trägt. Dr. Ursula Härting, die die Eigenhändigkeit Hieronymus Franckens d. J. nach Prüfung des Originals bestätigt, datiert das Gemälde um 1607 und bringt es stilistisch mit einer monogrammierten und aus dem selben Jahr datierten Version einer solchen Tanzgesellschaft in Verbindung (Öl auf Holz, 51,5 x 83,5 cm; siehe Härting, Ursula: Frans Francken II - Die Gemälde, Freren 1989, S. 178, Abb. 150). Hieronymus Francken d. J. war der ältere Bruder von Frans Francken d. J. (1581-1642), die beide im Atelier des Vaters Frans Francken d. Ä. (1542-1616) tätig waren. Die Signatur in unserem Gemälde ist eine Abkürzung für: Den iongen Francken fecit (der junge Francken hat es gemacht) und lässt somit offen, welchem Sohn des älteren Frans Francken das Gemälde zuzuweisen ist. Dr. Härting identifiziert das hier angebotene Gemälde allerdings aus stilistischen Gründen eindeutig als ein Werk Hieronymus Franckens d. J., dessen leicht untersetzte Figuren mit dunkel akzentuierten Physiognomien typisch sind (siehe ebd., S. 167-182, bes. Abb. 147). Diese fröhliche und vielfigurige Komposition zeigt eine noble Tanzgesellschaft, die sich nach dem feierlichen Mal, von dem noch die leeren kostbaren Teller und Gefässe auf dem Tisch rechts im Bilde zeugen, erhoben hat um zum Tanz zu schreiten. Getanzt wird eine 'Pavane d'Espagne', ein spanischer Schreittanz mit Degen und Umhang, der vermutlich um 1600 seit dem Regime von Albrecht VII. und der spanischen Königstochter Isabella Clara Eugenia in Brüssel in den südlichen Niederlanden eingeführt worden war (siehe Saftien, Volker: Ars Saltandi, Hildesheim 1994, S. 161ff.). Die vermummten Figuren links gehören den Musikern an, die gemeinsam mit Maskierten auftraten, um die Gesellschaft zu erschrecken und sie somit als zusätzliches Unterhaltungsbeiwerk zu amüsieren. Diese Art der Darstellung einer festlichen Tanzgesellschaft in einem Interieur wurde im Atelier der Francken-Dynastie um 1600 erfunden. Tatsächlich inspirierte wohl Hieronymus Francken d. Ä. (um 1540-1610), der Ende des 16. Jahrhunderts am französischen Hof tätig war und sich dort von den zahlreichen Bällen inspirieren liess, seine beiden Antwerpener Neffen, Hieronymus d. J. und Frans d. J. dazu, diese Thematik in ihrem Werk aufzugreifen. Das hier angebotene Gemälde, das Dr. Härting um 1607 datiert, zählt somit zu den frühesten Versionen eines gemalten Tanzbanketts - eine flämische Erfindung, die sich bald europaweit verbreitete. FRANCKEN, FRANS the younger(1581 Antwerp 1642)Festive company.Oil on copper. Signed lower right: Den Jun Franc Franck Inventor. With marks of Pieter Staas, PGK and the Antwerp guild verso.44.5 x 65.5 cm.

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BRUEGHEL, JAN d. Ä. UND BALEN, HENDRIK VAN(Brüssel

Lot 3033: BRUEGHEL, JAN d. Ä. UND BALEN, HENDRIK VAN(Brüssel

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Description: BRUEGHEL, JAN d. Ä. UND BALEN, HENDRIK VAN(Brüssel 1568 - 1625 Antwerpen) (1575 Antwerpen 1632)Waldlandschaft mit Ruhe auf der Flucht nach Ägypten. Um 1604.Öl auf Holz. 57,1 x 79,6 cm.Gutachten: Dr. Klaus Ertz, 1.2. 2012.Provenienz:Europäische Privatsammlung. In einer von Blumen umgebenen Waldlichtung findet sich Maria mit dem Jesusknaben während der Rast auf der Flucht nach Ägypten. Vor ihr steht ein mit Lebensmitteln gefühlter Korb im Gras und im Mittelgrund ist Josef dabei seinen Esel zu tränken. Im Hintergrund lässt sich eine kleine Stadt am Ufer eines Sees erkennen. Dr. Klaus Ertz identifiziert dieses Gemälde nach Begutachtung des Originals als eine qualitätsvolle Arbeit von Jan Brueghel d. Ä, der die Landschaft und die Blumen anfertigte, und Hendrik van Balen, der die Figuren hinzufügte. Die Komposition ist in einigen weiteren Variationen bekannt, die alle auf eine signierte und 1604 datierte Version in Privatbesitz zurückgehen und ebenfalls in Zusammenarbeit von Brueghel und van Balen entstanden ist (siehe Ertz, Klaus: Jan Brueghel der Ältere (1568-1625). Kritischer Katalog der Gemälde, Band II, Kat. Nr. 244, S. 533). Aufgrund der stilistischen Parallelen datiert Ertz auch dieses Gemälde um 1604. Der von üppigen Blumen geprägte Vordergrund kann dabei als Einstimmung in die beginnende Auseinandersetzung Jan Brueghels d. Ä mit der für ihn so charakteristischen Blumen- und Stilllebenmalerei gewertet werden, die ab 1606 einsetzt und von dieser davor keine eigenständigen Beispiele des Malers bekannt sind. BRUEGHEL, JAN the elder AND BALEN, HENDRIK VAN(Brussels 1568 - 1625 Antwerp) (1575 Antwerp 1632)Forest landscape with the rest on the flight into Egypt. Circa 1604.Oil on panel. 57.1 x 79.6 cm. Expertise: Dr. Klaus Ertz, 1.2. 2012. Provenance: European private collection.

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SOREAU, ISAAC(1604 Hanau am Main nach 1638

Lot 3034: SOREAU, ISAAC(1604 Hanau am Main nach 1638

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Description: SOREAU, ISAAC(1604 Hanau am Main nach 1638 )Flechtkorb mit Früchten auf einer Tischplatte mit Insekten.Öl auf Holz. Verso Stadtmarke von Antwerpen.38,5 x 56 cm.Gutachten: Prof. Dr. Gerhard Bott, 27.6.2002 und 1.5.2006.Provenienz:- Europäische Privatsammlung.- Durch Erbfolge vom Vater an heutigen Besitzer. Dieses qualitätsvolle Stillleben identifiziert Prof. Gerhard Bott als ein eigenhändiges Werk von Isaak Soreau und datiert es um circa 1630-40. Dabei ist die Komposition charakteristisch und findet sich in einer weiteren Version wiederholt, die Bott einst eher unter den unsicheren Zuschreibungen aufführte (Bott, Gerhard: Die Stilllebenmaler Soreau, Binoit, Codino und Marrell in Hanau und Frankfurt 1600-1650, Hanau 2001, WV. UIS. D, S. 189). Mit Auftauchen dieses hier angebotenen Stilllebens, das ihm bislang nicht bekannt war, besteht jedoch für ihn kein Zweifel, dass beide Versionen von der Hand des Künstlers stammen. Einzelne Motive scheinen besonders vom Künstler bevorzugt gewesen zu sein und wurden mehrmals aufgegriffen. So auch die drei Brombeeren auf einem Efeublatt unten rechts in unserem Gemälde, die wie eine Signatur bei vier weiteren Gemälden zu finden sind (siehe Bott, ebd., WV. IS. 26, 27, 28, 32). Aber auch die zwei Kirschen am Stiel tauchen mehrmals auf.Von den bekannten Werken Isaak Soreaus sind nur ganz wenige signiert und datiert. Das früheste von ihm signierte und datierte Stillleben stammt von 1638 und befindet sich heute im Staatlichen Museum Schwerin (siehe Bott, ebd., WV. IS.1), das späteste ist signiert und 1650 datiert (ebd., WV. IS.50), wobei dieses einen anderen Charakter als die vorangegangenen Stillleben aufweisst und von seinem Bruder Peter inspiriert zu sein scheint.Soreau war zusammen mit seinem Zwillingsbruder Peter (Köln 1590-1632 Hanau) in Hanau bei Frankfurt tätig, wo sie Schüler ihres aus den südlichen Niederlanden als Glaubensflüchtling eingewanderten Vaters und des dort im gleichen Atelier tätigen, aus Strassburg stammenden berühmten Stillleben-Malers Sebastian Stosskopf (Strassburg 1597-1657 Idstein) waren. Bei Isaak wird aber auch der Einfluss des in Antwerpen tätigen Jacob van Hulsdonck (1582 Antwerpen 1647) deutlich und das Stadtwappen auf unserer Platte lässt vermuten, dass sich Isaak auch dort aufgehalten haben dürfte. SOREAU, ISAAC(1604 Hanau am Main after 1638 )Woven basket of fruits on a table top with insects.Oil on panel. Verso mark of the town of Antwerp.38.5 x 56 cm. Expertise: Prof. Dr. Gerhard Bott, 27.6.2002 and 1.5.2006. Provenance: - European private collection.- via inheritance from the father of the current owner.

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HUYSUM, JUSTUS VAN(1659 Amsterdam

Lot 3035: HUYSUM, JUSTUS VAN(1659 Amsterdam

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Description: HUYSUM, JUSTUS VAN(1659 Amsterdam 1716)Blumenstillleben mit Lilien, Rosen und Nelken in einer Glasvase auf einer Steinplatte mit einem Schmetterling.Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Jan van Huysum.64 x 54 cm.Provenienz:- Sammlung Karl Haberstock, Berlin.- Sammlung Baron Heinrich Thyssen Bornemisza, 1930.- Durch Erbfolge an seine Tochter, Baroness Bentinck van Schoonheten (verso Etiketten).- Auktion Sotheby's, London, The Bentinck-Thyssen Collection, 6.12.1995, Los 110.- Kunsthandel Gierhards, Düsseldorf.- Auktion Christie's, New York, 27.1.2000, Los 60.- Sammlung Wolfgang Joop. Ausstellung:Manchester City Art Gallery, 'Exhibition of 17th Century Dutch Flower Paintings' (gemäss Etikette verso in Resten vorhanden).Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 4128 archiviert und dort um 1700-1710 datiert. Fred G. Meijer vermutet dabei ein Mitwirken von Jan van Huysum (1682-1749), der Sohn und Schüler von Justus van Huysum war. HUYSUM, JUSTUS VAN(1659 Amsterdam 1716)Still life of flowers with lilies, roses and carnations in a glass vase on a stone slab with a butterfly. Oil on canvas. Signed lower right: Jan van Huysum.64 x 54 cm. Provenance:- Collection of Karl Haberstock, Berlin.- Collection of Baron Heinrich Thyssen Bornemisza, 1930.- via inheritance to his daughter, Baroness Bentinck van Schoonheten (label version).- Sotheby's, London, The Bentinck-Thyssen Collection, 6.12.1995, Lot 110.- Gierhards art dealer, Düsseldorf.- Christie's, New York, 27.1.2000, Lot 60. Exhibited: Manchester City Art Gallery, 'Exhibition of 17th Century Dutch Flower Paintings' (according to remains of label verso). This painting is archived at the RKD, The Hague under number 4128.

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OS, JAN VAN(Middelharnis 1744 - 1808 Den Haag)Eine

Lot 3036: OS, JAN VAN(Middelharnis 1744 - 1808 Den Haag)Eine

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Description: OS, JAN VAN(Middelharnis 1744 - 1808 Den Haag)Eine Pfingstrose, eine Iris, eine Ananas und Brombeeren in einer Terracotta Vase mit einem Vogelnest, einer Maus, Trauben und Walnüssen auf einer Steinplatte.Öl auf Holz. Unten rechts signiert: I: Van Os. fecit.57,8 x 44,5 cm.Provenienz:- Auktion Christie's, New York, 27.1.2000, Los 194. - Sammlung Wolfgang Joop. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 64263 archiviert. OS, JAN VAN(Middelharnis 1744 - 1808 The Hague)A peony, an iris, a pineapple and fritillaries in a terracotta vase with a bird's nest, a mouse, grapes and walnuts on a stone slab. Oil on panel. Signed lower right: I: Van Os. fecit.57.8 x 44.5 cm.

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VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721

Lot 3037: VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721

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Description: VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721 London)Blumenstillleben.Öl auf Leinwand. 59,7 x 49,5 cm.Provenienz:- Auktion Christie's, London, 7.7.2000, Los 119. - Sammlung Wolfgang Joop. Fred G. Meijer vom RKD, Den Haag, bestätigt die Eigenhändigkeit anhand des Originals, wofür wir ihm danken. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 72071 archiviert. VERELST, SIMON PIETERSZ.(The Hague 1644 - circa 1721 London)Still life of flowers.Oil on canvas. 59.7 x 49.5 cm. Provenance: Christie's, London, 7.7.2000, Lot 119. Fred G. Meijer of RKD, The Hague, has confirmed the authenticity of this painting having examined the work in the original. This painting is registered at the RKD under number 72071

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PATER, JEAN BAPTISTE(Valenciennes 1695 - 1736

Lot 3038: PATER, JEAN BAPTISTE(Valenciennes 1695 - 1736

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Description: PATER, JEAN BAPTISTE(Valenciennes 1695 - 1736 Paris)Fête champêtre.Öl auf Leinwand. 89 x 110 cm.Provenienz:- Sammlung Abt de Marneville.- Sammlung Bernstein, Paris.- Auktion Christie's, London, 23.5.1903, Los 47.- Sammlung Charles Sedelmeyer, Paris, an obiger Auktion erworben.- Auktion 'The Charles Sedelmeyer Collection', Paris, 16.-18.5.1907, Los 223.- Sammlung Larnaude, an obiger Auktion erworben.- Europäische Privatsammlung.- Sammlung Wolfgang Joop. Literatur:Ingersoll-Smouse, Florence: Pater, Paris 1928, S. 41, Nr. 37, Abb. 70.Ausstellungen:- Sheffield, 1801.- London, Guildhall, 1902, Nr. 136.- Glasgow, 1902, Nr. 57.- Paris, Galerie Charpentier, 'Plaisir de France', 1951.Sehnsucht nach ungezwungener Geselligkeit in der freien Natur voller Musik, Philosophie, Poesie und Kunst ... Friedrich II. von Preussen (1712-1786), besser bekannt als 'Friedrich der Grosse' oder 'Alter Fritz', erinnerte sich gerne an die unbeschwerten Tage, die er nach seiner Eheschliessung 1736 auf seinem Gut Schloss Rheinsberg umgeben von Schöngeistern und Künstlern verbracht hatte. Die Besteigung des preussischen Throns 1740 bereitete der schönen Zeit ein Ende. Ob der junge, frankophile König jenes Arkadien wieder auferstehen lassen wollte? Jedenfalls begann er 1744, während der schlesischen Kriege, Gemälde französischer Rokoko-Künstler zu sammeln.Die Werke Antoine Watteaus (1684-1721) und seiner Schüler Nicolas Lancret und Jean Baptiste Pater liebte Friedrich II. besonders. Watteau hatte die Bildgattung der 'Fêtes galantes' erschaffen, jene Darstellungen einer heiteren Gesellschaft in Phantasiekostümen, die sich in idyllischer Natur der Musik und eleganten Liebeleien hingibt. Pater und Lancret führten die Tradition der 'Fêtes galantes' weiter. Die heiteren Szenen sollten die Wände der königlichen Schlösser schmücken, vor allem die von Friedrichs geliebten Sanssouci in Potsdam. Er liess Kunsthändler in Paris in grossem Stil ankaufen, es entstand eine exquisite Kollektion, die von Jean Baptiste Pater unter anderem seine 'Musizierende Gesellschaft im Freien' (auf Schloss Sanssouci) umfasste. Paters Kompositionen zeichnen sich dabei durch eine zarte, federleichte Zeichnung, schimmernde Umrisslinien der Figuren und ein gedecktes Kolorit aus, wie wir sie in unserer 'Fête champêtre' beispielhaft erfassen können. Eine elegante Gesellschaft hat in einer locker bewaldeten Landschaft Platz genommen. Die Figuren im Vordergrund sind im Halbkreis angeordnet. Von links nach rechts richten sie sich von einer liegenden, sitzenden und stehenden Position immer weiter auf. Der Eindruck von Dynamik entsteht, der durch die faltenreichen Gewänder unterstrichen wird. Die sechs Figuren auf der rechten Seite sind rhythmisch gruppiert. Ihre Arme sind erhoben, als hätten sie in so genannten 'Gassen', also paarweise einander zugewandt, Aufstellung zu einem Tanz bezogen: Das Menuett kann beginnen. Der höfische Tanz im Barockzeitalter folgte festen Regeln. Das ranghöchste Paar nahm den ersten Platz ein, die anderen Paare folgten ihrer Stellung gemäss. Auch in unserem Bild ist die gesellschaftliche Ordnung eingehalten: Strahlender Mittelpunkt ist die Dame im cremefarben-schimmernden Kleid in der Mitte, die den höchsten Platz im Halbkreis einnimmt, gemeinsam mit dem hinter ihr stehenden Kavalier, der sie zur Blumenkönigin krönt. Nach rechts folgen zwei weitere Paare, wobei die beiden Kinder mit dem Hündchen den Schlusspunkt des abfallenden Halbkreises bilden, so, wie es nach damaliger Auffassung ihrem Rang und Alter geziemte.In einer anderen Version unseres Gemäldes hat Pater noch eine Frau ergänzt, die, am linken Bildrand stehend, das Geschehen heimlich beobachtet. Diese Variante gehörte einst zur Sammlung von Lord Iveagh im dem klassizistischen Anwesen Kenwood House in London. Unser Gemälde gehörte zur Sammlung des österreichischen Kunsthändlers Charles Sedelmeyer (1837-1925), der im ausgehenden 19. Jahrhundert zu den führenden Kunsthändlern der Welt zählte und in Paris Verkaufsräume in einem eleganten Hotel mit livrierten Dienern unterhielt.PATER, JEAN BAPTISTE(Valenciennes 1695 - 1736 Paris)Fête champêtre.Oil on canvas. 89 x 110 cmProvenance:- Collection of Abb. de Marneville.- Bernstein Collection, Paris.- Auction Christie's, London, 23.5.1903, Lot 47.- Charles Sedelmeyer Collection, Paris, acquired at the auction above.- Auction 'The Charles Sedelmeyer Collection', Paris, 16.-18.5.1907, Lot 223.- Collection Larnaude, acquired at the auction above.- European Private Collection.- Collection Wolfgang Joop.Literature:Ingersoll-Smouse, Florence: Pater, Paris 1928, p. 41, no. 37, fig. 70.Exhibitions:- Sheffield, 1801.- London, Guildhall, 1902, no. 136.- Glasgow, 1902, no. 57.- Paris, Galerie Charpentier, 'Plaisir de France', 1951.Nostalgic for informal gatherings in open air with music, philosophy, poetry and art ... Frederick II of Prussia (1712-1786), better known as 'Frederick the Great' or 'Old Fritz', looked back fondly on the carefree days he spent surrounded by aesthetes and artists after his marriage and settlement at Rheinsberg Palace in 1736. His ascent to the Prussian throne in 1740 brought this agreeable time to a close. Did the young Francophile king hope to recreate that Arcadia? In any case, he began to collect paintings of French Rococo artists in 1744, during the Silesian Wars.Frederick II was particularly fond of the work of Antoine Watteau (1684-1721) and his students Nicolas Lancret and Jean Baptiste Pater. Watteau had created the genre of the 'fêtes galantes', those scenes of merry companies in fancy dress, who give themselves over to music and elegant flirtations within idyllic natural settings. Pater and Lancret carried the tradition of 'fêtes galantes' further.These festive scenes were perfectly suited to adorn the walls of royal palaces, especially Frederick's beloved Sanssouci in Potsdam. He had an art dealer in Paris who purchased on his behalf a grand scale and an exquisite collection was created that included, among other works by Jean Baptiste Pater, 'Concert champêtre' (at Sanssouci Palace). Pater's compositions are distinguished by fine, feather-light drawing and shimmering outlines of the figures; as well as his pastel colouration, such as we can see in our 'Fête champêtre'.An elegant company is seated in a lightly wooded landscape. The figures in the foreground are arranged in a semicircle. From left to right they rise from lying, to sitting, then standing positions. A sense of dynamism is created, which is further enhanced by their voluminous robes. The six figures on the right are grouped rhythmically. Their arms are raised as if they were in so-called 'Gassen', that is, in pairs facing each other, poised to commence a dance: the minuet can begin.The courtly dance in the Baroque period followed set rules. The highest-ranking pair assumed the first place; the other couples followed according to their position. In our picture as well the social order is maintained: radiant at the centre is a lady in a shimmering, cream-coloured dress, who occupies the highest place in the semicircle, together with the gallant standing behind and crowning her Queen of the Flowers. To the right are two more pairs; the two children with the little dog forming the end of the sloping semicircle, as would have befitted their rank and age.In another version of our painting Pater has added one more woman, who stands at the left edge, secretly watching the party. This variant was formerly in the collection of Lord Iveagh, installed in his neoclassical villa Kenwood House in London, where it is still shown to the public today. Our painting belonged to the collection of the Austrian art dealer Charles Sedelmeyer (1837-1925), one of the leading art dealers in the world in the late 19th century, who had showrooms in Paris at an elegant hotel maintained by liveried footmen. PATER, JEAN BAPTISTE(Valenciennes 1695 - 1736 Paris)Fête champêtre.Oil on canvas. 89 x 110 cm Provenance:- Collection of the Abbot of Marneville.- Bernstein collection, Paris.- Christie's, London, 23.5.1903, Lot 47.- Collection of Charles Sedelmeyer, Paris, acquired at the above auction.- Auction 'The Charles Sedelmeyer Collection', Paris, 16.-18.5.1907, Lot 223.- Larnaude collection, acquired at the above auction- European private collection. Literature: Ingersoll-Smouse, Florence: Pater, Paris 1928, p. 41, No. 37, fig. 70. Exhibited: - Sheffield, 1801.- London, Guildhall, 1902, No. 136.- Glasgow, 1902, No. 57.- Paris, Galerie Charpentier, 'Plaisir de France', 1951.

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OCTAVIEN, FRANÇOIS (ZUGESCHRIEBEN)(Rom um 1682 -

Lot 3039: OCTAVIEN, FRANÇOIS (ZUGESCHRIEBEN)(Rom um 1682 -

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Description: OCTAVIEN, FRANÇOIS (ZUGESCHRIEBEN)(Rom um 1682 - 1740 Paris)Galante Gesellschaft in einem Park.Öl auf Holz. 54 x 45 cm.Provenienz:Sammlung Wolfgang Joop. Attributed to OCTAVIEN, FRANÇOIS(Rome circa 1682 - 1740 Paris)Elegant gathering in a park.Oil on panel. 54 x 45 cm.

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KICK, CORNELIS(1635 Amsterdam

Lot 3040: KICK, CORNELIS(1635 Amsterdam

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Description: KICK, CORNELIS(1635 Amsterdam 1681)Blumenstillleben in einer Vase auf einer Steinplatte.Öl auf Leinwand. 34,9 x 26 cm.Provenienz:- Auktion Christie's, London, 22.4.2005, Los 51.- Sammlung Wolfgang Joop. Ausstellung:Paris 1946: 'La vie silencieuse', Galerie Charpentier, Paris, 1946, Kat. Nr. 61, mit Abb. (als Rachel Ruysch).Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 120394 archiviert und dort nach 1665 datiert. KICK, CORNELIS(1635 Amsterdam 1681)Still life of flowers in a vase on a stone slab.Oil on canvas. 34.9 x 26 cm. Provenance: Christie's, London, 22.4.2005, Lot 51. Exhibited: Paris 1946: 'La vie silencieuse', Galerie Charpentier, Paris, 1946, Cat. No. 61, with ill. (as Rachel Ruysch). This painting is registered at the RKD, The Hague, as number 120394

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VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721

Lot 3041: VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721

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Description: VERELST, SIMON PIETERSZ.(Den Haag 1644 - um 1721 London)Rosen, Mohnblumen, Iriden und andere Blumen in einer Vase auf einer Steinplatte.Öl auf Leinwand. 59,7 x 49,5 cm.Provenienz:- Galerie Sanct Lucas, Wien, 1957 (als Rachel Ruysch).- Kunsthandel Julius Bühler, München, 1959.- Auktion Galerie Fischer, Luzern, 1964.- Aution Christie's London, 7.7.2000, Los 118. - Sammlung Wolfgang Joop. Literatur:Lewis, Frank: Simon Pietersz. Verelst. 1644-1721, Leigh-on-Sea 1979, S. 33, Nr. 76, mit Abb.Fred G. Meijer vom RKD, Den Haag, bestätigt die Eigenhändigkeit anhand des Originals, wofür wir ihm danken. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 72072 archiviert.Simon Verelst gehörte einer bekannten Künstlerfamilie an; sein aus Antwerpen stammender Vater Pieter Verelst war Schüler Gerrit Dous, und Simons Bruder sowie dessen Kinder arbeiteten ebenfalls als gesuchte Künstler. Im Alter von nur 22 Jahren wurde er 1666 in Den Haags Lukasgilde aufgenommen. Drei Jahre später wagte er den Sprung über den Ärmelkanal: Er verliess seine Heimatstadt Den Haag und suchte in London sein Glück als Blumenmaler. Jedenfalls ist von dem berühmten Tagebuchautor und Chronist Samuel Pepys (1633-1703) ein Bericht aus dem Jahr 1669 überliefert, wonach ihm ein gerade zugewanderter 'Dutchman' namens 'Everelst' ein kleines Blumenstillleben für £ 70 angeboten habe, das sei das feinste Ding gewesen, das er in seinem Leben gesehen habe. Das holländische Blumenstillleben des frühen 17. Jahrhunderts ordnete üblicherweise Wildblumen und seltene Zuchtformen, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen wie Tulpen und Rosen in einer Vase an. Obwohl Simon Verelst unzweifelhaft in dieser grossen Tradition steht, bricht er die Konventionen des Blumenstilllebens zugunsten einer lockeren inhaltlichen wie kompositorischen Gestaltung auf, wie sich in unserem Gemälde zeigen lässt. Denn es ist nicht die Exotik kostbarer Züchtungen, die er primär herauszustellen sucht, und die von ihm gewählten Blumen können durchaus zu selben Zeit, nämlich im Mai-Juni, in voller Blüte stehen. Auch die übliche ausgewogene Gruppierung der Blüten um einen Mittelpunkt und eine gleichmässige Beleuchtung aller Elemente strebt er nicht an. Die Mehrzahl der Blütenköpfe in unserem Gemälde sind zur linken Seite gerichtet und in helles Licht getaucht, während die Blumen rechts in den Schlagschatten treten. Der entstehende pointierte Hell-dunkel- oder Chiaroscuro-Effekt gibt Verelst Gelegenheit, seine überragenden Fähigkeiten als Maler des Trompe-l'aeil, der Vortäuschung nicht vorhandener Raumtiefe, unter Beweis zu stellen. Das wird insbesondere bei der bildparallel angeordneten Steinplinthe deutlich, über die einzelne Zweige nach unten hängen; sie scheinen dem Betrachter räumlich näher zu sein als der Rest des Strausses. Das stark von links einfallende Licht lässt die zarten Blüten und Blätter seidig schimmern. Verelst dreht einzelne Blüten so zur Lichtquelle, so dass sie im Gegenlicht wie Transparentpapier erleuchtet werden. Mit dieser fast haptischen Qualität seiner äusserst naturalistischen Blumendarstellungen traf Verelst im England des ausgehenden 17. Jahrhunderts auf ein ideales geistiges Klima. Führende Gelehrte wie John Locke (1632-1704) hatten dort den Sensualismus zu einer einflussreichen Geistesströmung der Aufklärung gemacht. Die körperliche Erfahrung, die individuellen Sinneseindrücke als Mittel der Erkenntnisgewinnung gewannen in der damaligen geistigen Elite Grossbritanniens bedeutende Anhänger. Auch der bereits erwähnte Chronist Samuel Pepys schilderte voller Bewunderung, wie er wieder und wieder den von Verelst gemalten Tautropfen habe berühren müssen, um zu fühlen, ob seine Augen getäuscht worden seien.Der Erfolg blieb ob dieser Qualität nicht aus: Der von den Künsten Verelsts begeisterte König Charles II. kaufte unter anderem ein Stillleben einer Weintraube mit einem kleinen weissen Schmetterling, das auf etwa 1670 datiert wird. Auch als Porträtist des englischen Adels reüssierte Simon Verelst, er erhielt Aufträge von George Villiers, dem zweiten Herzog von Buckingham und von der englischen Krone. Mindestens sechs seiner Gemälde gingen in die königlichen Sammlungen ein, darunter ein Porträt von Maria Beatrice d'Este, der zweiten Gattin König Jakobs II., als Herzogin von York. Verlest hatte also nicht nur seine Heimat und die bürgerliche Kaufmannsgesellschaft als traditionelle Sammler von Blumenstillleben hinter sich gelassen, er hatte sich mit seinen zunehmend repräsentativen Bildformaten eine neue Käuferschaft erschlossen. 'Gott der Blumen' nannte er sich später übermütig, und 'König der Maler'. VERELST, SIMON PIETERSZ.(The Hague 1644 - circa 1721 London)Roses, poppies, irises and other flowers in a vase on a stone slab.Oil on canvas. 59.7 x 49.5 cm. Provenance:- Galerie Sanct Lucas, Vienna, 1957 (as Rachel Ruysch).- Julius Bühler art dealer, Munich, 1959.- Galerie Fischer auctions, Lucerne, 1964.- Christie's London, 7.7.2000, Lot 118. Literature: Lewis, Frank: Simon Pietersz. Verelst. 1644-1721, Leigh-on-Sea 1979, p. 33, No. 76, with ill. Fred G. Meijer of the RKD, The Hague, has confirmed the authenticity of this work having examined it in the original. This painting is registered at the RKD, The Hague, as number 72072

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VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

Lot 3042: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

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Description: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen 1691)Blumenbouquet mit Rosen und Tulpen.Öl auf Leinwand. 40 x 30,5 cm.Provenienz:- Auktion Sotheby's, London, 25.1.2001, Los 161.- Sammlung Wolfgang Joop. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 103012 archiviert und dort aus stilistischen Gründen um 1660-1669 datiert. Es gehörte einst mit den folgenden drei Losen einer Gesamtkomposition von vier Blumenfestons an (siehe RKD Archivnr. 38000).Siehe auch Katalogeintrag zu Los 3045. VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerp 1691)Bouquet of flowers with roses and tulips.Oil on canvas. 40 x 30.5 cm. Provenance: Sotheby's, London, 25.1.2001, Lot 161. This painting is registered at the RKD, The Hague, under number 103012 and for stylistic reasons is dated to circa 1660-1669

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VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

Lot 3043: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

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Description: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen 1691)Blumenbouquet mit Rosen und Tulpen.Öl auf Leinwand. 48 x 31 cm.Provenienz:- Auktion Sotheby's, London, 25.1.2001, Los 161. - Sammlung Wolfgang Joop. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 103010 archiviert und dort aus stilistischen Gründen um 1660-1669 datiert. Es gehörte einst mit dem vorherigen und den beiden folgenden Losen einer Gesamtkomposition von vier Blumenfestons an (siehe RKD Archivnr. 38000).Siehe auch Katalogeintrag zu Los 3045. VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerp 1691)Bouquet of flowers with roses and tulips.Oil on canvas. 48 x 31 cm. Provenance: Sotheby's, London, 25.1.2001, Lot 161. This painting is registered at the RKD, The Hague, under number 103010 and for stylistic reasons is dated to circa 1660-1669

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VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

Lot 3044: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

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Description: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen 1691)Blumenbouquet mit Rosen und Tulpen.Öl auf Leinwand. Unten mittig auf der Steinplinthe signiert: Nicolaes van Veerendael.48,5 x 32,3 cm.Provenienz:- Auktion Sotheby's, London, 25.1.2001, Los 161. - Sammlung Wolfgang Joop. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 103011 archiviert und dort aus stilistischen Gründen um 1660-1669 datiert. Es gehörte einst mit den beiden vorherigen Losen und dem folgenden einer Gesamtkomposition von vier Blumenfestons an (siehe RKD Archivnr. 38000).Siehe auch Katalogeintrag zu Los 3045. VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerp 1691)Bouquet of flowers with roses and tulips.Oil on canvas. Signed centre bottom on the stone plinth: Nicolaes van Veerendael.48.5 x 32.3 cm. Provenance: Sotheby's, London, 25.1.2001, Lot 161. This painting is registered at the RKD, The Hague, under number 103011 and for stylistic reasons is dated to circa 1660-1669

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VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

Lot 3045: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen

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Description: VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerpen 1691)Blumenbouquet mit Rosen und Tulpen.Öl auf Leinwand. 40,3 x 30,5 cm.Provenienz:- Auktion Sotheby's, London, 25.1.2001, Los 161. - Sammlung Wolfgang Joop. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 103013 archiviert und gehörte einst mit den vorherigen drei Losen einer Gesamtkomposition von vier Blumenfestons an (siehe RKD Archivnr. 38000). Dieses sowie die drei vorherigen Werke (Lose 3042, 3043, 3044) sind charakteristische Beispiel des Antwerpener Stilllebenmalers Nicolaes van Veerendael, der sich auf die Darstellung von Blumen spezialisierte und die sich zu seinen Lebzeiten grosser Beliebtheit erfreuten. Obwohl undatiert, können diese vier Kompositionen in den Zeitraum um 1660-69 platziert werden und lassen sich stilistisch und kompositorisch sowie in der Farbwahl mit dem 1662 datierten Stillleben im Metropolitan Museum of Art, New York (Inv. Nr. 81.1.652), vergleichen. Veerendael reiht sich in die Antwerpener Blumenstilllebenmalerei, die von Daniel Seghers (1590-1661) und Jan Brueghel d. Ä. (1563-1625) eingeleitet und von Jan Davidsz. de Heem (1606-1683) fortgesetzt wurde, mit dem Veerendael ebenfalls gemeinsam arbeitete, wie das Blumenstillleben mit Kruzifix in der Alten Pinakothek in München (Inv. Nr. 568) belegt. VEERENDAEL, NICOLAES VAN(1640 Antwerp 1691)Bouquet of flowers with roses and tulips.Oil on canvas. 40.3 x 30.5 cm. Provenance: Sotheby's, London, 25.1.2001, Lot 161. This painting is registered at the RKD, The Hague, under number 103013

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MEISTER VON FRANKFURT(1460 geboren, tätig in

Lot 3046: MEISTER VON FRANKFURT(1460 geboren, tätig in

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Description: MEISTER VON FRANKFURT(1460 geboren, tätig in Antwerpen bis um 1518)Allegorie der Liebe.Öl auf Holz. 24,8 x 128,3 cm.Provenienz:- Privatsammlung, Wien.- Auktion Christie's, London, 7.7.2000, Los 23. - Sammlung Wolfgang Joop. Dr. Jean-Michel Massing identifiziert diese Darstellung als eine Allegorie der Liebe, die höchstwahrscheinlich von der Dichtkunst inspiriert wurde und die in Manuskripten jener Zeit häufig zu finden ist. In einer weiten Landschaft finden sich Frauen, die Schlingen gelegt haben, um Männer einzufangen, um sie für die Liebe zu gewinnen. Es wird dabei die Macht der Frauen über die Männer symbolisiert, die links im Bilde noch frei mit Flügeln dargestellt sind, während sie sich in der rechten Bildhälfte in einem Garten, der durch einen tiefen Wassergraben von der restlichen Landschaft getrennt ist, eng umschlugen mit Damen wiederfinden.Links im Bilde findet sich ein Narr, der die beflügelten Herren aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, darunter Bettler wie Edelmänner, anregt, sich zu verlieben. Zwei der Herren weisen auf die Szene in der Mitte des Bildes hin, in der eine Frau dabei ist, einen fliegenden Mann einzufangen, und verdeutlichen damit ihr Bewusstsein über die Gefahren der Liebe. Im rechten Teil der Tafel finden sich drei Paare, die sich in einem Garten der Liebe befinden. Dabei sind den Herren die Flügel abhanden gekommen, ihre Schlingen wurden aber nicht gelöst und finden sich weiterhin an ihren Beinen und sie werden von den Damen geführt. Das sich umarmende und im Grass liegende Paar, bei dem die Frau in ihrer Position überlegen zu sein scheint, erinnert an einen frühen Stich des Meisters des Liebesgartens, in dem die Geschlechter getauscht wurden. Die verführten Männer ganz rechts scheinen von den Damen völlig gezähmt zu sein. Das Thema des Liebesgartens war in jener Zeit sehr beliebt und wurde meistens in einem horizontalen Format dargestellt, da es oft als Verzierung von Hochzeitstruhen diente. Die hier angebotene Tafel könnte somit wohl als spalliera, dem oberen Verzierungsteil einer Hochzeitstruhe, oder als Verzierung eines Tasteninstruments, beispielsweise eines Klavichords, gedient haben.Stilistisch wird diese hier angebotene Darstellung mit dem Meister von Frankfurt in Verbindung gebracht und besonders mit dessen 'Schützenfest' im Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen verglichen (siehe Friedländer, Max Jakob: Early Netherlandish Painting, Leiden / Brüssel, 2. Aufl. 1971 (1924-37), Band VII, Abb. 118), in dem ähnlich bekleidete und sich teilweise umarmende Männer und Frauen in einem Garten versammelt sind. Die Drapierung und die Merkmale der Figuren sind vergleichbar mit unserem Gemälde und tauchen ebenso im Mittelteil des Altarwerks mit der Heiligen Familie in der Walker Art Gallery in Liverpool (ebd., Abb. 107) auf. Die hügelige Landschaft im Hintergrund und die üppige grüne Wiese mit zahlreichen Blumen im Vordergrund sind weitere charakteristische Merkmale des Künstlers.Hinter dem Meister von Frankfurt verbirgt sich ein in Antwerpen um 1460 geborener und zwischen 1480 und 1518 dort tätiger Künstler, der einer bedeutenden Werkstatt vorstand. Zu seinen Auftraggebern zählten Kaufleute, die wohlhabende Bürgerschaft Antwerpens, Mitglieder des Hauses Habsburg sowie die Dominikanerkirche in Frankfurt. Friedländer benannte diesen Meister nach zwei Altären in Frankfurt, die um 1500-1556 entstanden sind. So der Annenaltar aus der Frankfurter Dominikanerkirche, der sich heute im Historischen Museum in Frankfurt befindet, und das Kreuzigungsretabel, vermutlich aus der Frankfurter Barfüsser Kirche, heute im Städelschen Kunstinstitut Frankfurt (ebd., S. 54ff.). Ein Porträt des Künstlers im Alter von 36 und seiner jungen Frau im Alter von 27 von 1496 mit dem Wappen der Malergilde von Antwerpen weist darauf hin, dass der Meister dort tätig war. Anders als seine Zeitgenossen wie Quentin Massys (1466-1530) oder Joos van Cleve (um 1485-1540) ist sein Oeuvre weniger vom Manierismus geprägt, als vom Naturalismus der flämischen Malerei des 15. Jahrhunderts und lehnt sich an Werken von Jan van Eyck (um 1390-1441), Robert Campin (um 1378-1444), Rogier van der Weyden (um 1400-1464) und vor allem Hugo van der Goes (1440-1482) an. MASTER OF FRANKFURT(born 1460, active in Antwerp until circa 1518)Allegory of love.Oil on panel. 24.8 x 128.3 cm. Provenance:- Private collection, Vienna.- Christie's, London, 7.7.2000, Lot 23.

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RAOUX, JEAN(Montpellier 1677 - 1734 Paris)Junge

Lot 3047: RAOUX, JEAN(Montpellier 1677 - 1734 Paris)Junge

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Description: RAOUX, JEAN(Montpellier 1677 - 1734 Paris)Junge Dame beim Lesen eines Briefes.Öl auf Leinwand. Unten rechts auf der Pillendose schwach signiert und datiert: Raoux 171.98,5 x 80 cm.Provenienz:- Sammlung Dr. Bruno Ragliai (verso Etikette).- Merle Oberon, Los Angeles, durch Erbfolge an vorherigen Besitzer.- Auktion Christie's, New York, 4. 10. 2007, Los 83.- Sammlung Wolfgang Joop. Ausstellung:Museo Nacional De Arte Moderno, Mexico (verso Etikette). Literatur:- Jean Raoux, un peintre sous la Régence, 1677-1734, Ausst. Kat., Montpellier; Musée Fabre, 2009, S. 134, Abb.2.- Faroult, G.: Le tableau du mois no. 169: la Liseuse de Jean Raoux, Paris 2012, Abb. 7.Diese Darstellung einer Dame beim Lesen eines Briefes zeigt in charakteristischer Weise die Virtuosität des Künstlers, seine Hauptmotive durch eindrucksvolle Lichteffekte in Szene zu setzen. Die Komposition ist in mehreren eigenhändigen Versionen und Repliken bekannt. Die wohl bekannteste Darstellung findet sich im Musée du Louvre, Paris. Unser Gemälde zeigt allerdings einige eigenständige Abweichungen, wie beispielsweise im Faltenwurf und im Motiv der Rose in ihrem Dekolleté.Der auf Porträt- und Genredarstellungen spezialisierte französische Maler Jean Raoux begann seine künstlerische Ausbildung in Montpellier, bevor er nach Paris umsiedelte und in die Werkstatt Bon Boullogne (1649-1717) eintrat. 1704 erhielt er den Akademie Preis von Rom und verweilte noch einige Jahre in Italien, wo er auch Padua und Venedig bereiste und sich besonders mit Raffael, Tizian und Veronese beschäftigte. Zurück in Paris wurde er 1717 Mitglied der Académie royale de peinture et de sculpture und erhielt zahlreiche Aufträge insbesondere vom Grossprior Philippe de Vendôme (1655-1727) und vom Régent Philipp II. von Orléans. RAOUX, JEAN(Montpellier 1677 - 1734 Paris)A young lady reading a letter.Oil on canvas. 98.5 x 80 cm. Provenance: Collection of Dr. Bruno Ragliai (label verso). Exhibited: Museo Nacional De Arte Moderno, Mexico (label verso).

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DECAUX, IPHIGENIE (VICOMTESSE)(1780 in Frankreich

Lot 3048: DECAUX, IPHIGENIE (VICOMTESSE)(1780 in Frankreich

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Description: DECAUX, IPHIGENIE (VICOMTESSE)(1780 in Frankreich geboren)Stillleben mit Rosen in einer Glasvase auf einer Marmorplatte.Öl auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: Iphig.ie Milet. an 6.46,5 x 38 cm.Provenienz:- Auktion Christie's, London, 16.4.1999, Los 81. - Sammlung Wolfgang Joop. DECAUX, IPHIGENIE (VICOMTESSE)(born 1780 in France)Still life with roses in a glass vase on a marble slab.Oil on panel. Signed and dated lower right: Iphig.ie Milet. an 6.46.5 x 38 cm. Provenance: Christie's, London, 16.4.1999, Lot 81.

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MONNOYER, JEAN BAPTISTE (NACHFOLGER)(Lille 1634 -

Lot 3049: MONNOYER, JEAN BAPTISTE (NACHFOLGER)(Lille 1634 -

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Description: MONNOYER, JEAN BAPTISTE (NACHFOLGER)(Lille 1634 - 1699 London)Blumenarrangement in einem Flechtkorb mit einem Papagei in einer Landschaft.Öl auf Leinwand. Rückseitig bezeichnet: a. m: Hallemen 1709.32,3 x 42 cm.Provenienz:- Auktion Amsterdam, November 1991, Los 132. - Sammlung Wolfgang Joop. Follower of MONNOYER, JEAN BAPTISTE(Lille 1634 - 1699 London)Arrangement of flowers in a woven basket with parrot in a landscape.Oil on canvas. Inscribed verso: a. m: Hallemen 1709.32.3 x 42 cm. Provenance: Auction in Amsterdam, November 1991, Lot 132.

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