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Auction Description for Deutsche Wertpapierauktionen: Historic Bonds & Shares
Sale Notes:
www.dwalive.de

Historic Bonds & Shares

by Deutsche Wertpapierauktionen

Platinum House

504 lots with images

January 3, 2013

Live Auction

Salzbergstr. 2

Wolfenbüttel, 38302 Germany

Phone: +49 (0)5331 9755-33

Fax: +49 5331 9755-55

Email: info@dwalive.de

504 Lots
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Dachschieferbergwerk

Lot 101: Dachschieferbergwerk "Bismarck"

Description: Caub, Kux-Schein über 5 von 100 Kuxe 29.7.1874 (ausgegeben waren ca. 15 Kux-Scheine, R 10). Originalunterschriften, Übertragungsvermerke bis 1886. Doppelblatt. Nur 5 Stück wurden Mitte 2007 in uralten holländischen Erbschaftsunterlagen gefunden. VF+. #16. Das Dachschieferbergwerk in der Gemeinde Welterod wurde von David Isaac Fuldauer gemutet (geboren 1830 im niederländischen Almelo, die Familie war mit den niederländischen Rothschilds verschwägert), der sich mit dem ebenfalls jüdischen Amsterdamer Finanzier Benjamin Wolff als Kapitalgeber verband. Seit mehr als 2000 Jahren wird aus dem Kauber Schieferzug, der den Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel in westöstlicher Richtung durchquert, Schiefergestein gewonnen. Indem sich der Rhein tief ins Gebirge einschnitt, ließ er die Schiefervorkommen zu Tage treten. Schon die Römer beuteten die Dachschiefervorkommen des Kauber Horizontes aus und verwendeten das Baumaterial u.a. zur Bedeckung des berühmten Limes bei Xanten. Um 1300 werden Schiefergruben im Kauber Schieferzug aktenkundig, und Kaub (auf der rechten Rheinseite zwischen Lorch und St. Goarshausen gelegen) entwickelt sich zu einem Zentrum des rheinischen Schieferabbaus. 1889 werden hier die Gewinnungsbetriebe als "Grube Rhein" zu einer Großgrube zusammengeschlossen, die in 4 Etagen übereinander aus Stollen Dachschiefer förderte. Mitte der 1960er Jahre verursacht die Einführung von Kunstschiefer ein großes Grubensterben am Rhein. Die Grube Rhein begegnete dem durch den Bau eines Mineralmahlwerkes, das noch heute von der Schieferwerk Bacharach GmbH betrieben wird.

Condition Report: VF+.

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Dachschieferbergwerk

Lot 102: Dachschieferbergwerk "Fuldauer I"

Description: Caub, Kux-Schein über 5 von 100 Kuxe 29.7.1874 (ausgegeben waren ca. 15 Kux-Scheine). Originalunterschriften, Übertragungsvermerke bis 1886. Doppelblatt. Nur 4 Stück wurden Mitte 2007 in uralten holländischen Erbschaftsunterlagen gefunden. EF-. #13. Das Dachschieferbergwerk in der Gemeinde Bornich wurde von David Isaac Fuldauer gemutet (geboren 1830 im niederländischen Almelo, die Familie war mit den niederländischen Rothschilds verschwägert), der sich mit dem ebenfalls jüdischen Amsterdamer Finanzier Benjamin Wolff als Kapitalgeber verband. Seit mehr als 2000 Jahren wird aus dem Kauber Schieferzug, der den Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel in westöstlicher Richtung durchquert, Schiefergestein gewonnen. Indem sich der Rhein tief ins Gebirge einschnitt, ließ er die Schiefervorkommen zu Tage treten. Schon die Römer beuteten die Dachschiefervorkommen des Kauber Horizontes aus und verwendeten das Baumaterial u.a. zur Bedeckung des berühmten Limes bei Xanten. Um 1300 werden Schiefergruben im Kauber Schieferzug aktenkundig, und Kaub (auf der rechten Rheinseite zwischen Lorch und St. Goarshausen gelegen) entwickelt sich zu einem Zentrum des rheinischen Schieferabbaus. 1889 werden hier die Gewinnungsbetriebe als "Grube Rhein" zu einer Großgrube zusammengeschlossen, die in 4 Etagen übereinander aus Stollen Dachschiefer förderte. Mitte der 1960er Jahre verursacht die Einführung von Kunstschiefer ein großes Grubensterben am Rhein. Die Grube Rhein begegnete dem durch den Bau eines Mineralmahlwerkes, das noch heute von der Schieferwerk Bacharach GmbH betrieben wird.

Condition Report: EF-.

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Dachschieferbergwerk

Lot 103: Dachschieferbergwerk "Schelmersberg"

Description: Caub, Kux-Schein über 5 von 100 Kuxe 29.7.1874 (ausgegeben waren 16 Kux-Scheine, R 10). Originalunterschriften, Übertragungsvermerke bis 1886. Doppelblatt. Nur 5 Stück wurden Mitte 2007 in uralten holländischen Erbschaftsunterlagen gefunden. EF-. #12. Das Dachschieferbergwerk in der Gemeinde Strüth wurde von David Isaac Fuldauer gemutet (geboren 1830 im niederländischen Almelo, die Familie war mit den niederländischen Rothschilds verschwägert), der sich mit dem ebenfalls jüdischen Amsterdamer Finanzier Benjamin Wolff als Kapitalgeber verband. Seit mehr als 2000 Jahren wird aus dem Kauber Schieferzug, der den Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel in westöstlicher Richtung durchquert, Schiefergestein gewonnen. Indem sich der Rhein tief ins Gebirge einschnitt, ließ er die Schiefervorkommen zu Tage treten. Schon die Römer beuteten die Dachschiefervorkommen des Kauber Horizontes aus und verwendeten das Baumaterial u.a. zur Bedeckung des berühmten Limes bei Xanten. Um 1300 werden Schiefergruben im Kauber Schieferzug aktenkundig, und Kaub (auf der rechten Rheinseite zwischen Lorch und St. Goarshausen gelegen) entwickelt sich zu einem Zentrum des rheinischen Schieferabbaus. 1889 werden hier die Gewinnungsbetriebe als "Grube Rhein" zu einer Großgrube zusammengeschlossen, die in 4 Etagen übereinander aus Stollen Dachschiefer förderte. Mitte der 1960er Jahre verursacht die Einführung von Kunstschiefer ein großes Grubensterben am Rhein. Die Grube Rhein begegnete dem durch den Bau eines Mineralmahlwerkes, das noch heute von der Schieferwerk Bacharach GmbH betrieben wird.

Condition Report: EF-.

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Daimler-Benz AG

Lot 104: Daimler-Benz AG

Description: Berlin, Aktie 300 RM Aug. 1934 (R 6). Älteste für Sammler verfügbare Daimler-Benz-Aktie. NICHT entwertet. VF+. #66978. Gottlieb Daimler errichtete 1882 eine kleine Versuchswerkstatt in Cannstadt, erhielt 1883 das Patent für den ersten schnelllaufenden Verbrennungsmotor und gründete 1890 die "Daimler-Motoren-Gesellschaft". Carl Benz gründete 1883 in Mannheim die "Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik". Trotz der räumlichen Nähe sind sich die beiden Auto-Pioniere zeitlebens nie persönlich begegnet. Ihre Firmen, die beiden ältesten Automobilfabriken der Welt, wurden 1926 zur Daimler-Benz AG verschmolzen. 1999 Fusion mit der Nr. 3 am US-Automobilmarkt zur DaimlerChrysler AG, Trennung von Chrysler im August 2007 und Umbenennung in Daimler AG.

Condition Report: VF+.

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Dampfer-Genossenschaft Deutscher Strom- und Binnenschiffer eGmbH

Lot 105: Dampfer-Genossenschaft Deutscher Strom- und Binnenschiffer eGmbH

Description: Fürstenberg (Oder), Anteilschein 100 RM von 1939 (R 8). Das ungemein dekorative und farbenprächtige Papier zeigt zwei Schutzengel mit dem Wappen der Gesellschaft sowie Merkur und Neptun. EF. #32102. Gegründet 1889 in Charlottenburg. 1902 wurde der Firmensitz nach Fürstenberg a.O. verlegt (das heutige Eisenhüttenstadt). Die Lage an der Einmündung des von Berlin kommenden Oder-Spree-Kanals (damals der Friedrich-Wilhelm-Kanal) in die Oder prädestinierte Fürstenberg geradezu, Sitz dieser Genossenschaft zu werden. Damals war der heutige Grenzfluss noch einer der Hauptströme Deutschlands und die Binnenschifffahrt entsprechend rege. 1956 wurde die Genossenschaft als "VEB Binnenschiffahrt" verstaatlicht.

Condition Report: EF.

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Deutsche Bugsier-AG

Lot 106: Deutsche Bugsier-AG

Description: Hamburg, Aktie 20.000 Mark Aug. 1923. Gründeraktie (Auflage 1500, R 8). NICHT lochentwertet. VF+. #272. See- und Fluss-Bugsierbetrieb, Schiffsan- und -verkäufe, Reedereibetrieb. 1925 in Liquidation getreten, 1926 Konkurs.

Condition Report: VF+.

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Deutsche Effecten- & Wechsel-Bank

Lot 107: Deutsche Effecten- & Wechsel-Bank

Description: Frankfurt a.M., Actie (Interims-Schein) 100 Thaler = 175 Gulden = 300 Mark vom Juli 1872. Gründeraktie (R 8). Interimsschein anhängend. Lochentwertet. VF. #41882. Hervorgegangen aus dem seit 1821 bestehenden Bankhaus L.A. Hahn. Seit 1872 AG als Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. 1929 Fusion mit der Deutschen Vereinsbank. 1969 Übertragung des Bankgeschäftes auf die neugegründete Effectenbank-Warburg AG und Umfirmierung in Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG. 2000 Sitzverlegung nach Jena, heute als Tochtergesellschaft der von Lothar Späth geführten JENOPTIK eine Holdinggesellschaft für deren Beteiligungen an jungen Technologie-Firmen.

Condition Report: VF.

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Deutsche Hypothekenbank (AG)

Lot 108: Deutsche Hypothekenbank (AG)

Description: Berlin, Actie 1.200 Mark 1.10.1906 (Auflage 6000, R 8). Dekorativer Druck von G&D, Faksimile-Unterschrift des berühmten Bankiers Fürstenberg (Berliner Handels-Gesellschaft). Restliche Kupons beiliegend. OHNE Lochentwertung. VF+. #19379. Gegründet 1872. Noch heute börsennotierte (jetzt in Hannover ansässige) Hypothekenbank. Großaktionär war bis 2004 die BHF-Bank. Nach dem Verkauf der BHF-Bank an Sal. Oppenheim verblieb die Deutsche Hypothekenbank AG bei dem ehemaligen Großaktionär der BHF-Bank, der ING. Der Vorgänger der BHF-Bank, die Berliner Handels-Gesellschaft, begleitete die Deutsche Hypothekenbank praktisch seit ihrer Gründung. Heute Tochtergesellschaft der NORD/LB, die mit 98,56 % an dem Unternehmen beteiligt ist.

Condition Report: VF+.

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Deutsche Lufthansa AG

Lot 109: Deutsche Lufthansa AG

Description: Köln, VZ-Aktie 1.000 DM Dez. 1969 (R 6). G&D-Druck mit großem Globus, Faksimile Abs als AR-Vorsitzender. Rückseitig Ungültigkeitsvermerk. EF. #8710. Gründung 1926 als Deutsche Luft Hansa AG in Berlin. 1953 Neugründung in Köln als AG für Luftverkehrsbedarf, 1954 konnte dann wieder der alte Name angenommen werden. Die Lufthansa ist heute die Nummer Eins im weltweiten Luftfrachtgeschäft und hält international den dritten Platz bei der Passagierbeförderung - Tendenz steigend, denn von allen Airlines hat die Lufthansa die schwere Krise nach dem 11.9.2001 mit am besten gemeistert.

Condition Report: EF.

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Deutsche Schutzgebietsanleihe von 1911

Lot 110: Deutsche Schutzgebietsanleihe von 1911

Description: Berlin, 4 % Schuldv. 1.000 Mark 22.6.1911 (R 9). Die 1911er Anleihe hatte ein Volumen von 38 Mio. M. Mit restlichen Kupons. EF. #814. Trotz der Kolonialbestrebungen des Kaiserreichs (Wilhelm II. forderte auch für Deutschland einen "Platz an der Sonne" inmitten der anderen Kolonialmächte) war deutsches Kapital in einem ganz erstaunlichen Ausmaß desinteressiert an Investitionen in den zunächst "Schutzgebiete" genannten deutschen Kolonien. Dies hemmte die wirtschaftliche Entwicklung dieser Gebiete in einem unvertretbaren Umfang, insbesondere beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur mit Eisenbahnlinien als Rückgrat. Zunächst wurde der Finanzbedarf der Kolonien über den Reichshaushalt gedeckt, was 1890-1900 eine der Hauptursachen der sprunghaft steigenden deutschen Staatsverschuldung war. Nach einer Bereisung der Kolonien in Begleitung seines Sekretärs Walter Rathenau kam Kolonialstaatssekretär Dernburg 1908 auf die Idee, die vier Schutzgebiete (Deutsch-Ostafrika, Kamerun, Togo und Deutsch-Südwestafrika) unter Bürgschaft des Deutschen Reichs eigene Anleihen aufnehmen zu lassen und damit den Reichshaushalt zu entlasten. Die Idee, Schulden in Schattenhaushalte auszulagern, hat in Deutschland also schon eine lange Tradition. Mit den so am Kapitalmarkt aufgenommenen Mitteln wurde vor allem der koloniale Eisenbahnbau forciert. Der 1894 begonnene Bau der Usambarabahn in Deutsch-Ostafrika war endlich 1905 zu Ende gebracht worden. Etwas schneller kam der 1897 begonnene zweite koloniale Bahnbau in Deutsch-Südwestafrika zu Ende, nämlich 1902. Togo trat 1904 in das Eisenbahnzeitalter ein und Kamerun schließlich 1909. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges waren in den deutschen Kolonien (ohne China), finanziert über die Schutzgebietsanleihen, bereits 4.500 km Bahnlinien in Betrieb, nämlich in Deutsch-Ostafrika (Usambarabahn, Mittellandbahn und Ruandabahn), in Kamerun (Manengubabahn und Mittellandbahn), in Togo (Küstenbahn, Inlandbahn und Hinterlandbahn) sowie Deutsch-Südwestafrika (Swakopmund-Windhuk, Otavibahn, Südbahn, Windhuk-Keetmanshoop und Ambolandbahn). Zwischen 1908 und 1914 wurde (mit Ausnahme von 1912) jedes Jahr eine Schutzgebietsanleihe begeben, deren Verteilung auf die vier Schutzgebiete entsprechend den Finanzbedürfnissen des Eisenbahnbaus jeweils völlig unterschiedlich geschlüsselt war. Trotz des Verlustes der Kolonien als Folge des verlorenen 1. Weltkrieges musste das Deutsche Reich die Schutzgebietsanleihen wegen der von ihm übernommenen Bürgschaft weiter bedienen, ehe die Hyperinflation 1923 die nominalen Geldwerte vernichtete. Bei der Aufwertung der Reichsanleihen 1926 wurden die Schutzgebietsanleihen ausgeklammert, da das Reich zu dieser Zeit immer noch hoffte, die Kolonien zurückzuerhalten. 1928 wurde die Tilgung der Anleihen eingestellt.

Condition Report: EF.

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Deutsches Reich

Lot 111: Deutsches Reich

Description: Berlin, 4 % Schuldv. Lit. F 10.000 Mark 12.6.1908 (R 10). Mit großer Germania-Statue und gekröntem Reichsadler. Tintenfleck. Restliche Kupons (1925-1928) angeklammert. VF. #35791. 1871 wurde das Deutsche Reich gegründet. Ein Geldsegen war zu Anfang die französische Kriegsentschädigung, mit der man die Schulden des Krieges 1870/71 bis auf einen kleinen Rest tilgte. Als diese Mittel erschöpft waren, wurde am 27.1.1875 das erste Anleihengesetz des Deutschen Reichs erlassen und ab 1877 jedes Jahr eine neue Anleihe aufgelegt. Anleihenzwecke waren Finanzierung des Reichsheeres, der Marine, der Festungen, der Küstenverteidigung, der Post- und Telegraphenverwaltung, der Erwerb der Reichsdruckerei, der Münzreform, des Zollanschlusses von Hamburg und Bremen und die Herstellung des Nord-Ostsee-Kanals. Bis 1885 trugen die Anleihen Zinsen von 4 %, danach 3,5 %. 1890 erschien die erste mit 3 % verzinsliche Anleihe. Ab 1908 stiegen die Zinsen wieder auf 4 %, ab 1915 auf 5 %. Mit der 8. Kriegsanleihe vom März 1918 endete die Schuldenaufnahme des Kaiserreichs.

Condition Report: VF.

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Dianabad AG

Lot 112: Dianabad AG

Description: Wien, Aktie 1.000 RM Nov. 1940 (Auflage 600, R 6). Lochentwertet (RB). EF. #19. Eines der traditionsreichsten Unternehmen der Monarchie: Gegründet bereits 1804, AG seit 1841! Ansässig in Wien, Obere Donaustr. 93. Vorhanden waren, neben dem Betrieb einer Schwimm-Anstalt, Wannenbäder im (prunkvollen) Dianabad und im (einfacheren) Volksbad, Fuhrbäder, Dampf- und Douchebäder, außerdem wurde eine Wasserheilanstalt betrieben. Umsatzrenditen von bis zu 30 % waren für dieses höchst erfolgreiche Unternehmen keine Seltenheit. 1911 wurden für einen großen, 1916 fertiggestellten Neubau mit Bade- und Kuranstalt sowie Hotel mehrere Nachbargrundstücke erworben. Dabei wurde eine der beiden Schwimmhallen schon als Wellenbad gebaut! Die andere hatte auch für sportliche Großveranstaltungen genügende Ausmaße. 1938 wurde der Dianabad-AG zudem der Betrieb des (noch heute bestehenden) Arbeiterstrandbades an der Donau übertragen. 1941 Erwerb des Hotels "Berliner Hof" in Königswinter am Rhein. Das Hotel in Wien wurde 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört. Das Badegebäude wurde, da sich eine Modernisierung als unrentabel erwies, 1965 abgerissen. Danach Umwandlung in die "Dianazentrum Realitätengesellschaft mbH", Geschäftszweck ist seither Schaffung von Wohnungseigentum und Realitätengeschäfte.

Condition Report: EF.

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Dresdner Bau- und Industrie-AG

Lot 113: Dresdner Bau- und Industrie-AG

Description: Dresden, VZ-Aktie 100 RM 26.3.1936 (Auflage NUR 10 STÜCK, R 11). Handschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften. Lochentwertet (RB). Nur 2 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden. VF+. #56. Gründung 1871 als "Dresdner Bau-Gesellschaft", 1921 umbenannt wie oben. Als Nebenbetriebe unterhielt die Ges. Sandsteinwerke und Ziegeleien in Zschertnitz und Coschütz (letztere 1920 verkauft). Durch Schaffung ganzer Stadtteile und Erschließung mehrerer kleinerer Bezirke hatte die Ges. überragenden Einfluß auf die bauliche Entwicklung der Stadt Dresden seit der Reichsgründung. Börsennotiert in Berlin und Dresden, Großaktionär war die Dresdner Bank.

Condition Report: VF+.

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Dülkener Baumwollspinnerei AG

Lot 114: Dülkener Baumwollspinnerei AG

Description: Dülken, Aktie 1.000 Mark 16.6.1897. Gründeraktie (Auflage 1500, R 9). Hübsche Umrahmung. Mit komplettem Kuponbogen. EF. #1109. Gegründet 1897 durch den A. Schaaffhausen'schen Bankverein zwecks Übernahme der früher der Firma Bücklers & Jansen gehörigen Baumwollspinnerei und Zwirnerei samt Grundstücken etc. für 1,377 Mio. M (der Familie Bücklers gehörte in Düren außerdem eine mech. Leinenweberei mit Werken in Düren, Eschweiler und Heimbach, die 1912 in eine AG umgewandelt wurde). Seit 1916/17 auch Zwirnerei für Papiergarn, nachdem sich die Dürener Papierfabrikantenfamilie Schöller bei der Ges. interessiert hatte (es bestanden durch Heirat einer Schöller-Tochter auch familiäre Verbindungen). Zuletzt gehörte dem AR auch der Kölner Bankier Rob. Pferdmenges an, Mitinhaber bei Sal. Oppenheim und nach dem Krieg der "Bankier Adenauers" genannt. Schlechte Resultate und Dividendenausfälle schon vor und besonders während der Weltwirtschaftskrise erzwangen 1931 die Liquidation.

Condition Report: EF.

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Dülkener Baumwollspinnerei AG

Lot 115: Dülkener Baumwollspinnerei AG

Description: Dülken, Aktie 1.000 Mark 30.11.1908 (Auflage 375, R 9). Hübsche Umrahmung. Mit vollständigem Kuponbogen. EF. #1224. Gegründet 1897 durch den A. Schaaffhausen'schen Bankverein zwecks Übernahme der früher der Firma Bücklers & Jansen gehörigen Baumwollspinnerei und Zwirnerei samt Grundstücken etc. für 1,377 Mio. M (der Familie Bücklers gehörte in Düren außerdem eine mech. Leinenweberei mit Werken in Düren, Eschweiler und Heimbach, die 1912 in eine AG umgewandelt wurde). Seit 1916/17 auch Zwirnerei für Papiergarn, nachdem sich die Dürener Papierfabrikantenfamilie Schöller bei der Ges. interessiert hatte (es bestanden durch Heirat einer Schöller-Tochter auch familiäre Verbindungen). Zuletzt gehörte dem AR auch der Kölner Bankier Rob. Pferdmenges an, Mitinhaber bei Sal. Oppenheim und nach dem Krieg der "Bankier Adenauers" genannt. Schlechte Resultate und Dividendenausfälle schon vor und besonders während der Weltwirtschaftskrise erzwangen 1931 die Liquidation.

Condition Report: EF.

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Dynamit-AG vormals Alfred Nobel & Co.

Lot 116: Dynamit-AG vormals Alfred Nobel & Co.

Description: Hamburg, Aktie 100 RM Aug. 1928 (Auflage 20000, R 8). Die hier angebotene Aktie ist (im Gegensatz zu den sonst bekannten Stücken) bemerkenswerterweise OHNE Abheftlochung! VF+. #18676. Gründung 1865 durch den bis heute wegen der von ihm gestifteten Preise weltberühmten schwedischen Ingenieur Alfred Nobel. 1876 Umwandlung in eine AG mit dem Namen "Deutsch-Oesterreichische Dynamit-AG, vorm. Alfred Nobel & Co.". Fabrikation von Sprengstoffen, Schießmitteln und Munition sowie anderer chemischer Produkte in den Fabriken bei Lauenburg, Saarbrücken, Schlebusch, Würgendorf, Nürnberg und Troisdorf. 1931 Fusion mit der Rhein.-Westf. Sprengstoff-AG (Köln), der AG Siegener Dynamit-Fabrik, der Deutsche Sprengstoff-AG (Köln, vorm. Köln-Rottweiler Pulverfabriken), der Rhein. Dynamitfabrik (Köln), der Dresdner Dynamitfabrik und der Westdeutsche Sprengstoffwerke AG (Köln), mit denen ohnehin schon jahrzehntelang Kartellverträge bestanden hatten. Der größte Teil der Aktien befand sich bis 1914 in den Händen der 1886 gegründeten Nobel-Dynamite Trust Co., London. Ab 1926 Interessengemeinschaft mit der I.G. Farbenindustrie AG, weitere Großaktionäre waren zu dieser Zeit der amerikanische Konkurrent DuPont de Nemours und die britische Imperial Chemical Industries Ltd. Nach 1945 Sitzverlegung nach Troisdorf, 1962 Abschluß eines Organschaftsvertrages mit der ebenfalls zum Flick-Konzern gehörenden Feldmühle AG. Seit der Neugründung 1987 eine fast 100 %ige Tochter der mg technologies AG (vorm. Metallgesellschaft).

Condition Report: VF+.

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Egerländer Bergbau AG

Lot 117: Egerländer Bergbau AG

Description: Königswerth bei Falkenau (Egertal), Aktie 1.000 RM Mai 1941 (Auflage 2500, R 5). Lochentwertet (RB). EF. #641. Die Gesellschaft ist hervorgegangen aus der im britischen Mehrheitsbesitz befindlichen Britannia Kohlenwerke AG, die mit einem Aktienkapital von 9,5 Mill. Kc ausgestattet war und 1936 eine Förderung von 234.000 t Braunkohle verzeichnete. Nach der Besetzung des Sudetenlandes durch deutsche Truppen im Jahre 1938 mußten die ehemaligen Besitzer das Unternehmen an die o.g. Gesellschaft "veräußern" (quasi Enteignung). Die Gründung erfolgte am 28.2.1941, die Eintragung in das Handelsregister am 31.5.1941. Als Gründer fungierten Dir. Dr. Fritz Rittstieg als "Veräußerungstreuhänder" der Britannia Kohlenwerke AG, drei Mitglieder der Familie Seebohm (Dr.-Ing. Hans Christoph Seebohm als einer der Gründer war später erster Verkehrsminister der Bundesrepublik Deutschland) sowie Dir. Sigmund Schauberger in Karlsbad (Karlovy Vary). Als Alleinvorstand zeichnete Bergassessor a.D. Kurt Seebohm in Königswerth, der auf der vorliegenden Aktie in Faksimile unterschrieben hat. Das Kapital der Gesellschaft betrug 2,5 Mill. RM, eingeteilt in 2.500 Stücke zu 1.000 RM. - Es wurden der Marieschacht I und II, der Wilhelmsschacht und der Heinrichsschacht, alle in Königswerth, betrieben (untertägiger Braunkohleabbau) sowie die Bohemiagrube in Falkenau (Tagebau). Ferner bestanden eine elektrische Zentrale und eine Ringofenzieglei, und es wurden 850 Personen beschäftigt. Für 1942 ist eine Dividende von 5 % gezahlt worden. Das Revier Falkenau im Egertal war kleiner als das große nordböhmische Braunkohlenvorkommen im Revier Dux - Brüx - Komotau. Die Aktie der Egerländer Bergbau AG stellt ein gutes Beispiel für die Raubzüge der Nazis in den besetzten Gebieten dar.

Condition Report: EF.

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Eisenwerk Kraemer zu St. Ingbert

Lot 118: Eisenwerk Kraemer zu St. Ingbert

Description: St. Ingbert, Aktie 10.000 Mark 1.4.1889 (Auflage NUR 64 Stück, R 10). Ein Stück aus der Kapitalerhöhung von 3.560.000 Mark (Aktien Nr. 1-356) auf 4,2 Mio. Mark . Namenspapier, auf Herrn Heinrich Kraemer senior lautend. Originalsignaturen. Wirtschaftshistorisch hochbedeutend. EF-VF. #210. Gegründet am 18.12.1888 zwecks Übernahme und Fortführung des bereits 1732 errichteten Eisenwerkes. Es umfasste damals Hammerwerk und Schmelze. Hergestellt wurden Kaminplatten, Kanonenkugeln, Öfen, Töpfe etc. 1788 übernahm der Kaufmann Philipp Heinrich Kraemer die Leitung des Werks. Seine Witwe, Frau Sophie Kraemer, übernahm das Werk 1804 und machte es in den 30er Jahren zum wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen. 1833 wurde in dem Eisenwerk die allererste Dampfmaschine des Saarreviers in Betrieb genommen. 1885 wurden die Hochöfen stillgelegt. Das Thomasstahlwerk nahm 1894 den Betrieb auf: nun konnte Stahl in großen Mengen hergestellt werden. 1905 fusionierte die Firma mit der Rumelinger Hochofen AG zur Rümelinger und St. Ingberter Hochöfen und Stahlwerke AG. Ab 1911 Interessengemeinschaft mit der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG. Nachdem St. Ingbert in das Saargebiet eingegliedert wurde, wurde das Werk 1919 von der Soc. des Hauts Fourneaux & Acéries de Differdange-St. Ingebert-Rumelange (HADIR) übernommen. 1967 fusionierte HADIR mit der Luxemburger ARBED. 1993 machte die Saarstahl AG, inzwischen Werkseigner, Konkurs. Das Drahtwerk St. Ingbert besteht noch heute.

Condition Report: EF-VF.

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Elektricitätswerk Südwest AG

Lot 119: Elektricitätswerk Südwest AG

Description: Berlin, 4,5 % Genussrechtsurkunde Lit. B 100 RM 31.3.1926 (R 10). Lochentwertet (RB). Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. VF. #1439. Gründung 1899. Konzessionen zur Stromversorgung der Stadtgemeinden Schöneberg, Wilmersdorf und der Landgemeinde Schmargendorf.

Condition Report: VF.

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Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.

Lot 120: Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.

Description: Frankfurt a.M., 5 % Teilschuldv. 500 Mark Dez. 1913 (Auflage 2000, R 11). Teil einer Anleihe von 8 Mio. M, die die Frankfurter Filiale der Bank für Handel und Industrie vermittelte. Originalunterschriften. NICHT entwertet, mit Kupons ab 1920. Seit Jahrzehnten ist nur ein einziges weiteres ausgestelltes Stück (aus der legendären Hesselmann-Sammlung) bekannt. VF. #76. Gründung 1890 durch Frankfurter Privatbanken und den Ingenieur Wilhelm Lahmeyer als "W. Lahmeyer & Co. Commandit-Gesellschaft". 1893 Fusion mit der "AG für Bau und Betrieb elektrischer Anlagen". Herstellung von Starkstrom-Maschinen und -Anlagen, Betrieb von Elektrizitätsversorgungseinrichtungen. Seit 1905 reine Ingenieurgesellschaft und Beteiligungs-Holding: Die Frankfurter Fabrik wurde an die nunmehrige "Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke AG" verkauft. Nach der Jahrhundertwende gab es eine Übernahmeschlacht zwischen der AEG und dem RWE, die die Essener für sich entschieden: Seit 1910 als Zwischenholding für Beteiligungen an Energieversorgungs-Unternehmen ein Teil des RWE-Konzerns.

Condition Report: VF.

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Elsaessisch-Badische Wollfabriken AG

Lot 121: Elsaessisch-Badische Wollfabriken AG

Description: Berlin, Aktie 100 RM 10.8.1927 (Auflage 2500, R 3). Lochentwertet (RB). VF+. #11096. Gründung 1899, Sitz bis 1903 in Straßburg-Ruprechtsau, bis 1917 in Kehl und bis 1923 in Forst (Lausitz). Betrieb einer Spinnerei und Weberei in Forst. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1969 nach Abwicklung gelöscht.

Condition Report: VF+.

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EPCOS AG

Lot 122: EPCOS AG

Description: Heidenheim, American Depositary Share ca. 2003 (specimen). Mit Abb. von Auto, ICE, Handys, Schaltzentrale. Dezent lochentwertet. EF. Das Unternehmen ist aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Joint Venture Siemens Matsushita Components hervorgegangen. Nach dem Börsengang von EPCOS am 15.10.1999 sind Siemens und Matsushita mit einem Anteil von jeweils 12,5 % wichtige Aktionäre geblieben. Die Erstnotierung fand gleichzeitig in Frankfurt und New York statt. EPCOS ist seit März 2003 einer der größten Werte im neu geschaffenen Technologie-Index TecDAX. EPCOS entwickelt, fertigt und vertreibt elektronische Bauelemente mit Fokus auf die technologisch anspruchsvollen Märkte der Informations- und Telekommunikationstechnik sowie der Automobil-, Industrie- und Konsum-Elektronik. Mit rund 13.300 Mitarbeitern wurden im Jahr 2003 1,27 Mrd. Euro Umsatz gemacht. EPCOS ist auf seinem Gebiet in Europa die Nr. 1 und weitweit die Nr. 2.

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Erste Berliner Dampf-Roßhaarspinnerei AG

Lot 123: Erste Berliner Dampf-Roßhaarspinnerei AG

Description: Berlin, Aktie 100 RM April 1925 (Auflage 2000, R 4). Lochentwertet (RB). VF+. #153. 1923 gegründet, 1928 wurde dem Firmennamen das Kürzel "Ebro" vorangestellt. Nach 1945 wurde der Betrieb in der Pistoriusstr. 96 enteignet. Die AG ging 1961 noch durch die Berliner Wertpapierbereinigung und wurde 1963 nach Abwicklung gelöscht.

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Erste Deutsche Ramie-Gesellschaft

Lot 124: Erste Deutsche Ramie-Gesellschaft

Description: Emmendingen (Baden), 7 % Teil-Schuldv. 1.000 RM Mai 1927 (Auflage 1000, R 5). Lochentwertet (RB). Doppelblatt. EF+. #516. Gründung 1884 als "Hanf-, Jute-Spinnerei & Bindfaden-Gabrik Emmendingen", 1889 umfirmiert wie oben. Verarbeitet wurde die Faser der Ramie (eine mit der Brennessel verwandte Faserpflanze = Chinagras) zu Gespinst. 1894 völlige Neuorganisation. 1926 Neugründung als "Studiengesellschaft für Faserstoffverwertung AG" mit Sitz zunächst in Berlin, noch im gleichen Jahr Übernahme der Fabriken in Emmendingen i.B. und umbenannt in "Erste Deutsche Ramiegesellschaft". Die letzte Dividende wurde am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1931 gezahlt, über 30 Jahre lang gab es dann keine Ausschüttung mehr. 1947 umbenannt in "Spinnerei und Zwirnerei RAMIE AG". Neben Garnen und Zwirnen aus Ramie, Flachs und Zellwolle (Marke Schwarzwald) wurden später auch synthetische und Wollkammgarne für Strickerei, Wirkerei und Weberei hergestellt. 1976 Abschluß eines Beherrschungsvertrages mit der Textil-Holding GmbH der Basler Fabrikantenfamilie Hopf. 1989 umbenannt in Ramie-Seiler AG. 1990 Fusion mit der Gebr. Seiler GmbH zur RAMIE-SEILER AG. In ihrer Glanzzeit hatte die Firma über 3.000 Beschäftigte gehabt. Weniger als 100 waren noch übrig, als 2002 die Produktion eingestellt wurde.

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Erz-Bergwerk Humboldt

Lot 125: Erz-Bergwerk Humboldt

Description: Essen, Kuxschein 11.8.1876 (Auflage 1000, R 10), ausgestellt auf den Gewerken Arend Schreiber in Loga b/ Leer. Schön gegliederte Umrandung, mit Originalunterschriften. Niedrige Nummer 2! VF+. #2. Konzessioniert 1870 zum Bergbau auf Blei-, Kobalt-, Zink-, Kupfer- und Eisen-Erze im Gebiet der Gemeinden Seelscheid, Wahlscheid, Honrath und Markelsbach im Kreis Sieg. Die Grube Humboldt war eines von insgesamt 17 Bergwerken, die das vor allem an Blei- und Zinkerzen reiche Bensberger Erzrevier ausbeuteten. Das Grubenfeld der Grube Humboldt war bereits 1851 verliehen worden, und zwar auf Galmei, Blei, Blende, Schwefelkies, Eisen und Braunkohle. Man fand bei der Untersuchung der Lagerstätte eine 22 m tiefe Mulde mit meist steilen Rändern vor, wo man anschließend einen 12 m tiefen Schacht abteufte und nach mehreren Seiten Strecken vortrieb. Alle Spuren des früheren Bergbaus (gelegen in Paffrath im Bereich der heutigen Schmidt-Blegge-Straße) sind durch Einebnen des Geländes und die spätere Bebauung getilgt.

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Eugen Hoffmann & Co. Aussenhandels-AG

Lot 126: Eugen Hoffmann & Co. Aussenhandels-AG

Description: München, Aktie 1.000 Mark 12.12.1922. Gründeraktie (Auflage 11000, R 10). Äußerst dekorativer pastellfarbiger Druck, zwei Vignetten mit Frachtdampfer und Güterzug. EF. #4942. Gründung 1922 zur Fortführung des unter gleichem Namen bis dahin von einer GmbH betriebenen Im- und Exportgeschäfts. Vor allem wurde über die "Rogesa" AG in Bukarest der rumänische Markt mit deutschen Industrie-Erzeugnissen beliefert, im Gegenzug wurden aus Rumänien Landesprodukte importiert. Auch im Ungarn-Handel war die Ges. stark engagiert. Ab 1926 in Liquidation.

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F. W. Krause & Co. Bankgeschäft KGaA

Lot 127: F. W. Krause & Co. Bankgeschäft KGaA

Description: Berlin, Aktie 1.000 RM 4.5.1927 (Auflage 3750, R 4). Lochentwertet (RB). Minimale Randverletzung obere Ecke rechts, sonst einwandfrei. VF+. #2439. Gründung 1921. Zweck war Betrieb eines Bankgeschäfts und aller einschlägigen Geschäfte. 1930 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen (1932 aufgelöst). Den größten Vermögenswert der Gesellschaft machte eine Beteiligung an der Krausewerk GmbH, Neusalz a.O. aus.

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Flockenbast AG

Lot 128: Flockenbast AG

Description: Plauen i.V., Aktie 1.000 RM 10.8.1938. Gründeraktie (Auflage 900, R 4). Lochentwertet (RB). EF. #810. Gründung 1938 durch 20 Spinnereien, die die von der Flockenbast AG erzeugte Spinnfaser aus deutschen Rohstoffen (Flachs, Hanf) im Verhältnis ihrer Kapitalanteile beziehen konnten. Interessantes Unternehmen der Kriegs-Mangelwirtschaft. Nach dem Krieg nicht verlagert.

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Fox-Automobil-Werke AG vorm. Paul Rollmann

Lot 129: Fox-Automobil-Werke AG vorm. Paul Rollmann

Description: Köln-Dellbrück, Aktie 5.000 Mark 24.2.1923 (Auflage 13000, R 8). Lochentwertet (RB). Kupons vollständig anhängend. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. VF. #9415. Die AG übernahm die angebliche Automobilfabrik von Paul Rollmann, die sich leider als nicht existent herausstellte. Bereits 1924 Konkurs.

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Freistaat Mecklenburg-Schwerin

Lot 130: Freistaat Mecklenburg-Schwerin

Description: Schwerin i.M., 7 % Schuldv. 500 RM 1.10.1926 (R 3). Lochentwertet (RB). VF. #319. Mecklenburg-Schwerin war von 1815-1918 Großherzogtum und von 1918 bis 1934 Freistaat. 1933/34 mit Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.

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Friedrich Deckel AG

Lot 131: Friedrich Deckel AG

Description: München, Sammelaktie 2 x 50 DM Aug. 1981. Porträt Friedrich Deckel, Abb. einer Horizontal-Bohrmaschine. EF. #89601-89602. Gründung 1903, seit 1972 AG. Seinerzeit einer der größten deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller. 1993 Verschmelzung auf die Maho AG, Pfronten im Allgäu.

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Friedrich Deckel AG

Lot 132: Friedrich Deckel AG

Description: München, Aktie 50 DM Aug. 1981. Porträt Friedrich Deckel, Abb. einer Horizontal-Bohrmaschine. Lochentwertet. EF. #12030. Gründung 1903, seit 1972 AG. Seinerzeit einer der größten deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller. 1993 Verschmelzung auf die Maho AG, Pfronten im Allgäu.

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G. M. Pfaff AG

Lot 133: G. M. Pfaff AG

Description: Kaiserslautern, Aktie 50 DM Okt. 1972 (Auflage 6000, R 7). Knallrotes Firmenlogo mit Nähmaschine. Mit restlichen Kupons. EF. #154154. Georg Michael Pfaff begann 1862 in seiner Instrumentenmacher-Werkstatt in Kaiserslautern Nähmaschinen herzustellen. Bereits 1872 wurden 1.000 Nähmaschinen im Jahr hergestellt (100 Jahre später war das die Produktion eines einzigen Tages). 1926 Umwandlung in eine AG. 1957 erwarb Pfaff die Aktienmehrheit des Konkurrenten Gritzner-Kayser AG in Karlsruhe-Durlach, seit 1961 war dieses Werk an Pfaff als zweite Produktionsstätte verpachtet. Pfaff war nun die größte Nähmaschinenfabrik in Europa. Daneben gehörten Kunststoff- und Textilschweißmaschinen, Bügelmaschinen sowie Grau- und Leichtmetallguß zum Fertigungsprogramm. Mehrheitsaktionär wurde in den 90er Jahren die Semi-Tech aus Hongkong, der auch die Singer Company als größter Nähmaschinenhersteller der USA gehörte. Doch die strukturellen Probleme des Marktes und des Standortes Deutschland waren auch durch das Zusammengehen der größten Nähmaschinenhersteller der Welt nicht mehr zu lösen: 1998 ging Pfaff in die Insolvenz. Das Haushaltsgeräteprogramm übernahm dann der schwedische Konkurrent Husqvarna/Viking (VSM Group), die industrielle Näh- und Schweißmaschinentechnik der PFAFF Industrie Maschinen AG übernahm 2002 einer der bis dahin größten Vertriebspartner, die Fa. Bianchi Marè aus Mailand.

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Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG der Deutschen Arbeitsfront

Lot 134: Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG der Deutschen Arbeitsfront

Description: Berlin, Namensaktie 10.000 RM Dez. 1941 (Auflage 470, R 4). Lochentwertet (RB). Ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtsch. Unternehmungen mbH., Berlin-Wilmersdorf. EF. #5252. Gründung 1924 als Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG, ab 1939 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG. 1940 Übernahme der bisherigen Beteiligungsgesellschaft der "Einfa" Berliner Gesellschaft zur Förderung des Einfamilienhauses gemeinnützige GmbH, Ende 1941 Übernahme der "Heimat" Gemeinnützige Wohnungs- und Siedelungsgesellschaft der DAF AG, Berlin-Zehlendorf. Großaktionär 1943 war die Deutsche Arbeitsfront. 1946 umfirmiert in Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1998 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG, Berlin, heute GEHAG GmbH.

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Gelsenkirchener Bergwerks-AG

Lot 135: Gelsenkirchener Bergwerks-AG

Description: Essen, 6 % Teilschuldv. 5.000 DM Febr. 1962 (Auflage 4470, R 10). Doppelblatt, lochentwertet im Prägedrucksiegel. EF. #1281. Gründung 1873 auf Initiative von Emil Kirdorf. Das Unternehmen wuchs, auch durch ständige Übernahmen von Konkurrenten, zum damals größten Montanbetrieb des Ruhrgebiets heran. Auf 11 Zechenanlagen mit 35 Förderschächten und in den Hüttenwerken waren zuletzt rund 30.000 Mann beschäftigt. 1926, bei Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG, war die Gelsenkirchener Bergwerks-AG als Dachgesellschaft aller Montanunternehmen des Ruhrgebiets die aufnehmende Gesellschaft. Im Zuge der alliierten Entflechtungsmaßnahmen entstand die "Gelsenberg" am 18.6.1953 als eigenständige AG wieder, und erneut begann sie in kurzer Folge andere Konkurrenten zu übernehmen. Wegen der immer gewichtiger werdenden Mineralöl-Aktivitäten (u.a. Beteiligung bei ARAL) wurde Gelsenberg schließlich 1974 im Wege des Aktientauschs von der VEBA übernommen - nach fast genau 100 Jahren verschwand das ehedem bedeutendste Montanunternehmen des Ruhrgebiets vom Kurszettel.

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Gemeinde Ilmenau

Lot 136: Gemeinde Ilmenau

Description: Ilmenau, 6 % Schuldv. I. Serie Lit. D. 20 Ztr. Koks Juni 1923 (R 6). Schöne Wappenvignette. Lochentwertet (RB). Minimale Randverletzung, sonst einwandfrei. VF. #57.

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Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG

Lot 137: Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG

Description: München, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1928. Gründeraktie (Auflage 500, R 10), ausgestellt auf Karl Stöhr Baugeschäft, München. Doppelblatt. Innen Einzahlungsquittung. EF. #444. Gründung 1928. Zweck war auch zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung die Errichtung von preiswertem Wohnraum in München für minder bemittelte Kreise und den Mittelstand. In den drei Jahren seit der Gründung bis 1931 wurden in den fünf Großsiedlungen Neuramersdorf, Walchenseeplatz, Neuhausen, Neuharlaching und Friedenehim insgesamt 5.429 Wohnungen und 167 Läden fertig gestellt, in den folgenden Jahren kamen noch einmal 3.230 Wohnungen dazu. Die Kapitalerhöhung von 1937 übernahm die Stadt München durch Einbringung von stadteigenen Grundstücken und eine Bareinlage von 825.000 RM und wurde damit (gemeinsam mit der Bayerischen Gemeindebank) der bestimmende Aktionär mit einem später bis auf 98 % aufgestockten Anteil. 1984 überschritt der eigene Wohnungsbestand erstmals die Grenze von 20.000 Einheiten, heute ist die GEWOFAG mit über 34.000 Wohnungen Münchens größte Vermieterin. Im Konzern einschließlich Heimag München GmbH und Wohnforum GmbH werden etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt.

Condition Report: EF.

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Genossenschaft der Franziskanerbrüder (Genootchap van de Broeders van den H. Franciscus)

Lot 138: Genossenschaft der Franziskanerbrüder (Genootchap van de Broeders van den H. Franciscus)

Description: Waldbreitbach, 8 % Obl. Lit. E 100 fl. 16.11.1925 (R 11). Lochentwertet (RB). Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. Äußerst selten! VF-F. #597. Peter Wirth (der sich später Jakobus nannte) gründete am 12.6.1862 die Kongregation der "Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz" (FFSC) in der Kreuzkapelle zwischen Hausen an der Wied und Waldbreitbach im Westerwald (die Kapelle war seit dem 18. Jh. ein beliebter Wallfahrtsort). Die Franziskanerbrüder machten sich zur Hauptaufgabe die Erziehung und Ausbildung von Waisen sowie die Armen- und Krankenpflege. Als Teil der franziskanischen Familie werden sie dem Regulierten Dritten Orden zugerechnet. Unmittelbar betreiben die Franziskanerbrüder heute das Krankenhaus St. Marienwörth und das Pflegeheim Haus St. Josef in Bad Kreuznach, das Pflegeheim St. Antoniushaus in Bad Münster am Stein, das Wohn- und Pflegeheim St. Josefshaus in Hausen/Wied und die Wohn- und Dienstleistungseinrichtung Kloster Ebernach in Cochem sowie mittelbar über die "Franziskanerbrüder Betriebs- und Beschäftigungs-gGmbH" die Pflegeheime Puricelli Stift in Rheinhöfen und Haus Maria Königin in Kirn sowie den Palliativ-Stützpunkt Rheinhessen-Nahe in Bad Kreuznach.

Condition Report: VF-F.

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Gesellschaft des Altonaer Schauspielhauses

Lot 139: Gesellschaft des Altonaer Schauspielhauses

Description: Altona, Actie 300 Mark 1.5.1876 (R 9). Ein kulturgeschichtlich hochinteressantes Dokument. Sehr dekorative, verschnörkelte Umrandung. Doppelblatt. Gesuchte Rarität. VF+. #1003. Als "AG des Schauspielhauses in Altona" war das Theater in der Königstraße 166 bereits 1845 gegründet worden. Die Konkurrenz von bis zu drei Theatern, obwohl Altona im Gründungsjahr gerade einmal 20.000 Einwohner hatte, brachte die urspüngliche AG später in Schwierigkeiten; 1874 wurde die "Ges. des Altonaer Schauspielhauses" als Auffang-Gesellschaft gegründet. Das Theater wurde an den Direktor verpachtet, zur Aufrechterhaltung des Betriebes steuerte sogar der König von Preußen eine jährliche Subvention von 6.000 Mark bei: Damals gehörte die Stadt Altona zu Preußen und man war bemüht, der übermächtigen Hansestadt Hamburg in kultureller Hinsicht Paroli zu bieten.

Condition Report: VF+.

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Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG

Lot 140: Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG

Description: Wiesbaden, Actie 1.000 Mark 1.1.1899 (Auflage 2000, R 6). Originalunterschriften Direktor Adolph Jung, Mainz, für den Aufsichtsrath und Friedrich Schipper für den Vorstand. Lochentwertet (RB). Kleinere Randverletzungen. VF. #3425. Gegründet 1879 als ältestes Unternehmen der Welt auf dem Gebiet der Kältetechnik (Kälteerzeugung und -verwendung), Gasverflüssigung und -zerlegung zwecks Verwertung der Lindes'schen Patente und Verfahren. 1965 Änderung des Firmennamens von "Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG" in "Linde AG". Heute mit über 40.000 Beschäftigten in den Arbeitsgebieten Anlagenbau, Fördertechnik (der Gabelstaplerbereich wurde vor kurzem in die KION ausgegliedert), Kältetechnik und technische Gase einer der 30 großen DAX-Werte.

Condition Report: VF.

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Gesellschaft für Seuchenbekämpfung AG

Lot 141: Gesellschaft für Seuchenbekämpfung AG

Description: Frankfurt a.M., Aktie 1.000 Mark 24.12.1921. Gründeraktie (Auflage 3000, R 8). EF. #418. Gründung 1912 als GmbH, AG seit 1921. Herstellung und Handel in Serum, Vakzinen, pharmazeutischen Präparaten (u.a. Hundestaupe- und Schweinerotlaufserum). Die Gesellschaft war im ganzen Deutschen Reich und in allen europäischen Ländern vertreten.

Condition Report: EF.

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Gewerkschaft Braunschweig-Lüneburg

Lot 142: Gewerkschaft Braunschweig-Lüneburg

Description: Grasleben, Kuxschein 1 Kux 2.9.1910 (Auflage 1000, R 8). Schöne Jugendstilumrahmung mit Sonnenblumen, Originalunterschriften. Doppelblatt, innen 2 Übertragungsvermerke, u.a. an die Kali-Werke Salzdetfurth AG. NICHT lochentwertet. EF-. #747. Die Herzogl. Braunschw. Lüneb. Kammer (Direktion der Bergwerke) in Braunschweig verlieh der Gewerkschaft am 27.8.1910 das Bergwerkseigentum in den Gemeindebezirken Marienthal (Kr. Helmstedt), Grasleben und Querenhorst mit 28.032.169 qm Flächeninhalt zur Gewinnung von Stein-, Kali- und Magnesiasalzen. Einen größeren Anteil erwarb als Erstzeichner im Verein mit weiteren Schweizer Investoren u.a. der Fabrikant Eugen Maggi, Zürich (die nach ihm benannte Suppenwürze ist heute weltbekannt). 1911 begann die Kaligewinnung im Schacht Grasleben. Im Folgejahr begannen die Arbeiten für den Schacht Heidwinkel, rund zwei Kilometer nordöstlich der Ortschaft. Im Nov. 1913 erwarb die Vereinigte Kaliwerke Salzdetfurth AG (eine der Vorgängerfirmen der heutigen Kali + Salz AG) die Kuxenmehrheit. Im Schacht Heidwinkel wurde anfangs Kali gefördert, später entdeckte man hochwertige Steinsalzvorkommen, welche ab 1922 ausschließlich abgebaut wurden. Die Wehrmacht übernahm im 2. Weltkrieg Teile des Schachtes Heidwinkel und des Betriebsgeländes, um hier die Heeresmunitionsanstalt (Bergwerk) Grasleben einzurichten. Gegen Ende des Krieges ist der Schacht Heidwinkel auch für die Einlagerung von Kulturgütern und Dokumenten der Reichsversicherungsanstalt und der Dresdner Bank benutzt worden, auch Teile des Staatsarchivs Bremen wurden hier eingelagert. Heute gehört das Werk Braunschweig-Lüneburg über die esco European Salt Company zur Kali + Salz AG. Mit knapp 200 Beschäftigten werden jährlich rd. 1 Mio. t Steinsalz gefördert, wobei sich der Gewinnungsbetrieb zunehmend weg aus Niedersachsen (wo in Grasleben bei Wolfsburg ein Schacht und die Übertageanlagen liegen) weg Richtung Osten in Lagerstättenteile in Sachsen-Anhalt verlagert.

Condition Report: EF-.

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Gewerkschaft der Eisensteinzeche Holz

Lot 143: Gewerkschaft der Eisensteinzeche Holz

Description: Holzheim bei Diez a. d. Lahn, Kuxschein 1/100 9.11.1872 (Auflage 100, R 9). Mit Originalunterschrift. Text handschriftlich ergänzt. Abheftlochung. VF+. #95. Eisensteinzeche in der Gemeinde Holzheim, südlich von Limburg und Diez (Limburger Becken) im Revier Untere Lahn gelegen. Die Lagerstätten der Lahn-Dill-Mulde streichen von SW und NO und liegen zwischen dem Unterdevon des Taunus und dem Siegerländer Sattel. Der dort vorkommende Roteisenstein verdankt submarinem Vulkanismus seine Entstehung. Aufgrund der gestörten Tektonik gab es fast nur kleine, auf einer Scholle bauende Gruben - Großbetriebe waren selten. Der Roteisenstein erbrachte rd. zwei Drittel des Erzaufkommens, das restliche Drittel waren Brauneisen-Manganerze. Nur ganz wenige Betriebe kamen auf eine Förderung von mehr als 1.000 t pro Monat. Die meisten hatten, da wegen der tektonisch gestörten Lagerstätten eine Art "wandernder" Bergbau betrieben wurde, nur eine kurze Lebensdauer. Dass sich einige Gruben noch relativ lange hielten, war zum einen auf die Zugehörigkeit zu großen Konzernen zurückzuführen, zum anderen handelte es sich oft um recht reiche Erze. Die letzte Eisenerzgrube, die Fortuna nahe Wetzlar, wurde erst 1983 geschlossen.

Condition Report: VF+.

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Gewerkschaft des consolidirten Salzbergwerks Neu-Stassfurt

Lot 144: Gewerkschaft des consolidirten Salzbergwerks Neu-Stassfurt

Description: Loederburg bei Stassfurt, Kuxschein 1 Kux 16.12.1920 (Auflage 1000, R 6). Originalsignaturen. Lochentwertet (RB). Rückseiteig Namensumschreibungen. VF+. #235. 1872 wurde der Bau des ersten Schachtes "Agatheschacht" beschlossen. 1876 wurden wertvolle Lagerstätten mit Steinsalz, Carnalit und Kainit erschlossen. 1882 erbaute man die Fabrik I (Chlorkalium). 1881 wurde der zweite Neustaßfurter Schacht "Hammacher" in Angriff genommen. 1885/86 entstand die Fabrik II (Sulfat). Mit dem Abteufen eines dritten Schachtes wurde 1888 begonnen. Im selben Jahr baute man die Fabrik III (Chlorkalk). Die Fabrik IV (Pottasch) entstand 1892. 1912 wurden die Schachtanlagen I-III wegen Absaufens aufgegeben. 1921 Übernahme der Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt I und II durch die Kaliwerke Friedrichshall AG und Umfirmierung in "Kaliwerke Neu-Stassfurt-Friedrichshall AG". 1925 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und Kaliwerkes Ronnenberg I. 1928 Verschmelzung mit der Rhenania-Kunheim Verein Chem. Fabriken AG und Umfirmierung in "Kali-Chemie AG". Werke in Sehnde und Ronnenburg (Kalibergwerke), Altona (Pharmazeutika), Brunsbüttelkoog (Rhenania-Phosphat), Heilbronn (Ammoniaksoda), Hönningen (Bariumcarbonat und Superphosphat), Kanne in Berlin-Niederschöneweide (Schwefelsäure), Meggen a.d.Lenne (Schwerspatbergwerk für Werk Hönningen), Oberhausen und Wohlgelegen bei Mannheim (Schwefelsäure), Stolberg (Sulfat und Salzsäure) und Brohl (Phonolith-Steinbrüche). 1928-31 Erwerb der Aktienmehrheit der Arienheller Sprudel AG in Arienheller-Rheinbrohl, der Peroxydwerk Siesel AG in Köln-Dellbrück und der AG Georg Egestorffs Salzwerke und Chemische Fabriken in Hannover. 1930 Erwerb aller Betriebe der in Konkurs gegangenen Heyl-Beringer Farbenfabriken AG mit Werken in Berlin-Charlottenburg, Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach, Zollhaus b. Wiesbaden und Wunsiedel i. Bay. Hier ist also eine geniale Strategie zu erkennen: Schwächen der Konkurrenz in der Weltwirtschaftskrise nutzte die Kali-Chemie AG ganz gezielt zum Ausbau einer eigenen überragenden Position. 1937/38 Übernahme der Chemische Fabrik Güstrow AG, der Krause-Medico GmbH in München und der Kohlensäure-Werk Deutschland AG. Sitzverlegungen 1947 nach Sehnde und 1951 nach Hannover. 1960 Übernahme der Rheinische Kohlensäure-Industrie in Bad Hönningen und der Saline Ludwigshalle AG in Bad Wimpfen sowie Konzentration der Arzneimittelproduktion der Werke Altona und München im neuen Werk Neustadt a. Rübenberge. Heute zum belgischen Solvay-Konzern gehörig, seit 1990 besteht zwischen der Solvay Deutschland GmbH und der in Hannover bis heute börsennotierten Kali-Chemie AG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Condition Report: VF+.

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Gewerkschaft des Steinkohlen-Bergwerks Haus Aden Fortsetzung (OU H. v. Waldthausen)

Lot 145: Gewerkschaft des Steinkohlen-Bergwerks Haus Aden Fortsetzung (OU H. v. Waldthausen)

Description: Herten i.W., Kuxschein über 1 Kux 18.10.1920 (Auflage 100, R 9). Dekorative Umrandung in beschwingtem Historismus-Stil. Rückseitig Originalunterschrift H. von Waldthausen. Randverletzungen fachgerecht restauriert. Achtung, nochmals der Hinweis: Dies ist die Nummer 1! VF. #1. Die Gewerkschaft entstand 1911 durch Teilung des Feldes Haus Aden in die Grubenfelder Haus Aden und Haus Aden-Fortsetzung. Sie gehörte zum Steinkohlenbergwerk Ewald, somit kam auch Haus Aden-Fortsetzung zur 1935 gegründeten Bergbau-AG Ewald-König Ludwig.

Condition Report: VF.

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Gewerkschaft Freie Vogel und Unverhofft

Lot 146: Gewerkschaft Freie Vogel und Unverhofft

Description: Hoerde bei Dortmund, 5 % Schuldv. 200 Mark Juni 1909 (Auflage 5000, R 8). Die Anleihe von 1 Mio. Mark vermittelte die Münsterische Bank, Filiale der Osnabrücker Bank. Schöne Umrahmung, Originalunterschriften, viele Überstempelungen. Doppelblatt. EF. #5840. Angelegt wurde die Zeche im Dortmunder Stadtteil Schüren bereits im 18. Jh. Mit Gründung der Gewerkschaft 1841 fand regelmäßiger Abbau von Steinkohle statt, womit das Bergwerk eine der ältesten Tiefbauzechen im Ruhrbergbau ist. Bis 1899 wurde außerdem auch Eisenstein abgebaut und ebenso wie die Steinkohle anfangs größtenteils mit Pferdefuhrwerken zur nahe gelegenen Hermannshütte transportiert. Erst um 1885 wurde das Bergwerk an die Hörder Kohlenbahn und damit das Netz der Bergisch-Märkischen Eisenbahn angeschlossen. Der ab 1852 abgeteufte neue Schacht (Schacht 1) wird 1874 der tiefste Schacht des Ruhrgebietes. 1891 wurde zusätzlich noch eine Brikettfabrik in Betrieb genommen. Die höchste Förderleistung erzielte die Zeche (zuletzt eine Schachtanlage mit drei Schächten) 1914, als über 1500 Beschäftigte fast 400.000 t Kohle förderten. 1912 Übergang der Kuxenmehrheit auf die Gewerkschaft Lothringen in Gerthe (später: Bergbau-AG Lothringen), 1923 mit dieser verschmolzen. 1925 wurde die Zeche stillgelegt.

Condition Report: EF.

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Gewerkschaft Vesta

Lot 147: Gewerkschaft Vesta

Description: Köln, Kux-Schein 1.4.1912 (Auflage 1000, R 8). Ausgestellt auf die Deutsche Nationalbank KGaA, Zweigndl. Mülheim a.d.Ruhr. Sehr dekorativ, mit Abb. der Vesta (Göttin des Herdfeuers). Doppelblatt. Innen 7 Übertragungsvermerke. Kleine Randverletzung. VF. #333. Der Michelkonzern in Halle a.S. (rd. 3000 Mitarbeiter) besaß bedeutende Braunkohle-Gerechtsame im Geiseltal. Ein Teil davon nahe Großkaina bei Merseburg mit mutmaßlich 44 Mio. t anstehender, im Tagebau zu gewinnender Braunkohle wurde 1912 an die neu gegründete Gew. Vesta abgegeben, die dem Michelkonzern über einen Betriebsgemeinschaftsvertrag verbunden blieb. Die Kuxe waren an der Essen-Düsseldorfer Börse amtlich notiert.

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Großschlachterei, Wurstfabrik und Eiswerke Friedrich Löckenhoff AG

Lot 148: Großschlachterei, Wurstfabrik und Eiswerke Friedrich Löckenhoff AG

Description: Duisburg-Ruhrort, Aktie 1.000 Mark 26.6.1922 (Auflage 1500, nach Kapitalherabsetzung 1931 nur noch 600, R 10). Mit vollständigem Kuponbogen. EF. #37. Gründung 1899 zum Betrieb aller in die Fleisch- und Fettwarenbranche einschlagenden Geschäfte. Fabrik in Duisburg-Ruhrort, Elisenstr. 14-20. 1914/15 Heereslieferant bzw. arbeitete in Werklohn für die Königliche Provinzialfleischstelle. Im Aufsichtsrat saßen u.a. Fabrikbesitzer Hugo Morian, Mehlem und Bankier Carl Theodor Deichmann, Köln. Als Folge der Weltwirtschaftskrise setzte ein schleichendes Siechtum ein, 1936 ist die AG erloschen.

Condition Report: EF.

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Grüner-Bräu AG

Lot 149: Grüner-Bräu AG

Description: Fürth, Aktie 200 RM Dez. 1926 (Auflage 500, R 6). Lochentwertet (RB). EF. #2607. Gründung 1863, AG ab 1896 als Aktienbrauerei Fürth vorm. Gebr. Grüner, ab 1926 Grüner-Bräu-AG. 1936 Übernahme der AG Brauerei Zirndorf bei Nürnberg, 1939/40 der Nürnberger Eisfabriken Hans Fürsattel. 1969 erwarb die Schickedanz-Gruppe 25% der Aktienanteile, 1972 wurde die Brauerei in die Patrizier-Bräu integriert. 1977 Einstellung der Produktion. 1996 in die Tucher Bräu KG eingebracht, jetzt INKA-AG für Beteiligungen (Inselkammer-Gruppe).

Condition Report: EF.

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H.I.S. Sportswear AG

Lot 150: H.I.S. Sportswear AG

Description: Garching, Aktie 5 DM April 1997 (nullgeziffertes Muster, R 9). Schöner G&D-Druck, ganzflächiger Unterdruck mit jeanstragenden Models. Mit vollständigem Kuponbogen. UNC. Seit 1923 gibt es H.I.S. = Henry I. Siegel. Die Bekleidungsfirma ist vor allem bekannt geworden durch Jeans-Kleidung.

Condition Report: UNC.

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