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Rare Books

by Galerie Bassenge


664 lots | 344 with images

April 23, 2009

Live Auction

Erdener Straße 5a

Berlin, 14193 Germany

Phone: +49 - (0)30 - 893 80 29 - 0

Fax: +49 - (0)30 - 891 80 25

Email: a.breitenbach@bassenge.com

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Biblia Latina: Einzelblatt aus einer Handschrift + Beilage

Lot 601: Biblia Latina: Einzelblatt aus einer Handschrift + Beilage

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Description: Biblia latina. Einzelblatt aus einer Perlbibel auf Pergament. 1 Bl. 2 Spalten. 61 Zeilen. Schriftraum: 14,2 x 9,5 cm. Format: ca. 18 x 12,5 cm. Mit Rubrizierung, 2 kleinen Federwerkintitialen in Rot und Blau und einer großen figürlichen Initiale in Gold, Silber und Farben. Unter Glas im Holzrahmen. Frankreich um 1350. Hübsches Blatt mit dem Anfang des Buchs Richter: "Incipit liber iudiciorum Post mortem iosue" mit prächtiger 33zeiliger Initiale "P" in Rot, Blau und Silber (oxidiert) sowie figürlicher Füllung auf Goldgrund. Dargestellt ist die Szene der Richtung Beseks, der im Purpurwams mit Krone und gebundenen Händen vor seinem Scharfrichter in Rüstung und mit langem Schwert steht: "Da nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hände, und sie schlugen zu Besek zehntausend Mann ... Aber Adoni-Besek floh, und sie jagten ihm nach; und da sie ihn ergriffen, hieben sie ihm die Daumen ab an seinen Händen und Füßen" (Iud I, 4-6). - Genarbtes und leicht gesprenkeltes, sauberes Jungfernpergament, minimal gewellt, winziger Farbabrieb in der Darstellung. - Beiliegt ein weiteres Blatt einer anderen Handschrift auf Pergament mit 2 Flechtwerkinitialen in Gold und Farben "N" und "J" aus den Epistolae. Frankreich um 1300. Gerahmt. - Anfang des Jacobus-Briefs: "Jacobus dei ac domini Jesu Christi servus". - Mit Wurmlöchern und kleinen Gebrauchsspuren, winzigen, teils hinterlegten Läsuren.

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Horae Beatae Mariae Virginis: Niederländisches Stundenbuch. Delft? um 1435

Lot 602: Horae Beatae Mariae Virginis: Niederländisches Stundenbuch. Delft? um 1435

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Description: Horae Beatae Mariae Virginis. Niederländische Bastarda in brauner und roter Tinte auf Pergament. 256 Bl. 17 Zeilen. Schriftraum: 8,5 x 5,5 cm. Format: 15 x 10 cm. Mit 2 farbigen Miniaturen, 10zeiliger historisierender Initiale in Blau auf Goldgrund, 5 großen 8zeiligen Initialen in Rot und Blau mit Gold und vierseitigen Bordüren aus Randstäben und floralem Dekor, 30 4zeilige Goldinitialen mit dreiseitigen Rankenbordüren, 3 kleinere 3zeilige Initialen mit Fleuronnée sowie Hunderten von kleinen (1 bis 2zeiligen) Initialen in Blau und Rot. Gebunden in 5 moderne ziegelrote Maroquinbände über 5 Bünden in großer Maroquinkassette mit Samtausstattung (signiert: "Bound by Sangorski & Sutcliffe. London. England"). Nördliche Niederlande (Gegend um Delft), um 1435. Hübsches niederländisches Getijdenboek nach dem Gebrauch von Utrecht, dessen Text der um 1380 entstandenen Zusammenstellung von Geert Groote (1340-1384) folgt. Dieser Theologe und Bußprediger, auch unter dem Namen Gerardus Magnus bekannt, hatte seine lateinische Fassung des Stundenbuchs selbst ins Niederländische übersetzt. Im Anschluss an den Kalender folgen so die Stunden der ewigen Weisheit, diesen die Kreuzesstunden, die Heilig-Geist-Stunden, die Marienstunden, die Bußpsalmen und die Litanei, ferner Messgebete, Heiligenmemorien, das Totenoffizium und weitere Gebete. Das Marienoffizium ist eingerichtet nach dem Brauch der Diözese Utrecht, der Kalender zeigt u. a. die Feste der heiligen Pontian, Lambert, Servatius, Willibrod, Lebuin, Odulph und Ursula.Die Illumination weist stilistisch auf Delft hin. Die kleinen Randfiguren oder etwa der Vogel im Rankenwerk auf Blatt 43r, der ein Spruchband im Schnabel führt, sind typisch für den Randschmuck in Delfter Handschriften, auch die Miniaturen lassen sich über den Vergleich mit frühen Delfter Holzschnitten in einer Werkstatt dieser Stadt ansiedeln. Dargestellt ist auf Blatt 13v zu Beginn der Weisheitsstunden Christus als Weltenherrscher mit Spruchband in roter gotischer Schrift: "leert aen mi dat ic bin sachtmoedich ende oetmoedich van herten". Blatt 42v mit dem Beginn der Kreuzstunden zeigt den das Kreuz tragenden Christus mit dem Spruchband: "So wie mi na volghen will die versaet sijns seljs, ende buer op sijn cruus en(de) volch mi na". Unter der Darstellung ein Zitat des heiligen Bernhard. Die historisierende Initiale auf Blatt 211 zeigt die Verkündigung des Engels an Maria. Am oberen Rand etwas knapp beschnitten aber nur ganz vereinzelter minimaler Verlust einer Bordüre, insgesamt sehr sauber und wohlerhalten.

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Kreuzigung: Einzelblatt aus einem Stundenbuch. Um 1450

Lot 603: Kreuzigung: Einzelblatt aus einem Stundenbuch. Um 1450

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Description: Kreuzigung. Einzelblatt aus einem Stundenbuch mit einer Miniatur zu Kreuzigung Christi. Miniatur: 15,5 x 10 cm. Format: ca. 17 x 12 cm. Mit breiter Akanthusschlingenbordüre im Goldrahmen und Miniatur in Gold und Farben. Unter Glas mit Holzleiste gerahmt. Niederlande um 1450. Ausdrucksstarke Kreuzigungsszene auf dem grünen Hügel Golgatha mit kleinen Architekturanspielungen auf die Stadt Jerusalem im verblauten Hintergrund. Der nackte Christus hat die Augen geschlossen und den Kopf leicht zur rechten Schulter geneigt. Dargestellt ist der Zustand nach dem Eintritt des Todes zur dritten Stunde. Das Inkarnat ist sehr hell und leicht rosig, wie es häufig in niederländischer Buchmalerei zur Zeit des mittelalterlichen Herbstes vorkommt. Während Johannes sein Gesicht in einem großen Purpurmantel verbirgt, ringt die Muttergottes Maria zur rechten Christi ihre Hände im Schmerz, das bäurische Gesicht leicht zu ihrem Sohne erhoben. Aufmerksamkeit erregen die stilisierten, goldgehöhten Wolken aus hell- und dunkelblauen Tönen sowie die breite Akanthusbordüre, die dem Maler die Kenntnis italienischer Grotesken bestätigt: mit Akanthusschlingen, Füllhörnern, Fruchtkelchen und Vasen, alles in kraftvoller Buntfarbigkeit. - Die Figur des Johannes mit Farbwischern und rotem Abklatsch auf den hellblauen Grund, Pergament gewellt, nur weniger Farbabrieb, dekoratives Blatt.

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Lot 604: Horae Beatae Mariae Virginis: Einzelblatt aus einem frz. Stundenbuch

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Description: Einzelblatt aus einem Stundenbuch. Französische Handschrift auf Pergament. 15 Zeilen. Schriftraum: 10,5 x 7 cm. Format: 19 x 14 cm. Mit dreizeiliger roter Titelschrift, 4 vergoldeten Initialen und 3 Zeilenfüllern in Gold und Farben sowie je einer breiten Bordüre mit Dornblattranke. Nordfrankreich um 1480.Hübsches, dekoratives Blatt eines französischen Stundenbuchs mit dem Anfang der Tugendlehre: "Ce sont les vertus ... que l'en peut acquérir à [v]oyr devotement une messe". Der Text beginnt mit der Initiale "M" für "Maistre Jaques...", die in hübschem Federwerk ausläuft. Die Dornenblattranke mit winzigen Blüten in Rot und Blau, die zarten Blätter in glänzendem Gold. - Gering fleckig und angestaubt, leicht berieben.

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Anbetung der Könige: Miniatur auf Pergament. Um 1490

Lot 605: Anbetung der Könige: Miniatur auf Pergament. Um 1490

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Description: Anbetung der Heiligen Drei Könige. Einzelblatt aus einem gedruckten Stundenbuch mit einer Miniatur zu Epiphanias. Schriftraum: 12 x 6,5 cm. Format: ca. 15,5 x 10,5 cm. Mit goldgedeckter Bordüre in rotem Federwerk und Miniatur in Gold und Farben. Unter Glas mit Holzleiste gerahmt. Frankreich um 1490. Über dem 8zeiligen Text mit Initiale "D" für "Deus in adiutorium meum intende" ist eine hübsche farbige Miniatur wohl auf Metallschnittgrund gemalt (8,5 x 6 cm): im Oval erscheint vor einem gewaltigen Bogensockel Maria mit dem nackten Jesusknaben auf dem Schloße, darum die anbetenden Heiligen Drei Könige, die dem Kinde ihre Gaben reichen. Einer der Könige ist ein Schwarzer mit einem grünen Béret, ein anderer, der Vordere, kniet, gehüllt in einen goldgehöhten Purpurmantel. Der Goldauftrag des Rahmens ist unsauberer, wischiger, während die Miniatur recht detailreich und fein gemalt ist. - Wenige Gebrausspuren oder Fleckchen, das Blatt leicht gewellt, frischer und sehr nuancenreicher Farbauftrag.

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Spanische Handschrift: Einzelblatt aus einem Messbuch. 17. Jahrhundert

Lot 606: Spanische Handschrift: Einzelblatt aus einem Messbuch. 17. Jahrhundert

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Description: Einzelblatt aus einem Missale. Lateinische Handschrift auf Pergament. Schriftraum: 57 x 31 cm. Format: 79 x 42 cm. Mit einer großen figürlichen Initiale und goldhinterlegtem Rankenwerk. Unter Glas gerahmt. Spanien 17. Jahrhundert. Dekoratives, großes Blatt aus einem wohl spanischen Messbuch mit romanischer Quadratnotation in fünf Systemen zu jeweils 5 Linien und fünf Zeilen Text. Die große, sehr hübsche Initiale "E" ist belebt mit einer Figur, die in ihrer Linken eine Schnur mit drei Ballon-Lampions hält und in ihrer Rechten ein Clownsszepter mit Narrenkappe schwingt. - Rechter Rand wohl zu einem Drittel beschnitten mit Verlust des Randes und weniger Noten, an allen Seiten etwas ungerade beschnitten, der Goldgrund des floralen Randflechtwerks stark abgerieben und abgeplatzt, etwas gewellt und leicht fleckig. Die hübsche Initiale farbfrisch und in guter Erhaltung.

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Ovidius Naso, Publius: Liber metamorphosum. Dt. Handschrift um 1630

Lot 607: Ovidius Naso, Publius: Liber metamorphosum. Dt. Handschrift um 1630

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Description: Ovidius Naso, P(ublius). Liber metamorphos[um]. Cum Explicatione breviaria. Lateinische Handschrift in roter und schwarzer Tinte auf Papier. 46 nn. Bl. 15 x 9,5 cm. Pappband d. Z. mit Pergament-Bezug unter Verwendung einer spätmittelalterlichen Messbuch-Handschrift (Kapital ausgerissen, stärker fleckig und berieben, Buchtitel in roter Tinte auf Vorderdeckel). Deutschland um 1631. Hübsche Abschrift wohl der Ausgabe Cambridge 1631, ed. Gregor Bersman (vgl. Schweiger III, 650) mit Kapitelüberschriften in Rot, roten Nota-Bene-Marginalien und ausführlichem handschriftlichen Register. Das Datum "MDICIXXX" (= 1631) auf dem Titel ist als Anagramm abgefasst für "Mediocris exxerxe". - Gestempelt, etwas gebräunt, ein Blatt mit Brandloch, sonst nur gering fleckig. Vorgebunden: Persius Flaccus, Aulus. Satyrae sex. Cum posthumis commentariis Johannis Bond. 8 Bl., 167 S., 4 Bl. Nürnberg, Halbmayer, 1631. Schweiger III, 711. Erste Ausgabe. Herleitung der Namen europäischer Völker mit teils unfreiwillig komischen "etymologischen" Forschungsergebnissen. - Selten, die meisten deutschen Bibliotheken verfügen nur über eine Microfiche-Kopie des Werkes. - Vor- und nachgebunden sind 45 Blatt weißes Papier der Zeit (um 1630).

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Lot 608: Kurze Tag-Zeiten: Deutsche Handschrift auf Papier. Um 1730

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Description: "Kurze Tag-Zeiten, Vom Heiligsten Nahmen JESU zu der Messen". Deutsche Handschrift auf Papier. 94 Bl. 14 Zeilen. Schriftraum: 12 x 7 cm. Format: 13 x 8 cm. Mit Titelteilen und Überschriften in Rot sowie alle Seiten mit Tintenrahmen. Schwarzer geglätteter Kalbslederband (gering berieben) mit goldgeprägten Deckelbordüren und kleinem Wappensupralibros, Stehkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. Süddeutschland um 1730. Mit dem Jesuitenmonogramm "IHS" im Strahlenkranz auf dem Vorderdeckel und dem gekrönten Marien-Monogramm auf dem Rückdeckel geziertes hübsches Gesang- und Gebetbuch mit Lobpreisungen Jesu und den Stundengebegen Mariae, die Antiphona jeweils in Rot eingemerkt. - Saubere deutsche Schreibschrift, einige Blätter am Schluss mit Fortsetzungen in Bleistift. Insgesamt sehr wohlerhalten und schön gebunden, die Vorsätze aus besonders schönen, hellgrün eingefärbten Goldbrokatpapier mit Blumenmustern.

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Recueil de poésies : dédié à Madame la Marquise de Vassan. 1757

Lot 609: Recueil de poésies : dédié à Madame la Marquise de Vassan. 1757

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Description: "Recueil de poésies dédié à Madame la Marquise de Vassan, par son très humble & très respectueux serviteur D. C*** ". Französische Handschrift auf Papier. 2 Bl., 293 S., 4 Bl. Format: 15,5 x 9,5 cm. Mit Rokoko-Titelbordüre und einer Initiale "J" in Federzeichnung. Brauner geglätteter Kalbslederband (Kapital mit winziger Fehlstelle, Kanten und Ecken etwas bestoßen, minimal beschabt) mit rotem RSchild und reicher RVergoldung, dreifachen Deckelfileten, Eckfleurons und Stehkantenfileten, Goldschnitt. O. O. (Paris) 1757. Handschriftlicher Sammelband mit zahlreichen Texten des französischen Rokoko, vornehmlich von Voltaires und anderen, meist Galanterien. Jeweils in sauberer, Typographie nachahmender Handschrift mit Sepiatinte geschrieben. Enthalten sind u. a. "La religion naturelle, poème de Voltaire", "Epitre à Madame la Margrave de Beireith", "Poème sur la destruction de Lisbonne", "Les Ennuis de la Cour", "Lettre de Voltaire au Président Hainault", "Vers sur les Cordons-bleus de 1749", "Pygmalion ou la Statue animée", "Invitation d'une Amante à son Amant", "L'Amour & L'Absence, Fable", "Portrait de l'Amour", "Les Plaisirs de la Campagne", "Dépit amoureux", "Les deux Amours au Bal", "Isabelle, Iris & Climène", "Vers sur la mort du Cardinale Bissi", "Epitaphes de Mr. de Rastignac", "L'ombre de Madame de Chateauroux", "Le Dieu d'amour", "Lettre de S. Evremont à Mademoiselle Ninon de Lenclos" und vieles, vieles mehr. - Papierbedingt teils minimal gebräunt, insgesamt wohlerhalten, entzückend gebundenes Bändchen.

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Ramier, J.-D.: L'Archi-Héros. Handschrift um 1765

Lot 610: Ramier, J.-D.: L'Archi-Héros. Handschrift um 1765

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Description: (Ramier, J.-D.) "L'Archi-Héros. Admiré de tout l'Univers. Dans la Personne Sacree de Frédéric L'immortel. Archi-Ode". Französische Handschrift auf Papier. 4 Bl. (erstes weiß), 93 S., 1 w. Bl. 10 Zeilen. Schriftraum: 13,5 x 10,5 cm. Format: 18 x 12,5 cm. Titel in Blau, Sepia und Rot, alles Seiten mit doppeltem roten Federrahmen. Weinroter geglätteter Chagrinlederband d. Z. (kaum fleckig, minimale Druckstellen) mit grünem goldgeprägten RSchild, reicher RVergoldung, Deckelbordüren und Mittelarabesken, Stehkantenvergoldung und mit dreiseitigem Goldschnitt. Norddeutschland um 1763. Mit "Copié par l'Auteur" auf dem Titel bezeichnete eigenhändige kalligraphische Reinschrift einer Ode auf Friedrich den Großen (1712-1786), die dem Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel Karl I. (1713-1780) gewidmet ist. Der sich unter der Widmung nennende "Serviteur D. de Ramier" war ein französischer Freimaurer, dessen vorliegende "Erz-Ode" zusammen mit anderen Schriften um 1770 unter dem Titel l'Ulissipeade; poème; ou, Les calamités de Lisbonne, par le tremblement de terre, l'incendie et le reflux excessif de la mer; accompagné d'un discours sur la cause naturelle de cet effrayant phaenomène, par un Spectateur de ce désastre; suivi de, L'archi-héros, admiré de tout l'univers dans la personne sacrée de Frédéric le Grand, roi de Prusse erschienen war. Ramier preist darin die Taten Friedrichs, der im Siebenjährigen Krieg das europäische Machtgleichgewicht zugunsten Preußens entscheiden konnte und damit letztlich das Ende der Habsburger besiegeln sollte. - Das Werk ist als einzelner Druck nicht bekannt, auch über den Autor weiß man nicht mehr als den Namen und eine Liste weiterer Publikationen (vgl. u. a. Barbier II, 1359). - Sehr sauber und wohlerhalten, prachtvoll gebundene Rarität.

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Lemann, Anna Maria: Andachts-Übungen. Handschrift 1781

Lot 611: Lemann, Anna Maria: Andachts-Übungen. Handschrift 1781

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Description: Lemann, Anna Maria. Andachts-Übungen eines Christen zum Gebrauche Annä Mariä Lemanninn 1781. Deutsche Handschrift auf Papier. 124 nn. Bl. mit Titel in Federzeichnung und gestochenem Frontispiz. 18 x 11 cm. Dunkelgrünes geglättetes Maroquin mit rotem RSchild und reicher RVergoldung, Deckelbordüren, Innenkantenfileten und dreiseitigem Goldschnitt in marmoriertem Lederschuber. Deutschland 1781.Hübsches Gebetbuch in sauberer deutscher Schreibschrift mit Kapitelüberschriften in kalligraphischer Fraktur. - Kaum fleckig, wohlerhalten. Sehr dekorativ gebunden.

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Lot 612: Theologia dogmatica: Lateinische Handschrift mit deutsche Glossen. 1790

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Description: "Theologia dogmatica". Lateinische Handschrift auf Papier mit deutschen Kommentaren. Band II (von 2). S. 465-922, 8 Bl. (letzten 5 weiß). Schriftraum: 18 x 11,5 cm. Format: 21,5 x 18 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit hs. RSchild. Deutschland um 1790. Zweiter Teil einer Theologia dogmatica in sehr sauberer Kurrent-Schrift in Sepia. Unter zahlreichen Absätzen hat der Schreiber Kommentare mit Exegese in feiner Schreibschrift hinzugefügt wie: "Ich kann den Weg zum Heil, der ein ganz besonderer ist, ohne göttl. Belehrung nicht wissen, folglich auch nicht gehen ... ich habe in geistlichen Dingen keinen freyen Willen" (S. 475). Die Kommentare zeigen die intensive Auseinandersetzung und das Ringen um Verständnis: "Vor Gericht ein ehrenhaftes Zeugniß ablegen - da beleidige ich meinen Patron: Wie kann mann aus dem Kampf heraus kommen? video officium obligationem augeri coram iudice, das ist alles deutlichere und wichtigere Erkenntniß ..." (S. 689). Der Text fängt mit dem Kapitel an: "De Consilio die hominibus restituendi Salutem. Locus de Consilio Die hominibus restituendi salutem". Die wichtigen Passagen sind sauber unterstrichen. Es folgt "De Salutis recuperatione" mit Ausführungen über die doppelte Natur Christi, dann "de conditione Christi humili et excelsa", "de Fide", "De Justificatione", "de Sanctificatione", "de Baptismo", "de Sacra coena", "de Sacramentis" etc. Am Schluss ein Register der Bibelstellen aus Evangelien und Briefen des Neuen Testaments. Die Seitenangaben beziehen sich dabei nur auf den vorliegenden, zweiten Teil der Handschrift. - Kaum irgend fleckig, in sehr guter Erhaltung.

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Sagory, J.: Prospectus d'un etabilssement. Hands. 1808

Lot 613: Sagory, J.: Prospectus d'un etabilssement. Hands. 1808

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Description: Sagory, J. Prospectus d'un établissement ayant pour but la régénération du commerce intérieur de la France par une nouvelle manière d'opérer aussi simple qu'infaillible. Französische Handschrift auf Papier. 10 Bl. (letzten beiden weiß). Format: 33 x 21 cm. Mit Federvignette auf dem Titel. Lädierte Kleisterpapierbroschur d. Z. (Rücken zerschlissen, Fehlstellen, beschabt). Paris 1808. In sauberer Sekretärsschrift verfasster Geschäftsplan, versehen mit zahlreichen Annotationen, Randglossen, Verbesserungen und Zusätzen, teils auf kleinen einmontierten Zetteln. Enthalten ist ein vollständiger Geschäftsvorschlag zur Grünung einer Art Handelsverbindung für 250 bis 300 Mitglieder aus der französischen Kaufmannschaft. Vorgesehen werden vor allem die Stellung von Lagerräumen in zentraler Lage für die Mitglieder. Rohware soll für eine Gebühr von nur 0,5% des Warenwert je Monat gelagert werden können. Wenn die Speicher als Verkaufsdepots genutzt werden, so soll die Gebühr 2% betragen. Die Organisation soll auch einen Tauschmarkt für Französische und ausländische Produkte unterhalten, den Handel erleichtern und Finanzgeschäfte abwickeln, bzw. als Bank fungieren. Genannte Vorteile der Kooperative sind die deutlich niedrigeren Lagerkosten gegenüber Einzelhändlern und die bessere und schnellere Erreichbarkeit durch die zentrale Lage. Auch eine Investitionsmöglichkeit für individuelle Kaufleute wird in Aussicht gestellt. Das Manuskript teilt sich in drei Stücke: Prospectus mit dem detaillierten Handelsplan in 11 Aktikeln, dann folgen generelle Betrachtungen und zum Schluss ein Résumé des differents Moyens d'utilité pour le Commerce intérieur de la France mit Details der vorgeschlagenen Vorzüge, die der Plan Groß- und Einzelhändlern bietet. Es schließen sich Kopien von Rundbriefen an, die zu den Präfekten der französischen Dépar(t)ements in den Provinzen gesandt wurden. Beiliegt ein Précis mit Angabe von Gründen, warum die Stadtregierung von Paris beide Handelshäuser, nämlich das Hôtel de Soubise wie das Hôtel de Rohan der Société des Commerçans als deren Hauptniederlassungen verkaufen solle.

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Gebeth-Buch: eines kathol. Chrsiten. Um 1810

Lot 614: Gebeth-Buch: eines kathol. Chrsiten. Um 1810

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Description: "Gebeth-Buch eines katholischen Christen". Deutsche Handschrift auf Papier. 1 Bl., 282 S. Mit hübscher klassizistischer Titelbordüre und einigen Federarabesken. Format: 18 x 11 cm. Geglätteter brauner Maroquinband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung, Kattunpapiervorsätzen und dreiseitigem Goldschnitt. Süddeutschland um 1810. Gebete für alle Jahrezeiten in sauberer deutscher Schreibschrift abgefasst, die Überschriften in Fraktur-Kalligraphie. Der Titel zeigt eine große Stele im Stil des frühen Klassizismus. Der besonders prächtige Einband lässt - noch ganz im Stile des 18. Jahrhunderts - die letzten Blüten des Rokoko aufblühen, hier als zarte Pflanzen, die die Deckel bordüremäßig umrahmen. - Vorderer Vorsatz fehlt, gelegentliche Gebrauchsspuren, eingebunden sind einige Blätter aus einem gedruckten Gebetbuch mit "Andachtsübungen bey dem schmerzhaften Kreuzweg" (S. 339-356) es folgt ein ausführliches Register.

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Koranhandschrit: Arabische Handschrift auf Papier. Um 1840

Lot 615: Koranhandschrit: Arabische Handschrift auf Papier. Um 1840

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Description: Koran. Arabische Handschrift auf Papier. 163 Bl. Mit kleiner 'Unwan in Gold und Farben. 17,5 x 11 cm. Leder d. Z. (stark beschabt, bestoßen und lädiert, mit Löchern und Fehlstellen, Kanten bestoßen, Rücken eingerissen) mit Leinenstreifen am Rücken. Wohl Istanbul um 1840. Mit reichen Kommentaren versehene Koran-Handschrift, deren Text in einfache rote Federstrichrahmen geschrieben ist, die Suren rot unterstrichen. Am Anfang eine 'Unwan mit feiner Blumenmalerei auf Gold- bzw. blauem Grund, die Doppelseite mit Pinselgoldfüllung in dreifachen schwarzen Federstrichrahmen. Die Kommentare teils von verschiedenen Händen meist schräg auf dem breiten Rand um den Urtext verteilt. - Bindung gelockert, einige Lagen lose, erste Seite mit Randschäden und hinterlegt, teils brüchige Ränder, stellenweise stärker fleckig und gebräunt, jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig.

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Geisterrollen: 2 äthiopische Geisterrollen. 19. Jahrhundert

Lot 616: Geisterrollen: 2 äthiopische Geisterrollen. 19. Jahrhundert

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Description: Geisterrollen. 2 Ge'ez-Handschriften auf Pergament. Jeweils 3 aneinander genähte Pergamentstreifen mit je 3 teils kolorierten Federzeichnungen. Ca. 170 x 10,5 cm bzw. 150 x 8,5 cm. Bindebänder nur fragmentarisch erhalten. Äthiopien 19. Jahrhundert.Die Texte und Formeln sind auf je drei aneinander genähten Segmenten in zwei von Flechtbändern gegeneinander abgesetzten Kolumnen geschrieben. Die Darstellungen zeigen bei beiden Rollen oben den großen Erzengel Michael als Schwertgarde für Alexander den Großen. Bei der kleineren Rolle erscheint in der Mitte Gabriel und auf der größeren der in schönen Gelb- und Rottönen gefasste "Engel der vier Himmelsrichtungen" als quadratisches, von vierstrahligen Bandornamenten umspieltes Gesicht zu dem "Gebet in Bartos". Die entsprechenden Gebete enthalten die Zauberworte, die Alexander angeblich geschützt haben, als er im Lande der Menschenfresser, Zentauren, Drachen und Tiergesichter weilte.Geiserrollen dienten zur Krankenheilung, zur Abwehr von Dämonen und Übel jeglicher Art. Sie wurden von den Kirchensängern, den Dabtaras, gegen geringes Entgelt als Auftragsarbeit nach alten Vorschriften abgefasst. Den traditionellen Texten, die überwiegend aus religiösen apokryphen Quellen stammen, wird eine mystische Bedeutung zugemessen. Die oft in geometrischen Rahmen gehaltenen Zeichnungen unterstützen die wundertätige Wirkung. - Die größere Rolle mit einigen Fehlstellen und Randausbrüchen, beide Rolle wie üblich gebräunt, leicht fleckig und mit entsprechenden Gebrauchsspuren.

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Al-Buhâri, Muhammad: Kitâb as-Sahîh. Arab. Handschrift 1900

Lot 617: Al-Buhâri, Muhammad: Kitâb as-Sahîh. Arab. Handschrift 1900

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Description: Al-Buhâri, Muhammad b. Ismâ'îl. Kitab as-Sahîh. Buch IV. Arabische Handschrift auf Papier, maghribinischer Duktus. 254 Bl. 21 Zeilen. Schriftraum: 16 x 10 cm. Format: 22 x 17,5 cm. Titel mit mandelförmigem Medaillon und Samsa, mit Überschriften und Leitwörtern in Rot und Blau, doppelter Roter Randleiste um jede Seite und Segensformel auf jeder Seite oben. Dunkelgrüner blindgeprägter Maroquinband d. Z. (Kapital eingerissen, Rücken mit kleinen Löchlein) mit Lederklappe und Innengelenken aus roten Leder, Deckel und Klappe mit je einer mandelförmigen Lederintarsie. Nordafrika um 1900. Der letzte Band des Hadith oder Sahih, Hauptwerk eines der bedeutendsten islamischen Gelehrten des Mittelalters, Al-Buchâri (810-870), an dem er über sechzehn Jahre gearbeitet haben soll und das seinen Ruhm in der gesamten islamischen Welt begründete. Vorliegt der vierte und letzte Band des systematisch geordneten Stoffes, der mit seinen medizinischen Verhaltensregeln beginnt, der sogenannten "Prophetenmedizin". Bis heute genießt die Hadith-Sammlung, also eine Sammlung überliefernswerter Nachrichten (= Hadith) im sunnitischen Islam höchste Autorität, vor allem in der Rechtsgelehrsamkeit (Fiqh). Der Titel zeigt ein hübsches mandelförmiges Medaillon mit seitlichem Kreisanhänger (samsa) in der für Nordafrika typischen, aus frühislamischer Zeit tradierten Form: Auf dunkelrotem, weiß gepunktetem Mittelfeld erscheint die orangegelbe Schrift "'al Guz' ar-râbi' min Kitâb syyid Muhammad ben Ismâ'îl al-Buhâri", der Rand mit orangegelber Ranke und weißen Blüten auf leuchtendblauem Grund, im Kreis ein Kontenquadrat in Rot und Orangegelb. - Tiel mit radiertem Eintrag, Buchblock und Gelenke gebrochen, daher einige Langen lose, etwas fingerfleckig und gebräunt, insgesamt aber gut lesbares, sehr gutes Exemplar.

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Indische Miniaturhandschriften: 2 Handschriften auf Papier. 19.-20. Jh.

Lot 618: Indische Miniaturhandschriften: 2 Handschriften auf Papier. 19.-20. Jh.

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Description: Indische Miniaturhandschriften. 2 Handschriften auf Papier. Nasta'lik-Duktus mit zusammen 16 farbigen Miniaturen. 29 x 10,5 und 14 x 7 cm. Schnurheftung und Leporellobindung Indien oder Süostasien 19.-20. Jahrhundert.I. Entzückendes kleines Leporello mit 12 Blättern, farbiger Flankenbordüre mit roten und grünen Dreiecken im Wechsel. Über der Schrift 9 Lackminiaturen mit Hindu Gottheiten. - II. Quer-oblonges Album mit 31 Blätter Text und 7 ganzseitigen Miniaturen mit buddhistischen und hinduistischen Gottheiten in Lackfarben mit Tieren und anderen Attributen. - Gelegentliche kleine Randschäden, etwas fleckig und gebräunt, Gebrauchsspuren.

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Asconius Pedianus, Quintus: Commentarii in orationes Ciceronis. 1492

Lot 619: Asconius Pedianus, Quintus: Commentarii in orationes Ciceronis. 1492

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Description: Asconius Pedianus, Quintus. Commentarii in orationes Ciceronis. 78 nn. Bl. 58 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 24 x 14,3 cm. Format: 29 x 19,5 cm. Mit ca. 200 größeren und kleineren Initialen in Rot und Blau. Moderner Pergamentband unter Verwendung alten Materials (Deckel leicht gebogen, etwas angestaubt). Venedig, Christophorus de Pensis, um 1492. Hain-Copinger 1885 (= Hain 1887). Proctor 5254. BMC V, 474. GKW 2740. BSB-Ink A 792. IGI 191. Goff A-1155 (nur ein Exemplar in amerikanischen Bibliotheken). Zweite Ausgabe, wesentlich seltener als die Kölner Erstausgabe von 1477. Der aus Padua stammende Asconius (9-76 n. Chr.) war ein Gelehrter und bekannt als Exeget von Ciceros Reden. Aus seinem allen Anschein nach sämtliche Reden Ciceros umfassenden Kommentar sind fünf Teile überliefert, und zwar zu den Orationes in L. Pisonem, pro Scauro, pro T. Annio Milone, pro C. Corn. Sylla und in tog. cand. Besonders wertvoll sind die beiden letztgenannten Kommentarre, da sie verlorene Reden betreffen; deswegen bilden diese eine feste Grundlage zur Rekonstruktion der Originale. Aber auch davon abgesehen sind für uns alle fünf Teile von größter Bedeutung, da die darin enthaltenen Nachrichten und historisch-antiquarischen Erklärungen auf gute Quellen, z. B. die Acta populi Romani zurückgehen. Als Vorbild diente Asconius der Kommentar des Didymos zu Demosthenes. Ferner sind in diesem Druck enthalten: Georgius Trapezuntius De artificio Ciceroniane orationis, Antonius Luscus Inquisitio super XI. orationes Ciceronis, Siccus Polentonus Argumenta super aliquot orationibus, super invectivis Ciceronis et super invectivis inter Sallustium et Ciceronem. Vollständiges Exemplar, durchgehend in Rot und Blau rubriziert und mit teils verschnörkelten Lombarden in Rot oder Blau (zwei größere in beiden Farben). Ränder mit leichten Feuchtigkeitsspuren, sonst kaum fleckig, einige Marginalien und die letzte Seite mit langem Eintrag von zeitgenössischer Hand. Einige Schnörkel beim Beschneiden des Exemplars angeschnitten, sonst noch recht breitrandig, Blatt 74 unten mit längerem geklebten Einriss.

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Biblia cum postillis Nicolai de Lyra: Straßburg, Grüninger, 1492

Lot 620: Biblia cum postillis Nicolai de Lyra: Straßburg, Grüninger, 1492

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Description: Biblia cum postillis Nicolai de Lyra et expositionibus Guillelmi Britonis in omnes prologos S. Hieronymi et additionibus Pauli Burgensis replicisque Matthiae Doering. Quarta pars domini Nicolai de Lira. cum suis additionibus. Band IV (von 4). 377 (statt 384) nn. Bl. 2 Spalten Text, von 2 Spalten Kommentaren umgeben. 66 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 23,5 x 15,8 cm. Format: 30 x 21 cm. Mit vielen großen und zahlreichen kleineren und kleinen Initialen in Rot und Blau sowie roter Strichelung und punktueller Goldhöhung. Halbleder des 18. Jahrhunderts (Gelenke gebrochen, Kapitale lädiert, Fehlstellen, stärker beschabt und bestoßen). Straßburg, Johann Grüninger, 3. XI. 1492. Hain-Copinger 3169. Proctor 462. Pellechet 2348. IGI 1689. BMC I, 108. GKW 4292. BSB-Ink B-468 Goff B-617. Oates 185. ISTC ib00617000. Der vierte Band des großen Bibelprojekts des Nicolaus de Lyra, das der Ausgabe von Anton Koberger Nürnberg 1487 (Hain-Copinger 3167; GKW 4289) im Druck weitgehend lagen- bzw. seitengenau folgt. Enthalten ist das vollständige Neue Testament mit den Bücher der vier Propheten, den Briefen Pauli, der Apostelgeschichte, einigen apokryphen Schriften (Episteln Jacobi, Petri, Johannis, Judae) und am Ende der Offenbarung des Johannes. - Es fehlt das erste Blatt mit der Titelei (a1) sowie die letzte Lage (jυ6) mit dem "Libellus in quo sunt pulcerrime questiones iudaicam perfidiam in catholica fide improbantes". Letzes Blatt mit Randschäden und komplett hinterlegt (kein Textverlust), Buchblock mehrfach gebrochen, in der Mitte einige Blätter mit umlaufenden, meist nur leichten Wasserrändern, stellenweise etwas fleckig und gebräunt, meist aber sehr sauber und frisch.

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Lot 621: Dionysius Halicarnasseus: Antiquitates Romanae. Treviso 1480

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Description: Dionysius Halicarnasseus. Antiquitates Romanae. 300 nn. Bl. 37 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 20,5 x 14,5 cm. Format: 28,3 x 20 cm. Mit Kapitalspatien. Moderner brauner Kalbslederband. Treviso, Bernardinus Celerius, 24. oder 25. II. 1480. Hain-Copinger 6239 (und Addenda). Proctor . Pellechet 4300 B. Polain 1312 und 1312 A. BMC VI, 895. GKW 8423, BSB-Ink D-174. IGI (mit Supplement) 3484. Goff D-250. Walsh 3316. Erste lateinische Übersetzung des Hauptwerks von Dioysius von Halicarnassos (54 v. Chr. bis 8 n. Chr.), dem großen römischen Rhetor, Schriftsteller und Historiker, der seine Werke in griechischer Sprache verfasste. In seinen ?ùìáúê? ?ñ÷áéïëïãßá, den Antiquitates Romanae schildert er die Geschichte Roms von den mythischen Anfängen bis zum Beginn des ersten Punischen Krieges, wobei er bemüht ist, die römische Geschichte als Fortsetzung der Kultur und Entwicklung Griechenlands darzustellen. Demnach ist Roma die ideale Polis die nach der Republik nun unten den Imperatoren im teleologischen Geschichtsverständnis die Herrschaft über die Welt erlangt hat. Die ersten zehn von insgesamt 20 Büchern wurden überliefert und liegen hier erstmalig im Druck in der lateinischen Übersetzung durch den Florentiner Lapus (Lappus) Biragus vor. Schweiger bemerkt darüber lakonisch: "1ste Ausg. Die Uebersetz. ist treu, ab. sehr oft unlatein." (Schweiger I, 100). Mit dem meist fehlenden ersten weißen Blatt (Wasserzeichen: zwei sich überkreuzende Pfeile mit Stab, ab dem ein sechszackiger Stern sitzt). Ein einziges Blatt mit winzigem Einriss, wenige alte Marginalien, insgesamt sehr sauberes und sehr wohlerhaltenes, schönes Exemplar des seltenen Drucks.

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Johannes de Franckfordia: Sermones dominicales. Ulm 1482

Lot 622: Johannes de Franckfordia: Sermones dominicales. Ulm 1482

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Description: Johannes de Franckfordia. Sermones dominicales. 144 nn. Bl. 31 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 18,2 x 11,8 cm. Format: 27,5 x 19,5 cm. Mit einigen Initialen in Rot und etwas Rubrizierung. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas gebräunt und berieben, Rückdeckel mit winzigen Wurmlöchlein) über schweren Holzdeckeln (die Hälfte des Schließbandes und die Spange fehlen). Ulm, Konrad Dinckmut, o. J. (um 1482). Hain-Copinger 7352. Proctor . Pellechet 6601. Polain 2276. BMC II, 533. GKW 13582. IGI 5262. BSB-Ink I-393. Goff J-315. ISTC ij00315000. CIBN J-211. Einzige Ausgabe der Sonntagspredigten für jede Woche des Jahres von dem Heidelberger Theologen Johann Lägeler (oder Lagenator), der vor allem unter dem Namen Johannes de Franckfordia (gestorben 1440) bekannt war. Er ist an der Universität Heidelberg als Lehrer nachgewiesen und wurde Hofbeichtvater Ludwigs III. Bei vorliegendem Druck handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um das erste von dem Ulmer Drucker Conrad Dinckmut herausgebrachte Werk, dem lediglich zwei Einblattdrucke vorausgingen (vgl. BMC). Er führt eine Reihe von nur vier Werken des Jahres 1482 an, von denen zwei weitere ebenfalls undatiert sind. Die erste Lage aυ10 enthält ein buchdrucktechnisches Kuriosum, denn das mittlere Doppelblatt a5-6 lässt den Text jeweils um 8 Zeilen früher aufhören, offensichtlich ein Satzfehler beim Berechnen des Lagentextes. Vorsätze etwas lädiert, die ersten Blätter mit winzigem Wurmgang im weißen Rand, nur das erste Blatt minimal fingerfleckig, vereinzelte Tintenmarginalien von drei verschiedenen alten Händen, zum Schluss eine Ecke etwas papiergewellt, insgesamt sehr gut erhaltene Inkunabel mit hs. Besitzvermerk der einstigen Universität Ingolstadt "Biblioth. Acad. Ingolst." auf a1r und einem gestochenen Wappenexlibris des 19. Jahrhunderts auf dem Innendeckel. Der prachtvolle zeitgenössische Einband zeigt jeweils eine mit Stempeln gefüllte Bordüre mit runden Rosenblütenstempeln und einem Quadratstempel in den Ecken, der das springende Christuslamm mit Heiligenschein, Kreuzstab und Fahne der Auferstehung zeigt (Kyriss Tafel 253, Nummer 1 und 3: Einband aus Ulmer Werkstatt 126). Das von Rankenbändern mit apotropäischen Wesen eingefasste Mittelfeld enthält auf dem Vorderdeckel 21 Rundstempel mit Strahlenblüten und auf dem Rückdeckel geometrisches Linienornament aus je vier Fileten, die an ihren Kreuzungen mit Fünfblattblumen-Rundstempel verknüpft sind.

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Laetus, Pomponius: Romanae historiae compendium

Lot 623: Laetus, Pomponius: Romanae historiae compendium

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Description: Laetus, Pomponius. Romanae historiae compendium ab interitu Gordiani Iunioris usque ad Justinum III. 60 Bl. 28 Zeilen und Kolumnentitel. Rom. Typ. Schriftraum: 15,4 x 10,2 cm. Format: 20,8 x 14,2 cm. Mit drei 6zeiligen Holzschnitt-Initialen. Kalbslederband des 19. Jahrhunderts (Rücken lädiert und mit Löchern, Deckel geworfen, fleckig und beschabt) mit goldgeprägtem RSchild und Deckelblindprägung. Venedig, Bernardinus Venetus, 23. IV. 1499.Hain-Copinger 9830. Proctor 5532. Pellechet 6953. BMC V, 549. GKW 16694. IGI 7987. BSB-Ink P-683. CIBN P-561. Goff L-24. ISTC il00024000. Madsen 3350. Oates 2151. Walsh 2618. Erste Ausgabe der römischen Geschichte und seiner Kaiser vom Tode des Gordians III. bis Justin III., also Mitte des 3. Jahrhunderts bis Mitte des 7. Jahrhunderts nach Christus. Der italienische Humanist Pomponius Laetus (1428-1498) war der Mittelpunkt eines intellektuellen Zirkels, eines Kreises von Freunden und Schülern, die seine Begeisterung der Umsetzung antiker Lebensweise in den Renaissancealltag teilten, sich griechische oder lateinische Pseudonyme gaben und sich "Accademia Romana" nannten - oder nach ihrem Gründer "Accademia Pomponiana". Pomponius selbst war scherzhaft der "Pontifex maximus" seines Kreises und lehrte Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Am Schluss der Römischen Geschichte finden sich sieben Seiten mit Lebenslauf des Pomponius Laetus von seinem berühmtesten Schüler, dem Humanisten Marcantonio Sabellico (1436-1506). Gelegentliche kleine Wurmlöchlein und -spuren, die alten Pergamentvorsätze stärker betroffen. Wenige Knickspuren und hier und da kleine Flecke. Einige alte, interessante Anmerkungen, Berichtigungen und Ergänzungen in Sepia. - Seltenes Exemplar der ersten Ausgabe, eines der frühesten Drucke des Bernardinus Venetus, der sich später Vitalibus nannte, und dessen erste Veröffentlichungen Zusammenarbeit mit Christophorus Cremonensis nicht früher als 1494 nachweisbar sind. Weiter Ausgaben erschienen in den Jahren 1500 (Venedig), 1501 (Paris), dann 1515 (Straßburg) und 1521 (Mainz).

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Leonardus de Utino: Sermones aurei de sanctis. Nbg. Koberg. 1478

Lot 624: Leonardus de Utino: Sermones aurei de sanctis. Nbg. Koberg. 1478

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Description: Leonardus de Utino. Sermones aurei de sanctis. CCX Bl. (ohne Blatt I). 2 Spalten. 50 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,5 x 19,8 cm. Format: 41,5 x 28,5 cm. Mit wenigen größeren blauen und roten Initialen, roten Absatzmarken und etwas Rubrizierung. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (Kapital eingerissen, stellenweise etwas wurmlöchrig, am Rückdeckel mit größerem Ausriss) über schweren Holzdeckeln mit 8 ehernen Kantenbeschlägen (ohne die Schließen). Nürnberg, Anton Koberger, 22. I. 1478.Hain-Copinger 16134. Pellechet 7093. BMC II, 415. GKW 17891. BSB-Ink L-114.Goff L-159. IGI 5741. ISTC il00159000. Erster und einziger Druck aus der Offizin Anton Kobergers der Predigten des Leonardo de Utino (Leonardus aus Udine, geb. um 1400). Erstmalig war das Werk 1473 in Köln bei Ulrich Zel erschienen. "Die Predigten Leonardos sind in der Weise Barlettas gehalten; sie entsprachen daher dem Geschmack seiner Zeit und mußten beim mündlichen Vortrag einen großen Eindruck machen" (Wetzer-Welte VII, 1818). - Es fehlt das erste Blatt (a1) und das letzte weiße Blatt (C8), Blatt 2 etwas angeschmutzt und mit unbedeutender Randläsur, die ersten und letzen Blätter mit wenigen blassen Wasserrändern bzw. leichten Braunflecken, insgesamt aber ein sehr gut erhaltenes, extrem breitrandiges Exemplar in meist druckfrischem Zustand.

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Regiomontanus, Johannes: Kalendarium. Augsburg, Ratdolt, 1499

Lot 625: Regiomontanus, Johannes: Kalendarium. Augsburg, Ratdolt, 1499

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Description: Regiomontanus, Johannes. Kalendarium. 23 (statt 30) Bl. 40 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14,2 x 11,4 cm. Format: 20,5 x 14 cm. Mit Titel in Rotdruck, Text in Rot und Schwarz gedruckt, einigen, teils blass ankolorierten Metallschnitt-Initialen und Mondphasendarstellungen in Rot-Schwarzem Holzschnitt. Moderner Lederband. Augsburg, Erhard Ratdolt, 1499. Hain 13783. Proctor. Pellechet 8166. Polain. BMC II, 389. GKW 37450. BSB-Ink R-76. Goff R-100. CIBN R-66. Schreiber 4380. ISTC ir00100000. Vgl. Zinner 620 (nennt nur 27 Bl.) - Seitengleicher Nachdruck der Kalenderausgabe von 1496 mit dem Druckerdatum "1499" am Ende von Blatt c7. - Es fehlen 2 Blätter der Lage bυ8 (b4 und b5), das letzte Blatt der Lage cυ8 sowie die Diagramme (dυ4 in zwei Blättern, davon das erste mit 2 montierten Scheiben), die als recht gut gemachte Faksimiles beigebunden sind. Buchblock gebrochen, leicht finger- und braunfleckig, wenige minimale Feuchtigkeitsspuren und Bräunungen.

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Lot 626: Thomas von Aquin: Catena aurea super evanglistas. Venedig 1493

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Description: Thomas von Aquin. Catena aurea super quattuor evangelia. 318 Bl. 2 Spalten. 66 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 242 x 165 cm. Format: 31 x 21 cm. Mit großer Metallschnitt-Druckermarke am Schluss. Flexibler Pergamentband des 17. Jahrhunderts (Kanten restauriert, Bindebänder lädiert, Vorsätze erneuert, fleckig und mit kleinen Fehlstellen). Venedig, Bonetus Locatellus für Octavianus Scotus, 4. VI. 1493. Hain-Copinger 1336. Proctor 5043. Pellechet 939. BMC V, 441. GKW 46098. BSB-Ink T-203. Goff T-232. IGI 9519. Oates 1969. Mich 9. Die letzte Inkunabelausgabe der Catena aurea, mit der irrigen Foliierung: Titel, Blatt 2-313, 293 und 4 nn. Blätter. - Titel mit hs. Besitzvermerk: "Ex libroes de Juan Domingo Berroy de Cosculluella de Sobrarbe a 12 de Abril del anno 1685", einige Blätter am Anfang und mehrere gegen Schluss mit ergänzten Ausrissen (ohne Textverlust), Wurmstiche und ein größerer Wurmgang (mit Buchstabenverlust), stärkere Wasser- und Braunflecke, sonst nur leichtere Gebrauchsspuren, kleines Loch in der Druckermarke transparent hinterlegt, verso mit alten Eintragungen eines Portugiesen.

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Lot 627: Aetius: Contractae ex veteribus med. Lyon 1549

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Description: Aetius (von Amida). Contractae ex veteribus medicinae tetrabiblos, hoc est, quaternio, sive libri universales quatuor. Per Ianum Cornarium latine conscripti. 18 Bl., 1030 Sp., S. 1031-32, 9 Bl. 31 x 21 cm. Leder des 17. Jahrhunderts (Gelenke brüchig, Kapitale und Kanten lädiert, kleine Fehlstellen, beschabt und bestoßen). Lyon, Godefrid et Marcellus Beringen, 1549.IA 101.334. Wellcome I, 52. Durling 49. Baudrier III, 48. Choulant 134. Vgl. Hirschberg 86.VIII und Garrison-Morton 33 und 5814. Erste in Lyon gedruckte Ausgabe, die auf der Neuübersetzung von Cornarius (Basel 1542 und 1549) fußt, um einige Scholien vermehrt. Aetius von Amida (502-575) stammt aus Mesopotamien und studierte Medizin in Alexandria bis er zum Arzte am Hofe Justinians I. in Byzanz wurde. "Aetius collected together works of other men which might have been forgotten but for him ... (Aetius) left an exhaustive treatise on diseases of the eye. Although he did not describe cataract, he was familiar with 61 different affections of the eye" (Garrison-Morton). Die erste Ausgabe in griechischer Sprache hatte 1534 Aldus Manutius in Venedig publiziert, die erste lateinische Übersetzung war dann 1533-35 in Basel erschienen. - Durchgehend etwas wasserrandig und mit Feuchtigkeitsflecken, Innengelenke gebrochen, kleinen Knickspuren, sonst ordentliches Exemplar. - Selten.

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Alamanni, Luigi: Gyrone il cortese

Lot 628: Alamanni, Luigi: Gyrone il cortese

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Description: Alamanni, Luigi. Gyrone il cortese. 8 nn., 180 num. Bl. Mit Titelbordüre und Initiale in Metallschnitt. 21 x 15 cm. Pergament d. Z. mit RSchild. Paris, R. und C. Calderio, 1548.IA 102.050. STC 12. Brunet I, 126: "Bonne édition qui a été imprimée sous les yoeux de l'auteur". Die erste Ausgabe in einem seltenen Druck. Laut Wiese der erste Versuch, das Rittergedicht klassisch zu gestalten. Der Druck dieses italienischen Buches in Paris bezeugt den Kulturaustausch zwischen Frankreich und Italien zur Zeit der Renaissance. - Titel alt aufgezogen. Teils etwas gebräunt bzw. fleckig.

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Albinus, Petrus: Auszug der Eltisten und fürnembsten Historien

Lot 629: Albinus, Petrus: Auszug der Eltisten und fürnembsten Historien

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Description: Albinus, Petrus (eigentl. Peter Weisse). Auszug der Eltisten und fürnembsten Historien des uralten streitbarn und beruffenen Volcks der Sachssen. Insonderheit aber des Keyserlichen, Königlichen, Chur und fürstlichen stammes der Gros und Hertzogen zu Sachssen, aus dem dritten Buch der Sächsischen und Meißnischen Chronick Petri Albini ... allen Kunstliebhabenden zu zu wolgefallen und nun in druck verfertigt. 2 Teile in 1 Band. 3 Bl. (Titel u. Widmung) sowie breiter kolor. gestoch. Titelbordüre, gestoch. Kopfvignette und 119 radierte Tafeln von Heinrich Göding. 29 x 33 cm. Pergamentband unter Verwendung des zeitgenöss. Einbandbezugs mit Blindprägung in Leinwand-Kassette. Dresden, Gimel Berg, 1597 (1598). VD 16, W 1680. I.A. 102.768. Andresen I, 74-84 (Nr. 1-59). Thieme-Becker XIV, 304f. Sehr seltene und vollständige Folge der Radierungen zur Geschichte der Sachsen von der ersten geschichtlichen Erwähnung bis zum Jahr 1347. Der zweite Teil zur sächsischen Geschichte nach der Christianisierung erschien 1598. Die prächtigen Radierungen von Göding mit bewegten Darstellungen von Scharmützeln, Turnieren, Gefechten und Seeschlachten. Jedes Bl. mit kurzer Angabe des Inhalts unterhalb der Darstellung, in deutscher Sprache mit Typenschrift in zwei Kolumnen gedruckt, darunter ein Distichon in lateinischer Sprache. - 12 Blätter zu Beginn des ersten Teils (inklusive Titel) mit ergänzten Fehlstellen (Bild- bzw. Textverlust), ca. 15 weitere Blätter mit hinterlegten oder ergänzten Randläsuren. Teils etwas fleckig, anfangs wasserrandig, wenige Bll. schwach ankoloriert. Ordentliches Exemplar, die Radierungen in guten Abdrucken und meist fleckenfrei.

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Lot 630: Alvarez, Manuel: De institutione grammatica libri tres, 1596

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Description: (Alvarez, Manuel. De institutione grammatica libri tres, integri, ut ab auctore sunt editi, nunc emendatius excusi). 544 S. (ohne den Titel und die ersten 4 Bl.). 21 x 16,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (berieben, Rücken etwas beschabt) über schweren Holzdeckeln mit 2 zieselierten Messingschließen und 4 Kantenschienenbeschlägen (2 leicht defekt). (Köln, Arnold Mylius für Arnold Birckmann, 1596).VD 16, A 2080. De Backer-Sommervogel I, 226, 3. Adams A 860. Nicht im STC. Früher deutscher Druck der berühmten lateinischen Grammatik des wichtigen portugiesischen Jesuitenerziehers Manuel Alvarez (1526-1582) von der Insel Madeira. Alvarez' Grammatik war für das Erziehungskonzept des Jesuitenordens von größter Bedeutung und fand Eingang in die 1599 verfasste Schrift Ratio studiorum, dem Grundlagenwerk zur Jesuitenausbildung. De Backer-Sommervogel verzeichnet etwa vierhundert verschiedene (Teil-) Ausgaben seiner Grammatik, die auch in andere Sprachen übersetzt wurde. Die erste Ausgabe war 1572 in Lissabon bei Johannes Barrerius erschienen. Unsere Ausgabe besteht aus drei Büchern: Der erste Teil "De nominum declinatione" beschäftigt sich mit der Konjugation und Deklination, der zweite Teil "De octo partium orationis constructione" mit der Syntax und der dritte Teil "De grammatica institutione" mit dem Grammatikunterricht. - Es fehlt der Titel und die ersten vier Blätter. Erste Lage gelöst. Teils gering gebräunt und vereinzelt leicht fleckig, einige Blätter schwach wasserfleckig. Das letzte Blatt mit kleinem Abriss (nur geringer Textverlust). Insgesamt ein ordentliches Exemplar dieses wichtigen und unter den Jesuiten teils kontrovers diskutierten Werks, hier in einem schönen zeitgenössischen, auf das Jahr 1621 datierten Einband mit den intakten ziselierten Messingschliessen und dem Jesuitenemblem "IHS" im Strahlenkranz auf dem Vorderdeckel.

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Lot 631: Andreae, Jakob d. Ä: Acta Colloquij Montis Belligartensis

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Description: (Andreae, Jakob d. Ä.). Acta Colloquij Montis Belligartensis: Quod habitum est Anno Christi1586. Preaside Friderico Comite Wirtenbergico inter clarissimos viros D. Iacobum Andreae & D. Theodorum Bezam (etc.) 12 Bl., 575 S. 21 x 16,5 cm. Blindgepr. Schwienslederband d. Z. mit Mittelstück Justitia (recto) und Fortuna (verso). Tübingen, Georg Gruppenbach, 1587.VD 16, A 2485. Erste Ausgabe des Mömpelgarder Religionsgespräch, welches unter Vorsitz des Herzogs von Württemberg und Graf von Mömpelgard abgehalten wurde. Auch dieser Einigungsversuch konnte die gegenreformatorische Koalition der Lothringer und Guisen nicht abhalten, die Grafschaft im Winter 1587 militärisch zu erobern. Als engagierter Reformator war Jakob Andreä an zahlreichen Lehrgesprächen und Einigungsverhandlungen zwischen den in lutherische und reformierte Richtungen gespaltenen evangelischen Kirchen beteiligt. - Gutes Exemplar in einem interessanten zeitgenössichen Einband.

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Aristarchos von Samos: De magnitudinibus, et distantiis solis

Lot 632: Aristarchos von Samos: De magnitudinibus, et distantiis solis

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Description: Aristarchos von Samos. De magnitudinibus, et distantiis solis et lunae, liber cum Pappi Alexandrini explicationibus quibusdam. A F. Commandino in latinum conversus, ac commentariis illustratus. 4 nn. (le. w.), 38 num. Bl. Mit zahlreichen, teils blattgroßen Diagrammen. 18,5 x 13 cm. Geglätteter Kalblederband (vorderes Gelenk angeplatzt) des 18. Jhdts mit Filetenvergoldung und gekröntem Monogramm von Gaston Jean Baptiste de France, duc d'Orléans auf den Rückenfeldern. Pesaro, C. Francischini, 1572.Adams A 1696 Houzeau-Lancaster 820. Deutsches Museum, Libri rari, 15. Riccardi I/1 362, 7.1 (Commandino). IA 107.607. Die sehr seltene erste Einzelausgabe des bahnbrechenden Textes in neuer lateinischer Übersetzung. War zuvor lediglich als Teil von Vallas Collectio, Venedig 1498 veröffentlicht worden. Der griechische Textwurde erst 1688 in der Übersetzung Commandinos in Oxford ediert. "Aristarchus is celebrated as being the first man to have propounded a heliocentric theory ..." (DSB I, 246ff.). Aristarchos von Samos (um 310 bis ca. 250 v. Chr.), griechischer Astronom, stellte erstmals die These auf, dass die Erde um die Sonne kreist. Seine Behauptung ist uns aber nur aus den Schriften von Archimedes bekannt; keines der von Aristarchos über diese Thematik verfassten Werke ist erhalten geblieben. In seinem einzigen erhaltenen Werk Über die Größen und Abstände von Sonne und Mond beschreibt Aristarchos eine Methode, um die relativen Entfernungen von Sonne und Mond zur Erde abzuschätzen. Obwohl seine Methode grundsätzlich stimmte, mussten seine Ergebnisse ohne Messgeräte fehlerhaft bleiben. - Die ersten 4 Blatt mit Blindstempel und Namenskürzel des 18. Jhdts. Am Schluss 22 Vacat-Blätter des 18. Jahrhunderts beigebunden. Gutes und annähernd fleckenfreies Exemplar aus königlicher Provenienz und der Bibliothek des Earl of Macclesfield mit seinem gestochenen Exlibris im Innendeckel.

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Augsburger Confession: Confessio fidei exhibita. Wittemb., Rhau, 1531

Lot 633: Augsburger Confession: Confessio fidei exhibita. Wittemb., Rhau, 1531

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Description: Augsburger Konfession. - Confessio fidei exhibita invictiss. Imp. Carolo V. Cesari Aug. in Comicijs Augusta. Anno M.D.XXX. Addita est Apologia Confeßionis. 36 nn. (le. w.), 64 num., 123 nn. Bl. 14,5 x 9,5 cm. Pergamentband um 1930 (stark gewölbt, fleckig). Wittenberg, (Georg Rhau, 1531). VD 16, C 4709. Erste Ausgabe der Augsburger Konfession in dieser Form mit Vorstücken und Anhang in lateinischer Sprache, eine lateinisch-deutsche Ausgabe erschien im selben Jahr (VD 16, C 4734). Der reine Text war schon 1530 in 20 Blättern von Georg Rhau in Wittenberg gedruckt worden. Grundlegende Bekenntnisschrift der evangelischen Kirche, die von Philipp Melanchthon konzipiert und von den bedeutendsten Reichsfürsten und Reichsstädten unterzeichnet worden ist. Sie wurde Kaiser Karl V. beim Augsburger Reichstag am 25. Juni 1530 in zwei Fassungen (lateinisch und deutsch) überreicht; die beiden Originaldokumente sind verschollen. Die Abfassung der Confessio erfolgte auf Drängen der auf Luthers Seite stehenden Reichsfürsten, besonders des Kurfürsten Johann von Sachsen. Sie beauftragten in Anbetracht des bevorstehenden Reichstages die Wittenberger Theologen, die wesentlichen Punkte der Reformation zusammenzustellen, um damit gegen die 404 antiprotestantischen Artikel des Dr. Eck auftreten zu können. Die Confessio Augustana blieb als das bedeutendste und bekannteste Dokument der lutherischen Theologie die Basis für deren weitere Entwicklung. Der Anhang enthält Melanchthons Apologie - Gegen Anfang der Text mit Rubrizierungen und zahlreichen alten Randglossen, kaum fleckig, aber das Holz haltige Papier teils etwas gebräunt. Vorgebunden sind acht Blätter mit 13 beschriebenen Seiten von einer zeitgenössischen Hand mit die Confessio ergänzenden Grundlagen des protestantischen Glaubens: "Tres sunt partes christianae vitae" sodann Erklärungen zum "Decalogus" und eine "Oratio dominica".

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Augustinus, Aurelius: De civitate dei. Septima pars operum. Basel 1505

Lot 634: Augustinus, Aurelius: De civitate dei. Septima pars operum. Basel 1505

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Description: (Augustinus, Aurelius. De civitate dei. Septima pars librorum divi Aurelij Augustini). 299 (statt 300) nn. Bl. Mit Kapitalspatien. 2 Sp. Got. Typ. 32 x 22 cm. Holzdeckelband d. Z. (Kanten mit Fehlstellen, allenthalben wurmstichig) mit breitem blindgeprägten Schweinslederrücken (mit altem Lederstück teils überklebt) mit altem Siegellackinsel auf dem Vorderdeckel und Abdrücken von 4 Wappensiegeln. Basel, Johann Petri, Johannes Amerbach und Johann Froben, 1505. STC 52. Adams A 2156. IA 110.079 (falsch: Druckort und Drucker "Amorbach, Petri & Froben"). VD 16, 4147. Ritter (BM) 440. Wetzer-Welte I, 1675. Das geschätzte Hauptwerk des Heiligen Augustinus, De civitate dei erschienen als siebter Teil der insgesamt elf Teile umfassenden Gesamtausgabe der Werke. Die Kommentare zu den Schriften des Augustinus verfassten zwei englische Dominikaner aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts: Thomas Valois (Walleis oder de Gaulois, genannt Angelicus), Magister der Theologie und Professor in Oxford, und N. Trivet (Treveth oder Traveth), Prior. - Druck in gotischer Rotunda ("Amerbachs Augustinustype"), einige Passagen wie Proömium auch in Antiqua. - Ohne das erste Blatt (a1) mit dem Titel, sonst vollständig. Das letzte Blatt mit Lochausriss, gegen Anfang etwas und gegen Ende stark Wurmstichig und mit Wurmspuren (teils Buchstaben-, meist nur wenig Textverlust), gelegentliche, von oben eindringende Braunspuren und meist blasse Wasserränder. Insgesamt schöne Postinkunabel, gedruckt auf festem Papier und in einem individuellen zeitgenössischen Einband.

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Lot 635: Bellarmino, Roberto: Responsio ad praecipua capita apologiae (1588)

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Description: Bellarmino, Roberto (pseud: Franciscus Romulus). Responsio ad praecipua capita apologiae, quae falso catholica inscribitur, pro successione Henrici Nauarreni, in Francorum regnum. 150 S. Kartonage d. 18. Jahrhunderts (berieben). 16,5 x 10,5 cm. O. O. u. Dr., 1588.VD 16, B 1625. De Backer-Sommervogel I, 1180, 9. Weller 485. Vgl. Hoefer I, 221f. Adams 507(Ausgabe 1591). Gemäß VD 16 der erste deutsche Druck dieser seltenen kleinen Schrift des italienischen Jesuitenpaters und Kardinals Roberto Bellarmino (1542-1621). De Backer-Sommervogel kennt eine frühere italienische Ausgabe (Rom 1586) und verzeichnet zudem eine weitere Auflage sine loco 1587. Unser Exemplar trägt auf dem Titel den Druckvermerk "Iuxta exemplar Romae editum". Ob es sich tatsächlich um einen deutschen Druck handelt, bleibt daher fraglich. - Etwas gebräunt, die letzten Blätter am oberen Rand etwas wasserrandig. Teils mit Unterstreichungen von alter Hand. - Sehr selten.

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Lot 636: Benoist, René: Claire probation de la necessaire manducation

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Description: Benoist, René. Claire probation de la necessaire manducation de la substantielle & reale humanité de Jésus Christ ... au S. sacrement de l'autel. 43 num., 1 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 16 x 10,5 cm. Neuerer Pergamentband (Deckel leicht geworfen). Paris, Nicolas Chesneau, 1561.Vgl. Jöcher I, 968 (etwas abweichender Titel). Nicht bei Adams und im STC. Seltener Pariser Druck dieser kleinen Schrift des bekannten Sorbonner Theologen und Bibelübersetzers René Benoist (1521-1608), der u. a. das Amt des Hofpredigers und Beichtvaters von Maria Stuart bekleidete. - Wohlerhaltenes Exemplar.

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Lot 637: Biblia Latina: Biblia sacra veteris et novi testamenti, 1567

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Description: Biblia latina. - Biblia sacra veteris et novi testamenti. Iuxta vulgatam editionem maiori quàm antehac unquam doctorum studio, ad veritatem hebraicam & probatissi. exemplarium fidem. cum figuris & descriptionibus etiam chorographicis. 8 nn., 499 num., 24 nn. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken, 28 Textholzschnitten, 5, teils mehrfach gefalteten Holzschnitt-Tafeln bzw. -Karten und 7 typographischen Tabellen. 18 x 135 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (fleckig und berieben, Ecken bestoßen, VDeckelbezug an der Kante etwas gelöst, ohne die Schließbänder) über Holzdeckeln. Lyon, Johannes Frellon, 1567.Nicht im STC, bei Adams und Darlow-Moule. - Hübsch illustrierte Vulgata, die Karten mit den historischen Orten der biblischen Geschichten. - Titel mit altem Exlibris. Teils etwas gebräunt und leicht fleckig. Eine Faltkarte mit Randläsuren. Ordentliches Exemplar in einem zeitgenössischen Einband mit antikisierenden Rollenstempeln, die u. a. einen die Schalmei spielenden Edelmann und die sich erdolchende Lukretia zeigen.

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Bock, Hieronymus: Kreütterbuch, Straßburg 1595 (altkoloriert)

Lot 638: Bock, Hieronymus: Kreütterbuch, Straßburg 1595 (altkoloriert)

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Description: (Bock, Hieronymus. Kreütterbuch, Darin underscheidt Nammen und Würckung Kreütter, Stauden, Hecken und Bäumen, mit ihren Früchten, so in Teutschen Landen wachsen ... gemehret, durch ... Melchiorem Sebizium). 35 (statt 38?) nn., 470 num., 24 nn. Bl. Mit koloriertem Holzschnitt-Portrait, koloriertem ganzseitigen Holzschnittwappen sowie über 500 kolorierten Pflanzenholzschnitten, inklusive einiger figürlicher Holzschnitte. 31 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (fleckig und berieben, eine untere Ecke bestoßen, RDeckel mit kleiner hinterlegter Fehlstelle, Deckel mit einigen kleinen Wurmlöchern) über Holzdeckeln mit RSchild und 2 ziselierten Messingschließen. (Straßburg, Josias Rihel, 1595). VD 16, B 6025. STC 130. Nissen BBI 182. Pritzel 866. Blake 76. Vgl. Garrison-Morten 229. Später Druck dieses wohl bekanntesten und beliebtesten Kräuterbuchs des 16. Jahrhunderts, mit den schönen altkolorierten Holzschnitten von David Kandel (1520-1590). Die erste Ausgabe war ebenda 1539 erschienen.Die vorliegende, von dem Straßburger Physikus Melchior Sebizius (1578-1674) besorgte Ausgabe enthält als vierten Teil (S. 420-470) die "Teutsche Speisekammer", eine Art volksmedizinischer Ernährungsratgeber, in dem nahezu alles behandelt wird, was in Haus und Hof gebraucht wird. Dieser Erweiterungsteil beinhaltet zahlreiche figürliche und altkolorierte Textholzschnitte mit Darstellungen z. B. der Essigherstellung, Salzgewinnung, Brotbacken, ferner Imker, Winzer sowie eine allegorische Darstellung der Winde.Der Botaniker und lutherische Prediger Hieronymus Bock (1498-1554; auch Tragus genannt) war Schullehrer in Zweibrücken und Leibarzt des Grafen von Passau. Er "zeichnete sich dadurch aus, daß er möglichst viel in der Natur selbst zu sehen suchte und unternahm daher, wiewohl im letzten Drittel seines Lebens von Schwindsucht geplagt, zahlreiche Wanderungen im westlichen Deutschland, in den Ardennen, im Jura und den Schweizer Alpen. Seine Beschreibungen und seine Holzschnitte, die er von den deutschen Pflanzen gab, sind daher auch meist ausführlicher und naturgetreuer, als diejenigen seiner Vorgänger" (ADB II, 766).Es fehlt der Titel (stattdessen ist die Kopie eines Titelblattes der Ausgabe 1546 eingebunden) sowie wahrscheinlich zwei Blätter der Vorstücke. Das VD 16 zählt 28 nicht numerierte Registerblätter, das Register des vorliegenden Exemplars ist mit 23 Blättern und dem Kolophon als Schlussblatt jedoch komplett. - Die ersten und die letzten Lagen sowie einige weitere Blätter mit restauriertem bzw. verstärktem Abriss in der rechten unteren Ecke (teils geringer Textverlust). Blatt GGG1 mit großem Eckabriss (Textverlust). Zwei Blätter mit Federproben bzw. Tintenfleckchen, zwei weitere Blätter mit Randeinriss, ein Blatt mit Riss im Bildteil. Teils etwas gebräunt, einige Lagen im oberen Falz schwach wasserrandig. Insgesamt ein ordentliches Exemplar dieses beliebten Kräuterbuchs mit den schönen altkoloriertern, teils figürlichen Textholzschnitten.

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Buchholzer, Georg: Constitution und Artickel. Frankfurt 1563

Lot 639: Buchholzer, Georg: Constitution und Artickel. Frankfurt 1563

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Description: Buchholzer, Georg. Constitution und Artickel des Geistlichen Consistorij zu Wittembergk, aus befehlich, weyland des Durchleuchtigsten ... Herrn Johans Friederichen Hertzogen zu Sachsen ... und Churfürsten ... durch seiner Churfürstlichen gnaden fürnemeste Theologen und Juristen gestalt. 32 Bl. Mit in Rot und Schwarz gedrucktem Titel und einem Wappen-Holzschnitt. 18 x 13,5 cm. Geheftet mit 2 Broschurblättern. (Frankfurt an der Oder, Johann Eichhorn), 1563. VD 16, S 1014. Nicht bei Kuczynski und Knaake. Erste Ausgabe mit Beiträgen von Georg Buchholzer, Martin Luther, Philipp Melanchthon und Georg Sabinus, darunter auch Luthers Schrift über die Hurenhäuser "Vom gemeinen Frawenhause nicht zu dulden" von 1539. Der protestantische Theologe Georg Buchholzer (1503-1566) hatte in Wittenberg studiert und sich bald Luther und Melanchthon angeschlossen. 1529 wurde er Pfarrer in im sächsischen Schönau, von wo ihn der Markgraf Johann im Zuge dessen Kirchenreform der Neumark als Pfarrer nach Arenswalde an der pommerschen Grenze berief. Kurfürst Joachim II. nahm ihn dann als Probst nach Berlin "und von da an war sein Name mit der Einführung und Durchführung der Reformation in der Kurmark aufs engste verknüpft. Als der Kurfürst am 1. Nov. 1539 durch evangelische Sacramentsfeier in Spandau seinen Uebertritt öffentlich vollzog, hielt Buchholzer die Festpredigt; ebenso am nächsten Tage in Berlin ... Seine Stellung in Berlin ward jedoch eine schwierigere, nachdem Johann Agricola dort zu Gunst und Ansehen gelangt war. Als Freund Melanchthons, mit dem er ziemlich lebhaften Briefwechsel unterhielt, erschien er jenem, dem nunmehrigen Generalsuperintendenten und Oberhofprediger, als Gegner. Dazu kam, daß er 1548 sich gegen das Augsburger Interim erklärte. Gegen Ende seines Lebens ward er überhaupt mehr in theologische Streitigkeiten verwickelt. Als er 1562 in einer von diesen sich für Abdias (Gottschalk) Prätorius gegen Andreas Musculus und Agricola erklärte, berief der den beiden letzteren geneigte Kurfürst ihn zu einer persönlichen Unterredung mit sich und entfernte ihn 1565 gar aus seinem Amte. Diese Kränkung beschleunigte Buchholzer's Ende" (ADB III, 482).Der hübsche Holzschnitt zeigt das Familienwappen von Georg Buchholz mit einem springenden Windhund im Schild, der Jahreszahl 1544 und Texttafel "Georgius Bucholczer Prepositus Berlin". - Minimal gebräunt, sehr schönes, wohlerhaltenes Exemplar des überaus seltenen Drucks.

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Calvin, Johannes: Institutio christianae. Genf, Stephanus, 1559

Lot 640: Calvin, Johannes: Institutio christianae. Genf, Stephanus, 1559

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Description: Calvin, Johannes. Institutio christianae religionis, in libros quatuor nunc primùm digesta ... aucta etiam tam magna accessione ut propemodum opus novum haberi possit. 8 Bl., 564 S., 14 Bl. 33 x 20 cm. Pergament d. Z. (leicht angestaubt, Ecken minimal bestoßen, Bindebänder geschickt erneuert). Genf, Robertus Stephanus, 1559.IA 129.952. Adams C 360. Renouard, 89.3. Brunet I, 1501. Nicht im STC. Sehr seltene Ausgabe letzter Hand, die von Calvin noch wesentlich erweitert wurde und maßgeblich für folgende Werkausgaben wurde. Der Druck wurde von Robert Etienne (Stephanus) an den XVII Cal. Sept. MDLIX, also am 16. August 1559 vollendet. - Titel mit kleinen Randläsuren und einem ausgestrichenen sowie einem lesbaren Besitzvermerk eines "Bibliothekarius M. Joh. Heimii, I. Rect. ...", datiert 1679. Stellenweise etwas gebräunt und mit Wasserrändern unten, kaum Einrisse, einige ältere Marginalien in Sepia und Rot, letztes Blatt zu zwei Dritteln abgerissen und angesetzt (ohne Textverlust), ebenso fliegende Vorsätze angestückt.

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Lot 641: Carion, Johannes: Chronicorum libri tres

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Description: Carion, Johannes. Chronicorum libri tres é Germanico in Latinu(m) sermonem conuersi, Hermanno Bonno interprete. 64 Bl., 627 SS., 22 Bl. 12 x 8 cm. Pappband des 18. Jhdts mit beriebenem Buntpapierbezug und gepunztem Goldschnitt. Paris, Dupuys, 1551.IA 132.310. Vgl. Graesse II, 47. - Fortgesetzte, Latein, Ausgabe der seit 1532 mehrfach erschienenen Chronik an der auch Melanchthon und Peurer mitgearbeitet haben. - Titel- und Schlusslage etwas gebräunt bzw. waserrandig.

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Lot 642: Chemnitz, Martin: Examinis concilii tridentini, 1599

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Description: Chemnitz, Martin. Examini concilii tridentini. Teile I und II (von 4) in 1 Band. 13 Bl., 341 S., 10 Bl.; 5 Bl., 442 S., 15 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Titelvignetten. 20 x 13 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben, Ecken und Kanten etwas beschabt bzw. bestoßen). Frankfurt, o. Dr. (Sigmund Feyerabend), 1599.VD 16, C 2174. ADB IV, 117. Späterer Druck von Chemnitz' Hauptwerk, in welchem er "die Beschlüsse des Konzils von Trident einer sorgfältigen und für alle Zeiten epochemanchenden Kritik unterzog ... Sein theologischer Ruhm ward durch diese Schrift weit über die Grenzen Deutchlands hinaus verbreitet" (ADB). Die erste Ausgabe war ebenda in den Jahren 1566-1573 in vier Bänden erschienen. - Ein Indexblatt von Teil II mit kleinem Eckabriss (ohne Textverlust). Die Vorsätze mit handschriftlichem Inhaltsverzeichnis. Mit einigen Unterstreichungen. Ordentliches Exemplar in einem bemerkenswerten zeitgenössischen und signierten Einband mit reich illustrierten Mittelplatten: Der Vorderdeckel zeigt eine szenische Paradiesdarstellung mit der Erschaffung Evas und trägt die Unterschrift "Got nam ein Rib aus Adams Leip unt bauet daras sein Weip". In der Mitte der Darstellung steht der Baum der Erkenntnis, um den sich die mächtige Schlange windet, rechts oben die nackte Eva, die mit der Linken einen Apfel aus dem Maul der Schlange nimmt, während sie mit ihrer Rechten einen weiteren Apfel dem ebenfalls unbekleideten Adam reicht. Links eine kleine synoptische Szene mit der Vertreibung aus dem Paradies. Im Mittelgrund ist eine üppige Vegetation dargestellt mit springenden Tieren wie Gazelle, Wildschwein, Kranich, Pferd, Hase und einem seltenen Einhorn. Der Rückdeckel illustriert einen Passus aus dem Johannesevangelium: "VENIT HORA IN QUA OMNES QUI IN MONUMENTES SUNT". Posaune blasende Engel flankieren im oberen Bildteil den richtenden und auf einer Kugel thronenden Got, zu seiner Rechten sitzt Maria und links Johannes. Der untere Teil zeigt eine Vedute des himmlischen Jerusalems, unter dessen Bergen der Erzengel die Gräber auftut und der Teufel rechts die verdammten Seelen in den Höllenschlund zieht. Beide Deckel mehrfach in den Rollenstempeln mit den Initialen "AR" signiert.

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Lot 643: Cherpont, Jean: Libelli Aliquot Formandis (Genf 1581)

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Description: Cherpont, Jean. Libelli aliquot formandis tum iuventutis moribus, tum linguæ Graecæ, Latinæ, Gallicæ et Germanicæ utilissimi. Quorum catalogus sequenti pagina continetur. 335 S. Mit vierteiliger, ornamentaler Holzschnitt-Bordüre und Druckermarke. 12 x 8,5 cm. HLeder d. 18. Jahrhunderts (stark fleckig, berieben und bestoßen, Kapitale lädiert). (Genf), Eustache Vignon, 1581.Moeckli 101. Hoffmann II, 476 und III, 185. Seltene, einzige Ausgabe dieses kleinen polyglotten Kompendiums, herausgegeben von dem französischen Philologen und Lehrer Jean Cherpont (1557-1586). Enthalten sind drei Texte der klassischen antiken Pädagogik: Plutarchs "Büchlein von der Kinderzucht", die beiden "Reden des Isokrates an Demonikos und Nikokles" sowie ein Auszug aus der christlichen Ethik des einflussreichen humanistischen Theologen Lambert Daneau (ca. 1530-1595). Der Text ist in vier parallelen Spalten in den Sprachen Griechisch, Latein, Französisch und Deutsch abgedruckt. Jede Sprache wurde in einer eigenen Type gesetzt, der deutsche Text in einer ungewöhnlichen Mischform aus kursiver und gothischer Type. Cherponts pädagogisches Anliegen war es, mit Hilfe dieses Textbüchleins jungen Studenten alte Sprachen und Sittlichkeit zu gleicher Zeit zu lehren. Die beiden Exlibris-Stempel auf dem Titel verso lassen die Herkunft unseres Exemplars zurück verfolgen: Es stammt aus dem Besitz des bekannten Berliner Schriftstellers und gelehrten Büchersammlers Karl Heinrich Siegfried Roedenbeck (1774-1860), der seine über 15.000 Bücher und Handschriften umfassende Bibliothek 1852 Friedrich Wilhelm IV. zum Kauf anbot. Nach Roedenbecks Tod wurde seine Sammlung dem königlichen Hausarchiv überlassen (vgl. ADB XXIX, 11). Vorderer Innenspiegel mit Eintrag von alter Hand: "Dieses ist wahrscheinlich eines der ersten Bücher worin deutsch mit lateinischen Lettern gedruckt worden, denn man findet darin den im lat. fehlenden Buchstaben "W" auch mit dem deutschen "W" ersetzt." - Durchgehend etwas gebräunt, Vorsätze etwas leimschattig. Titel verso gestempelt. Letztes Blatt verso sowie ein Doppeltextblatt mit großem Exlibris-Stempel. Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz. Einige wenige Unterstreichungen, Marginalien und Interlinearglossen. Seltenes pädagogisches Lehrbüchlein aus einer berühmten Berliner Gelehrtenbibliothek mit regionalhistorisch interessanter Provenienz.

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Cicero, Marcus Tullius: Scipionis Somnium

Lot 644: Cicero, Marcus Tullius: Scipionis Somnium

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Description: Cicero, M(arcus) T(ullius). Scipionis Somnium, eius operis quod de R. P. conscripsit, reliquiae. Petrus Moravus de Radisch. 6 nn. Bl. Mit ornamentaler Titelbordüre und Druckermarke. 21,5 x 16 cm. Halbpergamentband mit RSchild. Wien, Leonhard Alantsee und Lukas Alantsee, 8. November 1515.VD 16, C 3633 ohne Kollation und Standortnachweis. Offenbar von größter Seltenheit. - Bordüre und Druckermarke unsauber koloriert. Durchgehend mit handschriftlichen Anotationen und Marginalien einer zeitgenössischen Hand.

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Lot 645: Cicero, Marcus Tullius: Sammelband mit 3 Schriften. 1573-1605

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Description: Cicero, Marcus Tullius. Sammelband mit 3 Schriften. 14,5 x 9 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben). 1573-1605.Enthält: Explicatio orationis (pro lege Manilia), usum dialecticae & rhetoricae ostendens, tradita in schola Lunaeburgensi ab Alberto Lenicero. 695, 4 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Wittenberg, Johann Krafft d. Ä., (1573?). - VD 16, ZV 3411 (? titelgleich doch andere Kollation). - Titel mit kleiner Überklebung (Verlust des Titels "pro lege Manilia"), wenige geflickte Einrisse. - Explicatio orationis M. Marcello, tradita in schola Lunaeburgensi a M. Alberto Lenicero. 84 nn. Bl. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Ebenda 1591. - VD 16, ZV 3616. - Oratio pro lege manilia, seu de imperatore, Pompejo deligendo, Socraticis illustrata commentarijs ab Hermanno Nicephoro Westphalo. Rostock, Laurenz Albrecht für Christoph Reusner, 1605. - Nicht im VD 17. Über das KVK nur ein einziges Exemplar in der Schwedischen Nationalbibliothek Stockholm nachweisbar. - Alle Teile etwas gebräunt und braunfleckig, einige alte Marginalien, teils in farbiger Tinte. - Seltene Werke.

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Lot 646: Corner, Christoph: Cantica selecta veteris novique testam. 1571

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Description: Corner, Christoph. Cantica selecta veteris novique testamenti: Cum hymnis et collectis, seu orationib(us) purioribus, quae in orthodoxa atque catholica ecclesia cantati solent. 7 Bl., 235 S., 2 Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 13,5 x 9 cm. Interimsbroschur des 19. Jahrhunderts (Rücken fehlt, Gebrauchsspuren). Leipzig, (Andreas Schneider, 1571).VD 16, C 5157. - Gering fleckig und etwas knapp beschnitten. - Vorgebunden: Derselbe. Psalterium latinum Davidis prophetae et regis. 17 Bl., 427 S., 5 Bl. (letztes weiß). Ebenda 1571. -VD 16, B 3222. - Titel ausgeschnitten und hinterlegt, C1 zur Hälfte ausgeschnitten und angestückt, einige Wurmgänge und Marginalien, Gebrauchsspuren.

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Lot 647: Cumiranus, Seraphinus.: Conciliatio locorum

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Description: Cumiranus, Seraphinus. Conciliatio locorum comunium totius scripturae sacrae, qui inter se pugnare videntur. 36 nn. Bl., 552 S. Mit Druckermarke auf dem Titel und mehreren Initialen. 17,5 x 10,5 cm. Pergamentband d Z. (Kanten beschabt, ohne die Schließbänder). Paris, Hieronymus Marnef, 1559.Vgl. Adams C 3061 mit nahezu identischer Kollation. Jöcher (Erg.-Bd.) II, 580. Seltene zweite (?) Ausgabe dieses Werkes des Minoriten und Theologen Cumiranus aus Feltre. - Nur vereinzelt etwas fleckig, ordentliches Exemplar.

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Cuyck, Hendrik van: Speculum concubinariorum sacerdotum. Köln 1599

Lot 648: Cuyck, Hendrik van: Speculum concubinariorum sacerdotum. Köln 1599

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Description: Cuyck, Hendrik van. Speculum concubinariorum sacerdotum, monachorum ac clericorum. 12 Bl., 148 (recte 150) S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19 x 9,5 cm. Moderner Pappband. Köln, Gualtherius (Walther), 1599. VD 16, C 6493. Adams C 3141. Erste und einzige lateinische Ausgabe des vielzitierten, wiewohl kaum auffindbaren Werkes, indem Hendrik van Cuyck (1546-1609), Bischof von Roermond, in einer Art Pfaffenspiegel die in wilder Ehe lebenden Geistlichen anklagt. Van Cuyck zitiert die alten Schriften und Beispiele aus der Kirchengeschichte sowie seine Zeitgenossen wie Erasmus und Melanchthon zur Hurerei im geistlichen Stande und handelt nahezu alle bekannten Fälle ab: "Polygamos ab Episcopatu & altaris ministerio ab Apostolo repelli ...Veteris Eccleasiae Rigor in carnalibus puniendis peccatis ostenditur ... Quam perniciosum sit Ecclesiae Christi", und er fasst zusammen: "Concubinariorum & Concubinarum frequentiam, non à lege coelibatus, sed ab hominum vitio ac malitia procedere". - Nur minimal fleckig und etwas gebräunt.

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Lot 649: Demosthenes: Oratorum Graeciae

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Description: Demosthenes. Oratorum Graeciae principis opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt, omnia, una cum Ulpiani rhetoris commentariis, e Graeco in Latinum sermonem conversa, per Hieronymum Wolfium oetingensem : & in quinq(ue) divisa partes, quarum singulaequid contineant, statim a praefatione reperies. 3 Teile in 1 Band. 8 Bl., 144 S.; 283 S.; 192 S., 35,5 x 23 cm. Lederband des 19. Jahrhunderts (Rücken unter Verwendung des original Materials restauriert). Basel, Oporinus, (1549). VD 16 D 487; IA 151.283; Adams D 269. Erste Ausgabe dieser Übersetzung. 1548 wurde Hieronymus Wolf in Basel immatrikuliert, wo er seinen Freund und späteren Herausgeber seiner Werke Johannes Oporin(us) kennenlernte. Bereits in frühen Jahren hatte Wolf begonnen, griechische Schriften bedeutender Gelehrter der Antike und Spätantike ins Lateinische zu übersetzen. Zusätzlich versah er seine Transkriptionen mit zahlreichen Erklärungen, Kommentaren und Hinweisen. 1548 und 1549 veröffentlichte Oporin Wolfs kommentierte Übersetzungen wichtiger Werke von Isokrates und Demosthenes. - Exlibris von G.M. Armytage, handschriftlicher Vermerk auf dem Vorblatt; Titelblatt augezogen u. mit kl. Fehlstelle; die ersten Seiten leicht feuchtigkeitsrandig. Titel von Teil 2 und 3 sowie das folgende Blatt mit Textierung von Wolfs Namen mit Gallustinte, ebenso auf S. 121, 129 und 173 in Teil 3. - Insgesamt ansehnliches und gutes Exemplar.

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Lot 650: Deudsche Psalter, Der: Mit den Summarien D. M. Luther

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Description: (Der Deudsche Psalter. Mit den Summarien D. M. Luther). 266 (statt 282) nn. Bl. (es fehlen die Anfangslagen A-Cυ4). Mit zahlreichen figürlichen Initialen in Metallschnitt. 22 x 15,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (berieben) mit figürlicher Mittelplatte und ornamentaler Blindprägung, mit 4 Messing-Eckbeschlägen, ohne die Schließen. Wittenberg, Georg Rhaw, 1542.VD 16, B 3307. Die Auslegung der Psalmen in der Edition Rörers. Der Theologe Georg Rörer hatte in Leipzig und Wittenberg studiert. Er gehörte zum engsten Schüler- und Mitarbeiterkreis Martin Luthers. Er zeichnete zahlreiche Tischgespräche, Vorlesungen, Predigten und andere Werke Luthers sowie solche weiterer Reformatoren in seinen Handschriften auf. 1525 bis 1537 war Rörer Diakon an der Wittenberger Stadtkirche. Seit 1537 arbeitete er ausschließlich an der Edition von Luthers Werken und redigierte die Wittenberger und die Jenaer Lutherausgabe. - Es fehlen die ersten 16 Blatt, Titel und Vorrede. Das vorliegende Exemplar beginnt mit dem letzten Blatt der Vorrede und enthält den vollständigen Text der Psalmen nebst Kommentar. Erstes und letztes Blatt mit altem Besitzerstempel. Hin und wieder etwas gebräunt bzw. braun- und fingerfleckig.

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