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Georg Kolbe Sold at Auction Prices

Sculptor, Painter, Lithographer, b. 1877 - d. 1947

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  • Georg Kolbe
    Sep. 06, 2026

    Georg Kolbe

    Est: €24,000 - €48,000

    (1877 Waldheim - 1947 Berlin) Kleine Hockende (auch betitelt Hockende, Kleine Sitzende und Trauernde) Bronze, dunkelbraun patiniert, 1923. Verso an der Plinthe mit Monogrammm "GK" sign. und mit Gießerstempel "H. NOACK BERLIN". Wvz-Nr. 23.010. Prachtvoller Guss mit ausgezeichneter Reliefwirkung der Oberflächen und tiefer, dunkler, harmonischer Patina. Eine Auflage bzw. die genaue Anzahl der Exemplare der "Kleinen Hockenden" ist nicht bekannt. Allerdings wurde die Plastik offenbar nur in wenigen Stücken gegossen und ist dementsprechend sehr selten. Das Gipsmodell befindet sich im Kolbe-Museum in Berlin (Inv.-Nr. Gi471); ein Bronze-Exemplar besitzt das Von der Heydt-Museum in Wuppertal (erworben 1942; Inv.-Nr. P 0132); seit 1995 wurden nur einige Exemplare im Kunsthandel auf Auktionen angeboten. Wohl einer von drei posthumen, vom Kolbe-Museum autorisierten Güssen. Kolbe, dem 1912 mit seiner später von der Nationalgalerie erworbenen "Tänzerin" in der Berliner Secession der künstlerische Durchbruch gelang, wurde 1919 als Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen und wirkte 1919-1921 als Präsident der Freien Secession Berlin. Sein gewandelter Stil wurde 1921 in einer großen Ausstellung in der Galerie Cassirer und 1922 durch die Monografie von Wilhelm Reinhold Valentiner vorgestellt. Der bedeutende Kunstkritiker Karl Scheffler schrieb 1922 in einem Artikel in der Zeitschrift "Kunst und Künstler": "Die revolutionäre Bewegtheit der Zeit, der sich nur wenige Künstler entziehen können, äußerst sich in der Kunst Kolbes als eine akute Hinneigung zur expressionistischen Formstilisierung (...) Es gibt neuere Arbeiten, mit denen der Künstler seine gewohnt sinnfällige Art der Modellierung verlässt, um die Formen mehr lehrhaft kubistisch zu zerlegen (...)". Die weibliche Aktfigur der "Kleinen Hockenden" gehört zu den bedeutendsten und ausdrucksvollsten Plastiken aus dieser expressionistischen Periode der Jahre 1920-1923, als er sich auch mit dem Kubismus auseinandersetzte. 1924 (oder vielleicht schon 1923 in der Galerie Lutz in Berlin?) zeigte Kolbe die "Kleine Hockende" in der Frühjahrsausstellung der Akademie der Künste, danach noch bis 1926 mehrfach in Gruppen- und Einzelausstellungen. Die "Kleine Hockende" zeigt mit ihren stilisierten Umrissen und scharfen Graten jene kubistischen Stilcharakteristika, die Kolbes Skulpturen aus den frühen 1920er-Jahren auszeichnen. Die spannungsreiche Komposition der Figur ist von Winkeln durchdrungen, die sich sowohl überschneiden als auch in rhythmische Parallelen wiederholen. Dementsprechend hat Kolbe auch die an allen Seiten dyamisch gebogte, rechteckige Plinthe gewählt. Dargestellt ist eine sitzende, ganz in sich gekehrte junge Frau mit angewinkelten Beinen, das linke Bein aufgestellt und zugleich den Fuß mit der linken Hand festhaltend. Ihren Oberkörper nach vorne neigend, stützt sich in kontemplativer oder vielmehr eher trauernder Geste den gesenkten Kopf mit einer Hand. Kolbe ist es gelungen, bei der "Kleinen Hockenden" durch eine komplexe Stellung des Körpers und der Glieder eine Gesamtheit der reduzierten Form und des Umrisses kraftvoll zu verdichten. Hiermit knüpfte Kolbe an die berühmten kauernden "Femme accroupie"-Skulpturen von Auguste Rodins (1880-1882) und Clamille Claudel (um 1884) an und steigerte den Ausdruck wesentlich im Vergleich zur ebenfalls 1923 entstandenen Bronzeplastik "Sinnende" (Wvz. W 23009), die deutlich mehr Ruhe ausstrahlt. Fünf Jahre später griff Kolbe 1928 die Haltung der "Kleinen Hockenden" als Variante in der um circa 10 cm größeren und deutlich weicher modellierten "Hockenden" auf (Wvz. W 28.002). War die "Kleine Hockende" noch ganz nach innen gerichtet und vermittelte in ihrer Versunkenheit eine tiefe, intensive Verletzlichkeit, erfährt die spätere Figur einen durchaus starken, selbstbewussten Ausdruck von Offenheit, indem der Kopf weit in den Nacken geworfen und der Blick steil in den Himmel gerichtet wird. H. 19 cm. Lit./Ausstellungen in Auswahl: Kat. "Zweite Sommer-Ausstellung (August-September)", Kunsthandlung Galerie Lutz & Co., Berlin 1923, Nr. 254 ("Hockende"); Kat. "Frühjahrsausstellung", Akademie der Künste zu Berlin, Berlin 1924, S. 28, Nr. 319 ("Hockende); Kat. "Kolbe. Plastik. 500 Photos (Plastik und Zeichnungen. Aufnahmen im Kunstgeschichtlichen Archiv des Seminars), Marburg a. d. Lahn 1931 (2. Auflage 1938), S. 11, Lot 301-02 ("Kleine Sitzende"); Kurt Eugene von Meier: "Georg Kolbe (1877-1947)", Diss. Princeton University 1966, S. 313, Nr. 173; Hans Günter Wachtmann (Bearb.): Kat. "Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen", Von der Heydt-Museum Wuppert 1968, o. S. ("Trauernde"); Günter Aust: "Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal", Recklinghausen 1977, Abb. S. 218, Nr. 439 ("Trauernde"): Sabine Fehlemann (Hrsg.): Kat. "Von der Heydt-Museum Wuppertal. Skulpturensammlung", Wuppertal 2000, S. 168 (mit Abb.). Dark brown patinated bronze, 1923. Signed with monogram "GK", foundry stamp "H. NOACK BERLIN".

    Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
  • Georg Kolbe
    Sep. 06, 2026

    Georg Kolbe

    Est: €60,000 - €120,000

    (1877 Waldheim - 1947 Berlin) "Ringkampf" (auch betitelt "Mann und Weib, miteinander ringend") Bronze, dunkelbraun patiniert, 1913. Auf der Plinthe mit dem Monogramm sowie verso mit dem Gießerstempel "H. NOACK BERLIN" versehen. Posthumer Guss aus dem Jahr 2010/11, welcher von der Bildgießerei Hermann Noack, Berlin, vom Original-Gipsmodell aus dem Jahr 1913 abgenommen wurde. Dieses befindet sich heute in der Sammlung des Georg-Kolbe-Museums, Berlin. Die geplante Auflage betrug 4 Exemplare, wovon wahrscheinlich 2 oder 3 Güsse ausgeführt wurden. Die Gruppe mit der Darstellung eines gewaltsamen Frauenraubes - der Mann als Akt, die vor ihm stehende Frau als Halbakt - schuf Kolbe 1913 ursprünglich wohl für eine geplante Brunnengruppe, die 1914 auf der legendären Kölner Werkbundausstellung ausgestellt werden sollte. Kurz zuvor hatte er 1912 mit seiner später von der Nationalgalerie erworbenen "Tänzerin" in der Berliner Secession den künstlerischen Durchbruch erlangt. Das schon in der antiken Mythologie geschilderte Thema des Raubes bzw. der Entführung wurde nach der Renaissance erneut besonders Anfang des 20. Jh. virulent - bei Franz von Stuck, Lovis Corinth und den Expressionisten wie Ernst-Ludwig Kirchner. Hierin ließ in Zusammenhang mit der Wiedergabe von Akten das archaische Ringen der Geschlechter, urwüchsige Triebe, männliche, rohe Gewalt und Instinkte schildern, welche bewusst die gesellschaftlichen und künstlerischen Konventionen der Zeit sprengten. Oskar Kokokscha und Paul Hindemith haben es 1907-1921 in "Mörder, Hoffnung der Frauen" höchst brutal und exzessiv gesteigert. Auch im Frühwerk Georg Kolbes kommen miteinander kämpfende Paare häufig vor, besonders in zeichnerischen Skizzen. In den Jahren 1916-1919 folgten dem vorliegenden "Ringkampf" zwei thematisch verwandte Bronze-Fassungen des "Frauenraubs". In der Weimarer Republik avancierte Kolbe zu einem der bedeutendsten Bildhauer: 1919 wurde er als Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen; 1919-1921 wirkte er als Präsident der Freien Secession Berlin, 1921 erhielt Kolbe eine große Ausstellung in der Galerie Cassirer und 1922 erschien die Monographie von Wilhelm Reinhold Valentiner im Kurt Wolff-Verlag. In der 2. Hälfte der 1920er Jahre wurden seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, einige seiner erfolgreichen Plastiken wurden erstmals auch in größeren Auflagen gegossen. 35,4cm x 30 cm x 16 cm. Beigefügt Expertise für das Gipsmodell von Frau Dr. Ursel Berger, Georg Kolbe Museum, Berlin, vom 19.2.1979 (in Kopie). Provenienz (für das Gipsmodell): Sammlung Alfred Dietrich (Freund und ausführender Steinmetz des Künstlers, direkt vom Künstler erhalten); Privatsammlung Hessen (Nachfahren des Vorgenannten); seit 2011 im Georg Kolbe Museum, Berlin, Wvz.-Nr. W 30.010, Inv-Nr. Gi 353. Provenienz (für die Bronze): Auktion Ketterer, München, 11./13.06.2015, Lot 18; süddeutsche Privatsammlung. Dark brown patinted bronze, 1913. Monogrammed. Foundry stamp "H. NOACK BERLIN". Posthumous cast in an edition of 4, executed in 2010/11 after the original plaster model from 1913 (since 2011 in the Georg Kolbe Musem in Berlin).

    Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
  • GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947)
    Aug. 30, 2026

    GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947)

    Est: $2,000 - $3,000

    GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947) Grief, a kneeling Expressionist female figure, is hollow-cast and patinated bronze, unsigned, but typical of the work done after the sudden and tragic death of his wife, Benjamine, in 1927. He ceased signing for a few years after this.

    Thomaston Place Auction Galleries
  • Georg Kolbe 1877–1947
    Jun. 24, 2026

    Georg Kolbe 1877–1947

    Est: CHF20,000 - CHF30,000

    Georg Kolbe 1877–1947 Sitzende, Bronze auf der Unterseite monogrammiert GK H 28 cm

    Artcurial Beurret Bailly Widmer
  • Georg Kolbe: Sitzende
    Jun. 11, 2026

    Georg Kolbe: Sitzende

    Est: €25,000 - €35,000

    KOLBE , GEORG 1877 Waldheim/Saxony–1947 Berlin Title: Sitzende. Date: 1928/29 (draft). Technique: Bronze, red-brown-patinated. Measurement: 26 x 25 x 21 cm. Notation: Monogrammed on the underside: GK. Foundry mark: Foundry mark under the left foot H. NOACK BERLIN FRIEDENAU. One of nine casts manufactured between 1928 and 1929. Another cast was manufactured in 1934.. Provenance: - Kunststiftung Baden -private collection North Rhine-Westphalia Literature: - Berger, Ursel: Georg Kolbe - Leben und Werk. Mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, p. 314 - One of ten known casts during the artist's lifetime, posthumous casts are not known - Casting the "Sitzende" Kolbe reached his most balanced depiction of the powerfully closed form one year after his wife's death - Impressive example of Kolbe's reduced design language from the time of his artistic breakthrough Georg Kolbe is considered one of the defining sculptors of classical modernism in Germany and enjoys broad international recognition. Initially influenced by Art Nouveau, he developed a distinctive, reduced visual language that combines classical ideals of proportion and harmony with a modern understanding of volume and movement. His sculptures were exhibited internationally at an early stage and entered major museum collections, including the Nationalgalerie in Berlin, the Tate in London, and the Museum of Modern Art in New York. Kolbe’s oeuvre is characterized by a focus on the human body as a self-contained, rhythmically articulated form and occupies a central position within twentieth-century European sculpture. The bronze Seated Woman (Sitzende) depicts a female figure in a low, slightly forward-leaning posture. The body is compactly composed: the legs are bent, while the arms are braced behind the figure, providing the composition with a stable foundation. From this compact arrangement emerges a clearly defined, self-contained form imbued with subtle inner tension. The surface is finely worked and displays a vibrant, slightly irregular modeling. The reddish-brown patina emphasizes the materiality of the bronze, allowing light to glide softly across its relief-like surface. The downward inclination of the head avoids direct eye contact, lending the figure an introverted, almost contemplative presence. The closed composition reinforces the impression of inward reflection. At the same time, the slight twist of the torso introduces a subtle dynamism that activates the sculptural space. Seated Woman achieves its effect less through narrative elements than through the balance of mass, posture, and inner tension. Seated Woman is regarded as one of Kolbe’s most compelling solutions for the depiction of a powerfully self-contained figure. With only ten known lifetime casts and no posthumous editions, the work possesses particular rarity and considerable art-historical significance. Estimated shipping costs for this lot: The lot is unsuitable for parcel shipping. Transport only by shipping company after consultation following the auction. additional shipping insurance Shipping insurance up to total invoice amount of 25,000 Euros: max. 41.65 Euro over a total invoice amount of 25,000 Euros: 1.8 o/oo USA by individual arrangement after the auction. #Georg Kolbe #Expressionism #Berlin Secession #Germany #Modern Art #1920s #Sculptures. In accordance with §26 UrhG (German Copyright Act), VAN HAM is obliged to pay a statutory resale royalty on the sale proceeds of all original works of fine art and photography whose authors have not been deceased for 70 years prior to the end of the calendar year of the sale. The buyer shall contribute 1.5% of the hammer price to this fee.

    Van Ham Kunstauktionen
  • Georg Kolbe, Nonne (Kleine Nonne), 1923
    Jun. 06, 2026

    Georg Kolbe, Nonne (Kleine Nonne), 1923

    Est: €25,000 - €30,000

    Monogrammed 'GK' verso and with foundry mark "H. NOACK BERLIN". As an enthusiastic adherent of the art of dance, Georg Kolbe was also drawn to the expressive dance of the 1920s, which would become an important source of inspiration for him. He modelled his sculptures after studies he had drawn of the dances of not just the famous Gret Palucca but also Charlotte Bara (born Bachrach, 1901-1986; debut at Max Reinhardt’s theatre in Berlin in 1919), who is barely known today. He was evidently especially fascinated by Bara, who was particularly admired among artists for her slow, introverted dance performances. Although she was Jewish, she had attended a convent school and converted to the Catholic faith in 1928. Her dance performances reflected a deep religiosity. Kolbe’s sepia drawings of the dance “Im Kloster”, which was performed in 1923, still exist and formed the basis for the bronze “Nonne”. The elongated, kneeling figure of the “Nonne” is wrapped in a robe that reaches to the ground; with her right hand, she expressively grasps across the back of her head at her left collar while her left hand holds her right collar in a counter-movement forming a diamond-shaped frame around her head. The expressive quality of this effect is heightened through the slight twisting of her body and the vertical folds of the drapery, which are cubistically abstracted towards the back. Taking this figure as his starting point, Kolbe created a substantially larger version in oak that same year (Berger 57, Georg-Kolbe-Museum, Berlin). In 1923 he also developed the bronze “Adagio” (Berger 58), one of his most famous figures, based on Bara’s dances.

    Lempertz
  • Kolbe, Georg: Sitzender weiblicher Akt
    Jun. 05, 2026

    Kolbe, Georg: Sitzender weiblicher Akt

    Est: €1,000 - €1,500

    Sitzender weiblicher Akt Bleistift und Aquarell auf festem Velin. Um 1925. 44 x 33,8 cm. Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "GK". Die menschliche Figur in ihren variierenden Bewegungs- und Ausdrucksformen ist das zentrale Thema in Kolbes Werk. Mit wenigen zarten Strichen von virtuoser Sicherheit und den sensibel eingesetzten farbigen Schattierungen gelingt ihm die Wiedergabe des dreidimensional-plastischen Körpers. So vergegenwärtigt der Künstler auch in seinen zahlreichen Zeichnungen dem Betrachter stets das Skulpturale. Zur Provenienz bzw. Datierung liegt ein Brief des damaligen preußischen Innenministers Carl Severing vom 06.02.1926 in Kopie bei. - Provenienz: Galerie Rudolf Wiltschek, Berlin Carl Severing, Berlin / Bielefeld (seit 1926) Privatbesitz Berlin - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.

    Bassenge Auctions
  • Kolbe, Georg: Kleine Hockende
    Jun. 05, 2026

    Kolbe, Georg: Kleine Hockende

    Est: €12,000 - €15,000

    Kleine Hockende Bronze mit dunkelbrauner Patina auf Bronzeplinthe. 1923/Nachguss. Ca. 18,5 x 11,5 x 12,5 cm. Verso an der Plinthe monogrammiert "GK" (ligiert) und mit dem Gießerstempel "H.NOACK BERLIN". W 23.010 (online). Wohl einer von drei posthumen, vom Kolbe-Museum autorisierten Nachgüssen vom originalen Gipsmodell, daneben sind dem Kolbe-Museum 27 frühere Güsse bekannt. Gelegentlich wird die Plastik auch als „Trauernde“ bzw. „Kleine Sitzende“ bezeichnet. Dargestellt ist eine sitzende, in sich gekehrte junge Frau mit angewinkelten Beinen, eines davon aufgestellt. Ihr Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt, nachdenklich oder vielmehr mit trauernder Geste stützt sie den gesenkten Kopf mit einer Hand, während sie mit der anderen ihre Ferse hält. Mit seiner reduzierten Formgebung schafft Kolbe eine kompakte, allansichtige und zeitlos nüchterne Plastik einer Frau in hockender Pose, die einerseits sinnlich, verletzlich wirkt und andererseits innere Stärke und Willenskraft ausstrahlt. Prachtvoller Guss mit ausgezeichneter Reliefwirkung und harmonischer Patina. Das Werkverzeichnis wurde online eingesehen am 19.03.2026. - Provenienz: Privatsammlung Berlin - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.

    Bassenge Auctions
  • Georg Kolbe ”Tänzerinnen–Brunnen”
    Jun. 04, 2026

    Georg Kolbe ”Tänzerinnen–Brunnen”

    Est: €1,000,000 - €1,500,000

    Monogrammed on the plinth of the bronze on the right: GK. There at the back the foundry mark: H. NOACK BERLIN-FRIEDENAU. Monogrammed on the limestone at the back, between the figures: GK

    Grisebach
  • Kolbe, Georg: Sitzende. Federzeichnung in Sepiatinte auf Papier mit Lavierung in Umbratusche.
    Apr. 15, 2026

    Kolbe, Georg: Sitzende. Federzeichnung in Sepiatinte auf Papier mit Lavierung in Umbratusche.

    Est: €3,000 - €5,000

    Kolbe, Georg. Sitzende. Federzeichnung in Sepiatinte auf Papier mit Lavierung in Umbratusche. Unten rechts vom Künstler monogrammiert in Feder "GK". 38 x 28 cm (Passepartoutausschnitt). Mit Karton-Passepartout unter entspiegeltem Museumsglas in vergoldeter Holzrahmenleiste. 67 x 55 cm. Um 1925. Sich mit dem linken Ellenbogen auf eine Sofalehne o.ä. abstützende, sitzende Frau mit dünnem Haarband. Ausdrucksvolle, sehr schöne Federzeichnung auf festem, weißen Velinkarton, mit breitem Pinsel in Umbratönen plastisch gehöht. – Verso eine aufmontierte Fiche mit hs. Information der Entstehungszeit: "Georg Kolbe geb. 15.4.187 in Waldheim, lebt in Berlin. Sitzende. Tusche. Monogr. G. K." - Nicht ausgerahmt, möglicherweise mit leichten Passepartourrändern. Versand nur ohne Rahmen.

    Bassenge Auctions
  • Kolbe, Georg: Kauernder Akt. Bleistift mit Sepiatusche auf Papier.
    Apr. 15, 2026

    Kolbe, Georg: Kauernder Akt. Bleistift mit Sepiatusche auf Papier.

    Est: €1,200 - €1,800

    Kolbe, Georg. Kauernder Akt. Bleistift mit Sepiatusche auf Papier. Unten links monogrammiert "GK". 38 x 34 cm (Passepartoutausschnitt). Mit Karton-Passepartout unter Glas in schlichte Holzrahmenleiste 66,5 x 51,5 cm. Um 1922. Virtuose, gekonnte Zeichnung eines kauernden Aktes, mit wenigen Strichen eines weichen Graphit-Stiftes auf Papier geworfen und dann mit breitem Pinsel in Sepiatusche plastisch gehöht. Das Blatt zeigt hervorragend die Meisterschaft des Künstlers, der auch im zweidimensionalen Bild der Zeichnung die Plastizität der Figuren darzustellen weiß. – Wie üblich mit Passepartoutrand und etwas Verbräunung, kaum fleckig, im zeitgenössischen Rahmen. - Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

    Bassenge Auctions
  • GEORG KOLBE (1877–1947), AFTER,
    Apr. 13, 2026

    GEORG KOLBE (1877–1947), AFTER,

    Est: -

    Georg Kolbe (1877–1947), after, “Mourner,” bronze, brown patina, 1921, posthumous casting by ARA for ars mundi, monogrammed under the right foot, along with foundry mark and no. 5/199, H. 38 cm

    Historia Auctionata
  • KOLBE, GEORG (1877 WALDHEIM - 1947 BERLIN). GROSSE BRONZE-PLASTIK: ADAGIO.
    Feb. 26, 2026

    KOLBE, GEORG (1877 WALDHEIM - 1947 BERLIN). GROSSE BRONZE-PLASTIK: ADAGIO.

    Est: -

    KOLBE, Georg(1877 Waldheim - 1947 Berlin) Große Bronze-Plastik: Adagio Bronze, goldbraun patiniert. Höhe: 80 cm. 16,6 Kg. Früher Bronzeguss der späten 1920er Jahre, einer von 15 Güssen zu Lebzeiten des Künstlers. Modell-Jahr: 1923, rückseitig monogrammiert, Gießerstempel: H. Noack Berlin. Die aktuell nachweisbare Auflage beträgt 25 (15 Güsse von 1924-1930, 10 posthume Güsse von 1946 bis 2003). Der Name "Adagio" - abgeleitet von der musikalischen Tempobezeichnung - deutet auf ein ruhiges Arrangement hin, wenngleich durch den harten Faltenwurf des kubisch gebrochenen Gewandes ein Spannungsfeld zu dieser Grundstimmung entsteht . * Wir bedanken uns bei Herrn Thomas Pavel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Werkverzeichnis Georg Kolbe, Georg Kolbe Museum in Berlin, der die Bronze-Plastik im Original in Augenschein genommen hat und mit der Bronze und dem Gipsmodell aus dem Museum abgeglichen hat, für seine Hilfe * Kolbe, Bildhauer, Maler, Zeichner, studierte an der Kunstgewerbeschule in Dresden und an der Akademie in München. 1898-1901 bei Louis Tuaillon in Rom, seit 1904 in Berlin ansässig. 1905 Mitglied und ab 1911 Vorstandsmitglied der Berliner Sezession. 1914 Wechsel zur Berliner Freien Sezession, 1919-1921 deren Präsident, 1918 Titular-Professor, 1919 Mitglied der Preußischen Akademie, Werke in diversen deutschen und internationalen Museen. Alle Lose mit einem Limit (Startpreis) von mind. 2.000€ werden mit der Art Loss Register Datenbank abgeglichen. Literatur : De Gruyter (2014), Thieme-Becker (1927). Provenienz : * Partnerauktion Bergmann (die Verantwortung für rechtskonforme Einlieferung und Beschreibung liegt bei Auktionshaus Bergmann, Erlangen). Sammlung Kurt Adelsberger, Teil 3. Abholung erforderlich . Aufrufzeit 26. | Feb. 2026 | voraussichtlich 16:42 Uhr (CET) KOLBE, Georg(1877 Waldheim - 1947 Berlin) Large bronze sculpture: Adagio Bronze, golden brown patina. Height: 80 cm. 16.6 kg. Early bronze cast from the late 1920s, one of 15 casts during the artist's lifetime. Model year: 1923, monogrammed on the reverse, foundry mark: H. Noack Berlin. The current verifiable edition is 25 (15 casts from 1924-1930, 10 posthumous casts from 1946 to 2003). The name "Adagio" - derived from the musical tempo marking - indicates a calm arrangement, although the hard drapery of the cubically broken garment creates a field of tension with this basic mood . * We would like to thank Mr. Thomas Pavel, research assistant for the Georg Kolbe catalog raisonné, Georg Kolbe Museum in Berlin, who inspected the original bronze sculpture and compared it with the bronze and the plaster model from the museum, for his help * Kolbe, sculptor, painter, draughtsman, studied at the Kunstgewerbeschule in Dresden and at the Academy in Munich. 1898-1901 with Louis Tuaillon in Rome, based in Berlin from 1904. 1905 member and from 1911 board member of the Berlin Secession. 1914 change to the Berlin Free Secession, 1919-1921 its president, 1918 titular professor, 1919 member of the Prussian Academy, works in various German and international museums. All lots with a limit (starting price) of at least €2,000 are checked against the Art Loss Register database. Literature : De Gruyter (2014), Thieme-Becker (1927). Provenance : * Partner auction Bergmann (the responsibility for legally compliant consignment and description lies with Auktionshaus Bergmann, Erlangen). Collection Kurt Adelsberger, part 3. Collection required . Call time 26 | Feb. 2026 | presumably 16:42 (CET) *This is an automatically generated translation from German by deepl.com and only to be seen as an aid - not a legally binding declaration of lot properties. Please note that we can only guarantee for the correctness of description and condition as provided by the German description.

    Auktionshaus Wendl
  • Kolbe, Georg (1877 Waldheim - Berlin 1947), nach
    Dec. 06, 2025

    Kolbe, Georg (1877 Waldheim - Berlin 1947), nach

    Est: €400 - €480

    Mädchenakt "Kniende", nach der Ausformung von 1926. Schwarz-braun patinierte Bronze. Auf Fuß monog. H. 52 cm. Beigegeben: Holzsockel.

    Dannenberg
  • withdrawn
    Dec. 04, 2025

    withdrawn

    Est: -

    withdrawn

    Hampel Fine Art Auctions
  • ”Kauernde Marburg”
    Nov. 28, 2025

    ”Kauernde Marburg”

    Est: €25,000 - €35,000

    Monogrammed on the base on the right: GK. On the underside with a label of Galerie Neher, Essen

    Grisebach
  • ”Sitzende”
    Nov. 28, 2025

    ”Sitzende”

    Est: €12,000 - €15,000

    Monogarammed on the foot at the bottom: GK. On the underside with the foundry mark: H.NOACK BERLIN

    Grisebach
  • ”Pieta”
    Nov. 28, 2025

    ”Pieta”

    Est: €20,000 - €30,000

    ”Pieta”

    Grisebach
  • ”Stehende Frau”
    Nov. 27, 2025

    ”Stehende Frau”

    Est: €250,000 - €350,000

    On the base monogrammed on the right: GK. There at the back right of centre with the foundry mark: GUSS H. NOACK FRIEDENAU BERLIN

    Grisebach
  • ”Tänzer Nijinsky”
    Nov. 27, 2025

    ”Tänzer Nijinsky”

    Est: €80,000 - €120,000

    Monogrammed on the plinth at the back on the left: GK

    Grisebach
  • GEORG KOLBE (1877-1947) Lauschende 52 x 12 5/8 x 7 7/8 in (132 x 32 x 20 cm) (Conceived in 1941-1942, this zinc version cast by Hermann Noack Foundry in 1942-1943 in an edition of 6.)
    Nov. 20, 2025

    GEORG KOLBE (1877-1947) Lauschende 52 x 12 5/8 x 7 7/8 in (132 x 32 x 20 cm) (Conceived in 1941-1942, this zinc version cast by Hermann Noack Foundry in 1942-1943 in an edition of 6.)

    Est: $60,000 - $80,000

    GEORG KOLBE (1877-1947) Lauschende signed with the artist's initials 'GK' (on the top of the base) and stamped with the foundry mark 'H Noack Berlin' (on the back of the base) zinc with black patina 52 x 12 5/8 x 7 7/8 in (132 x 32 x 20 cm) Conceived in 1941-1942, this zinc version cast by Hermann Noack Foundry in 1942-1943 in an edition of 6.

    Bonhams
  • GEORG KOLBE (1877-1947). Sitzendes Mädchen. bronze with dark brown patinaHe
    Nov. 18, 2025

    GEORG KOLBE (1877-1947). Sitzendes Mädchen. bronze with dark brown patinaHe

    Est: $25,000 - $35,000

    GEORG KOLBE (1877-1947). Sitzendes Mädchen. bronze with dark brown patinaHeight: 17 ¾ in. (43.5 cm.).

    Christie's
  • GEORG KOLBE (GERMANY / GERMAN 1877 - 1947) - Die schwebende Geliebte / Der Todesritt: Flucht
    Nov. 18, 2025

    GEORG KOLBE (GERMANY / GERMAN 1877 - 1947) - Die schwebende Geliebte / Der Todesritt: Flucht

    Est: -

    around 1900 | technique: lithograph on paper | 260 x 390 mm

    Einszwei Gallery
  • GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947)
    Nov. 09, 2025

    GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947)

    Est: $2,000 - $3,000

    GEORG KOLBE (GERMANY, 1877-1947) Grief, a kneeling Expressionist female figure, is hollow-cast and patinated bronze, unsigned, but typical of the work done after the sudden and tragic death of his wife, Benjamine, in 1927. He ceased signing for a few years after this.

    Thomaston Place Auction Galleries
  • After Georg Kolbe (German, 1877-1947) Bronze Sculpture, 20th C., 'Sitzende', H 11" W 10" Depth 6.5"
    Oct. 17, 2025

    After Georg Kolbe (German, 1877-1947) Bronze Sculpture, 20th C., 'Sitzende', H 11" W 10" Depth 6.5"

    Est: $300 - $600

    Initialed on the underside. Bronze figure with a renaissance brown patina. Seated female nude with arms wrapped around legs. No apparent foundry marks.  Provenance: Property from the Estate of a Prominent Collector, Madison Heights, Michigan Dimensions: H 11" W 10" Depth 6.5"

    DuMouchelles
  • After Georg Kolbe (German, 1877-1947) Bronze Sculpture, 20th C., 'Kniende (Kneeling Girl)', H 20.5" W 9.25" Depth 7"
    Oct. 17, 2025

    After Georg Kolbe (German, 1877-1947) Bronze Sculpture, 20th C., 'Kniende (Kneeling Girl)', H 20.5" W 9.25" Depth 7"

    Est: $1,000 - $2,000

    Signed in monogram on back of left foot. Renaissance brown patina. No apparent foundry markings.  Provenance: Property from the Estate of a Prominent Collector, Madison Heights, Michigan Dimensions: H 20.5" W 9.25" Depth 7"

    DuMouchelles
  • Georg Kolbe - Singende Nux, 1928
    Oct. 11, 2025

    Georg Kolbe - Singende Nux, 1928

    Est: -

    GEORG KOLBE (1877 Waldheim - 1947 Berlin) Singende Nux, 1928 Bronze, Höhe 35,5 cm, auf Steinsockel (10 x 16 x 14,5 cm), montiert, Unikat, seitlich links monogrammiert 'GK' (ligiert), rückseitig Gießerstempel "H. NOACK BERLIN FRIEDENAU". Steinsockel rückseitig rechts unten bestoßen. Provenienz: Galerie Vömel, Düsseldorf; Paul Girardet, Düsseldorf (Familienbesitz bis 2012); Gronert Kunsthandel, Berlin (2013); seitdem Privatsammlung Berlin Georg Kolbe war einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 15. April 1877 in Waldheim (Sachsen) geboren und begann seine künstlerische Laufbahn zunächst als Maler, bevor er sich um 1900 der Bildhauerei zuwandte. Nach Studienaufenthalten in Dresden, München und Paris ließ er sich 1905 in Berlin nieder, wo er Mitglied der Berliner Secession wurde. Kolbes Werk ist geprägt von einer modernen, expressiv vereinfachten Formensprache, die den menschlichen Körper in klaren, fließenden Linien und harmonischen Proportionen darstellt. Berühmt wurde er insbesondere durch seine Aktplastiken, die Bewegung und Ruhe in ausgewogener Balance verbinden. Während der 1920er Jahre zählte er zu den gefragtesten Bildhauern Europas und war international vertreten. Er verstarb am 20. November 1947 in Berlin. Sein ehemaliges Atelier in Berlin-Westend beherbergt heute das Georg Kolbe Museum, das sein künstlerisches Erbe bewahrt und präsentiert. Georg Kolbe lernte 1901 Benjamine van der Meer de Walcheren, eine holländische Gesangsstudentin kennen. Anfang 1902 heirateten beide in Brüssel, im November kam ihre Tochter Leonore, genannt Nux, zur Welt. Kolbe porträtiert seine Frau und seine Tochter in den folgenden Jahren wiederholt. 1928 stellt er seine Tochter, die Gesangsunterricht erhält, mit dieser Bronze als "Singende" dar. Dies belegt ein Foto des Werkes aus dem Nachlass des Künstlers, das auf der Rückseite von Margit Schwartzkopff, Kolbes Fotografin und Sekretärin, mit dem Titel "Singende Nux" bezeichnet ist. Dr. Ursel Berger bringt in ihrer Expertise die "Singende" mit dem 1927 entworfenen Beethoven Denkmal in Verbindung, bei dem Kolbe die markante Symbolfigur des Komponisten mit zwei weiblichen Genien flankierte. Diese beiden idealisierten Figuren sind inspiriert von seiner Tochter und seiner Frau. Das vier Meter hohe Beethoven- Denkmal wurde erst nach dem Tod Georg Kolbes gegossen und steht heute in der Taunusanlage in Frankfurt am Main. In ihrer konzentrierten Form und der nach innen gewandten Expressivität steht die „Singende" exemplarisch für Kolbes Schaffen der späten 1920er Jahre, das sich durch eine zunehmende Verdichtung und Spiritualisierung seiner Formensprache auszeichnete. Die Bronze wurde in der renommierten Berliner Gießerei H. Noack gegossen und trägt das für Kolbe typische ligierte Monogramm „GK".

    Kunstauktionshaus Leipzig
  • Georg Kolbe Somali Torso. 1912
    Sep. 24, 2025

    Georg Kolbe Somali Torso. 1912

    Est: €80,000 - €120,000

    Georg Kolbe 1877 Waldheim - 1947 Berlin Somali Torso. 1912 Bronze, sand casting with brownish patina. Monogrammed "GK" (ligated) on the right side of the plinth. Foundry mark "H. Noack Berlin" on the plinth rim. H. 156 cm. Es gibt 5 Güsse, nur einer zu Lebzeiten des Künstlers (1920). Ein früher Guss in der Staatlichen Sammlung Dresden, erworben 1946 aus Privatbesitz. Weitere Exemplare, posthume Güsse: im Städt. Museum Mönchengladbach, Kunsthalle Emden (Leihgabe der GKM), Privatbesitz Berlin [zitiert nach WVZ Berger]. Frau Dr. Berger hat bestätigt, dass der Guss des Nachlasses von Georg Kolbe (Frau von Tiesenhausen) seinerzeit bei Noack in Auftrag gegeben wurde. Der Halsansatz war ursprünglich offen geplant. Bei späteren Gussarbeiten wurde dies korrigiert. Die Gießerei Noack Berlin möchte das Risiko einer Öffnung des Halsansatzes bei einer möglichen Nachbesserung vermeiden und bevorzugt daher, den Guss so zu belassen, wie er ist. Von einer kleinen Ganzfigur eines Somali von 1912 wollte Georg Kolbe vermutlich eine lebensgroße Fassung ausführen. Die Spur des rechten Unterarmes ist am Rücken noch erkennbar. Der Künstler entschied sich jedoch dazu, die Figur zu torsieren. Kolbe hatte zuvor nur wenige Torsi geschaffen, auch in seinem späteren Werk blieben sie selten. Von der lebensgroßen Ganzfigur 'Somali' nahm er den Kopf mit Hals ab, trennte die Oberarme ab und entfernte das Geschlechtsteil. Die naturalistisch wirkende Ganzfigur erhielt hierdurch einen völlig anderen Charakter: Die Konzentration liegt nun auf dem aus den gekreuzten Beinen schlank aufwachsenden Rumpf, dessen Fragilität durch die Halsöffnung betont wird. Als Gipsmodell war der Torso 1912 in der Herbstausstellung der Berliner Secession zu sehen. Der Afrikaner, der Kolbe Modell stand und von ihm 'Charly' genannt wurde, hieß vermutlich Hassanó und war mit einem bei Max Slevogt zur gleichen Zeit posierenden Modell identisch. Neben den stehenden Figuren modellierte Kolbe 1912 auch einen 'Hockenden Somali'. 1915 entstand die große 'Statue eines Somali' in stilisierter Modellierung. Darüber hinaus haben sich mehrere Zeichnungen nach dem Modell 'Charly' erhalten (Inv.-Nr. Z138-Z147, Z175). s. https://sammlung.georg-kolbe-museum.de/de/objekte/torso-eines-somali/62988 Georg Kolbe gilt als der bedeutendste Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1897 besuchte er in Paris die Académie Julian. Von 1898 bis 1901 unternahm er in Rom bei Louis Tuaillon seine ersten Versuche in der Bildhauerei. 1904 übersiedelte Kolbe nach Berlin, wo er bis zum Ende seines Lebens tätig war. 1905 trat er der "Berliner Secession" bei, sein wichtigster Förderer wurde der Galerist Paul Cassirer. Längst hatte sich Kolbe ganz für die Bildhauerei entschieden, um die Jahre 1911 und 1912 herum fand er schließlich zu seinem eigenen, unverwechselbaren Stil. In dieser Zeit schuf er auch den Entwurf für den Somali-Torso, dessen historischer Name "Somalineger" war. 1912 war seine berühmteste Plastik "Die Tänzerin" eine Attraktion in der Berliner Secession. In der Folgezeit wurde er für seine Werke mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, 1905 gehörte er zu den ersten Künstlern, die mit dem Preis der Villa Romana ausgezeichnet wurden. 1909 beteiligte er sich mit anderen deutschen Vertretern am "Salon d'Automne" in Paris, wo er seinen französischen Bildhauerkollegen Auguste Rodin kennenlernte. 1913 bot ihm eine Reise nach Ägypten Inspiration und Anlass zur Weiterentwicklung seines Stils. 1918 wurde Kolbe vom Preußischen Kultusministerium zum Professor berufen. Im Dritten Reich hatte Kolbe, der in privaten Briefen schon früh vor dem Nationalsozialismus gewarnt hatte, einen schweren Stand. Die Nationalsozialisten sahen in ihm einen Repräsentanten der Weimarer Republik und verbannten einige seiner Werke aus der Öffentlichkeit. Er war der letzte Präsident des Deutschen Künstlerbundes und engagierte sich in dieser Eigenschaft für Kollegen, die als "entartet" eingestuft worden waren, allerdings vergeblich. 1936 wurde der Bund verboten. Zunächst nicht geschätzt, gewann er mit einer Büste des spanischen Diktators Franco das Wohlwollen Adolf Hitlers, der ihn zu den zwölf wichtigsten bildenden Künstlern in Nazideutschland zählte. Trotzdem weigerte sich Georg Kolbe beharrlich, für die nationalsozialistischen Machthaber monumentale Kunstwerke im Stil seiner Kollegen Josef Thorak und Arno Breker anzufertigen, sondern fokussierte sich stattdessen weitgehend auf den bürgerlichen Kunstmarkt. Nach ihm sind der Georg-Kolbe-Preis und das Georg Kolbe Museum benannt. Provenienz: collection of Wolf Jobst Siedler, Berlin Literatur: Ursel Berger, Georg Kolbe. Leben und Werk. Mit dem Katalog der Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, catalogue number 22 We would like to thank Mr. Thomas Pavel of the Kolbe Museum for his scientific support during cataloguing this sculpture

    Neumeister
  • GEORG KOLBE (1877-1947) – "SEATED" – GERMAN BRONZE SCULPTURE
    Sep. 14, 2025

    GEORG KOLBE (1877-1947) – "SEATED" – GERMAN BRONZE SCULPTURE

    Est: $10,000 - $15,000

    1933. Dark green patina. Signed with a monogram. Height: 28 cm. Width: 26 cm. Provenance: The collection of Salman Schocken (1877-1959), the founder of Schocken Publishing and a cultural patron who supported Shmuel Yosef Agnon.

    Tiroche Auction House
  • Georg Kolbe 1877–1947
    Jun. 25, 2025

    Georg Kolbe 1877–1947

    Est: CHF40,000 - CHF60,000

    Georg Kolbe 1877–1947 Sitzende Bronze auf der Unterseite monogrammiert GK H 28 cm

    Artcurial Beurret Bailly Widmer
  • Georg Kolbe "Grief" Cast Bronze Sculpture
    Jun. 17, 2025

    Georg Kolbe "Grief" Cast Bronze Sculpture

    Est: $1,500 - $2,500

    Impressed signature on the right foot. Incised signature, date, and number to feet ‘GK 1978 123’. This work is a posthumous cast from the edition of 400 from the original sculpture created in 1921. Dimensions: 15 1/2"H x 21 3/4"W" X 9 1/2"D Condition: Very good, no issues seen. About the Artist: Georg Kolbe (1877–1947) was a leading German sculptor of the early 20th century, recognized for his expressive bronze figures rooted in classical form and modernist aesthetics. His work often emphasized movement, balance, and the human form. Kolbe’s sculptures continued to be cast posthumously from original molds, following traditional foundry practices under the supervision of his estate and collaborators.

    SebastianCharles Auctions
  • Kolbe, Georg (1877 Waldheim - 1947 Berlin, figurative sculptor and medallist, trained at the Kunstgewerbeschule in Dresden and the Kunstakademie in Munich, the Georg Kolbe Prize and the Georg Kolbe Museum are named after him),
    Jun. 14, 2025

    Kolbe, Georg (1877 Waldheim - 1947 Berlin, figurative sculptor and medallist, trained at the Kunstgewerbeschule in Dresden and the Kunstakademie in Munich, the Georg Kolbe Prize and the Georg Kolbe Museum are named after him),

    Est: -

    Kolbe, Georg (1877 Waldheim - 1947 Berlin, figurative sculptor and medallist, trained at the Kunstgewerbeschule in Dresden and the Kunstakademie in Munich, the Georg Kolbe Prize and the Georg Kolbe Museum are named after him), "Sitzender weiblicher Akt", ink on paper, monogrammed lower right GK, 25 x 19.5 cm (PA), framed under glass Kolbe, Georg (1877 Waldheim - 1947 Berlin, figürlicher Bildhauer und Medailleur, Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Dresden und der Kunstakademie in München, nach ihm sind der Georg-Kolbe-Preis und das Georg Kolbe Museum benannt), "Sitzender weiblicher Akt", Tusche auf Papier, monogrammiert unten rechts GK, 25 x 19.5 cm (PA), unter Glas gerahmt

    Auktionshaus Plückbaum
  • ”Totentanz”
    Jun. 05, 2025

    ”Totentanz”

    Est: €90,000 - €120,000

    Monogrammed on the reverse on the plinth: GK. There too the foundry mark: H. NOACK BERLIN FRIEDENAU

    Grisebach
  • Georg Kolbe: Flehende
    Jun. 03, 2025

    Georg Kolbe: Flehende

    Est: €18,000 - €24,000

    KOLBE, GEORG 1877 Waldheim/Saxony - 1947 Berlin Title: Flehende. Date: 1944 (draft). Technique: Bronze, gold-brown patinated. Measurement: 43 x 18 x 18cm. Notation: Monogrammed on the right underside of the base: GK (in ligature). Foundry Mark: Below foundry mark: H.NOACK BERLIN. The work is part of an edition of 12-18 bronze sculptures that were cast between 1945-1965. Provenance: - Eduard Plietsch Collection, Cologne - Bayer AG, Leverkusen (acquired from the previous owner in 1952) Literature: - Berger, Ursel: Georg Kolbe - Leben und Werk. Mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, cat. no. 189, fig. - Georg Kolbe is regarded as one of the most important sculptors of the 20th century - Kolbes nude sculptures are an expression of his intense study of the depiction of modern man - The work was created under the straining conditions of the Second World War and is a remarkable contribution to Post-War art Estimated shipping costs for this lot: Germany: 43,70 Euro plus 8,30 Euro VAT EU: 58,82 Euro plus 11,18 Euro VAT Worldwide: 184,87 Euro plus 35,13 Euro VAT additional shipping insurance This lot will be sold under standard taxation (Condition of Sale §V5.1) Explanations to the Catalogue Georg Kolbe Germany Berlin Secession Modern Art Sculptures 1940s Woman Object Bronze

    Van Ham Kunstauktionen
  • After GEORG KOLBE (German, 1877-1947) Klage (Lament) 1921/1978 bronze., conceived 1921, cast posthumously 1978 39.5 x 55 x 28cm
    Jun. 03, 2025

    After GEORG KOLBE (German, 1877-1947) Klage (Lament) 1921/1978 bronze., conceived 1921, cast posthumously 1978 39.5 x 55 x 28cm

    Est: $2,000 - $3,000

    After GEORG KOLBE (German, 1877-1947) Klage (Lament) 1921/1978 bronze., conceived 1921, cast posthumously 1978 initialled under left foot: ‘GK' numbered, dated and bears foundry stamp underneath: ‘NR C 1978 38' 39.5 x 55 x 28cm PROVENANCE: Lawson-Menzies, Sydney, 19 May 2011, lot 158 The Estate of Barry Humphries (1934-2023) OTHER NOTES: © George Kolbe/Copyright Agency 2025

    Leonard Joel
  • Georg Kolbe, Sinnende, 1911
    May. 31, 2025

    Georg Kolbe, Sinnende, 1911

    Est: €10,000 - €12,000

    Unsigned. Early lifetime cast. We would like to thank Ursel Berger, Berlin, for the friendly confirmatory information.

    Lempertz
  • Georg Kolbe, Spielendes Kind, 1905
    May. 31, 2025

    Georg Kolbe, Spielendes Kind, 1905

    Est: €10,000 - €12,000

    Unsigned. Foundry stamp "GUSS H. NOACK FRIEDENAU BERLIN" [sic] on edge of plinth verso. Early lifetime case from 1906/1907. We would like to thank Ursel Berger, Berlin for the friendly confirmatory information Like the small bronze "Sinnende" (Lot 126), the "Spielendes Kind", which depicts Kolbe's daughter Leonore (1902-1981), was originally owned by the art historian Ludwig Schnorr vor Carolsfeld, who was employed at the Berlin Museum of Decorative Arts and worked for Kolbe as a photographer. The two friends undertook a trip to Tunis in 1912.

    Lempertz
  • Georg Kolbe
    May. 16, 2025

    Georg Kolbe

    Est: €39,000 - €78,000

    (1877 Waldheim - 1947 Berlin) "Klage" (auch betitelt "Klagende"). Originaltitel Bronze, braun patiniert, 1921. Unter dem rechten Fuß monogr. sowie Gießerstempel "H. NOACK BERLIN". Von der Familie und vom Kolbe-Museum in Berlin autorisierter, posthumer Guss (Nr. 8) aus dem Jahr 1963 für den amerikanischen Sammler Alfred R. Bromberg, Dallas/Texas/USA. Kolbe, dem 1912 mit seiner später von der Nationalgalerie erworbenen "Tänzerin" in der Berliner Secession der künstlerische Durchbruch gelang, wurde 1919 als Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen und wirkte 1919-1921 als Präsident der Freien Secession Berlin. Die vorliegende, ursprünglich 1921 von Kolbe geschaffene Aktfigur einer knienden jungen Frau mit weit ausgebreiteten Armen und gesenktem Kopf, gehört zu den bedeutendsten und ausdrucksvollsten Plastiken aus dieser expressionistischen Periode im Oeuvre Kolbes. 1921/22 entstand nur eine kleine Auflage von 12 oder 13 Güssen (Exemplare befinden sich außer in der Nationalgalerie u. a. im Museum of Modern Art in New York. 1921 zeigte Kolbe die "Klage" erstmals in einer Einzelausstellung in der Galerie Paul Cassirer in Berlin, danach in vielen weiteren Ausstellungen, u. a. 1924 in der Akademie der Künste und 1931 im Museum of Modern Art in New York. H. 39 cm; B. 54,5 cm. Beigefügt: Bestätigung vom 18.12.1963 durch Margrit Schwarzkopf (langjährige Assistentin und spätere Nachlassverwalterin von Georg Kolbe, erste Direktorin des Kolbe-Museums, Berlin) und weiterer Schriftwechsel mit Alfred R. Bromberg etc. zur Bronze und zum Guss, 1963/64. Das Georg Kolbe-Museum in Berlin führt die "Klage" unter der Wvz.-Nr. W 21.005. Lit. in Auswahl: W. R. Valentiner "Georg Kolbe. Plastik und Zeichnung", München 1922, S. 48, 50, Abb. 48-49; G. Kolbe: "Begleit-Wort", in "Deutsche Kunst und Dekoration", Bd. 53 (1923/24), S. 194-198, Abb. S. 198); L. Justi: "Georg Kolbe", Berlin, 1931, S. 8, 15, Abb. 10; R. G. Binding: "Vom Leben der Plastik. Inhalt und Schönheit des Werkes von Georg Kolbe", Berlin 1933, Abb. S. 27. Provenienz: Alfred R. Bromberg, Dallas/Texas/USA; in Erbfolge an Anne R. Bromberg (1936 - 2023), Dallas/Texas/USA. Brown patinated bronze, 1921. Monogrammed. Foundry stamp "H. NOACK BERLIN". Authorized cast, executed in 1963. Accompanied by a certificate of authenticity from Margrit Schwarzkopf (Kolbe-Museum, Berlin, 18th December 1963) and further correspondence about the bronze and the cast, 1963/64.

    Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
  • GEORG KOLBE "MOTION STUDY" FRAMED PRINT
    Feb. 15, 2025

    GEORG KOLBE "MOTION STUDY" FRAMED PRINT

    Est: $75 - $10,000

    Georg Kolbe (1877-1947, German) "Motion Study" framed print. He was the leading German figure sculptor of his generation, in a vigorous, modern, simplified classical style similar to Aristide Maillol of France. Size: 18 X 20" Condition: Wooden Piece on the back of frame is loose.

    Florida Estate Sales Inc.
  • Kolbe, Georg
    Feb. 14, 2025

    Kolbe, Georg

    Est: €80 - €120

    (1877-1947). 3 s/w Photographien seiner Plastiken aus dem Bildarchiv Foto Marburg, 20. Jh. Blgr. zw. 50 x 20 u. 49,7 x 40 cm. Verso mit St. u. Archiv-Nr (2 hs.). Adagio, 1923. - Japanerin. - Kauernde, 1917. - Tls. Gebrauchssp. - 2 Beilagen. Zus. 5 Bl.

    Kiefer Buch- und Kunstauktionen
  • Georg KOLBE (1877-1947)
    Jan. 29, 2025

    Georg KOLBE (1877-1947)

    Est: €120 - €150

    Georg KOLBE (1877-1947) " Mappenwerk- Georg Kolbe Zeichnungen" Mappe mit 12 reproduzierten Zeichnungen und 2 Grafiken, je ca. 27 cm x 22,5 cm, 1 Blatt monogrammiert Georg KOLBE (1877-1947) "Portfolio- Georg Kolbe drawings" Folder with 12 reproduced drawings and 2 prints, each approx. 27 cm x 22.5 cm, 1 sheet monogrammed

    Auktionshaus Kloss
  • Georg Kolbe, Kopf Klagende, 1926
    Nov. 30, 2024

    Georg Kolbe, Kopf Klagende, 1926

    Est: €8,000 - €12,000

    Monogrammed 'GK' (joined) on the right of the plinth and foundry stamp "NOACK BERLIN" at the back of the plinth. Number of casts unknown. According to Kolbe expert Ursel Berger, the head comes from Kolbe's kneeling sculpture ‘Klagende’ (Berger 97). Kolbe repeatedly modelled the heads of his figures as independent sculptures.

    Kunsthaus Lempertz KG
  • Georg Kolbe, Sitzende (Sitzendes Mädchen, Hockendes Mädchen), 1907
    Nov. 29, 2024

    Georg Kolbe, Sitzende (Sitzendes Mädchen, Hockendes Mädchen), 1907

    Est: €30,000 - €40,000

    Monogramm 'GK' and with foundry mark "H NOACK BERRLIN" [sic] on the back. Posthumous cast after the edition of 10 liftetime casts. With an expert report from Ursel Berger, Berlin, dated 16 October 2024 Conceived early on, in 1907, this bronze depicts its model in a youthfully lithe pose that enables the artist to articulate the broadest possible range of sculptural possibilities. This is due to the work’s being constructed with a clear lineation that extends out into space, uniting a figurative motif and abstract structure and offering a pleasing view from all sides. As Ursel Berger explains, an agreement to produce 10 casts was reached with the Berlin gallerist Paul Cassirer, and one of these was already sold at the exhibition in the Berlin Secession. The painter Leo von König, the art historian Curt Glaser and Gerhart Hauptmann were among those who purchased casts of the sculpture. It remains unclear whether or not Cassirer had the complete edition poured. The number of posthumous casts is uncertain: according to Ursel Berger’s expert report,17 to 23 bronzes were probably created. The author of a 1907 review of the Secession exhibition in the journal “Kunst für Alle” states: “Georg Kolbe has revealed himself to be a very significant talent filled with a feeling for form and movement … particularly in his bronze of a seated girl” (cited in Berger, ibid.).

    Kunsthaus Lempertz KG
  • Georg Kolbe ”Sitzende”
    Nov. 29, 2024

    Georg Kolbe ”Sitzende”

    Est: €25,000 - €35,000

    ”Sitzende” Monogarammed on the foot at the bottom: GK. On the underside with the foundry mark: H.NOACK BERLIN

    Grisebach
  • Georg Kolbe ”Porträt Benjamine Kolbe”
    Nov. 29, 2024

    Georg Kolbe ”Porträt Benjamine Kolbe”

    Est: €20,000 - €30,000

    ”Porträt Benjamine Kolbe” Monogrammed below the neck at the left side: GK. On the base on the reverse at the top with the foundry mark: H.NOACK BERLIN FRIEDENAU

    Grisebach
  • Georg Kolbe ”Kopf der Tänzerin”
    Nov. 28, 2024

    Georg Kolbe ”Kopf der Tänzerin”

    Est: €30,000 - €40,000

    ”Kopf der Tänzerin” At the back at the neck monogrammed: GK. On the right short side of the plinth with the foundry mark: H NOACK BERLIN

    Grisebach
  • Georg Kolbe: Wolkenfahrt, Skizze
    Nov. 28, 2024

    Georg Kolbe: Wolkenfahrt, Skizze

    Est: €30,000 - €50,000

    KOLBE, GEORG 1877 Waldheim/Saxony - 1947 Berlin Title: Wolkenfahrt, Skizze. Date: 1924 (draft). Technique: Bronze, patinated light brown. Measurement: 30,5 x 15 x 17cm. Notation: Monogrammed on the stone rear lower right: GK (artist's signet). Foundry Mark: Foundry mark on the stone rear lower left: H. NOACK BERLIN FRIEDENAU. Frame/Pedestal: Plinth: 12 x 16,5 x 15cm (total size: 42,5 x 16,5 x 17cm). This bronze is a small version of the bronze "Wolkenfahrt" (1924/25). Three casts of this small version are known. There is an expert opinion on this work by Dr Ursel Berger, Berlin, dated 22.10.2024. According to Dr Berger, this bronze is a lifetime cast, probably from before 1928. The work is listed on the Kolbe Museum website under cat. no. W 24.019. (www.sammlung.georg-kolbe-museum.de) Provenance: - L. Specht-Büchtling Collection (according to the consignor directly from the artist in 1928) - Private collection Baden-Württemberg Literature: - Cf. Berger, Ursel: Georg Kolbe - Life and Work. With the catalogue of Kolbe plastics in the Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, cat. no. 73, ill. - Impressive example of Kolbe's reduced formal language from the time of his artistic breakthrough - Kolbe's treatment of the tragic lovers Paolo and Francesca from Dante's Divine Comedy - Flowing, dynamic composition that depicts the physical and emotional bond between the sitters - In private ownership for almost 100 years Explanations to the Catalogue Georg Kolbe Germany Berlin Secession Modern Art Sculptures 1920s Couples Object Bronze Figure / Figures Estimated shipping costs for this lot: Arrangement after the auction.

    Van Ham Kunstauktionen
  • Georg Kolbe: Flora
    Nov. 27, 2024

    Georg Kolbe: Flora

    Est: €40,000 - €60,000

    KOLBE, GEORG 1877 Waldheim/Saxony - 1947 Berlin Title: Flora. Date: 1939 (draft). Technique: Bronze, goldish-brown-patinated. Measurement: 72 x 28 x 17,5cm. Notation: Monogrammed on the plinth behind the right foot: GK (artist's signet). Foundry Mark: Foundry stamp at the back edge of the plinth: H.NOACK BERLIN. The work stems from one edition of three casts during the artist's life time. For this work an expertise by Mrs Dr. Ursel Berger, Berlin, from 21st January, 2018, is available in copy. Provenienze: - Private collection Küpper - Private collection North Rhine-Westphalia Literature: - Berger, Ursel: Georg Kolbe - Leben und Werk. With catalogue of the Kolbe-plastics at the Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, cat. no. 175, ill. -Georg Kolbe is one of the most important sculptors of the 20th century -His nude sculptures are inspired by the figure ideal of antiquity and at the same time an expression of his intensive preoccupation with the depiction of modern man -Sculpture of extreme rarity -Excellent casting with beautiful patina -Small version of a larger-than-life female figure for the 'Ring of Statues' in the Rothschild Park in Frankfurt am Main In harmony with body and soul Although Georg Kolbe was already playing around with small animal sculptures made of beeswax at the age of ten, during his artistic training he devoted himself to painting and drawing, first at the School of Applied Arts in Dresden, then at the Academy in Munich and finally at the Académie Julian in Paris. It was only after a stay in Rome that he found his calling as a sculptor in 1900. His artistic breakthrough came in 1911 with his ‘Dancer’, which gave sensual expression to the prevailing spirit of optimism of his time. Kolbe's work is guided by the pursuit of a form whose essence lies in the harmony of body and mind. Influenced by the authentic physicality of Auguste Rodin's sculptures and by modern dance, Kolbe uses the term ‘expressive sculpture’ for his art, which - always oriented towards nature - is dedicated to the mostly naked body in space: the inner movement of the human being is to be transferred unadulterated into an external form. By eliminating the covers, the superfluous folds of clothing and the ornamentation, the dusty ideals of the imperial era are discarded and a new image of humanity is shaped. The mannered, sweet and rigid gives way to a body-emphasised aesthetic feeling that corresponds to the modern, free citizen. Flora The proud, naked female figure of Flora stands expressively erect in a relaxed contrapposto pose, her left leg straight and her foot firmly anchored in the ground, her right leg bent and her toes resting on a stone. Everything about this figure is subordinate to the natural grace of the figure: no accessory has been added to enable identification of the sitter. The ancient goddess Flora represents vegetation and fertility; her appearance embodies flowers and plants, as well as soil, grain and agriculture. In allegorical depictions of the four seasons, Flora represents spring; the burgeoning plant world is also associated with youth and pregnancy. Contrary to the usual depiction of a young woman adorned with flowers or blossoms, Kolbe's Flora does not appear as an ethereal spirit. Rather, she is given a prominent physical presence and thus significance solely through the pure power of her stately body. She dispenses with any ornamental addition; her sublime figure alone identifies her as a goddess in the flesh - a goddess who is human through and through. No garment, no attribute distracts from the harmoniously balanced proportions, from the relaxed movement of her limbs. Following the formal language of an ancient ideal of the body, Kolbe emphasises instead the powerfully tensed, pronounced play of muscles in the thighs and calves, which he models with the utmost sensitivity. Kolbe's naturalistic rendering of the body is not so much intended to document anatomy as to express his interest in the vital character and dynamic aura of his figures, which goes beyond smooth surfaces and static statuary. To capture this liveliness, Kolbe prefers bronze. The golden-brown shimmer of the material allows him to give the surface structure of his sculptures particularly vivid effects. Bettina Haiss Explanations to the Catalogue Georg Kolbe Germany Berlin Secession Modern Art Sculptures 1930s Nude Object Bronze Woman Estimated shipping costs for this lot: Arrangement after the auction.

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