Albert Ebert (1906 - 1976)

Lot 31: Albert Ebert, Abendgesellschaft. No date.

Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG

September 18, 2010
Dresden, Germany

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Description: Oil on cardboard, auf Holz kaschiert. In Rot signiert u.re. "A. Ebert". In profilierter Holzleiste gerahmt.Malschicht mit feinem, langgliedrigem Oberflächenkrakelee; leicht berieben und angeschmutzt.Das Gemälde steht als sehr schönes Beispiel für die von seinem Lehrer Charles Crodel eingeführte und dem Kommilitonen Kurt Bunge favorisierte Lasiertechnik auf Holz bzw. Malpappe. Aus hauchdünnen, sich überlagernden Malschichten erhebt sich eine atmosphärische, nur von Lichteffekten geprägte, räumliche Szene, die es in ihrer fast abstrakten Reduziertheit dennoch vermag, den Charakter der Gesellschaft und das Knistern der Kleiderstoffe zu evozieren.
Dimensions: 21 x 31 cm; Ra. 30 x 40 cm.
Artist or Maker: Albert Ebert
Provenance: Albert Ebert1906 Halle - 1976 ebendaDer aus einfachen Verhältnissen stammende und mit acht Geschwistern aufgewachsene E. gilt als autodidaktischer Maler und Grafiker, da eine Ausbildung aufgrund seiner Armut nicht möglich war. Bis zum 2. Weltkrieg verdingt E. sich als Hilfsarbeiter bis er schließlich 1946 ein Studium auf der Burg Giebichenstein bei Ch. Crodel u. W. Grzimek aufnimmt. 1948 verläßt er die Hochschule ohne Abschluß, da er sich unter den viel jüngeren Kommilitonen nicht zurechtfindet. Nach einer kurzen Ruhephase wird E. 1951 Mitglied im Verb. d. bildenden Künstler und nimmt Unterricht bei K. Bunge. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er bis 1956 als Hilfsarbeiter und dann als Heizer auf Giebichenstein. Von Künstlerkollegen und Studenten geschätzt und gefördert, erlangt er 1956 ein Stipendium der Christl. Demokrat. Union. Nun kann er sich wieder in vollem Maße der Malerei zuwenden. 1957 folgt die entscheidende Ausstellung in Berlin, auf der er fast alle 50 präsentierten Bilder verkauft und somit über Nacht berühmt wird. Durch ein Augenleiden muss E. vorzeitig die Malerei aufgeben, dennoch partizipierte er weiter rege am Kunstleben.
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